Karetsas wohl verletzt – Kovac: „Es ist natürlich bitter“ - BVB erneut ohne Sieg – Anton kritisch: „Aktuell reicht es nicht“ - Füllkrug zum erneuten Comeback: „Wir sind ziemlich frei im Kopf“ - Sky Experte Hamann zum VfB: „Vielleicht geht es den Spielern in Stuttgart ein bisschen zu gut“
Unterföhring, 17.10.2026
Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 6. Spieltags der Fußball-Bundesliga bei Sky.
Niko Kovac (Trainer Borussia Dortmund) zur Verletzung von Konstantinos Karetsas: „Das Sprunggelenk ist in Mitleidenschaft gezogen worden. Wir werden die Verletzung jetzt untersuchen. Es ist natürlich bitter, dass er sich nach so kurzer Zeit am Sprunggelenk verletzt.“
Waldemar Anton (Borussia Dortmund) zum Spiel bei Union Berlin: „Nach der Reise am Mittwoch kommen wir nicht so gut ins Spiel. Wir brauchen ein paar Minuten, danach haben wir es eigentlich gut im Griff. Gegen Union ist es immer schwer, Torchancen herauszuspielen. Nichtsdestotrotz hatten wir ein paar und müssen sie am Ende im letzten Drittel besser ausspielen. Das hat heute leider gefehlt. Wir haben eigentlich gut verteidigt. Klar, am Ende macht Union durch die Standardsituationen noch ein bisschen Druck. Aber wir hatten die Möglichkeiten, die wir brauchten. Wir müssen offensiv einfach besser sein. Aktuell reicht es nicht.“
Gregor Kobel (Torwart Borussia Dortmund) zu den offensiven Problemen: „Verloren gegangen ist, denke ich, nichts. Was man heute wieder gesehen hat und was wir zu wenig geschafft haben, war, den Gegner vor mehr Probleme zu stellen, ihn mehr zu stressen, mehr die Tiefe zu attackieren und dadurch immer wieder gefährlich zu werden. Das hat uns heute gefehlt. Dann hast du ein 0:0, was extrem bitter ist und wehtut.“
Rani Khedira (Kapitän 1. FC Union Berlin) zur defensiven Stabilisierung nach zuletzt 17 Gegentoren: „Das ist schon ein deutlicher Fortschritt. Wir haben nach der herben Klatsche in München die Länderspielpause genutzt, um an den Dingen zu arbeiten, die uns stark machen. Wir wollen wieder deutlich weniger Gegentore bekommen, speziell zu Hause. Das haben wir jetzt zweimal hintereinander geschafft. Leider haben wir uns heute für das Zu-null-Spiel nicht mit einem Sieg belohnt. Im Januar hat Dortmund hier auf sehr, sehr hohem Niveau gespielt, uns aber auch den Schneid abgekauft. Das wollten wir heute vermeiden. Das ist uns auch sehr gut gelungen.“
Miro Muheim (Torschütze Hamburger SV) ...
… zu seinem entscheidenden Treffer: „Ich habe schon gemerkt, dass ich den Ball sehr gut getroffen habe. In dem Moment konnte ich natürlich nicht sicher sagen, dass er reingeht, aber ich hatte ein sehr gutes Gefühl.“
… zu den Reaktionen seiner Mitspieler: „Unglaublich, alle haben mir gratuliert. Wir sind alle mega happy, dass wir dieses wirklich schwierige Spiel für uns entscheiden konnten.“
… zum Aufschwung nach dem schwierigen Saisonstart: „Wir sind einfach ruhig geblieben und haben jede Woche im Training hart weitergearbeitet. Wir sind sachlich geblieben und haben uns nicht von den Emotionen von außen leiten lassen. Als Einheit sind wir immer besser geworden. Deshalb sind wir jetzt auch auf einem guten Weg.“
… zu seinem emotionalen Jubel an der Eckfahne: „Nach so einem intensiven Spiel fällt unglaublich viel von einem ab. Wir haben auf die Nord gespielt und dann erzielst du in der letzten Minute das entscheidende Tor. Das ist tatsächlich unglaublich. Da müssen die Emotionen einfach raus.“
Deniz Undav (Kapitän VfB Stuttgart) ...
