Bundestrainer Klopp zu Füllkrugs Chancen beim DFB: „Er ist 33 – das ist nicht meine Schuld“ - Mourinho mit Lob für RB: „Man muss Martin Demichelis und den Leipzigern Anerkennung zollen“ - DAZN-Experte Schweinsteiger zum RB-Coach: „Das könnte für Martin Demichelis schon kritisch werden“
Berlin/München, 21.10.2026
Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus den Partien Bayern München gegen FC Arsenal (2:2) sowie Real Madrid gegen RB Leipzig (4:1) am 3. Spieltag der Ligaphase der UEFA Champions League live bei DAZN.
Vincent Kompany (Trainer Bayern München) ...
… zum 2:2 gegen Arsenal: „Wir sind in einer Phase mit sehr vielen Spielen. Da musst du sofort nach vorne auf die nächste Aufgabe schauen. Arsenal war ein starker Gegner, das haben wir gespürt. Aber wir hatten unsere Momente und einige große Chancen. In den letzten zehn Minuten haben wir gelitten und dadurch haben wir etwas von unserem Momentum verloren. Wir hatten das Gefühl, dass wir dieses Spiel gewinnen können und vielleicht sogar gewinnen müssen. Aber gegen einen so starken Gegner ist das Spiel nie vorbei. Deshalb ist das zweite Gegentor natürlich schade. Die Jungs haben alles gegeben. Es war ein intensives Spiel gegen eine Topmannschaft. Jetzt spielen wir gegen den Tabellenzweiten der Bundesliga und das ist das Wichtigste.“
… zur Rolle von Harry Kane als Spielmacher: „Harry hat einfach das Gespür dafür, in den richtigen Momenten in andere Räume zu gehen. Arsenal hat das heute mit seinen Stürmern ebenfalls gemacht. Das macht es für die Verteidiger unglaublich schwierig, eine klare Zuordnung zu haben. Wenn die Verteidiger herausrücken und Harry ein bisschen Zeit bekommt, kann er unglaublich präzise lange Pässe spielen. Dadurch haben wir einige Male die Tiefe sehr gut genutzt. Vielleicht hätten wir das sogar noch häufiger machen können.“
… zu den Erkenntnissen aus dem Duell mit einer europäischen Spitzenmannschaft: „Wir haben es schon in der vergangenen Saison im Viertelfinale und Halbfinale gesehen: Zwischen diesen Mannschaften gibt es fast keinen Unterschied. Natürlich kannst du am Ende auch deutlich gewinnen, aber meistens entscheiden die Details. Da spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, der Gegner, die eigene Mannschaft und manchmal auch der Schiedsrichter. Der war heute übrigens top. Auf diesem Niveau, bei dieser Qualität, ist einfach jedes Detail wichtig. Das haben wir heute gespürt, aber das wussten wir auch vorher.“
… zu Harry Kanes Chancen auf den Ballon d'Or: „Ich hoffe erst einmal, dass er drei Punkte aus Freiburg mitnimmt. Danach werden wir alle hoffen. Heute hat man wieder gesehen, was für ein Repertoire er hat. Ich muss keine Parteipolitik betreiben und auch nichts verstecken. Ich glaube, was Harry in den vergangenen Jahren am meisten gefreut hat, war, dass er endlich einen Mannschaftstitel gewonnen hat. Wenn er seine Karriere und diese Saison jetzt noch mit einer solchen individuellen Auszeichnung krönen könnte, wäre das etwas Besonderes. Er hat sich das verdient, gerade durch die Art und Weise, wie er für die Mannschaft spielt.“
… zur erneuten Auswechslung von Luis Diaz: „Ich weiß nicht, ob es etwas Schlimmeres ist. Ich glaube nicht, dass es schlimm ist. Aber wenn so etwas zum zweiten Mal passiert, macht man sich natürlich immer ein bisschen Sorgen.“
… zu seinem Gesundheitszustand (vor dem Spiel): „Der Trainer ist heute nicht wichtig, es geht um die Spieler. Aber wir sind alle Menschen und es kann passieren, dass man einen Virus bekommt. Ich habe viel gearbeitet und wenig geschlafen. Irgendwann hat mein Körper gesagt, dass er ein bisschen Ruhe braucht. Die Vorbereitung auf dieses Spiel war trotzdem sehr gut. Ich bin mit voller Überzeugung hier, dass wir die Mannschaft unterstützen und die Ergebnisse holen können, die wir uns wünschen.“
