Schmedt zur Zukunft von Claar: „Felix Claar wird definitiv bis 2028 in Magdeburg bleiben“ - Lund kritisiert die Schiedsrichter: „Wir sollen auch die Spieler schützen“ - Dyn-Experte Kretzschmar nimmt den THW in Schutz: „So ein Spiel hier in Magdeburg kann man verlieren, das ist nicht schlimm“
Magdeburg, 30.09.2026
Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zur Partie der Opel Handball-Bundesliga zwischen dem SC Magdeburg und dem THW Kiel (32:26).
Gisli Kristjansson (SC Magdeburg) ...
… zum deutlichen Sieg gegen den THW Kiel: „Selbstverständlich war das auf gar keinen Fall. Das war ein richtig, richtig geiler Sieg von unserer Seite und eine richtig geile Leistung. Mir hat die Atmosphäre gefallen. Man hat sofort gemerkt, dass wir da waren. Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute nicht nachgelassen. Das war eine sehr gute Performance.“
… zur Bedeutung der beiden Punkte: „Wenn wir heute verloren hätten, wären wir bei minus vier Punkten gewesen und sie weiterhin bei einem Minuspunkt. Das war ein verdammt wichtiger Sieg für uns. Natürlich kann auch die Vorgeschichte eine Rolle spielen, aber wir wollten heute unbedingt diese zwei Punkte holen.“
Matej Mandic (Torwart SC Magdeburg) ...
… zur Magdeburger Leistung gegen Kiel: „Es war ein großartiges Spiel. Wir haben in der Abwehr richtig gut angefangen und heute gegen eine überragende Kieler Mannschaft nur 26 Gegentore bekommen. Ich glaube, das ist einer der Schlüssel unserer Mannschaft. Wir sind sehr glücklich und machen jetzt weiter. Ich hoffe, dass wir in Zukunft noch mehr solche Spiele zeigen können.“
… zur Motivation nach der langen sieglosen Serie gegen den THW: „Wir wussten, dass wir schon lange nicht mehr gegen Kiel gewonnen hatten. Unser Trainer hat gestern gesagt, dass es fast drei Jahre sind. Das war eine große Motivation für uns. Wir haben genauso gespielt, wie wir es vorbereitet hatten. Wir glauben an unsere Leistung und ich denke, dass wir beide im Tor heute wirklich gut performt haben. Das ist sehr schön und ich hoffe, dass noch viele solche Spiele folgen.“
Bennet Wiegert (Trainer SC Magdeburg) ...
… zur Serie von 27 ungeschlagenen Heimspielen (vor dem Spiel): „Für mich ist ein Sieg nie selbstverständlich. Das kommt manchmal so rüber, aber das ist es nicht. Diese Heimserie ist schon phänomenal, aber sie wird irgendwann brechen. Es ist nicht die Frage, ob sie bricht, sondern wann. Das ist Sport und das macht ihn so interessant. Wir versuchen natürlich, diesen Zeitpunkt so lange wie möglich nach hinten zu schieben.“
… zu den sechs sieglosen Spielen in Folge gegen den THW Kiel (vor dem Spiel): „Wir waren an diesen Tagen nicht die bessere Mannschaft. Relativ einfach erklärt. Kiel macht scheinbar verdammt viel richtig gegen uns. Was genau, kann ich gar nicht sagen, sonst hätten wir es schon geändert.“
Matthias Musche (SC Magdeburg) ...