… zur aktuellen Situation des VfB Stuttgart: „Wir haben zwei der letzten drei Spiele gewonnen. Natürlich ist es schade, aber wir müssen uns eingestehen, dass wir gerade keine Spitzenmannschaft sind. Uns fehlt sehr viel von dem, was uns in den vergangenen zwei, drei Jahren ausgezeichnet hat.“
… zu den Unterschieden gegenüber den vergangenen Jahren: „Uns fehlt vieles. In den vergangenen Jahren haben wir solche Spiele noch gezogen und die Chancen reingemacht. Dieses Jahr fällt uns das schwer. Vor allem in der zweiten Halbzeit bauen wir auch ab. Daran müssen wir wirklich arbeiten, um wieder nach oben zu kommen. Wenn nicht, wird es eine sehr, sehr harte Saison.“
Philipp Tietz (Torschütze 1. FSV Mainz 05) ...
… zum Auswärtssieg auf Schalke und den vergebenen Torchancen: „Wir hatten insgesamt viele Chancen. Nichtsdestotrotz haben wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Ein, zwei Tore mehr hätten es durchaus sein können. Aber das ist mir gerade egal. Wir nehmen die drei Punkte mit, und das ist das Wichtigste.“
… zur Atmosphäre in der Veltins-Arena: „Ich habe vor vier Jahren das letzte Mal hier gespielt, damals noch mit Darmstadt 98. Es war wieder eine wunderschöne, wahnsinnige Stimmung. Aber ich darf auch unsere Fans nicht vergessen. 6.000 Mainzer waren hier dabei, die haben wir das ganze Spiel über gehört.“
… zum fünften Tabellenplatz der Mainzer: „Wir sind erst am sechsten Spieltag. Die Tabelle sagt momentan noch gar nichts aus, es ist noch so viel in der Saison zu spielen. Wir wollen versuchen, so weit wie möglich von den unteren Tabellenplätzen entfernt zu sein, damit wir mit dem Abstiegskampf gar nichts zu tun haben. Wenn wir das frühzeitig schaffen, ist das super.“
Miron Muslic (Trainer Schalke 04) zur Niederlage gegen Mainz 05 und den verschlafenen ersten 65 Minuten: „Wenn du in einem Bundesligaspiel die ersten 45 Minuten gefühlt keinen Zweikampf gewinnst, obwohl vorher klar war, dass es ein Spiel der Duelle und Zweikämpfe wird, dann hast du etwas falsch gemacht. Wir haben das einfach nicht gut gemacht. Ohne Überzeugung, ohne die Intensität und Galligkeit in den Zweikämpfen, die uns normalerweise auszeichnet, verschläfst du die komplette erste Halbzeit. Das Positivste daran war, dass wir nur 0:1 zurücklagen. In Wahrheit kann Mainz leicht drei Tore schießen. In der Halbzeit haben wir versucht, Dinge anzupassen und zu verändern, trotzdem verschlafen wir auch die ersten 15 Minuten nach der Pause. Erst als wir mit Energie in die Zweikämpfe gekommen sind, sie angenommen und gewonnen haben, hat man in den letzten 25 Minuten gesehen, wie wir alles daransetzen, den Ausgleich zu erzielen. Aber du kannst in der Bundesliga nicht die ersten 65 Minuten verschlafen.“
Niclas Füllkrug (Doppeltorschütze Werder Bremen) ...
