• Wolfsburg schafft die Trendwende: „Kompliment an die Jungs“
• Heimstarke Kölner im Torrausch: „Im Moment belohnen wir uns“
• FC-Coach Gisdol sieht „tollen Schritt“ seiner Mannschaft
• Bruchhagen lobt Köln: „Ein Sieg der Entschlossenheit“

Unterföhring, 02. Februar 2020 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 20. Spieltages der Fußball-Bundesliga, 1. FC Köln vs. SC Freiburg (4:0) sowie SC Paderborn vs. VfL Wolfsburg (2:4) bei Sky.

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn) …
… zur Roten Karte gegen Gerrit Holtmann:
„Er trifft ihn an der Schulter. Egal, ich habe solche Situationen gesehen, die wurden nicht mit Rot bestraft. Das ist dann schon schwierig. Aber, wenn der Schiedsrichter das als Tätlichkeit sieht, dann stellt sich manchmal die Frage, bei einigen Vorteilsituationen, wo ein Spieler schon Gelb vorbelastet ist, da wird gesagt, bei einem taktischen Foul, dann gilt das nicht mehr... Dann ist das schon schwierig. Ich muss jetzt auch aufpassen. Die Hand geht zum Körper. Aber wenn das schon eine Tätlichkeit ist, dann wird es langsam schwer für mich. Aber für mich wird es sowieso schwer. Es lag nicht am Schiri, wir haben entscheidende Fehler gemacht, wir wollen es auch nicht auf ihn schieben.“
… zum harten Einsteigen vom gelbvorgewarnten Josuha Guilavogui: „Da gab es schon Situationen, da hat schon der Video-Schiedsrichter gesagt, schau es dir noch einmal an, der trifft den Fuß mit offener Sohle. (lacht) Lassen wir es einfach, dann ist gut. // Jetzt muss ich wirklich gehen.“
… zu seiner Reaktion nach dem Spiel: „Du versuchst dir natürlich Gedanken zu machen, was passiert ist. Man muss klar bleiben. Die Jungs haben hohen Aufwand betrieben und gemacht und getan. Am Ende muss man leider sagen, dass wir entscheidende Fehler gemacht haben. Was die Jungs laufen, machen und tun – das ist so, wie wir uns es vorstellen. Und trotzdem muss man sagen, dass wir in den entscheidenden Momenten die Fehler machen, die du nicht machen darfst. Gerade gegen so eine gute Mannschaft.“
... zu seiner Vorbelastung von drei Gelben Karten (vor dem Spiel): „Da ich sehr respektvoll mit allen umgehe und ich der Meinung bin, dass mein Coachingverhalten in Ordnung ist, werde ich weiter so machen. Wir lassen uns von unserer Spielweise nicht beeinflussen und ich in meinem Coachingverhalten auch nicht. // Wir haben ja gute Schiedsrichter. Das Schiedsrichterwesen in Deutschland gehört zu den besten, das wir weltweit haben. Deswegen bleibt es aber auch dabei, dass ich emotional reagieren werde.“
... auf die Frage, ob ihn die Schiedsrichter auf dem Kieker hätten (vor dem Spiel): „Nein, auch das nicht. // Trotzdem müssen wir lernen, mit den Emotionen in Richtung Schiedsrichter anders umzugehen. Das fällt mir nicht immer einfach. Ich sollte bei mir anfangen, und nicht bei den Schiedsrichtern.“
… zu seiner Wolfsburger Zeit (vor dem Spiel): „Ich hatte eine schöne Zeit in Wolfsburg, auch wenn es nur ein Jahr war.“

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg) …
… zum Spiel:
„Entscheidend war, dass wir heute endlich mal vier Tore erzielt haben. Es gibt so Phasen, in der jeder Standard des Gegners einschlägt. So war es auch heute wieder. Aber die Spieler sind trotzdem positiv geblieben. Mit dem 3:1 hattest du das Gefühl, du bist schon fast durch. Aber hier in Paderborn bist du nie durch, das haben sie schon so oft gezeigt. // Nach Rückstand zurückzukommen und vier Tore zu erzielen, Kompliment an die Jungs.“

