Fußball

Kimmich zur Verletzung von Bayern-Keeper Neuer: „Sieht nicht danach aus, dass er in einer Woche wieder trainieren kann“

Pavlovic zur Kritik an Karl: „Mit solchen Sachen muss man umgehen können“ - Orban feiert Meilenstein: „400 Spiele sind schon eine Hausnummer“ - Wagner trotz Pleite: „So schön nah dran war ich mit den Jungs wahrscheinlich noch nie“ - Hamann zu Neuer: „Irgendwann muss man eine Entscheidung treffen“

Unterföhring, 07.11.2026

Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 9. Spieltags der Fußball-Bundesliga bei Sky.

 

Philipp Tietz (Torschütze 1. FSV Mainz 05) zur Niederlage gegen den FC Bayern München: „Wir sind gerade in einer Phase, in der uns die Siege fehlen. Aber ich sehe heute das große Ganze. Die Frage ist, wie du ein Spiel verlierst. Verlierst du und hast gekämpft, den Fans gezeigt, dass du es unbedingt wolltest? Oder verlierst du und lässt über 90 Minuten die Köpfe hängen? Das ist der große Unterschied. Heute haben wir die Köpfe oben behalten, immer gekämpft und alles probiert. Letztendlich ist es auch Bayern München, die super Fußball spielen. Für mich die beste deutsche Mannschaft. Wir wollen nach der Länderspielpause wieder ein anderes Gesicht zeigen. Aber heute war es ein Schritt in die richtige Richtung. Das kann man mit den Spielen gegen Elversberg und Bochum überhaupt nicht vergleichen.“

 

Aleksandar Pavlovic (FC Bayern München) ...

… zum Sieg gegen Mainz 05: „Mainz spielt einfach ekligen Fußball, mit vielen langen Bällen. Sie gehen immer auf die zweiten Bälle und versuchen oft, Fouls mitzunehmen. Das macht es nicht ganz so einfach. Aber wir haben heute gut dagegengehalten und verdient gewonnen.“

… zum Umgang von Lennart Karl mit den Schlagzeilen: „Als Profifußballer muss man einfach mit solchen Sachen umgehen können. Ich glaube, ihn interessiert es nicht so sehr, was außerhalb passiert. Er macht einfach sein Ding, spielt seinen Fußball. Es freut mich natürlich, dass er heute auch das Tor gemacht hat. Das hat er gut gemacht.“

… zur Tabellenführung vor der Länderspielpause: „Als Tabellenführer in die Länderspielpause zu gehen, ist immer das Beste, was es gibt. Vor allem, weil es hier in Mainz so eklig ist, tut dieser Sieg noch mehr gut als ein normaler Sieg. Das nehmen wir mit und wenn wir zurück sind, greifen wir weiter an.“

… zur möglichen Rückkehr von Vincent Kompany nach der Länderspielpause: „Die Hoffnung ist sehr hoch. Wir würden uns alle freuen, wenn es so schnell wie möglich geht. Aber der Coach soll das entscheiden und sich die Zeit nehmen, die er braucht. Wir freuen uns natürlich, wenn er wieder zurück ist.“

 

Joshua Kimmich (Torschütze FC Bayern München) zur Verletzung von Manuel Neuer: „Er wird heute Abend untersucht, dann müssen wir schauen. Für uns wäre es natürlich extrem bitter, wenn er jetzt schon wieder ausfallen würde. Es sieht auch nicht danach aus, dass er schon nach einer Woche wieder trainieren kann. Manuel gibt Schmerzen ohnehin nicht so zu. Wenn er dann mal rausgeht, ist es leider wahrscheinlich etwas Ernsthaftes.“

 

Aaron Danks (Co-Trainer FC Bayern München) zur Verletzung von Manuel Neuer: „Er hat wieder etwas in seinem Fuß gespürt. Er wird heute Abend untersucht, damit wir eine genaue Diagnose bekommen. Wir wissen noch nicht genau, was es ist. Aber es ist kein gutes Zeichen, dass er ausgewechselt werden musste.“

 

Niko Kovac (Trainer Borussia Dortmund) zum umstrittenen Foul von Daniel Svensson: „Es ist total unglücklich. Daniel sieht ihn nicht. Es war schon eine enge Geschichte. Wir haben ein bisschen Glück gehabt. Daniel ist keiner, der das absichtlich macht. Da muss man auch ein bisschen differenzieren. Er sieht ihn gar nicht, streckt den Fuß zum Ball und dann kommt der Gegenspieler plötzlich dazu. Das tut mir leid. Ich hoffe, dass er sich nicht allzu sehr verletzt hat. Er wurde dann auch ausgewechselt. Ich wünsche ihm alles Gute.“

 

Felix Nmecha (Doppeltorschütze Borussia Dortmund) ...

