Muslic zu Kompany: „Ich wünsche Vincent nur das Allerbeste“ - Muslic zur schwachen Offensive: „Ich muss meine Stürmer in Schutz nehmen“ - da Costa vor Duell mit Bremen: „Jedem ist bewusst, dass wir schon lange auf einen Heimsieg warten“ - Hamann zu Demichelis: „Die Luft für ihn wird dünner“
Unterföhring, 24.10.2026
Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 7. Spieltags der Fußball-Bundesliga bei Sky.
Rene Wagner (Trainer 1. FC Köln) ...
… zur Besetzung der Offensive gegen Schalke: „Wir haben personell nicht viel verändert. Saids Rolle wird immer klarer und er fühlt sich dort wohl. Er wird wieder in der Mitte starten. Das hat er bisher gut gemacht. Wir hoffen, dass er sich auch von dort aus seine Aktionen nach außen holen kann.“
… zur Berücksichtigung von Malek El Mala: „Er hat einen guten Abschluss und im Training Gas gegeben. Wir haben allerdings auch andere Jungs in der U21, die richtig Gas geben. Wir haben uns mit Blick auf die Position entschieden, dass das heute die richtige Entscheidung ist.“
Miron Muslic (Trainer FC Schalke 04) ...
… zum Druck nach dem schwierigen Saisonstart: „Druck gehört dazu. Wir sind Bundesliga-Aufsteiger und wir sind Schalke. Wenn du ein paar Spiele nicht performst, kommen Leute aus allen Ecken. Wir bleiben ruhig, sind fokussiert und wissen, was unsere Aufgabe ist. Dann haben wir auch eine Chance.“
… zum Umgang seiner Mannschaft mit hohen Erwartungen: „Den Druck müssen wir nicht von der Mannschaft fernhalten. Ein Schalke-Spieler muss diese Widerstandsfähigkeit haben. Das haben wir über die vergangenen 17 Monate aufgebaut. Wir wollen an diesem Weg nichts verändern. Diese Klarheit und diese realistische Selbsteinschätzung tun uns gut.“
… zur bislang schwachen Offensive und der Rolle seiner Stürmer: „Ich muss meine Stürmer in Schutz nehmen. Sie sind unsere erste Verteidigungslinie und erledigen diese Aufgabe normalerweise hervorragend. Ich kann vorne drei Simon Terodde oder drei Edin Dzeko aufstellen. Das wird trotzdem nicht funktionieren, wenn wir keine brauchbaren Bälle in den Strafraum bekommen. Da sind wir als gesamte Mannschaft gefragt.“
… zur Verteidigung gegen Said El Mala: „Er ist ein Unterschiedsspieler – nicht nur beim 1. FC Köln, sondern in der Bundesliga – und hat diesen Drang, immer etwas Entscheidendes zu produzieren. Der Junge macht Tore und bereitet Tore vor. Wenn wir ihn nur im Eins-gegen-eins verteidigen, werden wir Probleme bekommen. Das müssen wir gemeinsam als Mannschaft lösen.“
… zum Zusammenbruch von Vincent Kompany und den Belastungen des Trainerberufs: „Ich habe sofort nachgefragt, ob es nähere Informationen gibt. Ich bin selbst jeden Tag um sieben Uhr im Trainingszentrum und die Tage sind manchmal sehr lang. Unser Job ist sehr fordernd. Deshalb ist es wichtig, auf sich und seine Gesundheit zu achten. Ich wünsche Vincent nur das Allerbeste und hoffe, dass es nichts Schlimmes ist. Hoffentlich sehen wir ihn bald wieder.“
Timo Becker (FC Schalke 04) ...
… zur Aufarbeitung der Niederlage gegen Mainz: „Wir haben einiges besprochen. Wir haben gesehen, dass es in der Bundesliga schwierig wird, wenn wir die Zweikämpfe nicht von der ersten Minute an annehmen. Genau das ist eigentlich unsere Mentalität und unsere Herangehensweise. Wenn wir das vermissen lassen, sieht man gegen Mainz, dass uns das nicht in die Karten spielt. Das haben wir unter der Woche aufgearbeitet.“
… zur Verteidigung gegen Said El Mala: „Das müssen wir als geschlossene Mannschaft machen. Einen solchen Spieler kannst du meistens nicht über 90 Minuten komplett aus dem Spiel nehmen. Aber wenn wir alle gemeinsam daran arbeiten, haben wir gute Chancen, ihn zu verteidigen.“
Marcel Schäfer (Geschäftsführer Sport RB Leipzig) ...
