• Petkovic lobt sein Team für Durchhaltevermögen: "Nicht aufgegeben"
• Leichte Fehler und drei Niederlagen zum Start: Göppingen "manchmal wie im Kindergarten"

Göppingen, 08. September 2019
– Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zur Partie der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga zwischen FRISCH AUF! Göppingen und den Füchsen Berlin (25:28).

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin) …
… zu den Gründen für den Sieg:
"Die Mannschaft hat heute gewonnen – und der Trainer hat in Minden verloren... Meine Mannschaft hat richtig verstanden, was wir in den vergangenen drei Tagen besprochen haben. Manchmal ist ein Gespräch wichtiger als zwei, drei harte Trainingseinheiten. Die Mannschaft hat heute die Antwort gegeben, dass wir leben, dass wir kämpfen, dass wir zusammen bleiben. Meine Mannschaft hat nicht aufgegeben – auch nicht nach dem schlechten Start in die zweite Halbzeit."
… zum Spiel: "Wir haben getroffen heute und 28 Tore gemacht. Wir hatten zwei Leute mehr als im letzten Spiel. Simon Ernst hat eine überragende erste Halbzeit gespielt, in Minden hat er uns gefehlt. In der zweiten Halbzeit haben wir gesehen, dass wir auf dem Niveau nicht weiterspielen konnten. Dann haben wir Jacob (Holm) gehabt, er hat einen Impuls gebracht von der Bank und unseren Angriff wieder belebt. Mein Rückraum hat nicht aufgegeben und andere Leute in Position gebracht."

Simon Ernst (Füchse Berlin) …
… zum Spiel:
"Es war klar, dass wir mächtig unter Druck stehen. Es war nicht immer das ansehnlichste Handballspiel. Wichtig für uns war, heute die zwei Punkte mitzunehmen. Wir hatten eine kurze Schwächephase nach der Halbzeit, sind da aber zum Glück ganz gut wieder rausgekommen. // Das kann nur der erste Schritt gewesen sein. Das nächste Spiel ist Stuttgart, das ist ein Pflichtsieg für uns. Wir müssen uns step by step wieder nach oben arbeiten in der Tabelle."
… zu seiner Leistung: "Das Ergebnis steht über allem. Nichtsdestotrotz freue ich mich, dass ich immer besser reinkomme in die Saison. Wenn man persönlich gute Leistungen mit einem Sieg in Göppingen verbinden kann, ist es umso schöner."

Hartmut Mayerhoffer (Trainer FRISCH AUF! Göppingen) …
… zum Spiel:
"Das Spiel hat genau gezeigt, dass man zwei Mal 30 Minuten braucht, um erfolgreich zu spielen. Die zweite Halbzeit war in Ordnung. Zur ersten Halbzeit muss man ganz klar sagen, dass wir praktisch nicht das gespielt haben, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben uns relativ zumachen lassen und relativ fahrig in unseren Aktionen gespielt. Mitte der Halbzeit war es deutlich besser. Grundsätzlich hat uns in der ersten Halbzeit vollkommen die Aggressivität gefehlt. Wir gehen in der ersten Halbzeit mit zwei Gelben Karten raus, das ist zu wenig, um der Wucht von Berlin entgegenzusteuern."
… zur Phase nach dem Ausgleich in der zweiten Hälfte: "Da sind es die Kleinigkeiten. Wir verwerfen einen Siebenmeter, zwei freie Würfe, geben dann Berlin noch einmal die Chance, wegzuziehen. Das sind die Situationen, die so einem Spiel eine Wendung geben. Wir haben durchaus unsere Chancen herausgespielt und es in der zweiten Halbzeit sehr, sehr gut gemacht und das Spiel dann auch relativ schnell gedreht. Das muss man versuchen, 30 Minuten komplett durchzuziehen."
… zum Saisonstart mit 0:6-Punkten: "Wir schauen jetzt erst einmal nach Leipzig. Uns war klar, dass das ein schweres Auftaktprogramm ist und das durchaus nicht so positiv enden kann. Nichtsdestotrotz denke ich, dass wir schon einiges haben, das wir besser machen müssen."

Kresimir Kozina (FRISCH AUF! Göppingen) …
... zum Spiel:
"Das größte Problem waren unsere technischen Fehler im Angriff. Das ist manchmal katastrophal, was wir machen. Wie wir Bälle verlieren, das ist wirklich manchmal wie im Kindergarten. Wenn man so die erste Halbzeit verschläft, dann ist es ganz schwer, zurückzukommen und das Spiel zu drehen. Wir haben es geschafft, zurückzukommen, aber dann reicht es nicht mehr."
… zu den Ungenauigkeiten im Spiel seiner Mannschaft: "Das ist nicht das erste Spiel, in dem uns das passiert, dass wir Bälle ohne Druck und ohne Kontakt wegschenken. Wir müssen die Gründe finden, warum das so ist, ob Spieler nervös sind oder wir Heimdruck haben, das weiß ich selber nicht. Das müssen wir dringend lösen, wenn wir Spiele gewinnen wollen."
… zur Phase nach dem Ausgleich in der zweiten Hälfte: "Dann trifft Basti (Heymann) an den Pfosten, dann verschieße ich den Siebenmeter und wir machen unsere zwei, drei Tore nicht – und die Füchse machen es. Wir haben dann nicht die Kraft, noch einmal zurückzukommen. Wir haben die Halle mitgenommen und konnten das nicht ausnutzen, das tut mir wirklich, wirklich leid."

