17.12.2021
Motorsport

ADAC Formel 4-Champion Oliver Bearman: Vertrag bei Ferrari

Bearman bei der Übergabe des Meisterpokals
Bearman bei der Übergabe des Meisterpokals

Oliver Bearman im Interview - Nach dem ADAC Formel 4-Titel: In Ferrari Driver Academy aufgenommen - „Ich hoffe, dass ich eines Tages neben Hamilton & Co. vor britischen Fans fahren kann!“

Bearman macht die Meisterschaft am Nürburgring perfekt
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Bearman macht die Meisterschaft am Nürburgring perfekt
In sechs Rennen fuhr Bearman als Erster über die Ziellinie
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In sechs Rennen fuhr Bearman als Erster über die Ziellinie
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München, 17.12.2021

Die meisten Rennsiege, die meisten Poles, die meisten schnellen Runden. Oliver Bearman (16, Großbritannien) hat die Saison 2021 der ADAC Formel 4 geprägt. In einem spannenden Finish setzte sich der junge Brite im Van Amersfoort Boliden vor seinem schärfsten Konkurrenten, Tim Tramnitz (17, Hamburg) durch. Der nächste Karriereschritt ist vorprogrammiert. Seit kurzem ist Bearman Mitglied der Ferrari Driving Academy.


Formel 4 am Nürburgring ist nur wenige Wochen her. Hast du deinen Erfolg schon realisiert?

Oliver Bearman: „Es war eine wirklich intensive Saison. Ich habe das Gefühl, dass ich in den letzten beiden Wochen, in denen sich die Dinge beruhigt haben, zurückblicken und die erstaunlichen Dinge genießen kann, die Van Amersfoort Racing und ich in diesem Jahr erreicht haben. Es war eine wirklich hart umkämpfte Meisterschaft, und ich bin enorm glücklich, dass ich mir den Titel sichern konnte!“ 


Die Pandemie schränkt uns natürlich alle ein, hattest du dennoch die Möglichkeit deine Meisterschaft zu feiern?

OB: „Ich konnte zu Hause in Großbritannien mit meiner Familie und meinem Team feiern. Außerdem stehe ich in regelmäßigem Kontakt mit meinem Ingenieur und dem VAR-Team. Es war ein ganz besonderes Jahr, das wir gemeinsam erfolgreich gestalten konnten und daher alle sehr genossen haben.“


Schaut man sich die Statistiken an, warst du in dieser Saison überall die Nummer eins. Die meisten Poles, die meisten Rennsiege, die meisten schnellsten Runden. Was war aus deiner Sicht der Schlüssel für diese Erfolge?

OB: „Danke für das Lob! Ich habe vor jeder Veranstaltung viel Zeit damit verbracht, mich im VARHauptquartier am Simulator vorzubereiten, On-Board-Daten zu studieren und zu prüfen. So hatte ich, wenn ich an der Strecke ankam, einen wirklich klaren Plan, was nötig ist, und konnte mich voll auf die Umsetzung konzentrieren. Dank meiner großartigen Beziehung zu meinem Team und meinem Ingenieur, konnten wir das Auto auf jeder Strecke wirklich optimal entwickeln.“


Bis zum letzten Rennen herrschte zwischen dir und Tim Tramnitz ein spannender Fight um die Meisterschaft. Hilft es, einen Rivalen zu haben, der einen über die ganze Saison ans Limit pusht?

OB: „Auf jeden Fall. Tim und US Racing haben in dieser Saison einen großartigen Job gemacht. Sie haben mich wirklich extrem gefordert. Ich bin mir sicher, dass wir uns über das ganze Jahr durch all die engen Kämpfe gegenseitig auf ein höheres Niveau gepusht haben.“


Neben dem Fahrertitel hat Van Amersfoort Racing auch die Teamwertung und die Rookiewertung gewonnen. Bist du stolz, Teil einer solchen Erfolgsstory zu sein?

OB: „Ich bin wirklich richtig stolz! VAR-Teamchef Rob Niessink hat bestätigt, dass es die beste Saison in der Geschichte des Teams war, und ich bin so stolz darauf, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte. Van Amersfoort Racing ist ein erstaunliches Team mit wahnsinnig engagierten Mitarbeitern. Alles, was sie in diesem Jahr erreicht haben, ist hochverdient.“


Es war dein zweites Jahr in der ADAC Formel 4. Was hast du in dieser Zeit gelernt?

OB: „Vor dem Start der ADAC-Formel-4-Saison 2020 hatte ich nur eine Handvoll Tage in einem Formel-4-Auto verbracht. Schon in meinem ersten Jahr habe ich so viel gelernt, dass es schwer ist, einzelne Punkte herauszugreifen. 2021 war es mein Ziel, die ganze Saison über so konstant wie möglich zu sein und an jedem Wochenende das Maximum zu erreichen, ohne dabei das große Ganze, die Meisterschaft, aus den Augen zu verlieren. Das Gleichgewicht zwischen Aggression und Risikobereitschaft während der Reverse-Grid-Rennen war etwas, auf das ich mich wirklich konzentriert habe. Ich bin mir sicher, dass ich damit einen großen Schritt nach vorne gemacht habe und mir das während meiner gesamten Karriere helfen wird.“


Ein junger Brite, der Erfolge im Formelsport feiert. Da fallen Parallelen zu Weltstars wie Lewis Hamilton, Lando Norris oder George Russell natürlich leicht. Machen dir die Erfolge, besonders von Lando und George, Mut, als junger Fahrer den gleichen Weg zu gehen?

OB: „Es ist sehr schön, mit solchen Fahrern verglichen zu werden, da sie es bis an die Spitze des Formel-1-Sports geschafft haben. Das ist auch mein Ziel. Motorsport und insbesondere die Formel 1 sind in Großbritannien sehr populär. Ich hoffe, dass ich eines Tages neben diesen Jungs vor den britischen Fans fahren kann!“


Wo werden wir dich im nächsten Jahr sehen und was sind deine Ziele?

OB: „Wo und mit wem ich Rennen fahren werde, überlasse ich der Ferrari Driver Academy und meinem Managementteam. Persönlich konzentriere ich mich darauf, mental stärker und physisch fitter zu werden, um in der Saison 2022 bereit zu sein, ein schnelleres und größeres Auto zu beherrschen.“


Du bist seit kurzem Mitglied der Ferrari Driver Academy. Was erhoffst du dir aus dieser Zusammenarbeit?

OB: „Der Wechsel zu Ferrari ist etwas, worauf ich sehr stolz bin. Für mich ist Ferrari das legendärste Team in der Geschichte des Motorsports, und ich freue mich sehr, ab sofort dazuzugehören. Im FDATeam arbeiten so viele erfahrene Top-Profis, dass ich zuversichtlich bin, dass sie mich in jedem Bereich verbessern werden.“


Bitte vervollständige diesen Satz: In drei Jahren, ist es mein Traum...

OB: „… in der Formel 1 für die Scuderia Ferrari Rennen zu gewinnen!“


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