… zur Rückkehr in den Bundesliga-Alltag: „Zunächst einmal freuen wir uns, dass wir unter der Woche wieder gegen die besten Mannschaften Europas spielen dürfen und nicht wie im vergangenen Jahr auf der Couch sitzen. Wir haben jetzt gegen zwei außergewöhnliche Mannschaften gespielt. In Madrid haben wir einige Dinge besser gemacht, trotzdem 1:4 verloren. Das war natürlich ernüchternd, gerade weil wir über weite Strecken der ersten Halbzeit mitgehalten haben und vielleicht sogar die Führung verdient gehabt hätten. Jetzt ist wieder Bundesliga, das ist unser Alltag. Deshalb ist es sehr wichtig, heute drei Punkte einzufahren, so wie wir es in den vergangenen Heimspielen gemacht haben. Da haben wir wirklich tolle Leistungen gezeigt.“
… zum Druck aufgrund der schwachen Auswärtsbilanz: „Der Druck ist immer da, weil wir ihn uns selbst machen, egal ob zu Hause oder auswärts. Wenn man sich die Heim- und Auswärtstabelle anschaut, bewegen wir uns momentan in zwei Extremen. Das wollen wir nicht. Das ist nicht unser Anspruch und darf auch nicht so bleiben, denn so werden wir unsere Ziele nicht erreichen.“
… zur bisherigen Entwicklung unter Martin Demichelis: „Wir haben uns im Sommer einige Dinge vorgenommen. In der vergangenen Saison haben wir nach einem riesigen Umbruch, den wir in einen Aufbruch verwandelt haben, Platz drei erreicht und waren wieder in der Champions League. Aber es war nicht alles Gold, was glänzt. Wir haben uns einige Dinge angeschaut, mit Martin besprochen und wollen diese jetzt umgesetzt sehen. Zu Hause funktioniert das schon. Auswärts bekommen wir es noch nicht umgesetzt. Das ist die Aufgabe, der wir uns stellen müssen. Wir brauchen die Balance zwischen einem Champions-League-Spiel im Bernabeu und einem Heimspiel gegen Elversberg, das für viele als Pflichtaufgabe gilt.“
… zur Zukunft von Trainer Martin Demichelis: „Wir sind von ihm überzeugt, sonst würden wir mit Sicherheit reagieren. Wir befinden uns am Anfang der Saison. Zu Hause haben wir gute Leistungen gezeigt, auswärts nicht. Das gehen wir gemeinsam an. Wir sind überzeugt, dass wir das zusammen mit der Mannschaft in den Griff bekommen und unsere Ziele erreichen.“
… zur Rotation auf acht Positionen: „Darüber habe ich mich gestern und heute mit dem Trainer ausgetauscht. Einige Wechsel sind verletzungsbedingt, beispielsweise fällt Christoph Baumgartner ein paar Tage aus. Bei anderen geht es darum, dass unsere Spieler unglaublich viele Minuten gesammelt haben. Irgendwann musst du rotieren. Das ist dann auch der Zeitpunkt, an dem Spieler, die bisher geduldig sein mussten, dem Trainer und uns zeigen können, dass sie zurecht bei RB Leipzig spielen.“
Danny da Costa (1. FSV Mainz 05) ...
… zur Verteidigung gegen Niklas Füllkrug: „Wir müssen schon auf ihn achten. Bremen hat generell sehr viel Qualität im Sturm, das wissen wir. Wir haben uns gut vorbereitet und viele Szenen angeschaut, wie vor jedem Spiel. Aber verrückt machen wir uns deshalb nicht. Wir müssen als Kollektiv verteidigen, jeder muss seine Aufgaben erfüllen. Dann versuchen wir, die Bremer Angriffsbemühungen so gut es geht zu stoppen.“
… zur langen Mainzer Serie ohne Heimsieg: „Wir haben sehr viel darüber gesprochen. Jedem ist bewusst, dass wir schon sehr lange auf einen Heimsieg warten. Fakt ist aber auch, dass wir viele Dinge richtig machen. Zu Hause haben wir manchmal die Kleinigkeiten vernachlässigt, gemeinsam zu verteidigen und gemeinsam nach vorne zu spielen. Das wollen wir heute besser machen. Wir dürfen nicht denken, dass wir etwas ganz Besonderes leisten müssen, um endlich wieder ein Heimspiel zu gewinnen. Auswärts haben wir unsere Siege mit den Basics eingefahren. Genau das wollen wir heute auch zeigen.“
Merlin Polzin (Trainer Hamburger SV) ...
