Fußball

Eintracht-Coach Hütter zu Kochs Reaktion auf seine Kritik: „Für mich hat er sein bestes Spiel abgeliefert“

Koch: „Es war keine einfache Woche“ - El Mala zur angeblichen Abhängigkeit der Mannschaft von ihm: „Quatsch, so etwas zu sagen“ - Krösche zu seiner Zukunft: „Wir konzentrieren uns auf den Fußball“ - Sky Experte Bobic zum Siegtorschützen Ebnoutalib: „Er muss noch ein bisschen stabiler werden“

Unterföhring, 16.10.2026

Die wichtigsten Stimmen zum Freitagabendspiel des 6. Spieltags der Fußball-Bundesliga zwischen der Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln (1:0) bei Sky.  

 

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) ...

… zur Erleichterung nach dem ersten Heimsieg seit März: „Na klar, wenn man ein halbes Jahr zu Hause nicht gewinnt und eine Woche vorher mit 0:6 abgewatscht wurde, ist die Erleichterung groß. Die Mannschaft hat sich speziell aufgrund der zweiten Halbzeit den Sieg verdient. Ein Heimsieg für unsere Zuschauer, das tut natürlich richtig gut. Ein Kompliment an die Mannschaft und daran, wie wir verteidigt haben.“

… zur starken Reaktion von Kapitän Robin Koch: „Robin verdient ein Extralob. Ich habe die Zahlen gesehen, seine Lufthoheit war sensationell. Er hat die Mannschaft im Griff gehabt und für mich sein bestes Spiel abgeliefert. Für mich ist es als Trainer wichtig, dass man eine gewisse Wirkung erzielen kann. Robin hat sich die Kritik zu Herzen genommen. Deswegen bekommt er auch ein Extralob, nicht nur er, sondern die ganze Mannschaft. Das hat mich persönlich besonders gefreut.“

… zu den entscheidenden Faktoren für den 1:0-Erfolg: „Wir hatten gleich am Anfang Glück. Aber manchmal braucht man im Fußball auch Glück. Man darf nicht vergessen, dass du nach einer 0:6-Niederlage nicht auf den Platz kommst und sofort befreit aufspielst. Die Mannschaft hat sich zu Herzen genommen, dass wir miteinander verteidigen, die Zweikämpfe annehmen und führen und laufen und marschieren müssen. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, ein paar Sachen zu korrigieren. Mir hat besonders gut gefallen, dass wir in der gegnerischen Hälfte sehr dominant waren. Das ist es, was ich mir vorstelle.“

… zur mentalen Stärke von Robin Koch und der Systemdiskussion: „Ich glaube, am meisten Freude hat Robin selbst. Es ist nie einfach, wenn man vom Cheftrainer kritisiert wird. Am Ende des Tages geht es mir darum, eine Wirkung zu erzielen, weil ich sehe, welches Potenzial er hat. Das hat er heute mit einer tollen Leistung gezeigt. Er hat damit auch ein anderes Thema zugemacht: die Diskussion um Dreier- oder Viererkette. Robin Koch hat heute gezeigt, dass er auch in einer Viererkette spielen kann. Das ist für uns sehr, sehr wichtig.“

… zur Bedeutung des Sieges für die kommenden Aufgaben: „Das Wichtigste ist, dass wir zu null gespielt haben, gerade für die komplette Verteidigung, die Mannschaft und den Torwart. Am Wochenende geht es schon nach Dortmund. Borussia Dortmund ist wieder ein anderes Kaliber. Aber wichtig ist, dass wir eine Reaktion gezeigt und zurückgekämpft haben. Wir befinden uns in einem Umbruch. Wir haben gesagt, dass es ein Auf und Ab geben wird. Daran müssen wir weiter arbeiten. Das heutige Spiel sollte uns Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben.“

