Hellmann zur Krösche-Nachfolge: „Es gibt drei Kandidaten“ - Schlotterbeck lobt Beier: „Dieser Schuss ist sein Spezialschuss“ - Hütter trotz Niederlage: „Vor zwei Wochen hat es inoch ganz anders ausgesehen“ - Kemme zu Krösches Einfluss auf die Eintracht: „Er hat neue Maßstäbe gesetzt“
Unterföhring, 24.10.2026
Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 7. Spieltags der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt (1:0) bei Sky.
Niko Kovac (Trainer Borussia Dortmund) ...
… zu seinen erfolgreichen Einwechslungen: „Wir haben eine tolle Mannschaft. Die Spieler, die nicht von Beginn an spielen, sind unsere Finisher. Das sind diejenigen, die das Spiel zu Ende spielen beziehungsweise auch entscheiden. Wir haben in dieser Saison schon einige Tore von der Bank erzielt und sind da ziemlich weit vorne. Maxi hat den Ball natürlich richtig gut getroffen. Das freut mich für den Jungen, weil er schwer in Ordnung ist.“
… zur Belastungssteuerung vor den Spielen gegen Bremen und Bayern: „Wir gehen das natürlich mit unseren Athletiktrainern und Ärzten durch. Wir müssen schon zusehen, dass wir die Belastung vernünftig steuern. Deshalb hat heute beispielsweise Gadou nicht gespielt. Ramy ist im Pokal aufgrund seiner Roten Karte im Supercup gesperrt. Das sind alles Dinge, die du als Trainer im Kopf haben musst. Wir haben eine gute Mannschaft, jeder Einzelne kann spielen. Jobe hat jetzt nicht gespielt, er wird sicherlich im Pokal wieder dabei sein. Deshalb brauchst du einen guten, großen Kader und den haben wir. Mir ist nicht bange, egal wen ich spielen lasse. Ich weiß, dass die Jungs an ihre Grenzen gehen.“
… zur Verletzung von Ramy Bensebaini: „Er hat einen Pferdekuss abbekommen. Wenn du ein Knie in den Oberschenkel bekommst, tut das unheimlich weh. Aber dadurch, dass er im Pokal sowieso gesperrt ist, kann er sich jetzt ein bisschen ausruhen.“
… zu seinem Gespräch mit Mario Götze: „Ein paar Geheimnisse können wir jetzt nicht verraten. Aber Mario ist ein toller Fußballer und ein toller Mensch. Er fühlt sich in Frankfurt sehr wohl, das spüre und sehe ich. Ich habe ihm natürlich noch ein, zwei Jahre bei der Eintracht gewünscht. Und dann kann er dort hoffentlich etwas übernehmen, weil er ein guter Junge ist.“
… zu den Genesungswünschen an Vincent Kompany (vor dem Spiel): „Ich wünsche ihm natürlich, wie alle Fußballfans, nur das Beste, dass er schnell wieder gesund wird und auch wieder auf den Platz zurückkehren kann. Wichtig ist aber, ihm in dieser Phase Ruhe zu geben. Er braucht diese Zeit, weil wir alle wissen, wie anstrengend der Trainerjob ist. Ich wünsche ihm wirklich alles, alles Gute und hoffe, dass wir vielleicht schon in der nächsten Woche wieder etwas von ihm hören können.“
… zum Duell mit seinem ehemaligen Verein Eintracht Frankfurt (vor dem Spiel): „Das ist meine Vergangenheit gegen die Gegenwart. Ich freue mich darauf. Wann immer ich gegen die Eintracht spielen kann, ist das etwas Besonderes für mich. Während der 90 Minuten werde ich aber alles, was ich mit diesem Verein verbinde, ein bisschen zur Seite legen müssen. Wir haben mit dem BVB einiges zu leisten. Deshalb hoffe ich, dass wir heute ein gutes Spiel machen und am Ende als Sieger vom Platz gehen.“
… zum ersten Bundesliga-Startelfeinsatz von Marcel Sabitzer (vor dem Spiel): „Sabi hat schon im Champions-League-Spiel gegen Villarreal gespielt. Wir haben zuletzt in Baku ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir haben alle drei Tage eine Partie und wollen natürlich kein Risiko eingehen. Sabi macht es in den Trainingseinheiten gut und drängt sich auf, wie alle anderen auch. Ich glaube, dass wir heute mit der Erfahrung auf dem Platz eine Mannschaft haben, die der Eintracht Paroli bieten muss und auch wird.“
Ole Book (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...
