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HBL // Pytlick entscheidet Topspiel in letzter Sekunde für Flensburg: „Ein Kacktor, aber wirklich schön“

Berlins Darj trotz Pleite mit Leistung zufrieden: „Unter dieses Niveau dürfen wir nicht wieder fallen“ - SGF-Sportdirektor Vranjes zu einer möglichen Verpflichtung von Keeper Nielsen: „Das ist nur ein Gerücht“ - Dyn-Experte Hens zu den Champions-League-Ambitionen der Füchse: „Musst jetzt aufpassen“

Flensburg, 18.10.2026

Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zur Partie der Opel Handball-Bundesliga zwischen der SG Flensburg-Handewitt und den Füchsen Berlin (34:33).

 

Simon Möller (Torwart SG Flensburg-Handewitt) ...

… zum Sieg gegen die Füchse Berlin: „Das war ein schweres Spiel. Sie machen das gut, spielen über 60 Minuten Eins-gegen-Eins. Aber am Ende sind wir hier in der Hölle Nord stark. Jetzt bin ich müde, aber die Stimmung heute war überragend.“

… zur dramatischen Schlussphase: „Diese Topspiele sind schwer, das wissen wir. Wir waren vorne, dann lagen wir plötzlich mit zwei Toren hinten. Gegen diese Top-Mannschaften sind die Spiele immer so. Ich habe den Wurf von Simon nicht gesehen, aber es war unglaublich.“

… zu seinem persönlichen Bundesliga-Bestwert: „Diese Stimmung hilft mir unglaublich. Ich spiele sehr gerne in der Hölle Nord und mag diese Atmosphäre. Auch die Stimmung in den anderen Arenen gefällt mir. Mit dieser Atmosphäre spiele ich einfach besser.“

… zum Unterschied zwischen der Bundesliga und der französischen Liga: „Das ist schwer zu sagen. Hier gibt es bessere Spieler und natürlich auch diese besondere Stimmung.“

 

Simon Pytlick (SG Flensburg-Handewitt) ...

… zu seinem spektakulären Siegtreffer: „Ich habe von den Berlinern gehört, dass ein Unterarmwurf kommt und da wusste ich, dass ich vielleicht keinen machen sollte. Ein Kacktor, aber wirklich schön. Ich habe nur eine Lücke gesehen und versuche, dadurch zu werfen.“

… zum Spiel gegen die Füchse Berlin: „Was für eine Werbung für den Handball! Das war ein unglaublich schönes Spiel. Berlin hat in vielen Momenten wirklich gut gespielt. Es war auch für uns ein gutes Spiel. Es ist scheiße, dass wir es am Ende auf so eine Entscheidung ankommen lassen. Aber für uns ist es natürlich gut ausgegangen.“

… zu seiner persönlichen Entwicklung in dieser Saison: „Der große Schlüssel für mich in diesem Jahr ist, dass ich nicht mehr meine ganze Konzentration auf den Angriff lege. Jetzt kann ich zurücklaufen und mich auf die Abwehr konzentrieren, wo ich ebenfalls meine Qualitäten einbringen kann. Das war zunächst etwas schwierig für mich und auch neu. Mittlerweile finde ich mich aber besser zurecht und bin mit meiner Abwehrarbeit am meisten zufrieden. Das zeigt vielleicht auch, wie gut ich mich momentan fühle.“

 

Ljubomir Vranjes (Sportdirektor SG Flensburg-Handewitt) ...

… zu den Verbesserungen im Angriff und in der Abwehr (vor dem Spiel): „Wir haben uns intensiv mit unserer Abwehr und unserem Angriff beschäftigt und darüber gesprochen, wo wir uns verbessern wollen. Im Angriff ging es vor allem darum, technische Fehler zu reduzieren. Wir haben sehr viel individuelle Qualität, aber etwas mehr Struktur schadet nicht. Das hat uns schon geholfen. Auch in der Abwehr haben wir für mehr Klarheit bei den einzelnen Rollen gesorgt.“

… zu den Wechselgerüchten um Emil Nielsen (vor dem Spiel): „Es gibt viele Gerüchte über Emil Nielsen. Ich kann aber sagen, dass ich überhaupt nicht mit ihm gesprochen habe. Das ist nur ein Gerücht, das aus irgendwelchen Gründen in den Medien aufgetaucht ist.“

