Hoeneß zur langen Kabinenansprache: „Eine Situation, in der man direkt einwirken muss“ - Hoeneß zur Einstellung seiner Mannschaft: „So gewinnst du keine Spiele“ - Gladbachs Trainer Blessin zur Leistung von Mohya: „Das war wirklich top“ - Sky Experte Mustafi zur Borussia: „Hut ab vor der Mannschaft“
Unterföhring, 23.10.2026
Die wichtigsten Stimmen zum Freitagabendspiel des 7. Spieltags der Fußball-Bundesliga zwischen VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach (2:3) bei Sky.
Sebastian Hoeneß (Trainer VfB Stuttgart) ...
… zu seiner Ansprache in der Kabine nach der Niederlage: „Was ich der Mannschaft gesagt habe, werde ich natürlich nicht verraten. Das bleibt in der Kabine. Aber das ist selbstverständlich eine Situation, in der man direkt einwirken muss.“
… zu den Gründen für die 2:3-Niederlage gegen Gladbach: „Das ist aus meiner Sicht der Klassiker. Du spielst gegen einen extrem ersatzgeschwächten Gegner und es gibt einen entscheidenden Moment, der bestimmt, in welche Richtung das Spiel geht. Ramon schießt den Ball über das Tor. Ich gehe davon aus, das ist natürlich hypothetisch, dass es danach eher darum gegangen wäre, ob Gladbach auch mental noch dagegenhalten kann, wenn er diese Chance nutzt. Wir machen das Tor aber nicht und lassen den Gegner wieder ins Spiel kommen. Erst einmal ein großes Kompliment an Gladbach. Sie sind 128 Kilometer gelaufen, einige Kilometer mehr als wir, haben eine echte Wagenburg-Mentalität gezeigt und alles reingehauen. Aus unserer Sicht lief es am Anfang vielleicht zu gut. Dann lässt du durch einfache und unnötige Ballverluste sowie verlorene 50:50-Duelle den Gegner nach und nach wieder ins Spiel kommen. Spätestens nach dem 1:1 war das Spiel offen. Wir haben es heute nicht mehr geschafft, ins Spiel zurückzufinden. Es wurde hektisch und wild. Das lag an den Gladbachern, die extrem gekämpft haben, aber auch an uns selbst. Wir haben es nicht mehr geschafft, strukturiert zu spielen. Teilweise haben wir zu viel nach hinten gespielt und uns zu häufig nach hinten statt nach vorne freigelaufen. Da hat das Nachdenken angefangen. So kann ein Fußballspiel laufen.“
… zur Gesamtleistung: „Aber wir haben insgesamt zu wenig gemacht, das muss klar sein. Wir haben verdient verloren und Gladbach hat verdient gewonnen. Sie haben sich diesen Sieg erarbeitet und erkämpft. Wir haben nicht mehr ins Spiel zurückgefunden und zu wenig investiert. So gewinnst du am Ende keine Spiele. Das muss die Erkenntnis aus dem heutigen Abend sein.“
… zur umfangreichen Rotation nach dem Champions-League-Spiel: „Es ist für mich normal und nachvollziehbar, dass diese Frage kommt. Wenn die Rotation nicht funktioniert, war es eben die falsche Entscheidung. So einfach kann Fußball sein. Ich habe vor dem Spiel schon gesagt, wie auffällig die vielen Verletzungen unter der Woche waren. Wir hatten mit Josha selbst einen Ausfall. Das bleibt unabhängig vom Ergebnis so. Fakt ist aber, dass es heute nicht aufgegangen ist, obwohl wir eine sehr gute Anfangsphase hatten, an der auch Spieler beteiligt waren, die am Dienstag noch nicht gespielt hatten. Unterm Strich war es aber eine mannschaftliche Leistung. Da geht es nicht nur um die neuen Spieler, sondern auch um die, die bereits am Dienstag auf dem Platz standen. Wir sollten da nicht unterscheiden. Die Entscheidung ist nicht aufgegangen, wir haben verloren und deshalb wird sie kritisiert. Das muss ich akzeptieren.“
… zu den notwendigen Konsequenzen für seine Mannschaft: „Für eine Wagenburg-Mentalität ist es mir noch zu früh. Aber wir brauchen Mentalität und die grundlegenden Tugenden in jedem Fußballspiel. Das war vor 50 Jahren so und wird in 50 Jahren genauso sein. Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass wir jetzt schnell damit anfangen, uns wieder ans Limit zu bewegen.“
… zu den sechs Veränderungen in der Startelf (vor dem Spiel): „Du musst diese Woche für sich betrachten. Josha Vagnoman musste aufgrund einer Verletzung vom Platz und wird ausfallen. Wir haben auch die anderen Spiele verfolgt, es gab sehr viele Ausfälle. Dazu haben wir einige Spieler, die schon viele Spiele in den Beinen haben. Deshalb nutzen wir diese Partie auch aufgrund des Vertrauens, das wir in die anderen Spieler haben, aber natürlich auch zur Belastungssteuerung. Aus meiner Sicht ist es nur konsequent, das so zu machen.“