… zur Torwartsituation mit Manuel Neuer und Jonas Urbig (vor dem Spiel): „Wir haben unsere Haltung immer klar kommuniziert. Ich glaube nicht, dass wir das jede Woche wiederholen müssen. Für mich ist es eine gute Sache, dass wir zwei Top-Torhüter haben. Viele andere Mannschaften würden sich das wünschen. Wir wollen aus dieser Situation eine Stärke machen, nichts anderes.“
… zur Situation von Luis Diaz (vor dem Spiel): „Wir befinden uns in einer Phase mit sehr vielen Spielen und wenig Erholungszeit. Da passiert es manchmal, dass etwas aus einem Spiel noch Auswirkungen auf das nächste hat. Luis Diaz sollte gegen Leipzig eigentlich ausgewechselt werden, aber wir hatten unsere Wechsel schon ausgeschöpft. In den letzten 15 Minuten hatten wir etwas Angst, dass etwas passiert sein könnte. Wir hatten Glück, dass er überhaupt wieder dabei sein kann. Er hat nicht vollständig trainiert, aber heute Morgen gesagt, dass er unbedingt dabei sein und spielen möchte. Es ist gut, dass er auf der Bank sitzt. Er kann eine Rolle spielen und wird das wahrscheinlich auch tun, wenn er sich beim Aufwärmen gut fühlt.“
… zu Jonathan Tah und der Bedeutung des gesamten Kaders (vor dem Spiel): „Ich spreche immer sehr deutlich mit den Spielern. Eine wichtige Rolle in so einem Spiel bedeutet nicht immer, von Anfang an auf dem Platz zu stehen. Die gesamte Mannschaft ist wichtig, nicht nur für dieses Spiel, sondern auch für die kommenden Aufgaben. Wir brauchen einfach jeden. Das ist für mich die Priorität.“
Harry Kane (Torschütze Bayern München) ...
… zum 2:2 gegen den FC Arsenal: „Ich glaube, dass wir eine gute Leistung gezeigt haben, besonders zu Beginn der beiden Halbzeiten. Wir sind mit einer hohen Intensität aus der Kabine gekommen, waren gefährlich und haben ein Tor erzielt. Danach hatten wir eine Phase, in der wir die Chance hatten, das Spiel zu entscheiden. Arsenal wirkte müde. Aber in den letzten 15 bis 20 Minuten haben wir uns zu tief zurückgezogen. Es war schwierig, wieder nach vorne zu kommen und wir haben den Ball nicht gut genug gehalten. Dafür wurden wir mit dem Gegentor bestraft. Wahrscheinlich war das Unentschieden am Ende ein gerechtes Ergebnis. Wir hätten vor allem in der zweiten Halbzeit unsere Chancen konsequenter nutzen können. Aber wir haben viele Spiele, einige verletzte Spieler und mussten heute auf wichtige Leute verzichten. Am Ende nehmen wir den Punkt mit und machen weiter.“
… zur intensiven Spielweise von Arsenal: „Es war ein echter Kampf. Sie sind eine sehr körperlich starke Mannschaft und gehen intensiv in die Duelle. Wir haben das über weite Strecken des Spiels gut gelöst. Aber gerade in dieser Phase der Saison, bei der Anzahl an Spielen, kommt es auf jedes kleine Detail an. Heute haben wir wahrscheinlich nicht genug richtig gemacht, um das Spiel zu gewinnen.“
… zu seiner Rolle als Vorbereiter beim Ausgleich durch Alphonso Davies: „Vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir einige Situationen, in denen ich Platz hatte. Mit Phonzy und seiner Geschwindigkeit hinter mir konnten wir gefährlich werden. Es war schön, die Vorlage zu liefern und uns zurück ins Spiel zu bringen. Das war ein wichtiger Moment kurz vor der Halbzeit. Wir hatten einige gute Aktionen, aber über die gesamten 90 Minuten waren es nicht genug.“
… zu seinen Chancen auf den Ballon d'Or: „Wir werden sehen. Vorher haben wir noch ein schwieriges Auswärtsspiel in Freiburg am Sonntag. Ich glaube schon, dass ich zu den Favoriten gehöre. Ich hatte vergangene Saison ein großartiges Jahr, auf das ich sehr stolz bin. Den Ballon d'Or zu gewinnen, wäre fantastisch, keine Frage. Aber die Abstimmung liegt schon länger zurück. Ich kann jetzt nichts mehr daran ändern, sondern muss einfach abwarten, was passiert.“
Tom Bischof (Bayern München) ...