… zum überraschenden Heimsieg gegen Kiel im Jahr 2013 (vor dem Spiel): „Das Spiel ist auf jeden Fall noch sehr präsent. Das war ein großer Tag für uns. Damals haben wir, glaube ich, eher um Platz sechs, sieben oder acht gespielt. Den großen THW Kiel zu schlagen, war natürlich ein Feiertag hier. Aber ganz ehrlich: Das hat sich bis heute nicht geändert.“
… zum vermeintlichen Angstgegner THW Kiel (vor dem Spiel): „Angstgegner finde ich ein doofes Wort, weil wir trotzdem keine Angst haben. Wir wissen einfach, dass du gegen die Spitzenmannschaften wie Flensburg, Kiel, Magdeburg, Berlin, Gummersbach oder Melsungen 100 Prozent brauchst. Sonst wirst du überall verlieren. Kiel ist eine Top-Mannschaft. Sie haben es in den vergangenen Jahren gegen uns gut gemacht. Trotzdem wollen wir heute wieder gewinnen.“
… zur langen Serie ohne Sieg gegen Kiel (vor dem Spiel): „Im Sport gehören Niederlagen dazu. Das muss man irgendwann schmerzlich lernen. Letztes Jahr sind wir zum Beispiel Deutscher Meister geworden. Da sieht man, dass die Konstanz über eine lange Saison wahrscheinlich wichtiger ist als ein einzelnes Spiel. Aber als Spieler und als Mannschaft gehst du natürlich in jedes Spiel und willst es gewinnen. Das geht Kiel heute so und uns genauso.“
Marc-Henrik Schmedt (Geschäftsführer SC Magdeburg) ...
… zur Serie von zweieinhalb Jahren ohne Sieg gegen den THW Kiel (während der Halbzeit): „Ein Spiel gegen den THW Kiel elektrisiert immer, egal ob du vorher dreimal gewonnen oder verloren hast. Mit dieser Statistik haben wir uns gar nicht so beschäftigt, weil sich das auch schnell wieder drehen kann. Aber SCM gegen THW und umgekehrt ist immer ein Spitzenspiel. Das elektrisiert hier alle.“
… zu den Gerüchten um Felix Claar und einen möglichen Wechsel nach Aalborg (während der Halbzeit): „Erst einmal ist es gut, dass wir anscheinend sehr, sehr gute Spieler haben, die auf das Interesse anderer Vereine stoßen. Ich kann das aber dementieren: Felix Claar wird definitiv bis 2028 in Magdeburg bleiben. Wir haben auch keinen Kontakt zu Aalborg. Natürlich gibt es immer Gerüchte, das gehört dazu. Aber wir müssen nicht über jedes Stöckchen springen und alles kommentieren. Wir wissen, dass er bis 2028 auf jeden Fall hier ist. Danach schauen wir weiter.“
… zu einer möglichen vorzeitigen Trennung von Felix Claar (während der Halbzeit): „Ich glaube, das ist für ihn überhaupt kein Thema. Wir haben hier in den nächsten zwei Jahren noch eine Menge vor. Danach schauen wir weiter. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das Engagement anschließend noch weitergeht. Aber dazu gibt es jetzt nichts Konkretes zu berichten. Diese Saison und die nächste ist er auf jeden Fall hier in Magdeburg.“
… zu einem möglichen vorgezogenen Wechsel von Thibaud Briet nach Magdeburg (während der Halbzeit): „Wir akzeptieren die Vertragslaufzeit. Die geht nun einmal bis 2028 und wir sind froh, dass wir dieses Signing machen konnten, auch wenn es noch ein bisschen hin ist. Wir werden das genau beobachten. Wir müssen auch schauen, wie sich die Spieler bei uns weiterentwickeln. Welche Rolle spielt Toni, wird er noch dominanter? Was machen unsere Nachwuchsspieler? Wir sind zu jeder Tages- und Nachtzeit handlungsfähig, müssen aber auch nicht alles mitmachen, was uns diktiert wird. Wir werden auch in Zukunft eine schlagkräftige Truppe haben.“
… zur Entwicklung des Transfermarkts im Handball (während der Halbzeit): „Ich bin jetzt im 16. Jahr Geschäftsführer. Damals haben wir um Platz acht oder neun gespielt und da hattest du in der Regel Verträge, die waren befristet und fertig. Wenn wir jetzt aber seit fünf Jahren an der Welt- und Ligaspitze mitspielen dürfen, ist eine Ausstiegsklausel eben auch ein Asset für den Spieler. Das ist nun einmal so. Es ist eine Entwicklung, vielleicht auch ein bisschen in Richtung Fußball. Ablösesummen waren im Handball vor zwei, drei, vier oder fünf Jahren eigentlich noch gar kein Thema. Das wird mehr. Das kann man gut oder schlecht finden, aber es ist so und dem müssen wir uns stellen.“
… zu den wirtschaftlichen Herausforderungen durch frühzeitige Transfers und langfristige Verträge (während der Halbzeit): „Es ist natürlich wichtig, dass man handlungsfähig ist. Wir haben meistens eine Refinanzierung von ein oder zwei Jahren im Sponsorenbereich und bei den Tickets. Wenn man dann aber einen Vertrag zeichnet, der vielleicht erst in zwei Jahren beginnt, muss man versuchen, diese Fristen zusammenzubekommen und auch längerfristige strategische Engagements von Partnern zu berücksichtigen, um handlungsfähig zu bleiben.“
Börge Lund (Trainer THW Kiel) ...