… zum Sieg gegen Eintracht Frankfurt: „Ich glaube schon, dass wir heute die bessere Mannschaft waren, auch wenn wir einen starken Gegner hatten. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben dann vor der Halbzeit ein bisschen die Kontrolle verloren. In der zweiten Halbzeit haben wir sehr wenig zugelassen und selbst einige Chancen gehabt. Das war kein ganz großes Feuerwerk, aber ich glaube, das kann man in dieser Phase mit so vielen Spielen auch nicht erwarten.“
… zu den späten Toren der Dortmunder: „Ich habe sowieso großes Vertrauen in die Mannschaft. Das wird auch nicht dadurch getrübt, dass wir gegen Bremen noch zwei späte Gegentore bekommen haben. Das war ein Ausrutscher. Grundsätzlich sind wir sehr stabil. Gerade wenn wir hier im eigenen Stadion auf unsere Tribüne zuspielen, können wir auch in den letzten Minuten noch extremen Druck aufbauen.“
… zur Entwicklung seines ehemaligen Spielers Younes Ebnoutalib: „Weil er jetzt in derselben Liga spielt, verfolge ich seinen Weg natürlich sehr intensiv. Wie bei allen anderen Spielern aus den vergangenen Jahren schaut man hin und freut sich für die Jungs, wenn etwas gut läuft. Er hat sich schon sehr entwickelt und uns heute auch das eine oder andere Problem gemacht. Nicht zu viele, aber ein paar schon. Er ist schon ein guter Spieler.“
… zum bevorstehenden Duell mit Bayern München: „Ganz ehrlich gesagt haben wir bisher sehr wenig über dieses Spiel gesprochen, weil wir in den vergangenen Tagen und Wochen alle Hände voll zu tun hatten. Das elektrisiert das ganze Land und so wird es uns auch gehen. Wir haben vorher aber noch ein ganz wichtiges Spiel am Dienstag zu bestreiten. Deshalb liegt der Fokus noch nicht auf Bayern. Wir haben Bayern München alle schon häufig spielen sehen und wissen ungefähr, welche Qualität da auf uns zukommt. Aber wir sind auch gut und wollen dagegenhalten.“
Nico Schlotterbeck (Kapitän Borussia Dortmund) ...
… zur defensiven Stabilität des BVB: „Es macht extrem viel Spaß. Ich glaube, wir haben in der ersten Halbzeit ein bisschen was zugelassen, in der zweiten Halbzeit gar nichts mehr. Wir haben in sieben Spielen fünfmal zu null gespielt. Dann gab es diese sechs Minuten gegen Bremen. Wenn wir die überstehen, sind es sogar sechs von sieben Spielen. Wir sind schon sehr stabil. Das funktioniert unabhängig davon, wer hinten spielt. Für den internationalen Fußball ist das schon sehr gut.“
… zur Kaderbreite und Belastungssteuerung: „Belastungssteuerung ist immer ein witziges Wort. Ich kann immer spielen. Als Verteidiger ist das natürlich auch ein bisschen anders. Aber grundsätzlich sind wir im Kader gerade hinten sehr gut aufgestellt. Egal, wer spielt, wir bekommen das richtig gut hin. Wir haben in der zweiten Halbzeit dominiert, hinten kaum etwas zugelassen und aus einer kompakten Defensive heraus den Sieg geholt.“
… zum entscheidenden Treffer von Maximilian Beier: „Wir haben zunächst zu Ramy gespielt und dann macht Jobe einen guten Tiefenlauf. Das Entscheidende ist, dass wir etwas gemacht haben, was uns heute zu selten gelungen ist. Wir haben oft kopflos geflankt, aber in dieser Situation den besser postierten Spieler gesucht. Maxi macht das dann mit seiner Qualität. Dieser Schuss ins lange Eck ist sein Spezialschuss. Wir haben diesmal um den Sechzehner herumgespielt, statt einfach zu flanken. Das war ein toller Abschluss. Noah hat heute gut gehalten, aber den kann er nicht halten.“
… zum bevorstehenden Pokalspiel gegen Werder Bremen: „Die Bremer sind gut drauf. Ich habe heute gesehen, dass Fülle wieder einen Doppelpack gemacht hat. Das wird ein intensives Spiel. Der Pokal ist der einfachste Weg, einen Titel zu gewinnen. Wir wollen diesmal weiterkommen als in den vergangenen Jahren, nicht schon in der zweiten oder dritten Runde ausscheiden. Wir wollen richtig weit kommen und deshalb am Dienstag ein gutes Spiel machen. Bremen ist sehr gut drauf. Jetzt hoffen wir, dass wir gut regenerieren. Belastungssteuerung – dann wird das schon.“
Maximilian Beier (Torschütze Borussia Dortmund) ...