… zur Aufarbeitung der 0:6-Niederlage gegen RB Leipzig (vor dem Spiel): „Das war natürlich ein fürchterlicher Abend für uns alle. Wir haben sehr viel falsch gemacht, speziell bei der Konzentration und Aufmerksamkeit. Wir haben zu wenig intensiv Fußball gespielt. Ich habe auf der Pressekonferenz sehr oft gesagt, dass wir einfach unbequemer für den Gegner werden müssen. Wenn man hier das Stadion sieht, erwarten die Leute, dass die Jungs alles geben. Das versuchen sie auch immer, aber manchmal haben wir nicht die richtigen Mittel.“

… zu seiner harten Kritik an Kapitän Robin Koch (vor dem Spiel): „In meinen Augen war es für mich die richtige Entscheidung, so zu reagieren. Was mir auch gefallen hat, ist, dass Robin das schlussendlich genauso gesehen hat. Natürlich war die Enttäuschung am Anfang sehr groß. Wir haben am nächsten Tag und am übernächsten Tag gesprochen. Wichtig ist, dass Robin das auch in dieser Form eingesehen hat. Er ist 30 Jahre alt, hat schon viele Spiele absolviert, ist hier ein Schlüsselspieler und Kapitän. Deswegen kann man von einem Kapitän auch ein bisschen mehr verlangen. Trotzdem stehe ich hinter ihm. Er ist heute auch wieder Kapitän.“

 

Robin Koch (Kapitän Eintracht Frankfurt) ...

… zum 1:0-Heimsieg: „Es war sehr, sehr wichtig für uns und für den ganzen Verein, gerade nach dem Spiel in der vergangenen Woche so eine Reaktion zu zeigen. Wir haben natürlich die ganze Woche versucht, positiv nach vorne zu schauen. Aber es ist nicht einfach, nach so einem Ergebnis und der Leistung, die wir abgeliefert haben, schnell wieder auf das nächste Spiel umzuschalten. Ich muss der Mannschaft heute ein Riesenlob aussprechen. Wir haben es über 90 Minuten auf den Platz gebracht, mit dem Willen und dem Einsatz, in jeden Zweikampf zu gehen. Von daher sind wir sehr froh über den Sieg.“

… zum ersten Spiel ohne Gegentor seit sieben Monaten: „Das ist extrem wichtig. Ich glaube, die Art und Weise, wie wir heute gespielt haben, führt auch zu diesem Ergebnis und dazu, dass wir die Null halten. Das war der Schlüssel. Es ging vorne los. Wir haben oft versucht, hoch zu pressen und Köln gar nicht ins Spiel kommen zu lassen. Natürlich sind sie gerade vorne sehr schnell, aber wir hatten das trotzdem sehr gut im Griff.“

… zum Vertrauen von Trainer Adi Hütter nach dessen öffentlicher Kritik: „Das ist wichtig. Es war auch für mich keine einfache Woche. Trotzdem habe ich ihm schon vor der Saison gesagt und er mir auch, dass es in schwierigen Phasen zuerst an die Führungsspieler und den Kapitän geht. Ich bin froh, wenn ich dann auch mal etwas abbekomme und vielleicht nicht irgendein schwächerer Spieler. Das gehört dazu und ist für mich absolut in Ordnung. Wichtig ist, dass wir dann als ganze Mannschaft und ich auch persönlich so eine Reaktion zeigen.“

… zu den öffentlichen Diskussionen um seine Person: „Ich habe schon ein bisschen was erlebt. Natürlich ist es nie schön, wenn man in der Öffentlichkeit und in der Presse so viel über sich lesen muss. Aber das gehört zum Fußball dazu. Wichtig ist, dass man im Kopf klar bleibt und genau so eine Reaktion zeigt.“

… zur Diskussion um die Dreier- oder Viererkette: „Das Thema hatten wir in der Woche auch schon. Ich habe beides schon so oft gespielt. Ich glaube, ich habe drei Jahre in Leeds fast nur in einer Viererkette gespielt. Für mich ist das überhaupt kein Thema. Von außen wird viel darüber diskutiert, bei uns im Verein ist es aber kein Thema. Ich habe in der Woche auch noch einmal mit dem Trainer darüber gesprochen. Man muss unterscheiden zwischen dem, was außen geschrieben und geredet wird, und dem, was bei uns in der Kabine besprochen wird.“