… zum Spiel: „Wir haben gut angefangen. Die Abwehr stand gut, wir waren kompakt und haben die Zweikämpfe gewonnen. Andi hatte seine Paraden und wir hatten gute Chancen. Dann haben wir den Faden verloren und keine guten Chancen mehr bekommen. Dadurch wurde es schwer. Die Halle wurde immer lauter und Magdeburg ist in der Abwehr immer stärker geworden. In der zweiten Halbzeit war es dann, egal was wir gemacht haben, nicht möglich, wirklich an Magdeburg heranzukommen.“
… zu mehreren gefährlichen Aktionen gegen seine Spieler: „Bei drei Fouls in der Luft waren wir erst einmal froh, dass sich niemand schwer verletzt hat. Man muss schauen, ob das alles richtig bewertet wurde. Wir sollen auch die Spieler schützen.“
… dazu, ob er sich bei diesen Szenen andere Entscheidungen gewünscht hätte: „Vom Gefühl auf der Bank waren diese drei Aktionen alle gefährlich: in der Luft und teilweise von hinten in den Arm. Das war unser Gefühl auf der Bank. Aus Sicht der Schiedsrichter wurde es offenbar anders bewertet.“
… dazu, warum er nicht früher gewechselt hat: „Gute Frage. Dann haben wir auch gewechselt. Aber die Spieler brauchen auch das Vertrauen, dass sie nicht nach den ersten Fehlwürfen sofort ausgewechselt werden. Die Chancen waren da. Heute hat es einfach nicht so gut geklappt. Wir haben unsere Struktur und einen breiten Kader. Die Rollen sind klar. Die Spieler brauchen Vertrauen. Egal, wie wir durchwechseln: Heute war es einfach schwer.“
… zur Frage, ob er im Nachhinein andere Mittel hätte wählen können: „Im Nachhinein ist das natürlich die einfache Frage. Aber wir bekommen jetzt kein anderes Ergebnis mehr. Das Ergebnis von heute steht. Man kann darüber spekulieren, was mit anderen Mitteln passiert wäre. Wir müssen aus diesem Spiel lernen und weitermachen. Als Nächstes kommt Gummersbach. Dieses Spiel zeigt uns auch, wie weit wir sind. Magdeburg ist schon einige Jahre in dieser Konstellation zusammen. Wir müssen weiter daran arbeiten, wir haben unsere Ziele und müssen weitermachen.“
Harald Reinkind (THW Kiel) ...
… zur Aufgabe gegen den SC Magdeburg (vor dem Spiel): „Das ist eine schwierige Aufgabe. Sie sind eine richtig starke Mannschaft, spielen gut und schnell. Ich glaube, wir müssen das mit Kampf angehen. In den Spielen, die wir gegen sie gewonnen haben, haben wir sehr hart gespielt. Das müssen wir heute wieder machen, dann können wir sie am Ende schlagen.“
… dazu, warum sich der THW gegen Magdeburg zuletzt so gut geschlagen hat (vor dem Spiel): „Ich weiß es nicht. Manche Mannschaften liegen einem gut, manche nicht. Wenn wir unsere Abwehr gut hinstellen und unsere Torhüter uns mit ein paar Paraden helfen, dann wird es auch für Magdeburg schwierig.“
… zur besonderen Motivation gegen den SC Magdeburg (vor dem Spiel): „Es macht immer Spaß, gegen sie zu spielen. Das ist ähnlich wie beim Nordderby. Es ist etwas Besonderes, man bekommt ein bisschen zusätzliches Feuer und möchte natürlich gerne gegen sie gewinnen. Für solche Spiele braucht man keine zusätzliche Motivation.“
… zum Ausfall von Emil Madsen (vor dem Spiel): „Das ist schade. Es ist ein Mann weniger und er war gerade wieder richtig in Schwung gekommen. Er hat ein paar gute Spiele gezeigt. Jetzt müssen wir anderen mehr arbeiten. Das hat uns ausgezeichnet, dass wir füreinander da sind. Diese Rolle müssen wir jetzt erfüllen.“
Dyn-Experte Stefan Kretzschmar ...