… zum Unentschieden gegen Arsenal: „Wenn du so spät noch in Führung gehst, ist es schon enttäuschend, dass wir am Ende nicht die drei Punkte holen. Wir hatten eine gute Phase in der zweiten Halbzeit, haben uns vorne festgesetzt und gut gespielt. Arsenal ist natürlich eine sehr gute Mannschaft und hat dann ebenfalls Druck gemacht. Leider kassieren wir noch das Gegentor und dann wird es eklig.“
… zu seinem Auftritt auf der großen Champions-League-Bühne: „Es hat sich sehr gut angefühlt. Ich habe mich gefreut, dass ich auf dem Platz stehen durfte. Ich fand, dass wir es als Mannschaft echt gut gemacht haben. Das war eine gute Teamleistung. Natürlich hat nicht immer alles funktioniert, aber wir haben zusammengehalten und alles reingehauen. Gerade in der zweiten Halbzeit hatten wir richtig gute Phasen und hätten unsere Chancen vielleicht noch besser nutzen können.“
… zum Zusammenspiel mit Aleksandar Pavlovic: „Wir sind ein eingespieltes Team. Trotzdem haben wir das natürlich unter der Woche trainiert. Auf dem Platz kommt es aber auch darauf an, wie du die jeweilige Situation wahrnimmst. Ich glaube, das haben wir ganz gut gemacht.“
… zur besonderen Rolle von Harry Kane im Spielaufbau: „Das war auch unser Plan. Harry lässt sich häufig bis auf die Sechserposition fallen, um einen Innenverteidiger herauszuziehen. Jeder weiß, dass Harry einen unfassbar guten Fuß hat und solche Bälle spielen kann. Das tut uns natürlich gut. Dadurch werden andere Räume frei. Wir machen die Räume für Harry frei und er spielt die Bälle, die er immer spielt.“
… zu Harry Kanes Chancen auf den Ballon d'Or: „Ich habe nichts dagegen, wenn er ihn gewinnt. Für mich hat er es auf jeden Fall verdient. Er ist nicht nur ein Stürmer, der Tore schießt, sondern macht unglaublich viel für die Mannschaft, wie man heute wieder gesehen hat. Das gehört für mich auch dazu. Der Pass auf Alphonso Davies war übrigens unfassbar, wirklich geisteskrank.“
Manuel Neuer (Kapitän & Torwart Bayern München) ...
… zu seiner Rückkehr nach der Fußverletzung (vor dem Spiel): „Ich hoffe, dass die Flüssigkeit raus ist. So ganz ohne geht es natürlich nie. Aber ich bin fit, kann spielen und freue mich auf das Spiel.“
… zu seinem Vertreter Jonas Urbig (vor dem Spiel): „Mit Jonas können wir alle einen kühlen Kopf bewahren. Wir wissen, was er draufhat. Dennoch möchte man, wenn man verletzt ist, so schnell wie möglich wieder zwischen die Pfosten und der Mannschaft helfen. Zum Glück ist das heute gegen einen so guten Gegner wieder der Fall. Darauf freue ich mich.“
… zu den Stärken des FC Arsenal (vor dem Spiel): „Sie sind sehr diszipliniert und bei Standardsituationen sehr gefährlich. Sie können schnell umschalten und sind durch ihr Trainerteam sehr gut geschult und vorbereitet. Aber wir haben ebenfalls eine sehr gute Mannschaft. Wir wissen, dass einige Spieler fehlen, trotzdem gehen wir selbstbewusst in die Partie. Wir haben alle Chancen, dieses Spiel zu Hause zu gewinnen.“
Max Eberl (Sportvorstand Bayern München) ...
