ADAC GT Masters

Finn Zulauf und Felix Hirsiger krönen sich mit Finalsieg zu den neuen Champions des ADAC GT Masters

Finn Zulauf und Felix Hirsiger sind ADAC GT Masters-Champions 2026
Finn Zulauf und Felix Hirsiger sind ADAC GT Masters-Champions 2026

Liqui Moly Team Engstler-Duo fährt in Hockenheim mit Rennsieg zum Titel - Vizemeister Tim Zimmermann und Leyton Fourie werden Zweite im Rennen - FK Performance Motorsport Teamchampion, Zulauf gewinnt „Road to DTM“

Finn Zulauf und Felix Hirsiger sind ADAC GT Masters-Champions 2026
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Finn Zulauf und Felix Hirsiger sind ADAC GT Masters-Champions 2026

Hockenheim, 10.11.2026

Die Champions des ADAC GT Masters 2026 heißen Felix Hirsiger (28/CHE) und Finn Zulauf (22/Königstein im Taunus). Die beiden Lamborghini-Piloten vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport haben mit einem Sieg auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg ihren ersten Titel in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC gewonnen. Zulauf sicherte sich mit diesem Erfolg gleichzeitig den Sieg in der „Road to DTM“-Wertung und somit das Nenngeld für die nächstjährige DTM-Saison. Im Ziel lag das neue Meister-Duo ausgerechnet vor ihren Titelkontrahenten Tim Zimmermann (30/Langenargen)/Leyton Fourie (21/ZAF/beide FK Performance Motorsport). Die BMW-Piloten kamen 5,680 Sekunden hinter den neuen Champions als Zweite über die Linie. „Ich bin extrem happy, habe aber noch nicht ganz realisiert, dass wir jetzt Meister sind“, strahlte Zulauf. „Das ist die erste Meisterschaft, die ich von der Seitenlinie gewonnen habe. Mein Stint war ehrlich gesagt stressiger als mir lieb war. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich einen kleinen Abstand rausfahren konnte, musste aber Runde um Runde wirklich Druck machen.“ Teamkollege Hirsiger hatte zu jeder Zeit absolutes Vertrauen in Zulaufs Fähigkeiten, trotzdem fehlten ihm nach dem Titelgewinn etwas die Worte. „Mit diesem Titel ist ein Traum wahrgeworden. Der Druck hat sich über den ganzen Tag aufgebaut und vor dem Rennen war ich echt nervös. Unsere Konkurrenten waren so schnell zu Beginn und dann auch noch direkt hinter uns. Mein eigener Stint war einer der schönsten, den ich je hatte. Ich war so ruhig und gelassen und konnte es wirklich genießen. Danke an Finn und unser Team.“ Platz drei im Rennen ging an Mark Kastelic (18/SLO)/Pavel Lefterov (28/BGR/beide Razoon - more than Racing) im Porsche 911 GT3 R.


Bei sonnigen Bedingungen und 15 Grad startete Zulauf von der Pole aus ins Rennen und hielt seine Position. Dahinter sortierten sich Niklas Kalus (21/Duisburg/Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3, Jamie Day (GBR/21/Comtoyou Racing) im Aston Martin sowie Fourie im BMW ein. Im Duell um Rang vier wurde Fourie zunächst von Emil Gjerdrum (19/NOR/Haupt Racing Team) im zweiten Ford getroffen und fiel zurück, dieser musste die Position aber wieder zurückgeben. Day verabschiedete sich nach einem unverschuldeten Dreher schließlich aus der Spitzengruppe und so trennte nur noch Kalus im Ford die beiden Titelkonkurrenten. Durch einen technischen Defekt rollte der Mustang allerdings nach knapp 20 Minuten Renndauer aus und Fourie erbte Rang zwei. 


Von diesem Moment an fuhren die beiden Titelkontrahenten im Parallelflug um die Strecke. Der Abstand bewegte sich immer im Bereich zwischen drei und fünf Sekunden. Das änderte auch der Fahrerwechsel nicht, der ebenfalls gleichzeitig stattfand. Hirsiger ließ vorne nichts mehr anbrennen und fuhr vor Zimmermann über die Linie. Damit sind Zimmermann und Fourie zum zweiten Mal in Folge Vizemeister des ADAC GT Masters. „Was soll ich sagen? Das Team hat einen tollen Job gemacht, das Auto war sehr gut und Tim und ich haben alles versucht, um noch eine Chance auf den Titel zu bekommen. Leider haben über die vergangenen Rennwochenenden auch äußere Faktoren eine Rolle gespielt, auf die wir keinen Einfluss hatten“, erklärte Fourie nach Rang zwei enttäuscht. 


Hinter dem Kampf um die Spitze, arbeiteten sich Kastelic und Lefterov von Startplatz sieben aus stetig nach vorne bis auf Rang vier. Das Duo kam spät zum Fahrerwechsel und schaffte so den Sprung am Ford von Fabian Dybionka (17/POL)/Emil Gjerdrum (19/NOR/beide Haupt Racing Team) vorbei, die letztlich Vierte wurden. „Das Podium ist sehr verdient“, strahlte Kastelic nach den Rennen. „Das Team hat einen tollen Pitstop hingelegt und bei diesen Streckenbedingungen haben wir das Maximum aus unserem Paket herausgeholt. Leider hat es nicht gereicht, um auf die Führenden aufzuschließen, aber dieses Podium ist ein schönes Ende der Saison.“


FK Performance Motorsport ist Teamchampion

Rang fünf ging an Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg) im zweiten BMW von FK Performance Motorsport. Mit diesen Punkten sicherte sich die Mannschaft aus Bremen den Gewinn in der Teammeisterschaft mit 39 Zählern Vorsprung auf das Liqui Moly Team Engstler Motorsport sowie 44 Punkten Vorsprung auf das Haupt Racing Team. Nach zwei Vizetiteln ist es der erste Sieg in der Teammeisterschaft für FK Performance Motorsport. 


Robin Rogalski (26/POL)/Simon Connor Primm (21/Großschirma/beide HGL Racing) wurden im Audi nach einigen starken Zweikämpfen Sechste, dahinter kamen John Paul Southern (25/USA)/Jonas Karklys (36/LIT/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini ins Ziel. Der Sieg in der Pro-AM-Wertung ging im Sonntagsrennen an das Gaststarter-Duo von Fulinrace Academy. Gerhard Tweraser (37/AUT)/Petr Fulin (49/CZE) wurden im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 Achte des Gesamtklassements. Die Top-10 wurden mit Sandro und Juliano Holzem (22/Polch/beide Schubert Motorsport) sowie Victor Nielsen (19/DNK)/Joseph Ellerine (23/ZAF/beide FK Performance Motorsport) von zwei BMW komplettiert.


Der Startschuss für die Jubiläumssaison des ADAC GT Masters fällt 2027 auf dem Red Bull Ring. Vom 23. bis 25. April geht die GT3-Nachwuchsliga des ADAC im Rahmen der DTM in das erste Rennwochenende. Tickets sind ab sofort auf dtm.com ab 49 Euro erhältlich.

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