• Thomas Müller: „Durchs Reden kriegen wir eh keine Punkte, deswegen ist sowieso egal, was ich hier sage“
• Zorc zum Sieben-Punkte-Vorsprung auf Bayern: „Es hat sich nichts geändert“
• Nagelsmann angefressen: „Das war ein schlechtes Spiel von uns. Eigentlich müssen wir das verlieren“
• Sky Experte Calmund zu den Abseitsentscheidungen: „Ich finde die Diskussion nicht in Ordnung. Da sprechen wir von Fakten, Fakten, Fakten“

Unterföhring, 2. Februar 2018
- Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 20. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

Niko Kovac (Trainer FC Bayern München): …
… zum Spiel:
„Das Ergebnis sagt nicht das aus, was auf dem Platz war. Wir hätten das Spiel nicht verlieren dürfen. Dieses Spiel hätte heute eher unentschieden ausgehen müssen. Wir hatten in der ersten Halbzeit schon die eine oder andere Torchance, da hatte Leverkusen im Grunde genommen gar nichts gehabt. Wir müssen das zweite Tor machen. Leverkusen schießt vier mal aufs Tor und macht aus vier Schüssen drei Tore. In der zweiten Halbzeit nimmt das Spiel Fahrt auf. Das wollten wir vermeiden. Dann passieren Gegentreffer, wo sicherlich auch der eine oder andere Fehler dazu kam.“
… zu den beiden Abseitsentscheidungen: „Ich finde, das ist schwierig. Wie legt man das Lot? Von der Seite ist das schon schwierig. Das war für mich eine entscheidende Szene. Wahrscheinlich ist ein Zentimetermaß rausgeholt worden. Das war jetzt Abseits. Wenn das Tor zählt, steht es 2:0 und dann passiert überhaupt nichts mehr, weil Leverkusen in der ersten Halbzeit überhaupt nicht stattgefunden hat. Jetzt legt man das Lot an die Schulter an. Das ist schon hart. Wobei, das war das dritte Tor. Heute lief es gegen uns mit den Schiedsrichterentscheidungen. Wobei ich nicht sagen möchte, dass das ein Fehler war. Ich würde mal sagen, dumm gelaufen. Wir müssen in der ersten Halbzeit den Sack zu machen.“
… zum Rückstand auf Borussia Dortmund: „Es ist grundsätzlich richtig, dass wir punkten mussten und müssen. Das einzig Positive ist, dass Dortmund nicht drei Punkte geholt hat. Jetzt sind es sieben Punkte Rückstand, aber sieben Punkte ist auch nicht wenig. Wir müssen die restlichen 14 Spiele nutzen, was nicht einfach werden wird. Es ist jetzt nicht allzu viel passiert, bei neun Punkten wäre es sicherlich sehr schwierig geworden, so geben wir nie auf. Wir glauben dran und werden weiterhin daran arbeiten.“

Thomas Müller (FC Bayern München) …
… zur Niederlage in Leverkusen:
„Das Spiel war von Anfang an intensiv. Wir hatten wirklich gute Möglichkeiten und gehen 1:0 in Führung, legen das zweite Tor nach, das ist einen Hauch Abseits. Dann kriegen wir aus einer Standardsituation das 1:1. Es war nicht so, dass uns Leverkusen auseinandergespielt hätte, aber irgendwie war das Spiel sehr wild und zerfahren. Durchs Reden kriegen wir eh keine Punkte, deswegen ist sowieso egal, was ich hier sage.“

Sven Ulreich (Torwart FC Bayern München) …
… zum Freistoßgegentor:
„Wenn ein Tor ins Torwarteck fällt, heißt es immer: der Torhüter. Bailey zirkelt die Bälle oft über die Mauer. Das haben wir natürlich so analysiert. Es war eine schwierige Postion für den Torhüter. Ich glaube, auch wenn ich einen halben Schritt weiter rechts stehe, wird es schwierig für mich, weil er ihn sehr gut trifft. Aber klar, wenn er reingeht, ist es immer ein bisschen blöd für den Torhüter.“

Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen) …
… zum Spiel:
„Natürlich war es ein emotionales Match, aber ich bin vor allem kaputt. Es war sehr laufintensiv heute. Wir haben uns heute Gott sei dank auf Augenhöhe begeben und das auch endlich mal gezogen. Wenn du vorne penetrant versuchst Tore zu schießen, erzwingst du auch irgendwann mal Tore. Ich muss aber auch ganz ehrlich sagen, mit dem Videoassistenten haben wir in letzter Zeit auch ein bisschen Glück.“

Kevin Volland (Torschütze Bayer 04 Leverkusen) …
… zu den bisherigen Spielen unter dem neuen Trainer Peter Bosz:
„Jeder Spieler auf dem Platz weiß ganz genau, was er zu tun hat. Wir versuchen, 90 Minuten den Plan umzusetzen. Das ist ein offensiver Fußball, wo wir die Bälle haben wollen, mutig spielen wollen. Das ist absolut top bisher.“

Michael Zorc (Sportlicher Leiter Borussia Dortmund): „Einen Punkt mehr, als vor drei Stunden. Mehr auch nicht, weil es ist der 20. Spieltag. Es hat sich nichts geändert.“