… zu seinem entscheidenden Tor: „Ich übe diese Schüsse im Training relativ häufig. Dass der Ball so reingeht, freut mich natürlich sehr.“
… zum Geheimnis der späten Dortmunder Tore: „Dran glauben. Das ist erst einmal das Wichtigste. Wer nicht daran glaubt, bei dem wird es auch nichts.“
… zu den Strapazen der vergangenen Wochen: „Das waren auf jeden Fall intensive Wochen. Aber wir lieben alle diesen Sport und freuen uns immer, wenn wir auf dem Platz stehen können.“
Daniel Svensson (Borussia Dortmund) zur hohen Belastung durch die vielen Spiele (vor dem Spiel): „Das ist nichts Besonderes. Jeder, der für den BVB spielt, ist es gewohnt, viele Spiele zu absolvieren. Das gehört zu unserem Beruf und wir müssen damit umgehen. Wir sind bisher gut damit zurechtgekommen und hoffen, auch heute eine gute Leistung zeigen zu können.“
Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) ...
… zur Niederlage in Dortmund: „Aufgrund der zweiten Halbzeit war es meiner Meinung nach ein verdienter Sieg für Dortmund. In der ersten Halbzeit habe ich ein sehr ausgeglichenes Spiel und einen mutigen Auftritt unserer Mannschaft gesehen. Auch wir hatten unsere Möglichkeiten. Wenn man so spät das Gegentor bekommt, ist das ärgerlich. Was das Ergebnis betrifft, bin ich natürlich enttäuscht. Aber vor zwei Wochen hat es in Leipzig noch ganz anders ausgesehen. Von der Leistung her war das heute auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.“
… zur Chancenverwertung: „Ich muss ehrlich sagen, dass ich die eine oder andere Torchance noch gar nicht vollständig gesehen habe. Wichtig ist immer, dass die Stürmer überhaupt zu Chancen kommen. Aber wenn du in Dortmund etwas mitnehmen willst, musst du dem Gegner im richtigen Moment wehtun. Das war auch unser Plan: Wir wollten Nadelstiche setzen. Das haben wir gemacht und gerade in der ersten Halbzeit hat mir unser Auftritt sehr gut gefallen. Du musst aber 90 Minuten konzentriert bleiben. Wir sind dann zu weit zurückgefallen und hatten keine Entlastung mehr. Dortmund hat uns mit den vielen Eckbällen und Offensivaktionen erdrückt. Maxi Beier schießt dann ein super Tor. Es ist eine ärgerliche Niederlage, aber von der Leistung her war es ein Schritt nach vorne.“
… zur möglichen Elfmeterszene mit Jonathan Burkardt: „Ja, da haben wir auf jeden Fall Glück gehabt. Das passiert so schnell. Man sieht auch, dass Jonny Burkardt überhaupt nicht die Absicht hat, dem Gegner auf die Ferse zu treten oder zu steigen. Aber wir haben in dieser Situation Glück gehabt.“
… zum bevorstehenden Doppel gegen den Hamburger SV: „Wir haben jetzt ein wichtiges Pokalspiel in Hamburg und anschließend das Heimspiel in der Bundesliga. Für mich war zunächst wichtig, dass wir heute eine ordentliche Leistung gezeigt haben, speziell in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit war es, wie schon gesagt, ein verdienter Sieg des BVB.“
… zum persönlichen Abschied von Markus Krösche (vor dem Spiel): „Das habe ich Markus sehr hoch angerechnet. Er hat mich schon am Vormittag kontaktiert. Anschließend haben wir uns bei mir in der Wohnung getroffen und eineinhalb Stunden lang ein gutes Gespräch geführt. Er hat mir seine Gründe mitgeteilt, warum er diese Entscheidung getroffen hat. Ich wünsche Markus für seine weitere Zukunft alles Gute. Er hat wahnsinnig viel für Eintracht Frankfurt geleistet. Trotzdem müssen wir jetzt wieder in die Zukunft schauen.“
Robin Koch (Kapitän Eintracht Frankfurt) ...
