Fußball

Paderborns Trainer Kettemann nach Aufstieg mutig: „Aufgestiegen ist der Verein schon zweimal, aber drin geblieben noch nicht“

Hecking hadert mit Gelber Karte: „Habe da natürlich eine unterschiedliche Meinung“ - Paderborns Bürgermeister Strate stolz: „Jetzt redet wieder ganz Deutschland über uns“ - Michel optimistisch: „Mit dem Trupp können wir auch die Liga halten“ - Meijer zu Maehle: „Darfst da so nicht reingehen“

Unterföhring, 25.05.2026

Die wichtigsten Stimmen zum Rückspiel der Relegation zur 1. Fußball-Bundesliga zwischen SC Paderborn und VfL Wolfsburg (2:1 n.V.) bei Sky.  

 

Ralf Kettemann (Trainer SC Paderborn) ...

… zu den Momenten nach dem Abpfiff: „So schwer zu beschreiben. Ich habe kurz Ruhe gebraucht. Es war sehr intensiv, sehr tough. Surreal – Ich habe mir schon vorgenommen, wenn es passiert, dass ich mir kurz den Moment gönne, um mal durchzuatmen.“

… zum Aufstieg: „Erst mal spricht für uns, dass wir das Spiel gewonnen haben. Wir haben das geschafft mit Jungs, von denen heute, glaube ich, vier in der Startaufstellung waren, die in der letzten Saison nicht mal Zweite Liga gespielt haben. Aufgestiegen ist der Verein schon zweimal, aber drin geblieben noch nicht. Da müssen wir jetzt schauen, dass wir gute Entscheidungen treffen. Aber die wichtigste Entscheidung ist, dass wir heute Abend wirklich einen durch den Tisch treten. Und morgen auch. Und übermorgen wahrscheinlich auch. Und überübermorgen wahrscheinlich auch noch mal.“

… zur Außenseiterrolle gegen Wolfsburg (vor dem Spiel): „Man muss schon sagen, es ist etwas anderes, weil ein bisschen Pragmatismus schon an der Reihe ist. Das hat nichts mit einer inhaltlichen Verwirklichung von einem Trainer oder Klub zu tun. Man muss gewisse Dinge anpassen, weil die Qualität einfach eine andere ist. Von daher heißt es, ein bisschen Pragmatismus an den Tag zu legen und natürlich die eine oder andere Sache besser zu machen als im Hinspiel.“

… zur Bedeutung eines möglichen Aufstiegs (vor dem Spiel): „Für diesen Moment gibt es nichts Wichtigeres. Wenn ich sehe, was hier los ist, wie viele Leute daran teilnehmen, das ganze Drumherum, wird es wahrscheinlich das Krasseste, was ich hoffentlich zeitnah in den nächsten drei Stunden erleben darf.“

 

Martin Hornberger (Geschäftsführer SC Paderborn) ...

… zum Aufstieg: „Es ist ein Traum, der dritte Aufstieg. Ähnlich gespielt wie damals gegen Aalen 2014. Ich bin so was von glücklich. Ich habe mir immer gesagt: Ich bin jetzt über 25 Jahre beim Verein, ich möchte noch mal aufsteigen, bevor ich im Mai 2028 in Rente gehe. Ich bin so was von scheiße glücklich. Das ist so geil.“

… zur Stimmung: „Es ist einfach klasse. Das Publikum war schon besonders. Es fing mit dem Fanmarsch an, mit fast 4000 Leuten. Alle haben hier heute mitgemacht. Das zeigt, dass Paderborn doch eine echte Fußballstadt ist. Jetzt wird nur noch gefeiert, gefeiert, gefeiert.“

… zum Verein: „Wir danken auch Ralf Kettemann und das ganze Team, was die in diesem Jahr geleistet haben. Aber auch an alle Mitarbeitenden, an die Gremien und, und, und. Wir sind eine echte Gemeinschaft. Das ist so geil hier in Paderborn.“

