Hohenstein-Ernstthal, 13.09.2026
Beim DTM-Wochenende auf dem Sachsenring war abseits der Strecke einiges los: Zahlreiche Gäste aus Sport und Unterhaltung gaben sich die Ehre. Diskus-Ikone Lars Riedel überreichte den Siegerpokal, Schauspielerin Claudia Schmutzler kürte bei der Red Bull Rennpappe den kreativsten Trabi und auch Schiedsrichter-Legende Dr. Felix Brych besuchte die DTM. Dazu schauten zwei Olympiasieger vorbei: Rennrodler Max Langenhan und Bobfahrer Jörn Wenzel ließen sich die DTM-Boliden aus nächster Nähe zeigen. Ein Wochenende voller Ostalgie, Sportprominenz und Motorsport-Leidenschaft.
Starker Auftritt: Diskus-Legende Riedel überreicht Siegerpokal am Sachsenring
Lars Riedel war am Samstag nach zwei Jahren wieder bei einem DTM-Rennwochenende dabei. Der Olympiasieger und fünfmalige Weltmeister war von der Veranstaltung begeistert. „Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen die DTM anzieht. Das liegt auch an der Leidenschaft, mit der Fahrer und Teams hier bei der Sache sind. Alle brennen darauf, dabei zu sein und Erfolg zu haben. Es ist beeindruckend, das zu erleben. Ich liebe den Sound der verschiedenen Automarken. Beim Qualifying konnte man die Fahrzeuge schon am Klang erkennen“, erklärte Riedel. Nach dem Rennen überreichte der Diskuswerfer den Siegerpokal an Schubert Motorsport als bestes Team.
Hoher Besuch von den Basketball-Cracks der Niners Chemnitz
Die Niners Chemnitz absolvierten am Samstag nach viermonatiger Pause ihr erstes Pflichtspiel. Sachsens beste Korbjäger trafen dabei im Netto BBL-Pokal auf den Zweitligisten Gießen 46ers und gewannen 77:70. Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt ließen es sich die Spieler des Bundesligisten nicht nehmen, am Sonntag am Sachsenring vorbeizuschauen und DTM-Luft zu schnuppern. „Ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, dass ich eines Tages mal in der Startaufstellung von einem DTM-Rennen stehen würde. Wir haben eine Führung beim Mercedes-AMG Team Landgraf bekommen und viele spannende Insights erfahren. Das fand ich super interressant!“, sagte Power Forward Mateo Šerić.
TV-Partner zeigte am Sonntag das 150. DTM-Rennen
Rundes Jubiläum am Sachsenring: Am Sonntag übertrug ProSiebenSat.1 sein 150. DTM-Rennen live im Free-TV. Seit der Saison 2018 ist die Münchner Sendergruppe TV-Partner der Serie und zeigt seitdem alle Läufe live auf ProSieben. Ab 13:00 Uhr berichtete wie gewohnt das Team um Moderatorin Andrea Kaiser, Kommentator Tobias Schimon, Reporter Mike Stiefelhagen und Experte David Schumacher. „Die DTM und ran racing sind für mich zu einer echten Familie geworden. Über die Jahre sind viele Freundschaften entstanden. An die Rennstrecke zu kommen, fühlt sich für mich nie wie Arbeit an. Die DTM macht mir großen Spaß“, sagte Kaiser.