… zur Niederlage in Dortmund: „Das ist natürlich bitter. Wir haben heute alles versucht und viel verteidigt. Dann bekommen wir das Gegentor in einer Phase, in der wir zu wenig Entlastung hatten und Dortmund uns hinten reingedrückt hat. Das Spiel kann anders laufen, wenn wir in der ersten Halbzeit vielleicht ein Tor machen. So ist es natürlich bitter.“
… zum entscheidenden Treffer von Maximilian Beier: „Das macht er natürlich super. Er kommt von der Bank und ist ein Spieler mit extrem viel Qualität. Wie er den Ball dann da oben reinschlenzt, ist schon stark. Da kann Atu auch nichts mehr machen.“
… zu den positiven Ansätzen trotz der Niederlage: „Ich glaube, die Mannschaft hat heute alles reingeworfen. Wir haben gegen Köln schon eine sehr gute Einsatzmentalität gezeigt und wollten das heute auswärts wiederholen. Natürlich ging es gegen mit die beste Mannschaft in Deutschland. Das haben wir über weite Strecken sehr gut gemacht. Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen. Mit ein bisschen Glück spielen wir vielleicht 0:0 oder machen in der ersten Halbzeit sogar ein Tor. Von der Einstellung und Mentalität her war es genau das, was wir uns vorgenommen hatten.“
… zur Viererkette und defensiven Stabilität: „Viererkette, Dreierkette – ich glaube, wir hatten das Thema jetzt oft genug. Es kommt immer auf den Gegner an und darauf, wie wir das System interpretieren. Die letzten beiden Spiele hat es in der Viererkette sehr gut funktioniert. Trotzdem bleibe ich dabei: Entscheidend ist immer die Mentalität, mit der wir auftreten, egal welches System wir spielen. Wir müssen die Intensität auf den Platz bringen, nur dann funktioniert es.“
Younes Ebnoutalib (Eintracht Frankfurt) zu seinem ungewöhnlichen Weg in die Bundesliga (vor dem Spiel): „Mein Weg war nicht normal. Bei mir ging es immer wieder hoch und runter. Aus den schweren Zeiten habe ich gelernt. Sie haben mich mental stark gemacht. Ich versuche einfach, für meine Träume zu kämpfen und irgendwann meine Ziele zu erreichen. Das ist meine Mentalität, mein Hunger.“
Axel Hellmann (Vorstandsvorsitzender Eintracht Frankfurt) ...
… zum emotionalen Abschied von Markus Krösche (vor dem Spiel): „Ich wusste natürlich schon ein bisschen länger als andere, dass Markus mit dem Gedanken spielt, den Klub zu verlassen. Wir hatten am Samstag vor der Mitgliederversammlung, also genau vor einer Woche, bei mir zu Hause zusammen mit Präsident Mathias Beck noch einen kleinen Rotweinabend. Ich würde sagen, dass der schon ein Stück weit nah am Wasser war.“
… zur Frage, ob er versucht habe, Krösche umzustimmen (vor dem Spiel): „Ich glaube, Markus ist jemand, der solche Dinge lange in sich reifen lässt und über einen gewissen Zeitraum für sich zu einer festen Entscheidung kommt. Das hat man schon gemerkt. Dann war auch der Zeitpunkt erreicht, an dem wir gesagt haben, dass wir es nicht länger aufschieben sollten. Ich glaube, er hat auch Überlegungen bezüglich seiner Zukunft angestellt, die für ihn wichtig waren.“