… zum Gesundheitszustand von Vincent Kompany (vor dem Spiel): „Es gab nicht viele schwerere Aufgaben, als ihn dazu zu bringen, zu Hause zu bleiben. Irgendwann hat Vincent aber selbst gesagt, dass er wirklich mal einen Tag zu Hause bleiben und sich ausruhen muss. Was er dort gemacht hat, kann ich mir vorstellen. Aber zumindest war er nicht an der Säbener Straße. Es hat ihm gutgetan. Jetzt klopfen wir auf Holz, dass es auch stabil bleibt.“
… zur Entwicklung des Bayern-Kaders seit der Niederlage gegen Arsenal (vor dem Spiel): „Wir haben Erfahrungen gesammelt und unseren Kader ein Stück weit breiter gemacht. Dazu gehört auch die Entwicklung von Lenny Karl. Vor einem Jahr hat er gerade erst richtig angefangen, mittlerweile ist er im Grunde schon ein gestandener Spieler. Im vergangenen Jahr war das Spiel gegen Arsenal bis zur 60. Minute relativ ausgeglichen. Dann hat Arsenal dreimal gewechselt, noch einmal richtig Qualität von der Bank gebracht und das Spiel gedreht. Deshalb wollen wir auch heute die Möglichkeit haben, offensiv noch einmal nachzulegen, obwohl einige Spieler fehlen. Dazu gehört auch Lenny.“
… zu den zahlreichen personellen Ausfällen (vor dem Spiel): „Das gehört zu einer langen Saison dazu. Hätten wir diese Ausfälle lieber im Halbfinale der Champions League? Nein! Wir befinden uns in einer sehr intensiven Phase. Mit Leipzig, Freiburg, Dortmund, Magdeburg im Pokal und Atletico kommen noch viele anspruchsvolle Spiele. Da werden wir alle Spieler brauchen. Natürlich leiden wir darunter, dass Michael Olise die Gelb-Rote Karte bekommen hat, aber das Thema ist geklärt. Lucho Diaz fühlt sich momentan nicht so, dass er von Beginn an spielen kann.“
… zu den kommenden Spitzenspielen und der sportlichen Standortbestimmung (vor dem Spiel): „Es ist fast jedes Jahr so, dass im Oktober und November die großen internationalen Spiele und die Duelle gegen die starken Gegner der Bundesliga kommen. Das ist die Jahreszeit dafür. Am Ende des Jahres werden wir wissen, wo wir stehen. Trotzdem ist die Saison dann noch sehr lang. Unsere Richtung ist immer das nächste Spiel und heute wollen wir wieder die richtige Richtung einschlagen.“
Kai Havertz (FC Arsenal) ...
… zum 2:2 beim FC Bayern: „Alles in allem war es vielleicht ein gerechtes Ergebnis. Wir hatten noch die eine oder andere Chance, ein weiteres Tor zu schießen, die Bayern aber genauso. Es war auf beiden Seiten ein Topspiel und ein gutes Spiel für die Zuschauer. Ich glaube, wir können stolz darauf sein, dass wir hier bestanden haben. Wir wissen, dass die Bayern zu den besten Mannschaften Europas gehören. Deswegen sind wir glücklich mit dem Ergebnis, auch wenn wir mehr wollten.“
… zur intensiven Manndeckung des FC Bayern: „Es war Mann gegen Mann über den ganzen Platz. Aber das macht auf jeden Fall Spaß. Das sind Duelle, die man nicht in jedem Spiel hat. Da kommt es besonders auf die Zweikämpfe an. Ich glaube, dass wir die Duelle über die gesamte Spielzeit angenommen haben und gut in den Zweikämpfen waren. Größtenteils hatten wir auch eine ganz gute Kontrolle über das Spiel. Solche Spiele sind immer hart, wenn auf dem gesamten Platz Mann gegen Mann gespielt wird. Aber es hat Spaß gemacht.“
… zum Austausch mit Bundestrainer Jürgen Klopp: „Unmittelbar vor diesem Spiel gab es keinen Austausch. Aber generell ist der Kontakt immer da, ob über WhatsApp, telefonisch oder einfach mit einer Nachricht. Wir haben uns auch in den vergangenen Wochen ausgetauscht.“
Martin Demichelis (Trainer RB Leipzig) ...
