Halle/Westfalen, 21.06.2026
105.500 Besucherinnen und Besucher haben an den neun Turniertagen die TERRA WORTMANN OPEN in Halle/Westfalen besucht. „Die 33. Auflage des Rasenklassikers war ein Turnier, das die Fans noch lange in Erinnerung haben werden“, sagte Turnierdirektor Ralf Weber (62) bei einer Medienrunde vor dem Finale.
„Ein deutscher Superstar für 15 Euro – wo, außer bei uns, bekommt man das schon?“
Mit dem Zuschauerzuspruch sind die Organisatoren mehr als zufrieden: Im Vergleich zum Vorjahr kamen zwar „nur“ 300 Fans mehr – angesichts der Tatsache, dass es in dieser Turnierwoche diesmal aber keinen Feiertag gab, bewerten sie den Wert als äußerst erfreulich.
Bereits der Auftakt des Hauptfeldes am Montag sorgte für einen Besucheransturm, den es seit der Premiere der ATP-Veranstaltung im Jahr 1993 noch nie gegeben hat. „Am Montag durften wir 12.500 Zuschauer begrüßen – so viele wie noch nie“, freut sich Weber. Er erklärt: „Viele Fans haben sich spontan noch ein Groundticket gekauft, um Alexander Zverev im Doppel zu sehen. Ein deutscher Superstar für 15 Euro – wo, außer bei uns, bekommt man das schon?“
Seit 2015 hat Zugpferd Zverev nur einmal gefehlt
Zweifellos war Alexander Zverev – insbesondere nach seinem Sieg beim Grand-Slam-Turnier in Paris – das Zugpferd der Veranstaltung. Die deutsche Nummer eins gehört zu den Spielern, die dem Haller Turnier in den vergangenen Jahren seit 2015 immer die Treue gehalten haben. Nur im Jahr 2022, als sich Zverev in Paris eine komplizierte Bänderverletzung im Sprunggelenk zugezogen hatte, musste der DTB-Star absagen.
„Umso schöner war es jetzt natürlich, dass Sascha nach seinem ersten Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier direkt bei uns aufgeschlagen hat. Seine Ehrung war für uns eines der Highlights des Turniers“, betont Ralf Weber.
Auch an sportlichen Höhepunkten mangelte es bei den 33. TERRA WORTMANN OPEN nicht. „Die Qualität des Spielerfelds sucht in den Turnieren der 500er-Kategorie ihresgleichen“, sagt Weber und kann seine These anhand von Zahlen belegen. Acht der 13 besten Spieler der Weltrangliste haben in diesem Jahr in Halle aufgeschlagen, fünf davon sind bis ins Viertelfinale eingezogen.
US-Amerikaner sollen langfristig gebunden werden
Dass die Stars sich wohlfühlen, beweist auch die Tatsache, dass früh ausgeschiedene Profis wie Learner Tien, Andrey Rublev oder Alexander Bublik, die komplette Woche in Halle geblieben sind, um sich bestmöglich auf das Turnier in Wimbledon vorzubereiten.
Sportlich haben die Macher des Haller Turniers einmal mehr ein gutes Näschen bewiesen und in Ben Shelton, Taylor Fritz und Frances Tiafoe neue Gesichter verpflichtet, die Erfolg und attraktives Spiel perfekt verbinden. „Die Jungs haben mir Spaß gemacht. Besonders Bens spielerische Art kommt gut an. Er war sofort ein Publikumsliebling“, stellt Weber fest. Er hofft, dass Shelton und Co. Geschmack am ostwestfälischen Turnier gefunden haben: „Wir möchten gerne langfristig mit ihnen zusammenarbeiten. Mit Bens Vater Bryan stehe ich auch schon in gutem Kontakt“, sagt Weber, der die Gespräche nach der Rasensaison intensivieren will. Auch mit dem Management von Jannik Sinner hat sich Weber nach Wimbledon noch einmal zu Gesprächen verabredet. Die beiden Topgesetzten Alexander Zverev und Felix Auger-Aliassime stehen auch für das kommende Jahr noch unter Vertrag.
Elfstündiger Tennismarathon mit Night Session
Für alle eingefleischten Tennisfans gab es am Donnerstag noch ein zusätzliches Highlight. Weil drei der vier Viertelfinal-Spiele in drei Sätzen entschieden werden mussten und auch der Zwei-Satz-Sieg von Alexander Zverev gegen den Belgier Raphael Collignon fast zwei Stunden dauerte, bekamen die Zuschauerinnen und Zuschauer von 11.30 Uhr bis 22.45 Uhr – also mehr als elf Stunden – Live-Tennis am Stück auf dem Centre Court zu sehen. Mehr als 1.000 Fans fieberten bei der (ungeplanten) Nightsession bis zum Matchball von Frances Tiafoe gegen Felix Auger-Aliassime mit.