… zur Bedeutung von Krösche für die Entwicklung der Eintracht (vor dem Spiel): „Markus denkt extrem leistungsorientiert. Deshalb war unser Anspruch in den vergangenen Jahren immer, die bestmögliche, schnellstmögliche, aber auch wirtschaftlich sinnvollste Entwicklung für den Klub zu erreichen. Das gilt sowohl für den Männer- als auch für den Frauenfußball. Markus hat besondere Eigenschaften. Er ist ein guter Verhandler und weiß, zur richtigen Zeit den richtigen Punkt zu setzen. Davon haben wir alle profitiert. Er ist auch in der Zusammenarbeit jemand, der sehr klare Leitplanken setzt. Das war für den Klub sehr wichtig, weil wir diese Entwicklung ohne ihn gar nicht hätten nehmen können. Das gilt für den Männer- und den Frauenfußball.“
… zu den Gerüchten über einen Wechsel von Krösche zur AC Mailand (vor dem Spiel): „Ihr werdet verstehen, dass ich Lebensentscheidungen von Markus nicht kommentieren und mich auch ganz sicher nicht an Gerüchten beteiligen werde.“
… zur Frage, ob bereits ein anderer Verein Kontakt aufgenommen habe (vor dem Spiel): „Nach meinen Kenntnissen hat bislang niemand Kontakt mit Eintracht Frankfurt aufgenommen. Das ist nicht nur ein Thema, das mich als Vorstandsvorsitzenden betrifft, sondern auch die Kollegen im Aufsichtsrat. Bislang liegt da nichts auf dem Tisch. Deshalb werde ich mich daran nicht beteiligen.“
… zu einer möglichen Ausstiegsklausel im Vertrag von Krösche (vor dem Spiel): „Ich kenne die vertraglichen Vereinbarungen nicht, die der Aufsichtsrat mit ihm getroffen hat. Aber ich würde davon ausgehen, dass es für solche Fälle Regelungen gibt.“
… zum Stand der Suche nach einem neuen Sportvorstand (vor dem Spiel): „Es wird euch nicht überraschen, dass ich öffentlich keine Namen kommentiere. Es wurden schon einige Kandidaten ins Gespräch gebracht. Manche haben sogar schon öffentlich abgesagt, obwohl wir sie nie gefragt haben. Das ist normal in diesem Geschäft und gehört dazu. Ich kann nur eines sagen: Es gibt eine Gruppe von drei Kandidaten, mit denen in den nächsten Tagen seitens des Aufsichtsrats, des Hauptausschusses, des Aufsichtsratsvorsitzenden und unseres frisch gewählten Präsidenten Mathias Beck gesprochen wird. Ich bin mir ziemlich sicher, dass relativ schnell eine Entscheidung über die Besetzung fallen wird.“
… zum Anforderungsprofil des Krösche-Nachfolgers (vor dem Spiel): „Du musst verschiedene Dinge berücksichtigen. Wir stehen hier in der Entwicklung einer erfolgreichen Arbeit. Du willst nicht plötzlich die Richtung um 180 Grad ändern und wieder von vorne anfangen. Wir haben bestimmte Entscheidungen getroffen, auch personell, die wir in einigen Bereichen fortsetzen müssen. Deshalb ist es sinnvoll, jemanden zu finden, der genau dazu passt, diese Dinge fortsetzt und vielleicht etwas anpasst. Solche Gespräche führst du nicht einfach mit zwei Telefonaten. Da musst du schon intensiver sprechen.“
… zu Christoph Spycher als möglichem Nachfolger (vor dem Spiel): „Dazu werde ich mich nicht äußern. Außerdem ist das natürlich eine Angelegenheit des Aufsichtsrats, darüber zu entscheiden.“
Sky Experte Lothar Matthäus ...