… zur 1:4-Niederlage gegen Real Madrid: „Selbstverständlich ist es ein schlechtes Gefühl, weil es wieder eine Niederlage ist. Aber meiner persönlichen Meinung nach hat die Mannschaft heute ein anderes Gesicht gezeigt. Zumindest die erste Halbzeit war gut. Wir hatten unsere Chancen, darunter zwei Riesenchancen. Aber der Torhüter von Real Madrid hat seine Klasse gezeigt. Wenn du gegen eine so gute Mannschaft deine Chancen nicht nutzt, wirst du irgendwann bestraft. Meiner Meinung nach haben wir es nicht verdient gehabt, mit einem 0:1-Rückstand in die Halbzeit zu gehen. In der zweiten Halbzeit hat Real Madrid dann seine individuelle Klasse gezeigt. Ich kann natürlich nicht zufrieden sein. Aber verglichen mit dem Spiel drei oder vier Tage zuvor ist die Mannschaft ganz anders aufgetreten.“
… zur Rückkehr von Christoph Baumgartner: „Ich freue mich sehr für ihn. Er hat lange gekämpft und es war ein sehr emotionaler Moment für ihn. Er hat es verdient, hier im Bernabeu gegen Real Madrid auf dem Platz zu stehen. Deshalb haben wir ihm einige Minuten gegeben. Er ist ein Führungsspieler und bringt sowohl mit als auch gegen den Ball besondere Qualitäten mit. In der vergangenen Saison hat er 15 Tore gemacht und zehn oder zwölf vorbereitet. Diese Zahlen sprechen für sich. Er ist ein Spieler, den wir brauchen.“
… zu den vielen Gegentoren: „Wir haben in den vergangenen Spielen zu viele Gegentore bekommen. Daran müssen wir weiterarbeiten. Mit diesem Thema bin ich nicht zufrieden. Natürlich haben wir gegen Bayern München und Real Madrid gespielt. Aber jetzt müssen wir Gas geben, um wieder ein gutes Spiel zu machen.“
… zur geforderten Reaktion auf das 1:6 gegen den FC Bayern (vor dem Spiel): „Es ist unsere Verpflichtung, heute ein anderes Gesicht zu zeigen. Allein dieses Spiel, dieses Stadion und dieser Gegner sind etwas Besonderes. Am Wochenende haben wir alles schlecht gemacht, sowohl mit als auch gegen den Ball. Deswegen habe ich heute andere Erwartungen an unsere Mannschaft. Du kannst hier verlieren, das ist normal. Aber du musst Fußball spielen. In München haben wir das nicht gemacht.“
Christoph Baumgartner (RB Leipzig) ...
… zur 1:4-Niederlage gegen Real Madrid und der Reaktion auf das Bayern-Debakel: „Ich glaube, dass wir vieles besser gemacht haben als in München, definitiv. Wir haben das Spiel speziell in der ersten Halbzeit total offen gestaltet. Ich glaube sogar, dass wir die gefährlichere Mannschaft waren. Wir haben auch nach dem 0:2 nicht aufgehört. Selbst nach dem 0:3 haben wir noch das 1:3 geschossen und weiter versucht, nach vorne zu spielen. Dann passiert es natürlich, dass du noch ein Gegentor bekommst. Was mich in München von zu Hause vor dem Fernseher gestört hat, war, dass wir uns dort ein bisschen ergeben haben. Dieses Gefühl hatte ich heute definitiv nicht. Wir haben immer versucht, dagegenzuhalten. Am Ende stehen wir trotzdem ohne Punkte da, aber es war eine Reaktion der Mannschaft.“
… zu seinem Comeback nach fast 150 Tagen Verletzungspause: „Es war schon ein extrem emotionaler Tag für mich. Nach so langer Zeit wieder dabei zu sein, ist wunderschön. Dann auch noch ein solches Spiel gegen einen solchen Gegner in der Champions League, da gibt es nichts Cooleres. Es hat sich unfassbar geil angefühlt. Ich glaube, es gibt nichts Schlimmeres für einen Fußballer, als so lange draußen zu sein. Gerade dann auch noch mit einer Weltmeisterschaft, die ich verpasst habe. Deshalb war es sicherlich die schwerste Phase meiner Karriere, wahrscheinlich sogar meines Lebens. Umso glücklicher bin ich, dass ich jetzt zurück bin. Ich muss natürlich trotzdem behutsam vorgehen und ein bisschen Geduld haben. Aber es brennt einfach in mir und es macht unfassbar viel Spaß, wieder auf dem Platz zu stehen.“
Jose Mourinho (Trainer Real Madrid) ...
… zum 4:1-Sieg gegen RB Leipzig: „Es war gut, wirklich gut. Ehrlich gesagt war Courtois entscheidend. Wir wissen, dass er der beste Torhüter der Welt ist. Ich hatte erwartet, dass meine Mannschaft das Spiel von Beginn an stärker kontrollieren würde. Aber man muss Martin Demichelis und den Leipziger Spielern Anerkennung zollen. Sie sind sehr stabil und ambitioniert aufgetreten, haben die Räume gut angegriffen und sich hervorragend bewegt. Die Flügelspieler und Nkunku hinter Romulo haben es uns schwer gemacht. Aber wir haben eben diese besondere Qualität. Wenn unser Motor auf eine höhere Drehzahl kommt, wird es für den Gegner schwierig.“
… zur Entwicklung seiner Mannschaft: „Ich bin erst seit etwas mehr als drei Monaten hier, nicht seit drei Jahren. Aber die Art und Weise, wie wir spielen, ist positiv. Die Champions League gibt den Spielern ein besonderes Gefühl. Gleichzeitig spüren sie den Druck durch die große Geschichte, die Real Madrid in diesem Wettbewerb hat. Die Spieler genießen es. Ich bin sehr glücklich, denn neun Punkte aus drei Spielen sind ein guter Schritt.“
… zum bevorstehenden Clasico gegen den FC Barcelona: „Der Clasico ist der Clasico. Selbst wenn wir heute mit 0:5 verloren hätten, wäre das völlig egal. Der Clasico ist der Clasico. Es ist ein Spiel, auf das die ganze Welt jedes Jahr wartet. Hoffentlich wird es ein großartiges Spiel.“
Yan Diomande (Real Madrid) ...