… zu seiner Nominierung für die Nationalmannschaft: „Ich freue mich natürlich über die Nominierung und hoffe, dass ich das auch in der Nationalmannschaft zeigen kann.“

… zum Lob von Bundestrainer Jürgen Klopp: „Wir wissen alle, was für ein Trainer Jürgen Klopp ist. Wenn jemand wie er so etwas sagt, ist das eine große Sache. Das pusht mich natürlich, weiter Gas zu geben und das nächste Level zu erreichen.“

 

Vincent Wagner (Trainer SV Elversberg) zur Niederlage gegen Borussia Dortmund: „Vielleicht stehen wir am Ende sogar ohne Kapitän da. Das gehört auch zur Wahrheit. Wie sagt man so schön? Im Ruhrgebiet habe ich gelernt: Nah dran ist die Schwester von Scheiße. Aber so schön nah dran war ich mit den Jungs wahrscheinlich noch nie. Das tut natürlich trotzdem weh. Wir hätten auf jeden Fall einen Punkt verdient gehabt. Man hat schon gemerkt, dass Dortmund in den vergangenen Wochen ein riesiges Programm hatte. Wir haben hinten raus noch mal gedrückt. Es hätte heute nicht diese zwei Traumtore gebraucht, aber die gab es leider. Grundsätzlich haben die Jungs es gut gemacht.“

 

Brajan Gruda (RB Leipzig) ...

… zu seinen Torvorlagen: „Ich bin froh, wenn meine Mitspieler Tore machen. Ich freue mich mehr, wenn jemand anderes trifft. Natürlich wäre es auch geil, wenn ich mal in der Bundesliga treffe. Aber solange wir gewinnen, ist alles gut.“

… zu seiner Nominierung für die Nationalmannschaft: „Ich habe den Anruf erst einmal verpasst, weil ich in Behandlung war. Dann habe ich direkt zurückgerufen. Ich bin richtig glücklich, freue mich auf die Jungs und auf den Trainer. Ich freue mich einfach, dabei zu sein. Es ist mir eine Ehre.“

 

Willi Orban (RB Leipzig) zu seinem 400. Pflichtspiel für RB: „Es war gerade ein sehr schöner Moment, definitiv, vor den Fans gefeiert zu werden. 400 Spiele sind schon eine Hausnummer, darauf bin ich auch stolz. Es waren unheimlich viele Partien dabei, schöne Schlachten. Wir haben gemeinsam Titel gewonnen, waren im Halbfinale der Champions League. Und die Reise geht weiter. Wir sind auch in dieser Saison gut unterwegs und auf dem besten Weg, unsere Ziele zu erreichen.“

 

David Raum (Kapitän RB Leipzig) zu seiner Nichtberücksichtigung für die Nationalmannschaft: „Natürlich ist es eine Enttäuschung. Ich würde lügen, wenn es nicht so wäre. Der Bundestrainer hat mich angerufen. Ich respektiere sehr, dass er mir die Entscheidung auch begründet hat. Es haben ja schon wieder etliche Zeitungen geschrieben und wussten ganz genau, was er gesagt hatte. Für mich ist wichtig, dass er es mir erklärt hat und wir einen guten Austausch hatten. Ich habe ihm gesagt, dass ich die Entscheidung respektiere und ihm viel Erfolg wünsche. Er soll alle von mir grüßen, weil die Nationalmannschaft für mich schon wie eine zweite Heimat geworden ist. Ich habe ihm aber auch ganz ehrlich gesagt, dass ich mit Leistung antworten werde, damit er beim nächsten Mal nicht um mich herumkommt. Da habe ich heute den ersten Schritt gemacht. Jetzt drücke ich den Jungs ganz fest die Daumen, damit wir als Fußball-Deutschland wieder eine Nationalmannschaft haben, auf die ganz Deutschland stolz ist.“

 

Jonathan Burkardt (Doppeltorschütze Eintracht Frankfurt) ...