… zu seinem Führungsstil als Kapitän: „Natürlich bekommen die Medien die Interviews mit oder sehen, wenn einer auf dem Platz herumschreit. Für mich ist das Wichtigste, dass die Jungs wissen, dass ich unter der Woche vorangehe und mit ihnen spreche. Das sieht von außen natürlich keiner. Ich bin keiner, der auf dem Platz herumbrüllt, nur um ein Zeichen zu setzen, weil die Kameras da sind. Wenn etwas zu sagen ist, sage ich das. Natürlich muss ich als Kapitän im Spiel auch taktische Dinge weitergeben, die der Trainer vielleicht von außen nicht hineinbringen kann. Das sind meine Aufgaben und mit Sicherheit kann ich da noch wachsen. In den richtigen Situationen muss man auch laut sein. Aber nur für irgendeine Kamera werde ich hier nicht anfangen herumzubrüllen.“

 

Younes Ebnoutalib (Torschütze Eintracht Frankfurt) ...

… zum 1:0-Erfolg: „Die Erleichterung ist schon extrem. Wir wollten unbedingt ein Zeichen setzen, weil das letzte Spiel nicht so gut war. Wir wollten alles reinhauen, für die Fans kämpfen und alles geben. Das Tor kommt dann schon irgendwie.“

… zu seinem entscheidenden Treffer nach der Vorlage von Noel Aseko: „Ich habe gar nicht gesehen, dass er den Ball überhaupt so gespielt hat. Ich dachte, der wäre noch ein bisschen abgefälscht worden. Dann war ich erst einmal völlig überrascht. Ich dachte zunächst auch, dass ich im Abseits stehe. Aber ich habe einfach weitergespielt, die kurze Ecke gesehen und den Ball dann reingeschoben.“

 

Mario Götze (Eintracht Frankfurt) ...

… zur Aufarbeitung der 0:6-Niederlage gegen RB Leipzig (vor dem Spiel): „Wir haben das natürlich sehr intensiv aufgearbeitet. Gerade wenn du auswärts so ein Spiel machst und 0:6 verlierst, ist das nicht ideal. Aber am Ende ging es um drei Punkte, von denen wir keinen mitgenommen haben. Wir wissen, dass es ein langer Weg in der Bundesliga ist und dass man viele Spiele hat. Wir haben viel daran gearbeitet, viel trainiert und viel aufgearbeitet, weil das so in der Form nicht noch einmal vorkommen darf.“

… zur deutlichen Kritik von Trainer Adi Hütter (vor dem Spiel): „Überrascht hat mich das nicht. Wenn man das Ergebnis sieht und wie wir gespielt haben, gehört das dazu. Das darf uns nicht passieren, nicht in der Form und nicht in der Art und Weise. Das müssen wir schnellstmöglich abstellen. Deswegen glaube ich, dass die Kritik leider mehr als angebracht war.“

… zu seiner Rolle als erfahrener Führungsspieler (vor dem Spiel): „Am Ende erwartet der Trainer von allen Spielern, die auf dem Platz stehen, dass sie vorweggehen. Das müssen wir auch tun. Wir brauchen Stabilität, wir brauchen einen Sieg. Es geht um jede Kleinigkeit. Das muss von der ersten bis zur 90. Minute gelebt werden, gerade auch zu Hause. Das muss jeder Spieler auf den Platz bringen, aber klar, wir natürlich auch.“

 

Markus Krösche (Sportvorstand Eintracht Frankfurt) ...