… zum 4:1-Sieg gegen RB Leipzig: „Es ist immer schön zu gewinnen, gerade solche Spiele. Wir spielen in der Champions League, deshalb ist das Wichtigste, dass wir gewinnen. Genau das versuchen wir immer.“
… zu seinem spektakulären Treffer gegen seinen ehemaligen Verein: „Der Pass kam von Brahim. Ich wollte den Ball zunächst kontrollieren und habe mir dann gedacht: Versuch es einfach. Eine Ballberührung und boom, ab in den Winkel. Das klingt einfach, aber es war schwierig, das muss ich zugeben.“
… zum Wiedersehen mit seinen ehemaligen Leipziger Mitspielern: „Es hat Spaß gemacht, gegen sie zu spielen. Ich hatte eine sehr schöne Zeit in Leipzig. In der Kabine waren alle nett zu mir, weil ich, glaube ich, der Jüngste war. Wir hatten eine gute Stimmung in der Mannschaft. Solche Dinge vergisst man nicht. Deshalb ist es immer schön, die Jungs wiederzusehen und gegen sie zu spielen.“
… zu seinem ersten Clasico gegen den FC Barcelona: „Es ist immer etwas Besonderes, einen Clasico zu spielen. Ich habe mir diese Spiele schon angeschaut, als ich noch ein Kind war. Jetzt bin ich stolz darauf, meinen ersten Clasico selbst spielen zu können. Ich hoffe, dass ich etwas Großartiges zeigen kann und wir das Spiel gewinnen.“
Jürgen Klopp (Bundestrainer) ...
… zur DFB-Aktion „Der beste Tag“ (während der Halbzeit): „Das war wundervoll. Es waren knapp 40 Kinder dabei, ich glaube 38. Eine Mädchenmannschaft aus Nordrhein-Westfalen und eine Jugendmannschaft aus Hessen. Der DFB hat da eine ganz tolle Aktion aufgesetzt. Das war bereits die 100. Veranstaltung und keiner weiß davon. Deswegen bin ich mal hingegangen, dann kommt auch die Presse und die Leute erfahren davon. Es ist wirklich eine schöne Aktion. Das Jugendkonzept des DFB wird vorgestellt, die Trainingsformen werden durchgeführt und es gibt Schulungen für Trainer. Das ist eine sehr, sehr schöne Geschichte.“
… zu seiner Perspektive als Bundestrainer bei solchen Spielen (während der Halbzeit): „Es ist lange her, dass ich ein Fußballspiel einfach nur so angeschaut habe. Natürlich will ich sehen, wie unsere Jungs spielen, gar keine Frage. Aber insgesamt interessiert mich alles am Spiel. Ich habe bis heute nicht abschließend verstanden, was Bayern gegen den Ball macht. Ich will mich einfach weiterbilden. Das ist ein Hybrid, mal gegen den Mann, dann wieder nicht gegen den Mann. Ich bin immer noch ein Lernender, sagen wir es mal so.“
… zur Diskussion über Aleksandar Pavlovic, Tom Bischof und Joshua Kimmich (während der Halbzeit): „Pavlovic und Bischof sind ein Top-Duo, die können überragend zusammenspielen. Ich finde es heute nur absolut pietätlos, wenn wir darüber reden, weil anschließend wieder eine Kimmich-Diskussion daraus gemacht wird. Jo hat heute ganz andere Themen. Joshua Kimmich ist ein überragender Mittelfeldspieler, der in unserem Team immer einen Platz haben wird. Aber wir brauchen mehr als einen Mittelfeldspieler. Das ist nur eine Diskussion in diesem Land, wo es dann heißt: Wenn einer mal nicht anfängt, wird er nie wieder spielen. Das ist wirklich verrückt.“