… zu den Chancen auf eine Verpflichtung von Emil Nielsen (vor dem Spiel): „Emil Nielsen ist einer der besten Torhüter der Welt. Zehn Mannschaften würden ihn sicherlich gerne verpflichten. Dafür brauchst du allerdings auch die finanziellen Mittel. Außerdem hat er noch einen Vertrag bis 2029. Wenn Veszprem finanzielle Probleme bekommen sollte, würden sie ihn meiner Meinung nach trotzdem bezahlen.“

… zum Kontakt mit Emil Nielsen und dessen Berater (vor dem Spiel): „Mit Emil Nielsen hatte ich vor längerer Zeit Kontakt. Warum diese Gerüchte immer wieder auftauchen, kann ich nicht sagen. Natürlich stehen wir mit Beratern in Kontakt und fragen nach, wie die Situation der jeweiligen Spieler aussieht. Emil Nielsen hat aber noch einen Vertrag bis 2029, und ich glaube nicht, dass Veszprem ihn gehen lassen würde.“

 

Rayco Rodriguez (Torwarttrainer SG Flensburg-Handewitt) ...

… zum starken Saisonstart von Torhüter Simon Möller (vor dem Spiel): „Das liegt vor allem daran, wie er jeden Tag arbeitet. Er bereitet sich sehr gut auf die Spiele vor, beschäftigt sich auch danach intensiv mit seiner Leistung und arbeitet hart in den Trainingseinheiten. Natürlich gehört bei einer Parade manchmal auch etwas Glück dazu. Manchmal entscheiden zwei Zentimeter darüber, ob du den Ball hältst oder nicht.“

… zur Zusammenarbeit zwischen Simon Möller und Benjamin Buric (vor dem Spiel): „Die beiden arbeiten sehr gut zusammen. Benko hilft Simon enorm. Im Training sprechen sie immer wieder miteinander, beispielsweise über Technik oder Taktik. Auch während der Spiele tauschen sie sich aus. Das funktioniert wirklich gut.“

 

Max Darj (Füchse Berlin) ...

… zur Stimmung nach der Niederlage: „Es ist schwer, unmittelbar nach so einem Spiel etwas Positives zu sagen. Viele hören in diesem Moment auch gar nicht richtig zu und sind nur sauer über das Ergebnis. Trotzdem war es ein tolles Spiel und ich bin mit unserer Leistung sehr zufrieden. Wir haben in den vergangenen Wochen einige Leistungen gezeigt, die nicht unserem Niveau entsprochen haben. Heute haben wir gezeigt, wie wir spielen können. Darüber bin ich froh.“

… zur Leistungssteigerung seiner Mannschaft: „Wir haben in beiden Halbzeiten Ruhe bewahrt, unsere Absprachen in der Abwehr eingehalten und hart gearbeitet. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Genau das hat uns in den vergangenen Wochen gefehlt. Unter dieses Niveau dürfen wir nicht wieder fallen.“

… zur fehlenden Konstanz: „Wir müssen genau analysieren, was passiert. Sind es individuelle Fehler oder halten wir uns nicht an unsere Absprachen? Da müssen wir mehr Ruhe hineinbringen. Heute hatten wir diese Ruhe, und das hat uns sehr gutgetan.“

… zur aktuellen Situation der Füchse Berlin: „Wir haben schon gute Leistungen gezeigt, aber auch Spiele abgeliefert, mit denen wir nicht zufrieden sein können. Wir versuchen, mehr Stabilität in unser Spiel zu bringen. Daran müssen wir weiterarbeiten und das geht nur über harte Arbeit. Die Saison ist noch lang.“

 

Tim Freihöfer (Füchse Berlin) ...

… zu seinen 14 Treffern gegen Lemgo und 15 Toren gegen Porto (vor dem Spiel): „Ich habe viele Bälle bekommen. Gegen Lemgo waren es noch mehr Siebenmeter, gegen Porto habe ich auch von außen sehr viele Chancen erhalten. Ich profitiere davon, wenn wir mit zwei Linkshändern spielen und besonders von Nils Lichtlein. Deshalb freue ich mich über jeden Ball, den ich bekomme.“

… zu seinen Chancen auf eine Rückkehr in die Nationalmannschaft mit Blick auf die Heim-WM 2027 (vor dem Spiel): „Dazu kann ich nichts sagen, es besteht kein Kontakt. Ich habe in einem Interview alles dazu gesagt. Mein Fokus liegt auf dem Verein. Wir haben noch so viele geile Spiele vor uns, angefangen mit diesem Spitzenspiel in einer großartigen Halle und einer tollen Atmosphäre.“

 

Nikolaj Jacobsen (Nationaltrainer Dänemark) ...