… zu Kapitän Robin Koch nach dessen Auswechslung und der öffentlichen Kritik (vor dem Spiel): „Robin ist erfahren genug. Letztendlich war viel los. Er hat kein gutes Spiel gemacht, aber er ist unser Kapitän. Er wird damit umgehen können.“

… zur Entwicklung der jungen Frankfurter Mannschaft (vor dem Spiel): „Letztendlich machen wir natürlich Fehler. Wir haben zu viele Fehler gemacht, aber das gehört zur Entwicklung der Mannschaft dazu. Da geht es Schritt für Schritt. Wir sind noch früh in der Saison und wollen heute den nächsten Schritt gehen.“

… zur Kaderplanung und zum Verlust von Qualität im Sommer (vor dem Spiel): „Letztendlich verlieren wir jeden Sommer Qualität. Das ist nun einmal so. Wenn du neue Spieler dazuholst, brauchen sie Zeit für ihre Entwicklung. Das müssen wir uns eingestehen. Mal geht die Entwicklung schneller, mal etwas langsamer. Fehler sind ein Teil dieser Entwicklung. Von daher sind wir entspannt, weil die Jungs sich entwickeln.“

… zum Umgang mit öffentlicher Kritik (vor dem Spiel): „Damit musst du einfach leben. Du kannst über alles diskutieren, es gibt unterschiedliche Meinungen. Wenn du nicht so erfolgreich bist, wird es etwas kritischer. Damit muss man umgehen. Im Großen und Ganzen versuchen wir, die Dinge immer optimal umzusetzen. Mit Kritik musst du einfach leben.“

… zu den Spekulationen über seine Zukunft bei Eintracht Frankfurt (vor dem Spiel): „Am Ende hängt es immer von den Ergebnissen ab. Das ist ganz normal. Die Ergebnisse sind das Wichtigste im Fußball. Wenn du die Ergebnisse nicht erreichst, ist es normal, dass Kritik aufkommt. Am Ende geht es darum, dass man versucht, das Beste umzusetzen und das Beste zu machen. Dann schaut man, was dabei herauskommt. Mal geht die Entwicklung schneller, mal funktionieren die Dinge besser und mal weniger gut. Du hast immer einen gewissen Anteil, bei dem einfach alles zusammenpassen muss. Das ist das Risiko.“

… zur Frage, ob er auch nach dem Sommer bei der Eintracht bleibt (vor dem Spiel): „Es gibt immer Spekulationen. Wir konzentrieren uns auf den Fußball und hoffen, dass wir gewinnen.“

 

Rene Wagner (Trainer 1. FC Köln) ...

… zur 0:1-Niederlage bei Eintracht Frankfurt: „Wir fahren heute leider mit einer Niederlage nach Hause, die wir so nicht verdient haben. Wir haben ein Topspiel gemacht, auswärts gegen einen schweren Gegner. Wir haben die erste Halbzeit super gespielt und hätten uns belohnen müssen. Gerade in den Situationen, in denen wir den Ball ins letzte Drittel bekommen haben, hätten wir noch etwas genauer sein und mehr Mut zeigen müssen, um uns Chancen herauszuspielen. Dann haben wir eine harte Drangphase von Frankfurt in der zweiten Halbzeit überstanden. Leider bekommen wir Mitte der zweiten Halbzeit das Gegentor, bei dem wir nicht perfekt verteidigen. Das müssen wir besprechen und werden wir auch tun. Gegen Ende des Spiels haben wir mit dem Mut der Verzweiflung noch einmal versucht, uns Chancen herauszuspielen, waren im letzten Drittel aber nicht genau genug, um gefährlich zu werden. Daran müssen wir arbeiten, daran müssen wir uns messen lassen. Das ist unsere Aufgabe.“

… zum Gegentor: „Wir müssen den Doppelpass noch besser verteidigen. Bei einer Einwurf-Situation müssen wir generell etwas griffiger sein. Aber den Doppelpass zu verteidigen, ist das größte Thema.“

… zu den anhaltenden Problemen, ohne Gegentor zu bleiben: „Gute Frage. Wenn ich darauf eine präzise Antwort hätte, dann hätte ich es logischerweise schon lange geändert. Wir arbeiten jede Woche hart daran. Ich glaube, heute haben wir eine gute Defensivleistung gebracht und in einem Moment nicht perfekt verteidigt. Das gehört im Fußball aber dazu. Ich finde, wir müssen trotzdem noch mutiger im letzten Drittel sein und uns mit mehr Ruhe Chancen herausspielen. Die Möglichkeiten waren da, die Qualität ist auf dem Platz. Jetzt müssen wir es auch abliefern.“