… zur Bedeutung des Tages (vor dem Spiel): „Es ist für Paderborn ein ganz, ganz besonderer Tag. 2014 war das Wunder von Paderborn, 2019 haben wir ein bisschen gezittert, aber haben es auch geschafft. Seitdem spielen wir sehr sicher in der zweiten Liga immer oben mit und eigentlich sind wir heute dran.“

… zur Ausnahmegenehmigung für das Flutlichtspiel (vor dem Spiel): „Wir hatten am 26. Oktober 2009 hier ein Spiel gegen Arminia Bielefeld, danach gab es Klagen, weil das Spiel um 22:07 Uhr geendet ist und die Sportstättenlärmschutzverordnung sagt: 22 Uhr muss es vorbei sein. Dann ging es vor Gericht und das Verwaltungsgericht Minden hat im Juni 2010 entschieden: Wenn es um die Meisterschaft und um den Aufstieg geht, darf man Ausnahmegenehmigungen bekommen. Deswegen hat der Kreis Paderborn das genehmigt und deswegen fangen wir heute um 20:30 Uhr an.“

… zu möglichen Abendspielen bei einem Aufstieg (vor dem Spiel): „Vielleicht gibt es hier irgendwann mal eine Änderung in der Sportstättenlärmschutzverordnung, dass man das ein bisschen länger machen darf. Das war ja auch in der Zweiten Liga so: Das Samstagabendspiel durften wir auch nicht spielen.“

 

Laurin Curda (Kapitän & Torschütze SC Paderborn) ...

… zum Aufstieg: „Ich weiß nicht, wie viele Tage ich dafür noch brauchen werde. Aber jetzt gerade ist es einfach schön, das zu sehen. Die Bilder hier, hart erarbeitet die Saison. Irgendwie hat gefühlt alles gegen uns gestanden und wir haben es trotzdem geschafft.“

… zu seinem entscheidenden Tor: „Natürlich war es ein bisschen einfacher mit der Roten Karte von Anfang an. Aber wir wollten ruhig bleiben, wir wollten das Spiel ruhig gestalten. Egal, ob es in die Verlängerung geht oder nicht. Wir wollten einfach viele Bälle in die Box bringen. Da bin ich präsent und dann konnte ich ihn zum Glück machen.“

… zur Feier: „Wahrscheinlich gar nicht schlafen. Mal schauen, ich lasse mich einfach überraschen.“

 

Filip Bilbija (Torschütze SC Paderborn) ...

… zu seinem Tor: „Mit das Schönste auf jeden Fall. Pure Freude gerade. Einfach ein schönes Gefühl.“

… zum Aufstieg: „Wir haben es geschafft. Punkt. Mehr gibt es nicht zu sagen.“

… zum Schlüssel gegen Wolfsburg: „Die Energie war da. Hier in Schalke hat nicht viel gefehlt, in Hannover hat auch nicht viel gefehlt. Einfach dran glauben, dann wird es schon.“

 

Dennis Seimen (Torwart SC Paderborn) ...

… zum Aufstieg: „Unbeschreiblich. Es ist unfassbar, was hier heute abgeht. Ich kann es kaum in Worte fassen. Es ist einmalig, was hier heute passiert ist.“

… zu seiner Parade in der Schlussphase: „Ich habe einmal die Hände noch rechtzeitig hochbekommen und einmal kommt er zum Glück auf den Körper. Ich bin eine ruhige Person. Ich bleibe bis zur letzten Minute ruhig. Deshalb war das kein Problem.“

… zu seiner Zukunft beim VfB Stuttgart: „Ich denke mal, dass die mir jetzt eins, zwei Tage gönnen, um den Aufstieg zu feiern. Dann setzen wir uns telefonisch in Verbindung und werden alles Weitere besprechen.“

… zum Kontakt mit den Stuttgartern: „Persönlich hat mir Basti Hoeneß eine Nachricht geschickt, aber da ging es nur um die Aufstiegsspiele, er hat mir viel Glück gewünscht. Ansonsten hatte ich mit dem Torwarttrainer viel Kontakt. Alles weitere klären wir in den nächsten Tagen.“

… zur Frage, ob er ab kommender Woche bereit für die Champions League sei: „Ja.“

… zur Busfahrt durch die Fans (vor dem Spiel): „Gänsehaut pur. Da stehen wirklich die ganzen Fans, die gleich ins Stadion kommen, feuern uns an und wollen, dass wir alles auf den Platz lassen, weil sie es auch tun werden. Das geht bis wirklich ans Herz ran. Gänsehaut pur.“

 

Sven Michel (SC Paderborn) ...