… zur notwendigen Rotation innerhalb des Kaders (vor dem Spiel): „Wir werden aufgrund der Anzahl an Spielen zwangsläufig alle Spieler brauchen. Das ist keine leere Floskel, die man der Mannschaft sagt, damit alle mal kurz lächeln. Das ist einfach so. Atakan Karazor ist ein Beispiel. Bei ihm haben wir schon früher angefangen. Er hat das erste Spiel nach der Länderspielpause gemacht und bestreitet jetzt, glaube ich, schon seine dritte Partie.“
… zum Startelfdebüt von Leo Sauer (vor dem Spiel): „Generell können wir viel von ihm erwarten. Ich möchte aber berücksichtigen, dass er seit einigen Monaten nicht mehr so oft von Anfang an gespielt hat. Bei der Nationalmannschaft hatte er einen Einsatz über 60 und einen über 45 Minuten, was sicherlich wichtig war. Trotzdem möchte ich die Erwartungen an den Jungen nicht zu hoch werden lassen. Wir haben uns bei seiner Verpflichtung richtig etwas gedacht und für unsere Verhältnisse relativ viel Geld ausgegeben. Er kann richtig etwas und zeigt das auch im Training. Aber er hat bei uns bisher noch kein Spiel von Anfang an gemacht. Natürlich hoffen wir, dass er jetzt richtig Schwung reinbringt, zeigt, was er kann und uns heute hilft.“
Alexander Blessin (Trainer Borussia Mönchengladbach) ...
… zur überragenden Leistung von Wael Mohya: „Ich habe ihm nach dem Spiel gesagt, dass nicht nur seine Vorlage und sein Tor unbeschreiblich gut waren. Er ist drangeblieben, hatte Balleroberungen und hat wahnsinnig viel gemacht. Er hat sich taktisch sehr, sehr gut verhalten, nachgearbeitet und auch das Zentrum geschlossen. Ich hebe normalerweise ungern einzelne Spieler hervor, aber das war heute wirklich top.“
… zum 3:2-Sieg nach frühem Rückstand: „Wir sind jetzt schon dreimal nach einem Rückstand zurückgekommen. Diesmal haben wir das Spiel aber auch auf unsere Seite gezogen. Wir sind trotzdem drangeblieben, haben immer mehr Vertrauen bekommen, gute Ballgewinne gehabt und eine gute Struktur gefunden. Ich finde, dass wir das 1:1 verdient gemacht haben. In den letzten fünf bis zehn Minuten der ersten Halbzeit hätten wir eigentlich sogar noch das 2:1 erzielen müssen. Die Pause kam in diesem Moment sehr ungünstig. Umso wichtiger war es, dass wir nach der Halbzeit weiter Gas gegeben haben. Jeder hat alles reingeworfen. Wir wollten nach dem Spiel sagen können, dass wir alles abgerufen haben. Das hat die Mannschaft heute super gemacht.“
… zum Moment, in dem das Spiel kippte: „Schon beim 1:1 habe ich gemerkt, dass das Spiel kippt. Stuttgart hatte Schwierigkeiten, sich eigene Momente und Möglichkeiten zu erarbeiten, während wir in unseren Abläufen immer klarer wurden. Wir mussten dabei unglaublich lange Wege gehen, haben aber auch mit beiden Achtern weit nach außen verteidigt. Die Jungs haben wirklich alles reingeworfen. Deshalb haben sie sich den Sieg absolut verdient.“
… zur besonderen Bedeutung des Sieges in seiner Heimatstadt Stuttgart: „Generell ist es erst einmal egal, wo wir die Punkte holen. Wichtig war, dass wir endlich damit angefangen haben und jeder gesehen hat, dass diese Mannschaft lebt und wir noch einiges erreichen wollen. Jetzt dürfen wir uns aber nicht ausruhen, sondern müssen genauso weitermachen. Das Selbstvertrauen wird durch ein solches Spiel natürlich gestärkt. Und in Stuttgart zu gewinnen, ist schon schön.“
… zu Mut und Überzeugung in der schwierigen Situation (vor dem Spiel): „Das geht über die Basics. Wir haben versucht, das unter der Woche noch einmal anzusprechen. Natürlich geht es um Fehlervermeidung und darum, Klarheit im Verteidigen zu haben und keine unnötigen Risiken einzugehen. Diese Stabilität müssen wir jetzt einfach finden. Auch wenn wir einige Ausfälle haben, gilt es nicht zu lamentieren. Wir haben gesunde Spieler, die auf dem Platz stehen und die werden es richten.“
… zum kurzfristigen Ausfall von Kevin Diks (vor dem Spiel): „Ich habe es mit dem Wecker erfahren. Ich dachte eigentlich, es wäre der Wecker gewesen, aber es war Kevin, der mich um sieben Uhr angerufen hat.“
Rouven Schröder (Sportchef Borussia Mönchengladbach) ...