… zu möglichen Wintertransfers für die Offensive: „So weit habe ich jetzt noch nicht gedacht. Wir haben ein wichtiges Heimspiel gegen Schalke, das ist jetzt mein wichtigster Gedanke. Wir müssen das heutige Spiel gegen Frankfurt noch einmal aufarbeiten. Dann schauen wir weiter.“

… zur Entwicklung von Said El Mala (vor dem Spiel): „Er ist sehr akribisch und arbeitet auch nach dem Training weiter. Aber damit kam er schon zu uns. Ich weiß noch, wie er sein erstes Training bei uns im Trainingslager absolviert hat. Das war der erste Moment, in dem wir alle gesehen haben, dass da ein junger Spieler mit sehr viel Qualität ist. Jetzt muss er gucken, dass er noch mehr zu diesen Aktionen im Spiel kommt und noch gefährlicher wird.“

… zu seinem Verhältnis zu Said El Mala (vor dem Spiel): „Wir stehen in gutem Kontakt, wie mit allen anderen Spielern auch. Aber mit Said ist es schon eine besondere Verbindung.“

 

Thomas Kessler (Geschäftsführer Sport 1. FC Köln) ...

… zur 0:1-Niederlage bei Eintracht Frankfurt: „Schade. Ich glaube, das Spiel hat mehr hergegeben. Wir hatten gute Phasen, in denen wir ein Tor hätten machen müssen. In der zweiten Halbzeit mussten wir 15 Minuten richtig leiden, haben in dieser Phase aber kein Gegentor bekommen. Ich finde, das war heute ein 50:50-Spiel, das wir leider verloren haben.“

… zum Gegentor und der Frage nach einem Fehler von Marvin Schwäbe: „Sie kombinieren sich gut durch das Zentrum. Der Ball rutscht durch und geht dann natürlich in die kurze Ecke. Aber es geht nicht darum, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen. Insgesamt haben wir solche Situationen heute gut verteidigt. Sicherlich war das Gegentor vermeidbar, aber im Kollektiv.“

… zur anhaltenden Auswärtsschwäche des 1. FC Köln: „So schwarz sehe ich es nicht. Natürlich werden wir auch auswärts punkten, auch in dieser Saison. Ich glaube, wir hatten heute die Möglichkeit, zumindest einen Auswärtspunkt mitzunehmen. Aber es gibt immer Gründe, warum das Pendel dann leider auf die andere Seite ausschlägt. Daran müssen wir weiter arbeiten. Natürlich wollen wir nicht nur zu Hause Spiele gewinnen, aber gerade die Heimspiele sind für uns im Moment sehr wichtig. Wenn der 1. FC Köln nach Frankfurt fährt, sind die Vorzeichen in der Regel nicht so, dass wir als Favorit anreisen. Das möchte ich auch noch einmal berücksichtigt wissen. Es ist sehr ärgerlich, dass wir dieses Spiel verloren haben. Aber ich finde trotzdem, dass wir es am Ende zu einem 50:50-Spiel gemacht haben.“

… zur vermeintlichen Abhängigkeit der Kölner Offensive von Said El Mala: „Ich habe auch schon viele andere gute Situationen gesehen, auch nach der Auswechslung von Said. Schmid hatte eine sehr gute Möglichkeit, die wurde erst im letzten Moment geblockt. Marius Bülter hatte heute ebenfalls die eine oder andere Situation. Das kann man also nicht alles nur an Said El Mala festmachen.“

… zu möglichen Wintertransfers in der Offensive angesichts der Verletzungsprobleme: „Die Verletzungen sind natürlich ärgerlich für uns. Wir hoffen, dass die Spieler schnell wieder dabei sind. Wir sondieren auch den Markt, das ist unser Job.“

 

Marvin Schwäbe (Kapitän & Torwart 1. FC Köln) ...

