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Weitsprung-Paralympicssieger Markus Rehm: "KölnRheinRuhr-Konzept großartig, weil beide Events gemeinsam mitgedacht und geplant werden"

Weitsprung-Paralympicssieger Markus Rehm

"Es geht vor allem auch darum, die Athletengruppen näher zusammenzubringen und Barrieren abzubauen"

Weitsprung-Paralympicssieger Markus Rehm
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Weitsprung-Paralympicssieger Markus Rehm

Duisburg, 22.09.2026

Alle Goldmedaillen seit 2011 bei Welt- und Europameisterschaften sowie den Paralympics, außerdem Weltrekordhalter mit 8,72 Metern: Weitspringer Markus Rehm (38) hat sämtliche große Trophäen gewonnen und ist seit vielen Jahren eindeutig das Gesicht der Paralympischen Bewegung. In Rio 2016 durfte er die deutsche Fahne tragen, in Paris 2024 das Paralympische Feuer ins Stadion bringen - und in Mailand und Cortina d'Ampezzo 2026 am Fackellauf teilnehmen.


Jetzt bringt der Ausnahmeathlet des TSV Bayer 04 Leverkusen seine internationale Strahlkraft in die Bewerbung KölnRheinRuhr ein. "Das Land NRW hat alles getan, um zu zeigen, dass wir startklar für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele sind. Die Region hat unheimlich viel Erfahrung mit verschiedenen Großevents, die stattgefunden haben, das Konzept ist großartig und ich nehme es super-positiv wahr." Dabei fällt dem gebürtigen Göppinger eine Sache besonders auf: "Es wird rund um die Bewerbung von Anfang an immer von beiden Events gesprochen, und genau darum geht es ja auch, dass wir die Athletengruppen näher zusammenbringen. NRW ist offen für ein Zusammenwachsen und hat diese Haltung von Anfang an klar gezeigt, gemeinsam mitgedacht und geplant."


Deshalb betont Rehm: "Olympia und Paralympics auf Augenhöhe gehören einfach zusammen. Es ist ein untrennbares Groß-Event und das macht NRW einzigartig. Besonders, dass der Großteil der Athletinnen und Athleten in einem Dorf wohnen soll, das gibt es in dieser Form nur in NRW. Das Konzept ist stimmig und nachhaltig, schließlich soll auch die ganze Region davon profitieren. Am Ende geht es nicht nur um den Sport, sondern vor allem darum, offen aufeinander zuzugehen sowie Barrieren abzubauen. Aber es geht natürlich auch um die Gesellschaft, um das Zusammenkommen der Nationen, deren Vertreter die Sportlerinnen und Sportler sind. Wenn viele Athletinnen und Athleten auf kleinem Raum leben, in einer großen Halle gemeinsam essen, die unterschiedlichen Kulturen wertgeschätzt und gefeiert werden, dann sendet dieses Miteinander ein ganz starkes Signal."


Rehm geht in seiner Vorstellung sogar noch einen Tick weiter als das NRW-Konzept: "Ich habe schon unzählige Male gesagt, dass wir die olympischen und paralympischen Athletinnen und Athleten zusammenbringen sollten." Seine Vision: Eine Zwischenveranstaltung, ein 4x100-Meter-Staffel-Rennen von olympischen und paralympischen Athletinnen und Athleten, keine Abschluss- und keine Eröffnungsfeier, sondern ein Mixed zwischen olympischen und paralympischen Teilnehmenden mit acht Nationen: "Damit sorgen wir auch dafür, dass sie gemeinsam zuvor in ihren jeweiligen Heimatländern trainieren müssen. Das wäre der Wahnsinn, solange könnten die Teilnehmenden der Verbindungsveranstaltung alle gemeinsam im Dorf leben. Wie könnte man so etwas noch schöner und symbolischer organisieren? Es ist zwar kein Teil der Bewerbung, aber mein Wunsch. Seit London 2012 hat sich Vieles getan, aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Gerade KölnRheinRuhr kann ein großer Schritt nach vorne sein."


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