… zum 2:2-Unentschieden nach 0:2-Rückstand: „Wir hätten drei Punkte verdient gehabt. Wir haben über 90 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht, abgesehen von zwei, drei Szenen im Verteidigen. Die tun dann extrem weh, weil die Chancen auch direkt genutzt wurden. Den ersten Treffer macht er überragend. Ich habe sogar gedacht, lass ihn schießen, weil der Winkel nicht besonders gut ist. Aber dann setzt er den Ball oben rechts schön rein. Beim zweiten Gegentor waren wir ein bisschen zu passiv und haben nicht gut verteidigt. Das Gute ist, dass der Spielstand keinen großen Einfluss auf unsere Art und Weise hat, Fußball zu spielen. Wir haben vorher schon gut gespielt und hätten in der ersten Halbzeit mindestens zwei Tore schießen müssen. Am Ende ist das 2:2 mindestens verdient.“
… zur Mentalität der Mannschaft und den wiederholten Aufholjagden: „Wir haben es geschafft, dass uns der Spielstand in unserer Art und Weise, Fußball zu spielen, nicht beeinträchtigt. Wir sind ziemlich frei im Kopf, verlieren weder unsere Kreativität noch unsere Energie, wenn wir ein Gegentor bekommen, und spielen sofort weiter, als wäre nichts passiert. Das ist sehr positiv. Gegen Ende wurde es allerdings etwas wild und zu offen. Da hatte ich kurz Sorge, dass wir noch ein Gegentor kassieren, weil so etwas häufig bestraft wird. Insgesamt war das heute ein Schritt nach vorne in unserer Art und Weise, über 90 Minuten Fußball zu spielen. Leider aber kein Schritt nach vorne bei der Punkteausbeute.“
Robin Fellhauer (FC Augsburg) zur 3:4-Niederlage bei der SV Elversberg: „Wir wussten, was auf uns zukommt, und haben die ganze Woche darüber gesprochen. Dann so in ein Spiel reinzukommen, macht es natürlich schwer. Dass am Ende so ein Spiel dabei herauskommt, finde ich Wahnsinn.“
Vincent Wagner (Trainer SV Elversberg) ...
… zum 4:3-Erfolg gegen den FC Augsburg: „Am besten hat mir gefallen, dass wir am Ende ein Tor mehr als der Gegner geschossen haben. So simpel ist es.“
… zu den gelungenen Offensivaktionen seiner Mannschaft: „Es bereitet uns Freude, solche Aktionen zu sehen. Heute haben wir die Pässe zwar nicht immer, aber häufiger gefunden. Das wäre in den vergangenen Spielen auch möglich gewesen. Zu Hause tun wir uns damit etwas leichter, da geht die Post noch einmal ein bisschen mehr ab.“
… zum Verbesserungspotenzial trotz des Sieges: „Wenn es darum geht, mit Liebe und Freude Fußball zu spielen, sind wir weit vorne. Aber bei der Cleverness haben wir noch ordentlich Aufholbedarf. Das wird in dieser Liga häufiger bestraft. Heute hatten wir auch ein bisschen Glück.“
Manuel Baum (Trainer FC Augsburg) zum nicht gegebenen Handelfmeter: „Da geht der Elversberger Spieler wie ein Torwart hin und bekommt den Ball an den Arm. Für mich ist das ein klarer Elfmeter. Nichtsdestotrotz haben wir größtenteils selbst dazu beigetragen, dass wir dieses Spiel verloren haben.“
Sky Experte Dietmar Hamann ...
... zum erneuten Rückschlag für den BVB: „Die letzten zwei Spiele sollten und dürfen nicht passieren. Sie schenken ein 2:0 in der 85. Minute gegen Bremen her und verlieren zwei Punkte, dann waren die ersten 60 Minuten in Norwegen von der Einstellung zu wenig. Das heute kann passieren. Union hat das Gesicht wie heute selten gezeigt, aber es war das Union, wie wir Union kennen. Wenn du dich vorne schwertust, musst du den Punkt mitnehmen. Das haben sie gemacht.“
… zur starken Form des HSV: „Die Reaktion, die sie nach dem schlechten Saisonstart gezeigt haben, ist einzigartig. Erstaunlich ist, dass sie nach sechs Spielen und neun Punkten ein Torverhältnis von -9 haben. Sie haben mit ihren sechs Toren es geschafft, neun Punkte zu holen. Das ist auch Effizienz.“
… zur Kritik von Undav: „Er trägt seinen Teil dazu bei, weil er nicht die Form aus dem letzten Jahr hat. Ein Stiller verkauft sich auch unter Wert. Sie haben jetzt nach sechs Spielen sechs Punkte und das ist natürlich nicht ihr Anspruch. Ich habe das Gefühl, dass die Stuttgarter am Scheideweg stehen. Sie haben viele Spieler, die im Sommer hätten wechseln können, aber dageblieben sind. Vielleicht geht es den Spielern in Stuttgart ein bisschen zu gut. Im Moment fehlt mir der Wille und der Hunger.“
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