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): …
… wie er das Fernduell mit Bayern München verfolgt hat:
„Einmal habe ich meine Konzentration auf das Spiel verloren, das war beim 1:1. Danach bis zum Schluss nicht mehr. Am Ende habe ich festgestellt, dass die Bayern 1:3 gespielt haben. Es ist überall schwer, zu spielen. Es ist sehr schwer gegen Frankfurt, sehr schwer gegen Leverkusen. Das ist gut für die Bundesliga.“

Marco Reus (Kapitän Borussia Dortmund): …
… ob Borussia Dortmund die Favoritenrolle auf die Meisterschaft annimmt:
„Wir haben immer betont, dass wir jedes Spiel gewinnen wollen. Wenn wir bis zum Ende weiter da oben stehen, dann bleibt uns ja nichts anderes übrig, als das anzunehmen. Wir tun jetzt auch nicht so, als würden wir es nicht wollen.“

Roman Bürki (Torwart Borussia Dortmund): …
… zur Niederlage von Bayern München:
„Das ist ein schwacher Trost, sage ich jetzt mal. Wir haben gesagt, wir schauen auf uns, und wir hätten dieses Spiel sehr gerne gewonnen. Ich hätte lieber dieses Spiel hier auch noch gewonnen, dann wäre es ein top Wochenende gewesen.“

Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt) ...
... zum Spiel:
„Es ging das komplette Spiel hin und her. Wir wussten, besonders ich, wie stark die Dortmunder Mannschaft ist. Wir haben uns gut geschlagen. Ich denke, dass das Unentschieden am Ende verdient war und die Dortmunder auch glücklich mit dem Punkt sind.“

Gelson Fernandes (Eintracht Frankfurt): …
… zum Spiel:
„Man muss im Umschaltspiel aufpassen, bei diesen Spielern wie Reus und Sancho. Das ist eine gute Mannschaft. Ich denke, wir haben das in der zweiten Halbzeit gut gemacht. Wir können mit diesem Punkt leben.“

Niklas Moisander (SV Werder Bremen): …
… zum Spiel:
„Wir haben nicht gut gespielt., vor allem in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit schießen wir das 1:0 und dann müssen wir das Spiel gewinnen. Wenn wir nach Europa wollen, müssen wir diese Spiele gewinnen.“

Christian Mathenia (Torwart 1. FC Nürnberg): …
… zum Spiel:
„Wir haben uns endlich auch mal belohnt für den großen Kampf, den wir heute hier geliefert haben. Klar, spielerisch haben wir natürlich noch Luft nach oben. Das war heute wirklich Abstiegskampf pur. Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass wir das heute wieder so auf den Platz gebracht haben und belohnt wurden.“

Julian Nagelsmann (TSG 1899 Hoffenheim): …
… zum Spiel:
„Das war ein schlechtes Spiel von uns. Eigentlich müssen wir das verlieren. Wir sind am Anfang der Woche schlecht gestartet, haben das Ergebnis gegen Freiburg vielleicht ein bisschen falsch eingeordnet. Heute sind wir gar nicht ins Spiel reingekommen. Wir haben nur 42 Prozent der Zweikämpfe gewonnen. Wenn du halt in talentfreien Bereichen schwächer bist als der Gegner, dann hast du es auch nicht verdient zu gewinnen. Sie haben mit allem versucht, zu verteidigen und haben sich in alle Situationen ein bisschen aggressiver reingeworfen als wir.“

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): …
… zum Spiel:
„Wie ich vor dem Spiel gesagt hatte, wird das Spiel durch Kleinigkeiten entschieden. Heute war die Kleinigkeit bei Wolfsburg. Beide Mannschaften haben keinen schönen Fußball gespielt, sondern es war ein kampfbetontes Spiel. Wir müssen das einfach runterschlucken.“

Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg): …
… zum Spiel:
„In der ersten Halbzeit haben wir es fußballerisch sehr, sehr gut gemacht. Zweite Halbzeit haben wir ein paar Ballverluste gehabt. Ich glaube, dass wir das Spiel hochverdient gewonnen haben.“

Markus Merk (Sky Schiedsrichterexperte): „Wir müssen damit aufhören, mit diesem im Zweifel für den Angreifer. Das war nie eine Regel, das wurde mal so angenommen. Jetzt ist es weg. Das einzig wirklich messbare ist die kalibrierte Linie beim Abseits.“

Sky Experte Reiner Calmund: …
… zur Diskussion über die Abseitsentscheidungen in Leverkusen:
„Ich finde die Diskussion nicht in Ordnung. Da sprechen wir von Fakten, Fakten, Fakten. Ob das jetzt fünf Zentimeter sind, 15 oder 30. Der Schiedsrichter hat durch diese Technik keine andere Möglichkeit, er hat keinen Entscheidungsspielraum. Das ist die sicherste Methode, Abseits souverän und objektiv aufzuklären. Da müssen wir die Diskussion beenden.“

Sky Experte Christoph Metzelder …
… zu Borussia Dortmund:
„Borussia Dortmund hat in dieser Saison bisher eine tolle Moral gezeigt. Ich glaube schon, dass sie in der Kabine sitzen und auf das Spiel bezogen, ein bisschen enttäuscht sind, weil sie schon die Möglichkeiten hatten, es zu gewinnen. Am 20. Spieltag zählt nicht die Differenz zu irgendwem und ich glaube, das wollten sie heute unbedingt gewinnen.“

Für Rückfragen:
O-Ton-Service Sky/tb
eMail: Sky-Sport-PR@sky.de
Mehr Informationen unter www.sky.de