… zum ersten Saisonsieg: „Da fällt einiges ab. Ich glaube, die Jungs haben sich heute maximal belohnt. Wir haben das, worüber wir vorher gesprochen hatten, endlich auf den Platz bekommen. Das erste Gegentor war wieder so typisch für die vergangenen Wochen. Der Gegner hat eigentlich keine richtige Chance, aber dann fällt dieses Tor und du denkst: Es geht schon wieder los. Nach 20, 25 Minuten hat die Mannschaft dann gemerkt, dass wir unsere Chancen bekommen, wenn wir weiter marschieren, so pressen und nachschieben, wie Alex es möchte. Wir sind auch zum ersten Mal richtig gut aus der Halbzeit gekommen. Wir haben heute nicht unverdient gewonnen, weil wir mehr investiert haben und leidenschaftlicher waren.“
… zur Bedeutung des Sieges: „Für die Fans und den ganzen Klub ist es heute einfach ein Durchatmen. Die vergangenen Wochen waren wirklich hart. Aber das kann nur ein Start sein. Wir haben jetzt drei Punkte und sind immer noch Letzter. Das darf man nicht vergessen. Heute dürfen wir den Sieg aber genießen.“
… zur Zusammenarbeit mit Trainer Alexander Blessin: „Du lebst praktisch rund um die Uhr Tür an Tür, versuchst die Dinge zu verändern, sie anzupacken, führst Gespräche und sprichst den Jungs Mut zu. Da sieht man Alex jetzt mit seiner Familie. Die Familien leiden schließlich auch alle mit. Uns hat es heute im Endeffekt keiner zugetraut. Der Trainer hat aber schon im Mannschaftskreis gesagt, dass das nur der Anfang sein kann. Das ist auch unser Anspruch. Ich möchte gar nicht wissen, wie viel die Jungs heute gelaufen sind. Aber genau das ist die Basis.“
… zur möglichen Rückkehr verletzter Spieler: „Das ist erst einmal eine gute Grundlage. So schnell werden die Verletzten allerdings nicht zurückkommen, weil sie auch wieder integriert werden müssen. Aber der Sieg verschafft uns natürlich ein bisschen Luft. Jetzt können wir sagen: Jungs, beeilt euch, werdet wieder gesund. Die Mannschaft möchte in dieser Formation weitermachen. Heute sind wir erst einmal glücklich.“
… zur Leistung des 17-jährigen Wael Mohya: „Wow! Wael ist 17 Jahre alt, das muss man sich einmal überlegen. Wie er hier aufdribbelt, wie er sich ins Spiel einbringt und das zweite Tor vorbereitet hat. Wie frech er ist und wie er nachsetzt. Wael geht wirklich nur dann vom Platz, wenn es überhaupt nicht mehr geht. Da kann man nur sagen: Hut ab! Das ist auch eine Belohnung für den gesamten Klub und die Arbeit in der Akademie. Er ist ein Vorreiter und hoffentlich folgen noch weitere junge Spieler.“
… zu den zahlreichen personellen Ausfällen (vor dem Spiel): „Das ist jetzt schon prekär, keine Frage. Trotzdem wollen wir uns nicht darauf ausruhen oder uns ein Alibi schaffen, indem wir immer wieder auf die zehn Ausfälle verweisen. Es fehlen gefühlt acht Stammspieler. Aber es ist so, wie es ist. Wir vertrauen den Jungs, die da sind. Das geht auch gar nicht anders. Wenn wir nur über die Ausfälle reden würden, was machen wir dann mit denen, die heute auf dem Platz stehen und für uns die Punkte holen sollen? Es ist eine Situation, die sich keiner gewünscht hat.“
