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Oschersleben: Nach vier Jahren erster Toyota-Sieg in ADAC GT4 Germany

Sieg für den Toyota GR Supra GT4 von Lucas Cartelle und Hudson Schwartz
Sieg für den Toyota GR Supra GT4 von Lucas Cartelle und Hudson Schwartz

Lucas Cartelle/Hudson Schwartz gewinnen für den japanischen Hersteller - BMW-Duo Piana/Sylvestersson nach Platz zwei neuer Tabellenführer - Ausgeglichenes Feld: Mit Aston Martin dritte Marke auf dem Podium

Sieg für den Toyota GR Supra GT4 von Lucas Cartelle und Hudson Schwartz
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Sieg für den Toyota GR Supra GT4 von Lucas Cartelle und Hudson Schwartz

Oschersleben, 26.07.2026

Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) gewinnen im Toyota GR Supra GT4 das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben. Es ist der zweite Triumph des japanischen Herstellers in der ADAC Rennserie - nachdem zuletzt 2022 auf dem Nürburgring ein Toyota ganz oben im Klassement stand. Die jungen Cartelle/Schwartz siegen erstmals überhaupt auf der ADAC Bühne. In einem spannenden Rennen geht Platz zwei an Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport), die im BMW M4 GT4 somit die Tabellenführung übernehmen konnten. Das Podium komplettieren mit Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage GT4 die Laufsieger des Samstagsrennens.


Cartelle konnte am Sonntagmorgen bereits die Pole-Position erzielen und sich somit in die beste Ausgangslage für das Rennen bringen. Der junge Belgier gewann direkt den Start und setzte sich an der Spitze des Feldes mit kontinuierlichen schnellen Rundenzeiten etwas ab. Lediglich Sylvestersson im BMW konnten ihm einigermaßen folgen. Zu Rennmitte wurden die Abstände durch eine Safety-Car-Phase aber egalisiert, was auch für zusätzliche Spannung im Hinblick auf die zweite Rennhälfte sorgte, als mit Hudson Schwartz und Gabriele Piana die jeweiligen Teamkollegen ins Auto stiegen.


Ein perfekt getimter Boxenstopp von COSY Racing by ESM brachte zudem Springob bis auf die dritte Position vor, nachdem dieser den Aston Martin von Partner Gogollok übernommen hatte. Die zweite Rennhälfte sah ein taktisch geprägtes Rennen, in dem es auf den ersten drei Plätzen keine Änderungen mehr gab. Mit dem Toyota-Triumph gewann 2026 bereits die vierte unterschiedliche Marken im sechsten Saisonlauf der ADAC GT4 Germany. Cartelle/Schwartz konnten sich zudem auch über den Tageserfolg in der Junior-Wertung freuen.


Knapp vorbei am Podium fuhren Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport) im BMW auf Platz vier. Die größte Aufholjagd des Rennens boten Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing), die im Mercedes-AMG GT4 vom Ende des Feldes bis auf die fünfte Position nach vorne stürmten und damit die Zuschauer an der Strecke begeisterten. Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) konnten im besten Porsche 718 Cayman GT4 Platz sechs erzielen, was sie als Zweitplatzierte der Tabelle zum nächsten Rennwochenende auf dem Nürburgring reisen lässt. Siebte wurden Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport). Für Stiefelhagen bedeutete dies auch den Triumph in der Rookie-Wertung. Die BMW-Markenkollegen Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport) wurden Achte. Mit Platz neun gewannen Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche auch die PRO-AM-Wertung. Die Top Zehn komplettierten deren Teamkollegen Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg). 


Lucas Cartelle – Sieger für CRT

„Unser erster Triumph in der ADAC GT4 Germany ist unglaublich schön, insbesondere da wir uns gestern im Rennen noch etwas schwer taten. Doch schon die Pole-Position am Morgen hat gezeigt, dass heute unser Tag werden könnte. Ich bin sehr stolz auf Hudson und das Team. Alle haben grandios gearbeitet.“


Hudson Schwartz – Sieger für CRT

„Auch ich freue mich riesig über den ersten Sieg in dieser so starken Rennserie. Morgen geht es direkt zurück in die USA, sodass ich dort gemeinsam mit meiner Familie etwas feiern werde. Das Team und Toyota haben und ein mega Auto hingestellt. Ich könnte nicht glücklicher sein.“


Gabriele Piana – Platz zwei für FK Performance Motorsport

„Natürlich ist es klasse, dass wir die Tabellenführung zurückerobern konnten. Noch viel besser wäre es jedoch, wenn wir nach dem letzten Rennen der Saison ganz oben im Klassement stehen. Wir konnten uns im Vergleich zum Vortrag etwas steigern, doch der Toyota war heute einfach nicht zu schlagen. Am Nürburgring wollen wir dann die nächsten Laufsiege erzielen.“


Benjamin Sylvestersson – Platz zwei für FK Performance Motorsport

„Insgesamt können wir mit dem Wochenende sehr zufrieden sein. Die Tabellenführung zurückzuholen, ist ein schönes Ergebnis. Das Rennen heute war allerdings alles andere als einfach. Das Team hat aber einen sehr guten Job gemacht und wir haben das Maximum herausgeholt. Jetzt richten wir den Blick bereits auf den Nürburgring. Dort wollen wir an die Leistung anknüpfen und möglichst wieder ein ähnlich starkes Ergebnis einfahren.“


Jan Philipp Springob – Platz drei für COSY Racing by ESM

„Es war definitiv ein gutes Wochenende für uns. Ich glaube, heute haben wir noch einmal alles herausgeholt, was möglich war. Fairerweise muss man aber sagen, dass wir einfach etwas zu langsam für die ganz vorderen Plätze waren. Die 15 Kilogramm Erfolgsballast waren sicherlich nicht hilfreich. Trotzdem haben wir die maximal möglichen Punkte mitgenommen und alles erreicht, was drin war. Jetzt wollen wir das am Nürburgring genauso wiederholen.“


Philipp Gogollok – Platz drei für COSY Racing by ESM

„Ich bin sehr happy mit dem ganzen Team. Jan Philipp hat am Ende einen super Job gemacht und das Auto sicher nach Hause gebracht. So kann es weitergehen. Wir haben nur zehn Punkte Rückstand in der Meisterschaft - somit ist noch alles offen und wir geben weiter Gas. Heute war es zwar nicht ganz so spannend wie gestern. Wir hatten etwas mehr Luft nach hinten, deshalb war es ein wenig entspannter bis ins Ziel. Der BMW und der Toyota waren zum Ende hin mit unserem Gewichtsnachteil und ihren Voraussetzungen einfach etwas schneller als wir. Trotzdem bin ich sehr zufrieden. Das kann so weitergehen.“

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