… zum Spiel: „Wir haben ein Riesenspiel gemacht. Klar muss man sagen, die Gelb-Rote Karte spielt uns definitiv in die Karten. Aber über die ganze Saison hinweg und auch in den zwei Spielen haben wir verdient gewonnen.“

… zur Gelb-Roten Karte: „Ab der 15. Minute haben wir das Ding in die Hand genommen und einfach unglaublich nach vorne Gas gegeben. Mit ein bisschen Glück entscheidest du das Ding schon in 90 Minuten. Aber im Endeffekt ist es scheißegal: Wir haben das Ding gezogen und spielen nächstes Jahr Bundesliga.“

… zur Bundesliga: „Das Highlight ist erst mal das hier. Jetzt können wir genießen, den verdienten Lohn mitnehmen. Dann können wir uns auf jedes Spiel freuen. Und ich sage: Mit dem Trupp können wir auch die Liga halten.“

… zur Feier mit Trainer Ralf Kettemann: „Dass er sich komplett aus dem Leben schießt. Ich bringe den auch ins Krankenhaus, ist mir ganz egal. Der muss sich komplett aus dem Leben schießen.“

 

Mika Baur (SC Paderborn) ...

… zum Aufstieg: „Ich war gerade ein paar Minuten in der Kabine, ich muss das erst mal sacken lassen. Es ist unglaublich. Die ganze Saison: Wir haben eine Hinrunde, eine Serie, dann verlieren wir die Top-Spiele, dann haben wir wieder eine Serie, dann wieder die Top-Spiele. Dann diese Relegation. Unglaublich. Jeder Einzelne, der da oben steht, hat sich das von ganzem Herzen verdient. Eine unfassbar geile Truppe.“

… zu seiner Auswechslung: „Es hat alles dichtgemacht. Ich bin auch ein bisschen sauer auf meinen Körper. Aber scheißegal. Wirklich jeder Muskel, den ich habe, hat gekrampft. Aber wenigstens hat es sich gelohnt.“

… zu seiner Zukunft: „Scheißegal, wirklich: Wir spielen verdammt noch mal Bundesliga, Alter. Heute geht es um Party, heute geht es um Feiern, heute geht es um nichts anderes. Ich bin heute absolut nicht die wichtigste Person.“

 

Uwe Hünemeier (Co-Trainer SC Paderborn) ...

… zum Aufstieg: „Es ist brutal. Einfach was für ein Erlebnis wieder. Zweimal als Spieler erlebt hier in Paderborn, jetzt als Co-Trainer. Es ist einfach ein geiler Verein. Ich bin total gerne hier und weiß schon, warum ich hier hinpasse.“

… zum Unterschied zwischen dem Aufstieg als Spieler und Co-Trainer: „Schwierig. Am Ende ist es irgendwie gleich geil, weil du mit einem kleinen Verein etwas ganz Besonderes geschaffen hast. Das ist nicht selbstverständlich hier in Paderborn. Aber du siehst: Hier passen ganz viele Dinge wunderbar zusammen. So ein Gemeinschaftsgefühl gibt es in vielen anderen Vereinen nicht so ausgeprägt. Nur dann kannst du solche tollen Leistungen schaffen.“

… zum Spiel: „Man muss die Jungs loben: so eine kontrollierte Offensive in Überzahl. Eine junge Mannschaft, so reif, das immer wieder auszuspielen. Angriff für Angriff, aber nicht überhastet, nicht unruhig zu werden. Irgendwann zu sagen: Okay, wir gehen in die Verlängerung, weil wir wissen, wir sind dann noch mal 30 Minuten in Überzahl.“

… zum Plan in Überzahl: „Du kannst dich nicht darauf vorbereiten, nach einer Viertelstunde 11 gegen 10 zu spielen. Aber die Jungs wissen sofort, was sie machen müssen: Überzahl am Flügel, viele Flanken in die Box. Dann kommt ein Ball nach dem anderen in die Box und dann wird es gefährlich.“

 

Stefan-Oliver Strate (Bürgermeister Paderborn) ...