Kultauto-Korso bei der Red Bull Rennpappe: Trabis erobern den Sachsenring
Nach einer Fun-Rallye durch das Erzgebirgsvorland kamen am Samstag 50 Trabanten auf dem Sachsenring an. Die individuell gestalteten DDR-Kultautos absolvierten im Rahmen der Red Bull Rennpappe mit ihren Zweitaktern unter dem Applaus der Zuschauer eine Runde auf der Berg-und-Talbahn. Anschließend zeichnete Schauspielerin Claudia Schmutzler den kreativsten Trabanten mit der „Goldenen Rennpappe“ aus. Die Auszeichnung ist eine Hommage an die Duroplast-Karosserie des Kultautos, die umgangssprachlich als „Rennpappe“ bezeichnet wird. Schmutzler kennt sich mit dem Kultauto bestens aus: Im Kinohit „Go Trabi Go“ spielte sie Jacqueline, die Tochter der Familie Struutz. Passend dazu wurde Samstagabend im Autokino am Sachsenring der Kultstreifen von 1991 auf der Leinwand gezeigt. Schmutzler zeigte sich begeistert: „Es war insgesamt eine schöne und entschleunigende Veranstaltung. Trabi-Fans sind liebevolle Menschen, das merkt man immer wieder. Die Runde hier am Sachsenring war mega, ich wäre am liebsten mit 180 Stundenkilometern über den Kurs gefahren. Mir wurde auf der Strecke klar: In meinem nächsten Leben werde ich Rennfahrerin.“
Kult statt PS-Monster: Drift-Ass Hountondji lässt den Trabi qualmen
Normalerweise lässt Elias Hountondji BMW-Boliden mit über 1.000 PS die Reifen rauchen, am Sonntag tauschte der Red Bull Driftbrother vor dem DTM-Rennen am Sachsenring seine PS-starken BMW-Modelle gegen eine Kultkarosse aus DDR-Zeiten: Mit einem umgebauten Trabant zeigte der gebürtige Ingolstädter eine Drift-Show vor den Fans. Hountondji zählt seit Jahren zu Europas Top-Fahrern im Driftsport und ist normalerweise mit hochgetunten BMW-Modellen wie dem M4 Competition oder dem M2 unterwegs. Die Zuschauer am Sachsenring feierten die ungewohnte Drift-Kombination aus Ostalgie und Motorsport. Auch beim Saisonfinale in Hockenheim dürften sich die Fans auf die Driftbrothers freuen.
Thüringer Olympiasieger Max Langenhan feuert DTM-Piloten an
Olympiasieger Max Langenhan machte sich am Sonntag aus Ernstroda auf den Weg zum Sachsenring, um das 14. DTM-Saisonrennen live mitzuverfolgen. Für den Thüringer war es damit fast ein Heimspiel. Der Rennrodler feierte seinen größten Erfolg 2026 in Mailand-Cortina, wo er im Einsitzer die erste deutsche Goldmedaille dieser Winterspiele holte. Mit dem Schild „Drivers start your engines“ schickte Langehan das Feld in den 14. Meisterschaftslauf. „Als ich die Einladung vom Haupt Racing Team bekam, habe ich mich riesig gefreut. Ich bin großer Motorsport-Fan und gerade in der Schlussphase der Saison wird der Titelkampf ja immer spannender“, sagte Langenhan.
Rennauto statt Trillerpfeife: Dr. Felix Brych erlebt die DTM
Dr. Felix Brych machte am Sonntag eine Stippvisite auf dem Sachsenring. Der ehemalige deutsche Fußball-Schiedsrichter beendete im vergangenen Jahr seine erfolgreiche nationale und internationale Karriere und ist seitdem immer wieder zu Gast bei der DTM. Auch beim vorletzten Rennwochenende genoss Brych die Atmosphäre im Fahrerlager und hatte zudem eine besondere Aufgabe: Am Sonntag überreichte der zweifache Weltschiedsrichter auf dem DTM-Podium dem Siegerteam den Pokal. „Ich schaue unglaublich gern Autorennen und verfolge die DTM schon seit 25 Jahren. Es ist einfach immer toll, live dabei zu sein“, sagte Brych.
Bob-Olympiasieger Jörn Wenzel gibt das Startsignal
Jörn Wenzel genoss am Samstag auf dem Sachsenring seinen ersten Besuch bei der DTM. Der Goldmedaillengewinner im Viererbob bei den Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina schlenderte durch das Fahrerlager und schaute sich die Rennfahrzeuge in den Garagen genau an. „Ich bin motorsportbegeistert, zumal ich als Bobfahrer ebenfalls in einer Rennsportart, wenn auch auf Eis, zu Hause bin“, verriet Wenzel, der als VIP-Gast von DTM-Partner Schaeffler vor Ort war. Sein Fazit: „Die Rennfahrer müssen wie wir an die Leistungsgrenze gehen und blitzschnell die richtige Entscheidung treffen. Trotzdem geht es hier familiär zu und anders als in der Formel 1 ist man viel näher an den Fahrern und den Autos dran. Die DTM ist einfach eine coole Serie.“ Am Samstagmittag gab der Bobfahrer das Zeichen zum Motorenstart und schickte die Fahrer in den 13. Meisterschaftslauf.
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