… zur 0:1-Niederlage bei Eintracht Frankfurt: „Schwer, das jetzt in Worte zu fassen. Grundsätzlich glaube ich, dass wir eine gute erste Hälfte gespielt haben. Die Frankfurter haben ihre Qualität heute aber auch wieder auf den Platz bekommen. Dann ist es für uns natürlich schwer.“

… zu den unterschiedlichen Leistungen in beiden Halbzeiten: „Ich glaube, dass die Frankfurter am Anfang vielleicht ein Stück weit überfordert waren mit unserer Fünferkette. Dann haben sie nach der Halbzeit Anpassungen vorgenommen. Wir mussten verletzungsbedingt ebenfalls ein bisschen umstellen. Das macht es in der Situation nicht einfacher. Aber ich gebe definitiv recht, dass die zweite Hälfte nicht so gut war wie die erste.“

… zur taktischen Umstellung auf eine Fünferkette: „Wir haben einfach versucht, die Schwächen von Frankfurt auszumachen, und gesehen, dass es uns in die Karten spielt, wenn wir so auftreten. Ich denke, dass man das in der ersten Hälfte auch gesehen hat.“

… zum Gegentor: „Wenn ich das jetzt sehe: Nach dem Einwurf bekommen wir gar keinen Druck auf den Ball. Der Gegenspieler kann da mehr oder weniger machen, was er will, und findet gut den tiefen Ball. Der Abschluss ist sehr gut platziert und relativ fest. Aus kurzer Distanz kann man natürlich immer sagen, es ist die Torwartecke, die kurze Ecke. Aber aus der Entfernung ist es extrem schwer, wenn er den Ball gut platziert und auch noch fest trifft.“

… zur langen Serie von Spielen ohne Weiße Weste seit Januar: „Als Torwart ist es natürlich nicht so schön, diese Statistik zu hören. Aber es ist schwer zu sagen, woran es liegt. Ich glaube trotzdem, dass wir gerade in der ersten Hälfte heute wieder bockstark verteidigt haben. Am Ende wieder ein Gegentor zu bekommen, ist bitter, weil man dann ohne Punkt dasteht.“

… zur anhaltenden Auswärtsschwäche: „Wenn wir unsere 40 bis 45 Punkte zu Hause holen, dann ist es auch okay.“

 

Said El Mala (1. FC Köln) …

… zur 0:1-Niederlage nach einer starken ersten Halbzeit: „Das ist eine gute Frage. Ich glaube, wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Wir haben vielleicht die beste Halbzeit unserer Saison gespielt, konnten uns aber nicht belohnen. Hinten haben wir alles wegverteidigt und waren griffiger in den Zweikämpfen. Ich glaube, Frankfurt war schon ziemlich platt, sodass wir zur Halbzeit ein gutes Gefühl hatten. Dann kommen wir aus der Kabine und Frankfurt ist auf einmal vielleicht ein Stück griffiger als wir oder hat noch einmal mehr Motivation bekommen. Warum, weiß ich nicht. So ist der Fußball. Eine unglückliche Aktion, der Ball geht durch die Beine und dann steht der Gegner vor dem Tor. Am Ende verlieren wir hier 0:1.“

… zu seiner persönlichen Enttäuschung: „Was heißt Frust? Wir haben immer noch ein gutes Spiel hingelegt. Es ist ja nicht so, dass wir hier hingefahren sind und komplett abgeschossen wurden. Ich glaube, wir haben es Frankfurt extrem schwer gemacht. Für mich persönlich gab es eine Chance, bei der ich vielleicht ein bisschen ruhiger hätte sein müssen. Vielleicht war ich da etwas zu hektisch. Aber man muss auch verstehen, dass es nicht so leicht ist, wenn ich aus der eigenen Hälfte loslaufe. Das sind meine Themen. Es tut einfach unfassbar weh, dass wir hier verloren haben.“

… zur langen Auswärtsserie ohne Sieg: „Das ist extrem gefährlich. Wenn wir auswärts keine Punkte holen, wird es schwer, generell genügend Punkte in der Liga zu sammeln. Aber irgendwann wird der Knoten platzen und dann werden wir auch auswärts punkten. Das ist nur eine Frage der Zeit.“