… zur Favoritenrolle im Klassiker zwischen Bayern und Dortmund: „Die Bayern haben vom Kader her eine Stärke, die man bei keinem zweiten Verein in Deutschland findet. Dortmund hat einen sehr guten, gut zusammengestellten Kader und heute meiner Meinung nach ein tolles Spiel gemacht. Leider ist nur ein Tor gefallen, obwohl es viele Chancen gab und Dortmund noch zweimal die Latte getroffen hat. Aber wir kennen die Stärke des FC Bayern in der Allianz Arena. Deshalb geht Bayern München, egal wie das Spiel morgen in Freiburg ausgeht, als Favorit in diesen Klassiker. Trotzdem hat Dortmund natürlich die Qualität, um auch in München zu bestehen.“
… zum verdienten Sieg der Dortmunder: „Die Frankfurter haben ein gutes Spiel gemacht. Aber Dortmund hat natürlich verdient gewonnen. Allein das Eckenverhältnis von 13:1 zeigt, wer nach vorne gespielt hat. Auch bei den Torschüssen, Flanken und weiteren Offensivaktionen waren die Dortmunder klar überlegen. Sie hatten nicht nur mehr Chancen, sondern auch die größeren Möglichkeiten. Deshalb geht der Sieg auf jeden Fall in Ordnung. Natürlich kann man mit etwas Glück ein 0:0 oder ein 1:1 holen. Aber alles andere als ein Sieg der Dortmunder wäre heute unverdient gewesen, weil sie einfach die dominante Mannschaft waren.“
… zur mentalen Stärke und der sportlichen Ausbildung von Younes Ebnoutalib (vor dem Spiel): „Die mentale Stärke hat er sich schon als Kind angeeignet. Man hat gesehen, mit welcher Disziplin er Taekwondo betrieben hat. Da gehören Disziplin und Ehrgeiz dazu. Davon hat er profitiert.“
… zur Arbeit von Markus Krösche (vor dem Spiel): „Die Zahlen müssen natürlich stimmen, aber für mich sind auch die Entwicklung und die Ergebnisse entscheidend. Frankfurt hat mit Markus Krösche nicht nur 189 Millionen Euro Transferplus erzielt, sondern auch die Europa League gewonnen, war zweimal in der Champions League und im DFB-Pokalfinale. Er hat sehr große Erfolge gefeiert. Das ist für mich wichtig.“
… zu einem möglichen Wechsel von Markus Krösche zur AC Mailand (vor dem Spiel): „Ich gehe davon aus, dass es eine solche Ausstiegsklausel gibt. Markus Krösche ist intelligent, die Frankfurter sind intelligent. Er hat sich wahrscheinlich schon bei der letzten Vertragsverlängerung eine Klausel in den Vertrag schreiben lassen, mit der beide Seiten zufrieden sind. Er wäre ganz sicher ein Gewinn für jeden internationalen Klub. Die AC Mailand läuft dem Stadtrivalen Inter momentan ein bisschen hinterher. Mir persönlich würde es wehtun, wenn Markus die AC Mailand verstärken würde, weil ich Inter-Anhänger bin. Andererseits würde es mich für die AC Mailand und für Markus freuen, wenn er dieses Ziel verfolgt und Auslandserfahrung sammeln möchte. Mailand ist eine gute Adresse mit tollen Fans, einem tollen Stadion und einer tollen Atmosphäre. Wahrscheinlich würde er dort auch gutes Geld verdienen.“
Sky Expertin Tabea Kemme ...
… zu den positiven Ansätzen bei Eintracht Frankfurt: „Gerade in der Anfangsphase und auch über die ersten 15 Minuten hinaus war die Intensität gut. Robin Koch hat heute großartig verteidigt, die Innenverteidigung organisiert und Serhou Guirassy nahezu komplett aus dem Spiel genommen. Darauf können sie aufbauen. Auch durch das Zentrum hatten sie mit Aseko gute spielerische Ansätze. Entscheidend wird jetzt sein, die Chancen besser zu verwerten.“
… zum ungewöhnlichen Karriereweg von Younes Ebnoutalib (vor dem Spiel): „Sein Weg ist nicht der klassische. Er hat in der Verbandsliga und Oberliga gespielt, war in Italien in der C-Liga und kam nach einer Verletzung wieder zurück nach Deutschland. Das ist ein Weg, auf dem er gelernt hat, welche Grundlagen und welche Ausdauer es braucht, um sich durchzusetzen.“
… zur Bedeutung von Markus Krösche für Eintracht Frankfurt (vor dem Spiel): „Er hat in einer sehr prägenden Zeit neue Maßstäbe gesetzt. Das darf man nicht vergessen. Dazu kommt diese großartige Menschlichkeit, die er mit eingebracht hat. Ich glaube, darüber sprechen wir viel zu wenig. Er hat Eintracht Frankfurt auch als Marke wachsen lassen. Der Verein spielt international und auch im Frauenfußball hat sich in den vergangenen fünf Jahren unglaublich viel entwickelt. Da ist mächtig etwas gewachsen.“
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