… zur Bedeutung für Paderborn: „Man schmunzelt immer so ein bisschen über Ostwestfalen, weil wir so ein bisschen als Hinterland gelten. Aber wir sind bescheiden, wir reden gar nicht darüber, wie gut wir sind. Jetzt redet wieder ganz Deutschland über uns. Ich glaube, das tut unserer Region wahnsinnig gut. Wir gehen gerade durch ganz schwierige Zeiten. Das tut uns richtig gut, dass diese Mannschaft gezeigt hat, was Teamgeist bedeuten kann. Das bringt uns richtig nach vorne.“

… zur spontanen Rückreise aus dem Urlaub (vor dem Spiel): „Urlaub unterbrochen. Die Frau und der Hund sind noch oben. Irgendwann muss ich auch wieder zurück nach Dänemark, sonst komme ich nicht wieder nach Paderborn. Das ist eine einmalige Chance, die kriegen wir nicht alle zehn Jahre. Das muss ich jetzt mal mitmachen.“

… zur möglichen Aufstiegsfeier (vor dem Spiel): „Wir sind ja Ostwestfalen, das heißt, wir sehen das ganz locker. Wir haben alles soweit eingetütet, aber noch nichts vorbereitet. Da fangen wir morgen früh um 6 Uhr, 7 Uhr an. Das kriegen wir hin. 17 Uhr ist die Party. Wir sehen das immer ganz locker, ganz entspannt. Wir haben es ja schon zweimal gemacht, also ein drittes Mal kriegen wir auch hin.“

… zur Flutlicht-Problematik (vor dem Spiel): „Das ist leider ein Thema hier in Paderborn, da müssen wir jetzt rangehen. Ich glaube, das müssen wir auf höherer Ebene noch mal entscheiden, dass man einfach sagt: Es gibt Sportveranstaltungen, die sind so wichtig, da bedarf es nicht immer einer Einzelgenehmigung. Das ist einfach sehr, sehr ärgerlich. Klar, wir nehmen Rücksicht auf die Anwohner. Aber wenn wir wirklich in der ersten Liga spielen, haben wir ein ganz anderes Thema hier.“

 

Felix Götze (SC Paderborn) ...

… zum Spiel: „Klar, die Rote Karte hat es uns natürlich einfacher gemacht. Aber trotzdem war wichtig, dass wir geduldig geblieben sind. Das waren wir über 120 Minuten. Wir haben uns immer wieder nicht verrückt gemacht, sondern einfach zum Nächsten gespielt. Das war stark heute. Ich glaube, wir haben uns das echt verdient.“

… zu Ralf Kettemann: „Team ist auf jeden Fall großgeschrieben. Das hat man heute gesehen, aber das hat man über jeden Spieltag gesehen. Junge Truppe, wir mussten zwischendurch gut was lernen. Es war wirklich eine Achterbahnfahrt die Saison. Zehn Spiele ungeschlagen, dann gegen die Top-Teams keine Punkte geholt. Dann haben wir wieder gut angefangen und am Ende wieder ein bisschen nachgelassen. Wir mussten den weiteren Weg gehen. Aber so ist es vielleicht noch schöner.“

 

Raphael Obermair (SC Paderborn) ...

… zu Ralf Kettemanns Energie (vor dem Spiel): „Er hat total viel Energie. Er versucht schon immer, in der Trainingswoche, in den Besprechungen und auf dem Trainingsplatz vorzuleben. Das gelingt ihm immer ganz gut. Das ist tief aus dem Inneren heraus, nicht vorgespielt. Ich habe mir die letzten Tage genau angeguckt: Die Jungs sind voll heiß.“

… zu Kettemann im Vergleich mit anderen Trainern (vor dem Spiel): „Jeder Trainer ist verschieden, wie auch jeder Mensch und jeder Spieler verschieden ist. Die Frage ist nur, wie er seine Art den Spielern rüberbringt. Das schaffen die Top-Trainer, die ich hatte, glücklicherweise. Das schafft Kette auch sehr gut. Von dem her sind wir alle sehr froh, dass wir ihn haben.“

 

Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg) ...