… zur vermeintlichen Abhängigkeit der Kölner Offensive von ihm: „Nein, überhaupt nicht. Ich finde es auch Quatsch, wenn man sowas sagt. Ich spiele schließlich nicht alleine gegen elf Spieler. Ohne die Mannschaft wäre mein bisheriger Erfolg auch nicht möglich gewesen. Deswegen finde ich es Quatsch, so etwas zu sagen. Wir spielen hier als Mannschaft und nicht als einzelne Spieler. Ich glaube, das sieht man auch.“

… zu seiner Auswechslung in der Schlussphase: „Nein, ich war nicht verletzt. Aber ich denke, irgendwann geht die Power auch zu Ende. Ich habe ein paar Blessuren am Fuß abbekommen. Das ist normal, wenn man so kämpft.“

 

Sky-Experte Fredi Bobic ...

… zur Erleichterung bei Eintracht Frankfurt nach dem Heimsieg: „Eine Riesenerleichterung. Man hat es auch gehört, als der Schlusspfiff ertönt ist, was hier im Stadion los war. Aber aufgrund der zweiten Halbzeit war der Sieg verdient. Wenn man überlegt, dass die Eintracht zuletzt im März zu Hause gewonnen hat, ist das eine lange Zeit. Man hat jedem auf dem Platz angemerkt, wie die Last nach dem Schlusspfiff abgefallen ist.“

… zur Leistung von Kapitän Robin Koch nach der öffentlichen Kritik: „Nicht nur die Daten sprechen für sich. Ich schaue auf die ganze Art und Weise, auf die Körpersprache auf dem Platz. Das hat heute von Anfang an gepasst. Da waren wichtige Aktionen dabei, auch wichtige Fouls. In der Luft hat er, glaube ich, keinen Zweikampf verloren. Er war unheimlich eng am Mann und hat die Jungs gut geführt. Das ist das Wichtigste. Deswegen finde ich es auch schön, dass Adi Hütter in der Woche gesagt hat, dass er seinem Kapitän vertraut.“

… zum Potenzial von Siegtorschütze Younes Ebnoutalib: „Er hat natürlich überragend begonnen mit drei Toren im ersten Spiel. Danach hat er mal gespielt und mal nicht. Aber er hat die Qualitäten, das weiß man. Er bringt unheimlich viel mit. Er ist gut mit dem Kopf und gut mit dem Fuß. Aber er hat noch einen Weg vor sich und muss ein bisschen stabiler werden, damit es ihm konstant gelingt, diese Torquote zu halten.“

… zum Vergleich zwischen Said El Mala und Lukas Podolski (vor dem Spiel): „Ich erinnere mich ein bisschen an Poldi in seinen ersten Jahren. Er hat damals auch als relativ freier Spieler agiert. Eigentlich war er ein Stürmer, ist aber auch mal nach links oder rechts ausgewichen und wie ein Zehner herumgelaufen. Er war überall auf dem Platz und das ist bei Said ähnlich. Er erinnert mich sehr an Podolski, wie er sich bewegt, wie clever er ist und wie abgebrüht er in manchen Situationen schon auftritt. Wichtig ist, dass man ihn jetzt nicht auf eine Position festlegt und sagt, er müsse ausschließlich dort spielen.“

… zur fehlenden Erfahrung und Körperlichkeit bei Eintracht Frankfurt (vor dem Spiel): „Die Eintracht hat viele junge Perspektivspieler, die wirklich gut sind. Man sieht die Qualität mit dem Ball am Fuß. Selbst in Leipzig gab es Phasen, die richtig gut waren. Man sieht, wie gut sie miteinander Fußball spielen können. Aber es fehlt Erfahrung und letztendlich auch Körperlichkeit. Das müssen sie verbessern. Den jungen Spielern muss man zugestehen, dass sie dafür Zeit brauchen, um dieses intensive Spiel hinzubekommen und Körperlichkeit hineinzubringen. Das bekommst du mit Erfahrung. Intensität und Körperlichkeit sind im modernen Fußball neben den spielerischen Fähigkeiten enorm wichtig.“

 

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