… zur Übernahme von Verantwortung in der sportlichen Krise (vor dem Spiel): „Entscheidend ist, dass die Führungskräfte vorangehen. Ich habe auch gesagt, dass die Kritik gerne in meine Richtung gehen kann. Ich finde, wir müssen sie von den Spielern fernhalten. Die Jungs müssen frei sein und versuchen, sich auf dem Platz das zurückzuholen, was ihnen fehlt. Ich nehme die Kritik als Sportchef komplett an und sage auch, dass ich dafür hauptverantwortlich bin. Die Spieler brauchen einen freien Kopf und müssen sich voll und ganz auf den Fußball konzentrieren.“
… zum drohenden Bundesliga-Negativrekord (vor dem Spiel): „Uns interessiert dieser Negativrekord nicht. Man liest das überall, aber damit müssen wir umgehen. Es interessiert viele mittlerweile fast mehr als das Spiel an sich. Wir müssen versuchen, das ins Positive umzumünzen. Niemand setzt auf uns und Stuttgart geht aufgrund des eigenen Anspruchs wahrscheinlich davon aus, dieses Spiel zu gewinnen. Genau das muss uns antreiben. Wir müssen den Spielern sagen: Jungs, keiner rechnet mit uns und genau das ist unsere Chance.“
… zum Verhältnis und zur Unterstützung von Alexander Blessin (vor dem Spiel): „Wer Alex Blessin in den Interviews erlebt, merkt, dass er total klar ist. Er lässt sich von der Situation nicht verrückt machen und möchte die Spieler für sich und vor allem für Borussia Mönchengladbach gewinnen. Er geht die ganze Woche voran, spricht Klartext und ist kritisch, macht den Jungs aber auch Mut. Wir wussten, dass es eine schwierige Saison wird und wir einen Trainer brauchen, der vorangeht. Es ist wichtig, dass die Spieler wissen, dass da zwei Verantwortliche sind, die vorangehen und sich in den Wind stellen. Alex ist stabil und das merkt man gerade in diesen Tagen, in denen immer wieder ein Spieler ausfällt. Dann muss man sich kurz schütteln und überlegen, wie man die Situation verändern kann. Nur so kommt man da wieder heraus.“
… zur Unzufriedenheit der Gladbacher Fans (vor dem Spiel): „Es ist vollkommen klar, dass die Fans nicht glücklich sind. Borussia ist ein Traditionsverein, den die Menschen lieben. Da ist eine solche Reaktion normal. Aber wir sind dafür verantwortlich, dass sich die Situation wieder verändert. Wir müssen Gas geben. Gleichzeitig sind wir sehr intensiv im Austausch mit den Fans. Das ist das Wichtigste, dass dieser Kontakt nicht abbricht. Wir nehmen uns ihre Kritik zu Herzen und versuchen alles, um die Situation zu drehen. Das ist unsere Aufgabe. Wir sind mit den Fans im Dialog und guten Mutes, dass es wieder in die richtige Richtung geht.“
… zu Blessins Kritik am sogenannten Angsthasen-Fußball (vor dem Spiel): „Das war eine emotionale Reaktion nach dem Spiel. Es ist auch gut so, dass man die Dinge anspricht. Das ist elementar, wir sind im Profifußball. Da braucht es eine klare Ansprache. Wenn eine Situation das hergibt, muss man die Mannschaft auch einmal wachrütteln. Keine Sorge, unter der Woche hat er die Spieler, die er gemeint hat, auch wieder aufgebaut und ihnen die entsprechenden Szenen gezeigt.“
Wael Mohya (Torschütze Borussia Mönchengladbach) ...