… zum Abstieg: „Große Enttäuschung natürlich, weil wir uns das anders vorgestellt haben. Ich hatte das Gefühl, als wenn wir es heute gepackt hätten. Aber es gibt in solchen Spielen einen Moment, der so ein ganzes Spiel zum Kippen bringt. Das war heute so. Ich kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen, in Unterzahl 105 Minuten so dagegenzuhalten. Das war alles okay. Natürlich hat uns dann die Entlastung gefehlt. Paderborn hat es gut gespielt, hatte auch in der regulären Spielzeit die eine oder andere Möglichkeit, die sie hätten nutzen können. Es ist so, dass wir uns für die Szene, die zu Gelb führt, schon eine andere Auslegung gewünscht hätten.“

… zur ersten Gelben Karte gegen Joakim Maehle: „Unabhängig davon, dass es für Ballwegrollen eine Gelbe Karte gibt: Da gab es auch drei, vier Situationen im Spiel, wo gar nichts passiert. Das wird dann so durchgewunken. Da muss man einheitlich pfeifen. Wenn man sich die ganze Szene anguckt: Er wird dreimal attackiert, bevor er zu Boden geht. Auch da hätte man schon einen Pfiff erwarten dürfen. Dann wäre es gar nicht dazu gekommen. Dann, als Joakim den Ball drei Meter zur Seite kickt und drei Spieler auf ihn zustürmen, wird für mich eine Tätlichkeit begangen. Da kann man mir sagen, Schubsen ist auch keine Tätlichkeit mehr. Das habe ich auch verstanden. Von daher habe ich da natürlich eine unterschiedliche Meinung.“

… zur zweiten Gelben Karte: „Über die zweite Gelbe Karte rede ich nicht. Dass das ein Foulspiel ist und dass dann wahrscheinlich zwingend erforderlich die Gelb-Rote kommt, weiß ich auch nicht. Man kann in so einem Spiel auch noch mal sagen: aufpassen. Aber damit habe ich dann gerechnet. Mich regt die erste Gelbe Karte auf. Die zweite müssen wir akzeptieren.“

… zur fehlenden Entlastung: „Wir gehen 1:0 in Führung. Wenn wir elf gegen elf spielen, würdet ihr mir andere Fragen stellen. Man hat schon gemerkt, Paderborn war am Anfang sehr nervös. Wir hatten sofort eine gute Balleroberung, haben einen guten Angriff gespielt zum 1:0. Dann ist dieser eine Moment entscheidend.“

… zur Zukunft des Vereins: „Wir werden in der zweiten Liga nächstes Jahr auftreten. In welcher Zusammenstellung, das wird man dann sehen. Wir haben immer gesagt, dass wir erst mal die Relegation spielen. Die ist jetzt gerade anderthalb Stunden vorbei. In den Tagen danach werden wir uns zusammensetzen.“

… zu seiner persönlichen Zukunft: „Dieter Hecking hat immer Lust zu arbeiten. Trotzdem wird man erst mal Gespräche führen müssen. Dann wird man sehen, wie es weitergeht.“

… zum Druck vor dem Rückspiel (vor dem Spiel): „Heute können wir was gewinnen. Als ich angefangen habe, war die Mannschaft am Boden. Wir haben in den letzten Wochen wirklich intensive Arbeit abgeliefert – alle, die daran mitgewirkt haben. Deshalb können wir die Liga gewinnen. Viele Kritiker, die uns auch zu Recht kritisiert haben, denen wollen wir heute zeigen, dass wir doch eine Berechtigung haben, in dieser Liga zu spielen. Dafür bedarf es einer absoluten Leistungssteigerung zum Hinspiel. Trotzdem ist die Zuversicht da, dass ich heute auch was zu feiern habe.“

… zu seiner Trainer- und Spielerkarriere (vor dem Spiel): „Das, was mir immer wichtig war, egal wo ich gespielt habe oder als Trainer gearbeitet habe: dass der Mensch Dieter Hecking immer seine Spuren hinterlassen hat. Ich kann eigentlich überall bei jedem Verein vorbeischauen, Kaffee trinken gehen. Von daher ist das schon sehr gut, was ich gemacht habe.“

 

Patrick Wimmer (VfL Wolfsburg) ...