Jörg Schmadtke (Geschäftsführer Sport VfL Wolfsburg) ...
… zur Situation von Trainer Oliver Glasner (vor dem Spiel):
„Wir sollten uns komplett freimachen von diesem klassischen Denken, es geht hier um einen Trainerjob. Wir müssen unser Spiel verbessern und dazu sind alle aufgerufen. Alle, die um die Mannschaft herum agieren, müssen helfen, der Mannschaft die Möglichkeit zu geben, Spiele zu gewinnen und besser aufzutreten als wir das in letzten zehn Spieltagen gemacht haben.“
… auf die Frage, wie er die Mannschaft und das Trainerteam in den letzten Tagen wahrgenommen habe: „Zugegebenermaßen auch etwas angespannt, weil die Situation keine schöne ist und auch eine schwierige für den Klub. Aber auch konzentriert und bereit, den Job, den wir vor uns haben, wirklich anzunehmen. Es wird hier ein Kampfspiel werden heute. Ich habe über die Woche den Eindruck gewonnen, dass die Mannschaft den Kampf annehmen will und sich dafür auch vorbereitet hat.“

Lucas Höler (SC Freiburg) …
… zum Spiel:
„Wir haben schlecht gespielt. Bei den letzten beiden Toren haben wir aufgemacht, das kann passieren. Die erste Halbzeit war noch ganz okay, da hatte Köln nicht mehr Chancen. Wir geraten durch ein blödes Standardtor in Rückstand. Dann haben wir uns viel vorgenommen, das nicht gut umgesetzt und direkt ein zweites bekommen. Wir hatten vorne nicht die Durchschlagskraft, dann kommt so ein Ergebnis zu Stande.“
… zum nicht gegebenen Elfmeter: „Der Ball kommt auf den zweiten Pfosten, ich versuche hochzugehen und den Ball irgendwie aufs Tor zu bringen und merke, dass ein Gegenspieler mir voll den Arm ins Gesicht haut. Ich weiß nicht, ob es der Ellenbogen war, auf jeden Fall hat er mich genau im Gesicht getroffen. Überall auf dem Feld ist es ein Foul, dann muss es im Strafraum auch ein Foul sein. Ich verstehe nicht, warum der Schiedsrichter es sich nicht wenigstens anguckt. Er sagt zu mir, dass er es gesehen hat, aber dass es nicht reicht.“
… zum Abstiegskampf: „Wir müssen aufpassen, dass wir demnächst mal wieder punkten, sonst rutschen wir unten rein. Das wollen wir nicht. Wir haben eine super Hinrunde gespielt, darauf wollten wir aufbauen. Das haben wir nicht geschafft in den ersten Spielen der Rückserie. Wir müssen nächste Woche mit unseren Fans im Rücken alles raushauen und die drei Punkte zu Hause behalten.“

Dominick Drexler (1. FC Köln) …
... zur Torschützenfrage bei der Kölner Führung:
„Ich würde sagen, dass das mein Tor ist. Gibt es keine andere Perspektive, in der man das sieht? Er (Sebastiaan Bornauw) meinte, er trifft meinen Fuß.“
... zur Lage des FC: „Wir hatten in Dortmund ein sehr schweres Auswärtsspiel, sind sehr gut drauf. Wir haben ein Mittel gefunden, wie wir uns in der Liga zurechtfinden. Das Trainerteam hat einen sehr guten Plan, der sehr gut zu uns passt. Im Moment belohnen wir uns auch.“

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): „Wenn man 0:4 verliert, ist man nicht so gut drauf in aller Regel. // Wir konnten uns nicht durchsetzen, Köln war zweikampfstärker.“

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): „Es war heute ein toller Schritt zu sehen von unserer Mannschaft, wie wir uns in engen Situationen gelöst haben und immer mutig geblieben sind. Das ist das, was ich der Mannschaft immer wieder einbläue. Wir werden uns fußballerisch nur weiterentwickeln, wenn wir uns auch trauen. Das hat mich heute am meisten gefreut, dass die Mannschaft dort so stabil durchgegangen ist.“

Sky Experte Heribert Bruchhagen ...
... zum Kölner Sieg gegen Freiburg:
„Das war ein Sieg der Entschlossenheit. Sie haben jeden Zweikampf von Anfang gesucht. Das war eine überzeugende Kölner Leistung. Dagegen steht eine enttäuschende der Freiburger.“


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