Turnier ist inzwischen ein fester Treffpunkt
„Aber auch für alle, die vielleicht nicht die größten Tennis-Fans sind und einfach nur das Event erleben möchten, war es wieder eine tolle Woche“, hält Sven Wortmann fest. Seit Beginn des Jahres ist der 38-Jährige neben Weber gleichberechtigter Geschäftsführer der OWL Sport & Event GmbH, die die heristo-arena betreibt. Bei seinen vielen Gängen über die Anlage an der Roger-Federer-Allee war Wortmann von der Atmopshäre einmal mehr begeistert: „Die Stimmung auf der Anlage war wieder großartig – wir sind auch abseits des Courts zu einem festen Treffpunkt in der Region geworden.“
Damit das so bleibt, wird aktuell kräftig in die Modernisierung des Stadions investiert. Bereits in diesem Jahr waren die neuen LED-Wände unübersehbar, auch viele Sanitäranlagen sind bereits renoviert. Wortmann betont: „Auch die Digitalisierung spielt für uns eine große Rolle. In diesem Jahr ist der bargeldlose Umsatz von 50 auf 70 Prozent gestiegen.“ Ebenfalls zum Thema Digitalisierung passen die Zahlen aus der Social-Media-Abteilung: So steigerte das Turnier seine Reichweite auf Instagramm von 20 Millionen auf 60 Millionen Aufrufe innerhalb der vergangenen 30 Tage.
Der Kartenverkauf für die 34. TERRA WORTMANN OPEN hat bereits begonnen. Erfreulich: Für einige Kategorien sind die Tickets sogar günstiger geworden. Sven Wortmann: „Uns ist wichtig, dass auch Familien sich einen Tag bei uns auf der Anlage noch leisten können.“
Die 33. TERRA WORTMANN OPEN 2026 in Zahlen
- 105.500 Besucherinnen und Besucher: 300 Tennisfans mehr als im Vorjahr (mit Feiertag in der Turnierwoche)
- 1. Sieg eines US-Amerikaners: Im Finale wird der erste Turniersieger aud den USV ermittelt. Bisher bestes Ergebnis: Mardy Fish 2004 im Finale (0:6, 3:6 gegen Roger Federer). Weitere bekannte Amerikaner in Halle: Andre Agassi (Turnierpremiere als ATP-Veranstaltung im Jahr 1993, für 500 000 Mark Antrittsprämie, Dreisatz-Niederlage gegen Carl-Uwe Steeb). Jimmy Connors (Juni 1995, mit 43 Jahren im Viertelfinale; der Sieg in der zweiten Runde gegen Martin Sinner in Halle war letzter Sieg auf der ATP-Tour).
- 65 Millionen Aufrufe auf Instagram: In den sozialen Medien war das Turnier so erfolgreich wie nie. Alleine auf der Plattform Instagram steigerte das Social-Media-Team der TWO die Klicks von 20 Millionen auf 60 Millionen in den vergangenen 30 Tagen. 18 Mitarbeitende haben sich in der Turnierwoche um die Öffentlichkeitsarbeit gekümmert.
- Ca. 900 Mitarbeitende insgesamt: Davon 545 im Einsatz für Hotel und Arena, 77 als Ballkinder, 96 Personen im Fahr- und Ordnungsdienst in der Arena. Hinzu kommt noch der Sicherheitsdienst.
- 1,6 Tonnen Erdbeeren: In der Turnierwoche haben die Gäste in Halle 1,6 Tonnen Erdbeeren (lose Früchte und in Kuchen verbacken), eine Tonne Spargel, eine Tonne Roastbeef und ein Tennisfeld Kuchenstücke (etwa 195 m²) verspeist. Erdbeeren und Spargel kommen schon seit Beginn der Turniergeschichte vom Hof Große Wächter aus Verl, das Catering wird vom Court Hotel und von der Agentur Hoch2 übernommen.
- 120.000 Kilometer mit dem Polestar: Die 30 Mitarbeitenden im Fahrdienst fuhren Spieler und Ehrengäste mit Autos des Sponsors Polestar in den Turniertagen (vom 10.-22. Juni) 120.000 Kilometer. Sie waren für etwa 600 Fahrten im Einsatz.
- 11 Stunden Tennis auf dem Centre Court: Am Viertelfinal-Freitag gab es von 11.30 Uhr bis 22.45 Uhr Live-Tennis am Stück auf dem Centre Court. Mehr als 1.000 Fans fieberten bei der (ungeplanten) Nightsession bis zum Matchball von Frances Tiafoe gegen Felix Auger-Aliassime mit. Alle Hauptfeldspiele zusammenaddiert boten etwa 70 Stunden Live-Tennis.
- 22 Stände zur Verpflegung: Die Möglichkeiten zur Verpflegung sind noch einmal aufgestockt worden (im Vorjahr 16) und bieten ein breites Angebot – von Bratwurst bis zur Antipasti-Platte oder Trüffel-Pasta aus dem Parmesanlaib.
- 2000 neue Parkplätze: Nach den Rückmeldungen aus den Vorjahren haben die Veranstalter neue Parkplätze angemietet. Diese liegen zwar etwas weiter entfernt vom Stadion, dafür gibt es einen kostenlosen Shuttleservice. „Das neue Konzept, das wir gemeinsam mit der Polizei, dem Kreis Gütersloh und der Stadt Halle ausgearbeitet haben, ist voll aufgegangen. Es gab deutlich weniger Verkehrsprobleme“, sagt Ralf Weber.
- 284 Hilfeleistungen des Sanitätsdienstes: Das Deutsche Rotes Kreuz war täglich mit 18 Einsatzkräften auf der Anlage vor Ort und hat in der Turnierwoche 2305 Dienststunden geleistet. Das DRK wurde von vier Ärzten unterstützt. Der Sanitätsdienst leistete in 284 Fällen Hilfe, fünf Besucher mussten ins Krankenhaus.
Kontakt
TERRA WORTMANN OPEN 2026Roger-Federer-Allee 4
DE-33790 Halle, Westfalen
Shari Wessels, Pressesprecherin
+49 (0) 52 01/ 89 50
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