… zu den Qualitäten von Mathias Gidsel (während der Halbzeit): „Wie soll man ihn mit Worten beschreiben? Er ist unfassbar. Er hat ein wahnsinniges Timing, ist unglaublich clever, macht kaum Fehler und trifft fast immer die richtige Entscheidung. Außerdem hat er einen riesigen Akku. Er spielt zweimal die Woche und muss dabei unglaublich viel Verantwortung übernehmen. Ihn mit einem einzigen Wort zu beschreiben, ist unmöglich. Es ist einfach ein Vergnügen, ihm zuzuschauen.“

… zur starken Saison von Simon Pytlick und dessen bevorstehendem Wechsel nach Berlin (während der Halbzeit): „So nah bin ich an der Mannschaft nicht dran. Ich sehe aber von außen, dass Simon eine sehr gute Saison spielt. Er war bislang nicht verletzt, und das hat einen großen Einfluss darauf, wie gut man in seinen Rhythmus kommt. Deshalb würde ich nicht sagen, dass seine Leistungen nur damit zusammenhängen, dass es seine letzte Saison ist. Simon ist ein toller Typ und wird natürlich sein Bestes geben, weil er hier in Flensburg unter Vertrag steht.“

… zum künftigen Zusammenspiel von Pytlick und Gidsel in Berlin (während der Halbzeit): „Ich hoffe, dass sich Deutschland noch mehr Sorgen machen muss. Die beiden haben einen sehr großen Anteil an den Titeln, die wir in den vergangenen Jahren gewonnen haben. Ich hoffe, dass das so bleibt und dass die beiden gemeinsam mit den anderen Jungs Deutschland und auch anderen Ländern weiterhin große Sorgen bereiten.“

… zu einem möglichen WM-Finale zwischen Deutschland und Dänemark (während der Halbzeit): „Deutschland wird bei uns ebenfalls sehr hoch eingeschätzt. Aber ich glaube nicht, dass man in Dänemark davon ausgeht, dass Deutschland und Dänemark im WM-Finale stehen werden. Es gibt sehr viele andere gute Mannschaften. Ich erwarte, dass sowohl Deutschland als auch Dänemark einen sehr harten Kampf mit Frankreich, Spanien, Portugal, Schweden und anderen Nationen bekommen werden. Es gibt einige Mannschaften, die ebenfalls dieses Finale erreichen können.“

… zur Frage, wie Dänemark zu schlagen ist (während der Halbzeit): „Portugal hat bei der Europameisterschaft gezeigt, dass wir nicht unschlagbar sind. Ich weiß, dass man in Deutschland darüber spricht, dass der letzte Sieg gegen Dänemark mittlerweile fast zehn Jahre zurückliegt. Aber dieser Tag wird irgendwann wieder kommen. Ich hoffe natürlich, dass es noch lange dauert. Ob es bei der Weltmeisterschaft im Januar so weit sein wird, kann ich nicht sagen. Wir hoffen darauf und brennen dafür. Wir wollen natürlich den fünften Titel in Folge holen.“

 

Dyn-Experte Pascal Hens ...

… zur Niederlage der Füchse: „Es tut natürlich brutal weh, vor allem mit so einem Freiwurf am Ende. Du hast dich in Flensburg, was eins der schwierigsten Auswärtsspiele ist, echt gut verkauft, warst dran und bist auf ein Unentschieden rangekommen. Dann kriegst du so einen Freiwurf. Jetzt hast du z.B. fünf Punkte Rückstand auf die SG Flensburg-Handewitt. Mit Blick auf den ersehnten Champions-League-Platz am Ende der Saison musst du jetzt aufpassen.“

… zu den gesunkenen Torzahlen der Füchse Berlin (vor dem Spiel): „Die Füchse haben in der vergangenen Saison offensiv überragend funktioniert. Jetzt ist Lasse Andersson nicht mehr dabei. Mathis Langhoff macht seine Sache gut, Nils Lichtlein war zu Saisonbeginn häufig verletzt und ist inzwischen wieder zurück. Das kann erklären, warum Berlin im Durchschnitt zwei Tore weniger wirft. Aber das sind zunächst einmal nur Zahlen.“

… zum Druck auf beide Mannschaften (vor dem Spiel): „Flensburg spielt zu Hause und weiß, dass am Ende jeder Punkt zählt, wenn man in die Champions League will oder um die Meisterschaft spielt. Gerade in Heimspielen sind Ausrutscher eigentlich verboten, auch gegen die direkten Konkurrenten. Deshalb hat Flensburg durchaus Druck. Berlin muss nach der Heimniederlage gegen Lemgo aufpassen, den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.“

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