… zum ersten Saisonsieg: „Das ist auf jeden Fall ein geiles Gefühl. Es wurde auch Zeit. Wir hatten uns vor dem Spiel vorgenommen, heute etwas Zählbares zu holen. Dass das geklappt hat, ist natürlich geil. Dass ich der Mannschaft mit einer Vorlage und einem Tor helfen konnte, ist doppelt so cool. Diesen positiven Schwung wollen wir in die nächsten Spiele mitnehmen.“
… zum frühen Rückstand und zur Reaktion der Mannschaft: „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass nach dem frühen Rückstand nicht ein bisschen das Kopfkino losging. Aber wir sind positiv geblieben und zum Glück noch vor der Halbzeit zum 1:1 zurückgekommen. Danach sind wir überragend aus der Kabine gekommen und haben zwei weitere Tore gemacht.“
… zur Arbeit unter Alexander Blessin: „Er ist meiner Meinung nach ein sehr, sehr guter Trainer. Er sagt uns im Training immer, dass wir einfach kämpfen sollen und der Rest dann von alleine kommt. Heute haben wir endlich unseren ersten Dreier geholt. So soll es auch in den nächsten Spielen weitergehen.“
Moritz Nicolas (Torwart Borussia Mönchengladbach) zu den zahlreichen Ausfällen bei Borussia Mönchengladbach (vor dem Spiel): „Am Ende des Tages muss sich jeder auf sich selbst konzentrieren und versuchen, seine eigene Leistung abzurufen. Dann ist es egal, wer auf dem Platz steht. Jeder muss ans Maximum kommen und dann schauen wir, was dabei herauskommt.“
Nico Kappel (Paralympics-Sieger im Kugelstoßen) zur Teilnahme an der Spendenaktion mit Jonas Deichmann (vor dem Spiel): „Es gab eine Aktion vom Gewinnsparverein in Baden-Württemberg, die sich Move It nennt. Mit dabei waren unter anderem Jonas Deichmann und Cacau. Die sind auch deutlich fleißiger gelaufen als Timo und ich. Ich als Kugelstoßer am wenigsten, aber ich mache ja auch doppelte Schritte. Das heißt, ich bin eigentlich die doppelte Distanz gelaufen. Es geht bei der Aktion darum, Sichtbarkeit für das Ehrenamt und die Vereine zu schaffen. Jonas Deichmann ist 30 Tage lang jeden Tag einen Marathon gelaufen.“
Timo Hildebrand (ehemaliger Torhüter VfB Stuttgart) ...
… zum sozialen Engagement bei der Spendenaktion (vor dem Spiel): „Es geht darum, die Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit für die Aktion noch einmal zu erhöhen. Nico und ich sind beide auch anderweitig sozial engagiert. Wenn man durch so eine Aktion etwas zurückgeben kann, ist das einfach Gold wert.“
… zur Bedeutung der gemeinsamen Laufaktion (vor dem Spiel): „Jonas Deichmann inspiriert Tausende von Menschen. In diesen 30 Tagen sind Tausende Mitarbeiter und andere Teilnehmer bei den letzten vier Kilometern als Community-Run mitgelaufen. Genau darum geht es: Menschen in Bewegung zu bringen und auf das Ehrenamt aufmerksam zu machen.“
… zu seiner gemeinsamen Zeit mit Alexander Blessin (vor dem Spiel): „Er ist ein guter Typ. Wir haben ihn jetzt auch in der Bundesliga bei St. Pauli kennengelernt. Stürmer sind immer etwas Besonderes, genauso wie Torhüter und Abwehrspieler sowieso. Es hat einfach immer Spaß gemacht, mit Alex zusammenzuspielen. Ich bin damals relativ schnell zu den Profis hochgekommen. Acht gemeinsame Spiele sind nicht ganz so viele. Ich hoffe, dass wir dabei mehr Siege als Niederlagen hatten.“
Sky Experte Shkodran Mustafi ...
… zur Reaktion von Borussia Mönchengladbach auf die sechs Auftaktniederlagen: „Am Ende musst du in so ein Spiel aber Energie reinbringen. Und genau das haben die Gladbacher gemacht. Nicht von Anfang an, da haben sie ein bisschen gestruggelt. Man hat die Nervosität und Verunsicherung gesehen. Stuttgart hat Gladbach zu Beginn richtig unter Druck gesetzt, aber irgendwann damit aufgehört. Dadurch haben sich die Gladbacher Stück für Stück nach vorne gekämpft und sich am Ende mit drei Toren belohnt. Deswegen muss man sagen: Hut ab vor dieser Mannschaft, die in einer solchen Situation eine solche Leistung auf den Platz gebracht hat.“
… zur Leistung von Wael Mohya: „Wael hat heute den Eindruck gemacht, dass er nach vorne gehen und pressen wollte. Er ist aber auch zurückgelaufen, hat sich seine Aktionen mit Ball geholt und am Ende sogar ein Tor erzielt. Grundsätzlich brauchte Gladbach Spieler, die Energie auf den Platz bringen, marschieren und Druck machen. Das haben heute alle getan und sich dafür belohnt.“
… zu Alexander Blessins Kritik am Angsthasen-Fußball seiner Mannschaft (vor dem Spiel): „Man muss wissen, wie diese Aussage entstanden ist. Hat er das vorher schon innerhalb der Mannschaft angesprochen oder nicht? Ich habe gehört, dass er die Mannschaft damit konfrontiert hatte und dass es dort kein großes Thema geworden ist. Grundsätzlich ist er der Trainer und weiß, welche Worte er wählen muss und was die Mannschaft gerade braucht. Ich hätte es vielleicht etwas anders formuliert.“
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