Bob Hanning (Geschäftsführer Füchse Berlin) ...
... auf die Frage, ob der Trainer bei einer mangelhaften Leistung der Mannschaft nach dem Spiel zur Disposition stehe (vor dem Spiel):
"Wir haben immer gut daran getan, die Dinge nach den Spielen zu analysieren und nicht vorher. Wir haben uns definitiv keine Gedanken zum jetzigen Zeitpunkt über irgendwelche Beispiele oder Möglichkeiten gemacht. Wir gehen einfach alle felsenfest davon aus, dass wir heute ein gutes Spiel machen werden."
… zum Spiel (in der Halbzeitpause): "Wir können sehr zufrieden sein. Das, was die Mannschaft hier bereit ist zu zeigen, sieht auch im Angriff anders aus, als in allen anderen Spielen zuvor. Wir sind beweglicher, es kommen auch mal direkte Pässe. Wir haben mehr Bewegung, mehr Durchschlagskraft auch aus dem Rückraum. Man muss aber auch ehrlich sein: Göppingen macht es uns in vielen Situation bis jetzt einfacher, als es zum Beispiel Leipzig getan hat."
... zu Simon Ernst (in der Halbzeitpause): "Es ist ein Spieler, der voller Energie steckt. Er behält die Energie nicht nur für sich, sondern übeträgt sie auf jeden einzelnen Spieler und auch auf die Bank. Das ist ein so toller Mensch, ein so toller Handballer. Er hat uns so lange gefehlt, und er wird auch immer noch drei, vier, fünf Monate brauchen, bis er in seinem Stadium ist, in dem er zum Schluss war beim VfL. Aber selbst in der Verfassung ist er für uns schon fast nicht zu ersetzen."
... zu Fabian Wiede (in der Halbzeitpause): "Ich finde, dass er heute wieder drei, vier, fünf richtig gute Entscheidungen getroffen hat, die auch direkt zu Toren führen. Solange dann (Paul) Drux und Simon Ernst zum Tor gehen, ist das in Ordnung, wenn er sich für die Spielermacherrolle bereithält. Ich bin mit ihm heute sehr zufrieden."

Paul Drux (Füchse Berlin) vor dem Spiel …
… zur jüngsten Niederlage gegen Minden:
"Wir haben uns da ganz, ganz schlecht verkauft vor eigener Kulisse. Das größte Manko war die Körpersprache, wir sind dann in der zweiten Hälfte einfach auseinandergefallen und haben uns nicht als Mannschaft präsentiert."
… zu Bob Hannings Kritik an seiner Person nach dem Minden-Spiel: "Das hat keine Wort von Bob benötigt. Wir haben uns das Spiel angesehen. Ich habe zu viele Fehler gemacht, aber natürlich trotzdem versucht, Akzente zu setzen. Das ist mir nur teilweise gelungen. Heute müssen wir es besser machen."
… zur Aufarbeitung der Minden-Pleite: "Wir waren eher konstruktiv. Es bringt natürlich nur bedingt etwas, wenn man mit der Keule kommt und draufhaut. Wir haben versucht, Fehler abzustellen und sie ganz offen und ehrlich anzusprechen. Die beste Medizin wäre ein Sieg gegen Göppingen."

Sky Experte Heiner Brand …
… zur Situation von Velimir Petkovic:
"Mich hat schon erstaunt, wie angefressen er ist. Das ist nicht ganz typisch für ihn. Man merkt schon den extremen Druck, der da ist."
… zum Spiel: "Berlin hat gerade in der ersten Viertelstunde überzeugt. Die Abwehr hat eigentlich im gesamten Spiel relativ gut gestanden, aber im Angriff haben sie in der ersten Viertelstunde schön den Ball laufen lassen. Man hat gesehen, was sie spielen wollten. Sie haben dann auch gut vorbereitete Abschlüsse genommen und in der ersten Halbzeit klar dominiert."
... zu Simon Ernst: "Ich denke, ein bisschen kann er noch zulegen. Aber es war schon sehr okay. Er wird noch weiter den Weg nach vorne machen, davon bin ich überzeugt."
… auf die Frage, ob der Berliner Sieg ein Wendepunkt gewesen sein könnte: "Der Anfang eines Wendepunkts. Es war noch nicht hundertprozentig überzeugend. In Phasen war es durchaus okay, aber sie müssen diese Leistung stabilisieren, um dann auch tatsächlich den Ansprüchen zu genügen, den sie an sich haben und den andere an sie haben – nämlich oben mitzuspielen."
... zur Situation bei den Füchsen Berlin (vor dem Spiel): "Es ist sicher keine Zufriedenheit bei den Beteiligten da. Die Mannschaft muss andere Ansprüche haben aufgrund ihrer personellen Besetzung."



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