… zum THW nach der Niederlage: „So ein Spiel hier in Magdeburg kann man verlieren, das ist nicht schlimm. Der THW hatte bisher 11:1 Punkte, das ist die erste Niederlage in dieser Saison. Sie haben hier in meinen Augen auch keine völlig desolate Leistung gebracht. Das Ergebnis ist deutlich, aber die Leistung war nicht völlig desolat. Deshalb muss man sie jetzt auch nicht niedermachen. Man muss besprechen, wie man das Angriffskonzept für die nächste Woche angeht.“
… zur Bedeutung des Magdeburger Sieges im Meisterschaftskampf: „Ich würde das gar nicht so pathetisch formulieren nach dem Motto: Wir bleiben die Nummer eins. Aber Magdeburg ist im Meisterschaftsrennen dabei und für mich vielleicht weiterhin der Favorit auf den Titel. Davon würde ich nach dem, was wir zu Beginn der Saison gesagt haben, nicht abweichen. Die Kieler sind konkurrenzfähig, die Flensburger sind konkurrenzfähig. Bei Melsungen muss man schauen. Aber dieses Spiel heute war ein Statement und Magdeburg hat die Aufgabe überragend gelöst.“
… zur Gefahr, die vom THW Kiel für Magdeburg ausgeht (vor dem Spiel): „Die vergangenen Ergebnisse sagen, dass Kiel Magdeburg gefährlich werden kann. Bei Kiel muss aber auch viel zusammenkommen und sie müssen ihr optimales Spiel machen, um Magdeburg in Bedrängnis zu bringen. Das geht vor allem über ihre Rückraumspieler. Das tut der Magdeburger Abwehr häufig weh, wenn die treffen. Kiel ist eine sehr unangenehme und starke Mannschaft, dieses Jahr vielleicht noch ein bisschen stärker. Das wird heute eine harte Aufgabe für den SCM.“
… zum Saisonstart des THW Kiel und dem Ausfall von Emil Madsen (vor dem Spiel): „Kiel steht jetzt bei 11:1 Punkten, das ist völlig in Ordnung. Sie sind ein absoluter Contender, eine Mannschaft, die um die Meisterschaft mitkämpft. So weit sind sie mittlerweile und sie haben eine starke Truppe. Umso bitterer ist der Ausfall von Emil Madsen. Er fehlt ihnen für überraschende Tore und für Alternativen, wenn ein System einmal nicht greift. Er ist ein sehr kreativer Werfer und ein starker Spieler. Jetzt muss Harald Reinkind wieder ran. Er ist die große Konstante beim THW Kiel.“
… zur Bedeutung von Andreas Wolff (vor dem Spiel): „Andi ist Andi. Natürlich hat auch er mal ein Spiel dabei, in dem er nicht so gut performt. Aber er ist der dominante Torwart unserer Zeit. Er hat eine Aura, die ihresgleichen sucht. Was er ausstrahlt, macht dem Gegner Angst. Im Nordderby kommt er für seine Paraden teilweise fünf, sechs Meter aus dem Tor heraus und steht quasi vor dir. Er ist ein super Typ in einer tollen Verfassung und will diesem Spiel natürlich seinen Stempel aufdrücken. Aber Magdeburg wird es ihm schwer machen.“
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