… zu den personellen Möglichkeiten im Mittelfeld der Nationalmannschaft (während der Halbzeit): „Wir brauchen im Idealfall vier, fünf, sechs Mittelfeldspieler, um auf eine bestimmte Art Fußball spielen zu können. Pavlo und Tom haben es bei uns zusammen super gemacht. Aber das heißt nicht, dass es nicht auch mit Jo Kimmich funktionieren kann, mit Felix Nmecha, Mika Baur oder Yannick Engelhardt. Die haben das auch richtig gut gemacht. Für uns ist wichtig, dass wir wissen, wen wir haben. Wen wir dann aufstellen, ist etwas ganz anderes. Das hängt von der jeweiligen Phase der Saison ab: Wer hat wie viel gespielt, was haben wir für einen Gegner und wer ist in welcher Form? Ein grundsätzliches Thema gibt es überhaupt nicht.“
… zum Auftritt von Serge Gnabry (während der Halbzeit): „Serge war lange verletzt und hat ein bisschen Zeit gebraucht, um wieder reinzukommen. Es gibt sicherlich Leute, die nach dem Spiel sagen werden, dass ein Olise in der gleichen Situation vielleicht ein Tor gemacht hätte. Aber Serge wirkt heute super dynamisch, das Tempo ist wieder da. Er hatte zwei ganz tolle Momente, die er in seinem Leben auch schon mal reingeschossen hat. Heute eben nicht, das kommt vor. Ich bin echt froh, ihn wieder in so einer Verfassung zu sehen, weil das ein großer Schritt in die richtige Richtung ist.“
… zur Beobachtung möglicher Nationalspieler und zu Nicolo Tresoldi (während der Halbzeit): „Wir schauen uns alle an, wir sind ja nicht doof. Natürlich beobachten wir Brügge, natürlich schauen wir nach Bremen. Es gibt überhaupt keine Themen, die es für uns nicht gibt. Mit Tresoldi haben wir gesprochen, wie Mancini auch. Ich finde es komplett in Ordnung, dass die Jungs nachdenken. Aber wir müssen auch niemandem hinterherlaufen. Der Junge muss das entscheiden, wenn er es entscheiden kann, und dann ist das absolut in Ordnung. Ich akzeptiere die Entscheidung. Aber jemanden davon überzeugen zu müssen, für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen, kann ja auch nicht so richtig sein. In dieser Situation sind wir allerdings auch nicht. Nico ist ein toller Junge, der eine super Entwicklung genommen hat und noch ganz viel Entwicklungspotenzial hat.“
… zu einer möglichen Rückkehr von Niclas Füllkrug in die Nationalmannschaft (während der Halbzeit): „Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga ein Tor nach dem anderen, aber er ist 33 - das ist nicht meine Schuld. Wir haben eine Gegenwart, eine mittelfristige Zukunft und eine langfristige Zukunft. In der Gegenwart kann es natürlich funktionieren, mittelfristig unter Umständen auch, langfristig müssen wir sehen. Lionel Messi hat schließlich auch noch mit 39 oder 40 eine WM gespielt. Ich bin erst einmal froh, dass Niclas wieder da ist und so spielt, wie er spielt. Er hatte körperliche Probleme und wirkt im Moment so frisch wie nie zuvor.“
… zur Entwicklung der deutschen Nationalspieler und zur Kaderplanung (während der Halbzeit): „Younes Ebnoutalib hat getroffen, ein ganz, ganz tolles Tor. Einige Jungs haben jetzt getroffen. Flo Wirtz hat toll gespielt und einen Riesenschritt gemacht. Das ist alles hilfreich für uns, muss man klar sagen. Aber am Ende müssen wir uns entscheiden, wie wir spielen wollen. Wenn wir das gemacht haben, schauen wir, wer dazu passt, und dann legen wir los.“
DAZN-Experte Michael Ballack ...
