WM-Titel in Neuseeland ist für Straubinger Kaufmann die Krönung

Weltmeister Marian Tux: „Trabrennsport auf Top-Niveau“

Neuseeland/Straubing (MSPW). Deutscher Meister 2010, Europameister 2011, jetzt auch Weltmeister 2012: Besser hätte es für den engagierten Straubinger Trabrenn-Amateurfahrer Marian Tux nicht laufen können. „Das war die Krönung meiner 40-jährigen Karriere“, sagte der Kaufmann nach seinem sensationellen WM-Triumph in Neuseeland, den er durch zwei Siege in den letzten beiden von zehn Wertungsläufen perfekt gemacht hatte. Tux ist der insgesamt dritte deutsche Amateur-Weltmeister nach Edelbert Ohmer (Rotenburg/Borchel) 1984 und Xaver Schachtner (Johanniskirchen) 1998. Wir sprachen mit Marian Tux.

Hallo, Marian Tux! Mit einem fulminanten Schluss-Spurt haben Sie nach dem EM- auch den WM-Titel nach Deutschland geholt. Dabei war Ihr Rückstand vor den beiden letzten der insgesamt zehn WM-Läufe schon sehr groß. Haben Sie immer an Ihre Chance geglaubt?

Marian Tux: „Ganz ehrlich: Als am ersten WM-Tag in Auckland fast alles gegen mich gelaufen ist, war meine Hoffnung nur noch gering. Doch auch in solchen Momenten muss man ruhig bleiben und seine Chancen nutzen, wenn man sie bekommt. Das habe ich versucht und am Ende hat doch noch alles gepasst.“

Das WM-Finale fand auf der für deutsche Verhältnisse ungewohnten Grasbahn von Motukarara statt. Wie haben Sie sich darauf eingestellt?

Tux: „Ich bin schon früher auf Gras gefahren, auch wenn das letzte Mal in Wien inzwischen auch schon 25 oder sogar 30 Jahre zurückliegt. Von daher war das kein Problem. Vor dem vorletzten Rennen, das ich mit einem Außenseiter gewinnen konnte, hatte mir der Trainer mit auf den Weg gegeben, dass sein Pferd nur von vorne gewinnen kann. Deshalb habe ich alles versucht, um sofort die Spitze zu bekommen. Die Rechnung ist aufgegangen. Zum Abschluss musste ich lange auf eine Lücke warten, doch die hat sich gerade noch rechzeitig geöffnet.“

Sie sind der dritte deutsche Weltmeister der Trabrenn-Amateurfahrer. Wie wurde gefeiert?

Tux: „Die Freude über diesen Erfolg war bei mir riesengroß. Schon bei der Siegerehrung auf der Bahn habe ich eine Champagner-Dusche bekommen und wurde von der Konkurrenz auf Schultern getragen.“

Sie machen noch einige Tage in Neuseeland Urlaub und können dort ihren Triumph genießen, ehe Sie im heimatlichen Straubing empfangen werden. Welche WM-Erinnerungen werden Sie mitbringen?

Tux: „Die gesamte Weltmeisterschaft war ein einmaliges Erlebnis. Das Interesse an unserem Sport ist in Neuseeland gigantisch, in den Medien war die WM ein großes Thema. Auch die Rennbahnen haben mich sehr beeindruckt. Das war Trabrennsport auf einem Top-Niveau.“

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