… zum 2:2-Unentschieden in Paderborn: „Unmittelbar fühlt es sich gut an, weil wir am Ende in Unterzahl noch einen Punkt gewonnen haben. Wenn man auf das gesamte Spiel zurückblickt, war es in vielen Phasen aber nicht gut genug von uns.“

… zur Aufholjagd in Unterzahl: „Jeder hat trotzdem alles auf dem Platz gelassen. Wir haben noch mal Energie nach vorne entwickelt, obwohl wir nur zehn Mann waren. Jeder wollte unbedingt dieses Tor machen. Deswegen sind wir glücklich, dass wir noch das 2:2 gemacht haben.“

… zu seinem Hackentor: „Atu gewinnt das Kopfballduell überragend. Ich überlege, wie ich den Ball am besten aufs Tor bringen kann. Ich weiß auch nicht, wieso ich mich für die Hacke entschieden habe. Aber zum Glück war es die richtige Entscheidung.“

… zur Nichtberücksichtigung für die Nationalmannschaft: „Das ist keine Antwort darauf. Ich war natürlich ein bisschen traurig und hätte mir gewünscht, dabei zu sein. Aber ich versuche, Tore zu schießen und für Eintracht Frankfurt zu arbeiten. Das ist mein Hauptaugenmerk. Ich bin zuversichtlich, dass die Nationalmannschaft dann auch wieder kommen wird.“

… zur Konkurrenzsituation im Frankfurter Sturm: „Das ist schwierig für den Trainer, weil einfach zwei sehr, sehr gute Stürmer da sind. Younes ist ein absoluter Top-Stürmer und ich bin auch ein Top-Stürmer. Deswegen ist es wirklich schwer, beide spielen zu lassen. Can haben wir auch noch dazu. Aber es ist ein schönes Problem, wenn man entscheiden muss, wer spielt.“

 

Sky Experte Dietmar Hamann ...

... zur Leistung von Lennart Karl: „Das war ähnlich wie bei seinem Tor unter der Woche in Madrid. Die Gefahr ist eigentlich schon gebannt, der Schuss von Kane wird geblockt. Aber Karl bleibt wach und schiebt ihn dann ins leere Tor. Das war jetzt nicht die schwerste Aufgabe, aber er muss dort stehen. Dann schiebt er den Ball mit dem schwächeren Fuß ins Tor. Er hat die richtige Reaktion gezeigt. Max Eberl hat vorher gesagt, Freiburg war okay, Magdeburg war okay. Dann macht er das Tor in Madrid und heute wieder. Das ist die richtige Antwort.“

… zur Verletzung von Manuel Neuer: „Ich hoffe nur, dass nichts am Mittelfuß ist, weil er sich gleich den Schuh und den Stutzen ausgezogen hat. Die Bayern müssen irgendwann eine Entscheidung im Sinne des Vereins treffen. Wenn du alle zwei Wochen einen anderen Torwart im Tor stehen hast, gibt das der Mannschaft und der Verteidigung natürlich keine Sicherheit. Ich habe letztes Mal schon gesagt, wenn noch mal etwas passiert, wäre es vielleicht eine gute Idee, Urbig bis Weihnachten spielen zu lassen. Dann sieht man, wie er sich verhält, wenn er weiß, dass er die nächsten sieben, acht Spiele im Tor steht. Dann hast du einen Anhaltspunkt für das nächste Jahr, in dem er aller Wahrscheinlichkeit nach die Nummer eins sein wird.“

… zur Bedeutung von Willi Orban für RB Leipzig: „Eine tolle Geschichte. Er ist einer, der immer vorangeht, Kapitän in Leipzig. Er kam 2015 dorthin, das erste Spiel war, glaube ich, gegen den FSV Frankfurt in der 2. Liga. Natürlich wusstest du, dass sie in Leipzig ein bisschen Geld und große Ziele haben. Aber du weißt nicht, was passiert, ob das alles so funktioniert. Jetzt steht er elf Jahre später dort, hat nicht wenige Champions-League-Spiele mit Leipzig gemacht. In der heutigen Zeit, in der die Fluktuation hoch ist und es jeden Sommer so viele Zugänge gibt, ist es wunderbar zu sehen, dass ein Verein, dem immer unterstellt wird, keine Tradition zu haben, so einen Mann hat. Da ist er natürlich umso wichtiger.“

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