… zum 2:2 zwischen Bayern und Arsenal: „Mit dem Ergebnis können sicherlich beide leben, Arsenal vielleicht sogar etwas besser. Wenn wir ins Detail gehen, haben die Bayern aus meiner Sicht einen Tick mehr investiert, vor allem in der zweiten Halbzeit. Über weite Strecken waren sie dran, auch das dritte Tor zu machen. Wenn das gelingt, ist das Spiel sicherlich entschieden. Dann haben sie aber vielleicht ein bisschen zu passiv gespielt. Arsenal hat das sofort gerochen und mit einer hervorragenden Kombination den Ausgleich erzwungen. Das sind die Momente, die Spitzenmannschaften auszeichnen, besonders Arsenal, das aus wenig sehr viel machen kann. Es war ein durchwachsenes Spiel mit Höhen und Tiefen, aber ein klasse, unterhaltsames Spiel mit Toren. Das war gute Fußballunterhaltung.“
… zu Kai Havertz als Stürmer der deutschen Nationalmannschaft: „Er war heute agil und dynamisch und hatte eine gute Präsenz vorne. Es ist nicht einfach, sich gegen die Körperlichkeit der Bayern-Verteidiger zu behaupten. Aber er hat ein unheimlich gutes Gespür und mittlerweile auch den Körper, den er sich in England angeeignet hat, um sich dort durchzusetzen. Fußballerisch kann er sowieso fast alles, er hat einen hervorragenden linken Fuß. Für ihn ist wichtig, dass er gesund bleibt. Dann kommt das andere von selbst. Für mich ist er momentan auch die Nummer eins im Sturm der deutschen Nationalmannschaft. Einen Besseren haben wir aktuell nicht.“
… zur Bedeutung des Arsenal-Spiels trotz der Bayern-Ausfälle (vor dem Spiel): „Du hast deine Topstars nicht immer zur Verfügung, sondern brauchst auch einen sehr guten zweiten Anzug. Den hat der FC Bayern. Und der muss in solchen Spielen dann auch mal abliefern. Deshalb ist es trotz der Ausfälle eine Standortbestimmung. Es ist wichtig für den Trainer zu sehen, wie abhängig man von einem Michael Olise oder einem Luis Diaz ist. An einem solchen Gegner kannst du dich hochziehen.“
… zur schwierigen Phase von Lennart Karl (vor dem Spiel): „Er hat zwei Verletzungen gehabt, wobei ihm die zweite kurz vor der WM besonders wehgetan hat. Er ist noch sehr jung und so etwas macht natürlich etwas mit einem jungen Menschen. Sein Aufstieg war sehr schnell und steil. Jetzt kommen die Hausaufgaben, jetzt kommt der Alltag. Er muss lernen, damit umzugehen. Die Konkurrenz ist überragend gut und manchmal werden andere Spieler vorgezogen. Das kenne ich selbst aus meiner Karriere. Dann musst du noch mehr machen. Lennart hat überragende Fähigkeiten, das hat er nachgewiesen. Aber ein so junger Spieler braucht auch Zeit, um über kleinere Erfolgserlebnisse, Tore und gute Aktionen wieder seinen Rhythmus zu finden.“
DAZN-Experte Tobias Schweinsteiger ...
… zur Leistung von RB Leipzig trotz der erneuten deutlichen Niederlage: „Die Leistung heute war deutlich stabiler als gegen Bayern München, auch wenn Real Madrid eine andere Art von Fußball spielt. Trotzdem haben die Leipziger in der Defensive weiterhin ihre Probleme. Aber auf der ersten Halbzeit können sie aufbauen. Die war mutig, sowohl mit als auch gegen den Ball.“
… zu den Qualitäten von Real-Neuzugang Yan Diomande: „Das war ein absolutes Traumtor, Wahnsinn. Er nimmt den Ball mit einer Selbstverständlichkeit und trifft ihn mit rechts mit voller Wucht genau in den Winkel. Er ist einfach ein natürlicher Fußballspieler mit einer unfassbaren Qualität. Langsam kommt er bei Real Madrid richtig an. Das könnte ein Spieler sein, der im Februar, März oder April noch einmal den Unterschied machen kann. Genau solche Spieler brauchst du bei Real Madrid. Und ich glaube, dass er das auf jeden Fall im Repertoire hat.“
… zu einer möglichen Trainerdiskussion um Martin Demichelis: „Das könnte schon passieren. Ich glaube, dass man sich die Situation bei RB Leipzig deutlich anders vorgestellt hat, vor allem die Auswärtsauftritte. Jetzt haben sie gegen Bayern München und Real Madrid gespielt. Die nächsten Gegner sind vom Namen her kleiner. Da erwartet man natürlich, vor allem in Salzburg, sechs Punkte und ein Weiterkommen im Pokal. Danach ist Manchester City noch einmal ein Gradmesser. Das könnte für Martin Demichelis schon kritisch werden.“
… zum Umgang von Jose Mourinho mit Vinicius Junior (vor dem Spiel): „Als ehemaliger Trainer kann ich sagen, dass es immer wieder Situationen gibt, in denen Spieler unzufrieden sind und das auch äußern, manchmal sehr extrovertiert. Wenn du dann anfängst, mit diesen Spielern nicht mehr weiterzuarbeiten, hast du irgendwann keine Spieler mehr. Das gehört zum Trainerjob dazu. Und wer könnte so etwas besser handhaben als Jose Mourinho?“
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