… zur jüngsten Serie von drei Siegen: „Ich würde dabei nicht von mir sprechen. Entscheidend war die Klarheit, die wir auch in den schwierigen Momenten hatten. Wir haben die Ruhe bewahrt und uns auf den Prozess konzentriert. Das hat uns sehr viel Zuversicht gegeben, dass es wieder besser wird. Aber wir wissen auch, dass wir jede Woche maximal gefordert sind, um unsere Entwicklung fortzusetzen.“
… zur Favoritenrolle gegen den SC Paderborn: „Mir war klar, dass im Vorfeld versucht wird, uns diese Rolle zuzuschreiben. Das liegt vielleicht auch in der Geschichte und der Größe der beiden Vereine begründet. Aber in unserem zweiten Bundesliga-Jahr sind wir nicht daran interessiert, vor einem Spiel irgendwelche Rollen zu verteilen. Es geht immer um die Herangehensweise. Wir haben uns mit größtem Respekt vor der Mannschaft von Kettemann und den Paderborner Jungs sehr genau vorbereitet. Entscheidend ist, dass wir von der ersten Minute an mit unseren Handlungen zeigen, dass wir das Spiel gewinnen wollen.“
… zu den personellen Ausfällen: „Mit dem Abschlusstraining stand die Entscheidung fest, dass wir bei Jordan kein Risiko eingehen wollen, um keine schlimmere Verletzung zu provozieren. Auch bei Capaldo war die Situation klar. Dadurch erhält ein Spieler aus unserem Nachwuchs seine Gelegenheit. Genau dafür bilden wir die Jungs aus, damit sie in der Bundesliga funktionieren können.“
Sky Experte Didi Hamann ...
… zur Krise des VfB Stuttgart in der Bundesliga: „Stuttgart hat bereits fünf Spiele verloren. Die beiden Siege gab es gegen Köln und in Paderborn, wo auch etwas Glück dabei war. Bezeichnend fand ich die Aussage von Sebastian Hoeneß, dass Gladbach sich den Sieg erkämpft und erarbeitet hat. Das war auch ein Wink mit dem Zaunpfahl an seine eigene Mannschaft. Nach den erfolgreichen vergangenen Jahren mit Pokalfinale, Pokalsieg und Champions-League-Teilnahme denken die Spieler vielleicht, dass es auch mit fünf oder zehn Prozent weniger geht. Aber das funktioniert nicht, nicht einmal zu Hause gegen den Tabellenletzten, der vorher noch keinen Punkt geholt hatte.“
… zum zunehmenden Druck auf Leipzig-Trainer Martin Demichelis: „Leipzig hat jetzt fünfmal in Folge nicht gewonnen, ist teilweise regelrecht untergegangen und hat auch in Como verloren. Das reicht natürlich nicht. Sie gewinnen ihre Heimspiele überzeugend, aber du musst auch auswärts punkten. Leipzig möchte irgendwann Deutscher Meister werden und gefühlt sind sie von diesem Ziel momentan so weit entfernt wie seit zehn oder zwölf Jahren nicht. Deshalb ist Martin Demichelis gefordert. Sie müssen die nächsten drei Spiele gewinnen. Er steht bereits unter Druck und wenn das nicht gelingt, wird der Druck noch größer. Die Heimform ist gut, aber auswärts müssen sie endlich ein anderes Gesicht zeigen. Ich glaube, die Luft wird für ihn dünner.“
… zu Said El Mala in der Sturmmitte des 1. FC Köln: „Er kann diese Position spielen. Am besten gefällt er mir allerdings, wenn er von der linken Seite kommt. Wenn du ihm dort den Raum anbietest, ist er weg. Dazu hat er einen hervorragenden Abschluss ins lange Eck. Jetzt hat man sich entschieden, ihn zentral einzusetzen. Dadurch macht er das Spiel lang und schafft Räume für andere Spieler. Entscheidend wird sein, ob die Kölner diese Räume auch nutzen können. Bisher haben sie es insgesamt ganz gut gemacht.“
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