… zum Abstieg: „Ganz schwierig. Die Fassungslosigkeit von den Fans, von den Spielern, ist jedem ins Gesicht geschrieben. Auch in der Kabine ist einfach Leere da. Man kann es noch gar nicht realisieren, was alles passiert ist.“

… zu Joakim Maehle: „Natürlich geht es ihm genauso beschissen. Er weiß, dass die Aktion vielleicht nicht passieren darf. Aber wir dürfen jetzt nicht auf Joakim einschlagen. Er hat eine super Saison gespielt, nachdem er von seiner Schulterverletzung zurückgekommen ist und hat einen guten Job gemacht. Heute war er vielleicht ein bisschen unglücklich. Aber dem ganzen Team merkt man Leere an.“

… zum Umgang mit dem Abstieg: „Das wird sicher dauern. Für jeden ist es ganz, ganz schwer, für mich persönlich ja auch. Ich bin oben gesessen, habe mir das angeschaut und konnte der Mannschaft nicht helfen. Das ist noch schlimmer, wenn man gar nichts machen kann.“

… zu seiner Zukunft: „Vertrag habe ich auf jeden Fall noch. Darum kann ich da gar nichts sagen. Um solche Sachen habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Das Wichtigste war jetzt die Relegation, die leider nicht positiv abgeschlossen worden ist. Wie es weitergeht, werden die nächsten Tage und Wochen herausstellen.“

 

Diego Benaglio (Mitglied des Aufsichtsrats VfL Wolfsburg) ...

… zum Abstieg: „Die Enttäuschung ist riesig. Bei uns allen. Im Moment fühle ich mich einfach nur leer, um ehrlich zu sein. Es ist schwierig, die richtigen Worte zu finden. Ich glaube, wir haben alles reingeworfen. Über 100 Minuten mit einem Mann weniger war es nicht einfach. Aber wenn am Schluss ein Abstieg da ist, fühlt sich das brutal an.“

… zum Spiel: „Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet mit dem frühen Tor. Ich habe auch bei unseren Jungs vor dem Spiel gemerkt: Sie brennen alle, sind heiß. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir mit elf Mann nicht verloren hätten.“

… zur Zukunft von Dieter Hecking: „Jetzt müssen wir erst mal einen Weg finden, mit unserer Enttäuschung klarzukommen und dann hoffentlich auch möglichst schnell den Blick wieder nach vorne richten. Erst mal geht es darum, diese Emotionen in den Griff zu kriegen. Dann wieder aufstehen. Dann werden wir diese Entscheidung treffen.“

… zu seiner Zukunft: „Es war von Anfang an klar, dass ich wieder in meine Rolle im Aufsichtsrat zurückgehe. Das ist auch so geplant und das werden wir auch so machen.“

… zur Verarbeitung: „Die ersten ein, zwei Tage gilt es für jeden Einzelnen, einen Weg zu finden, mit dieser Enttäuschung klarzukommen. Danach müssen wir ganz eng zusammenrücken und gemeinsam durch diese schwierige Situation hindurch.“

 

Vinicius Souza (VfL Wolfsburg) ...

… zu seiner Sperre im Hinspiel (vor dem Spiel): „Es ist nie einfach, draußen zu sein. Ich denke, es ist einfacher, wenn man im Spiel die Kontrolle hat. Die Jungs waren okay im Spiel. Heute haben wir 100 Prozent Erfolg. Ich bin sehr glücklich, zurück zu sein, und versuche, dem Klub zu helfen.“

… zur Bedeutung des Rückspiels (vor dem Spiel): „Es ist wie ein Titel für mich. Es ist so wichtig für mich, für den Klub, für die Fans. Es ist das Finale. Ich muss 100 Prozent geben, von der ersten Sekunde bis zur letzten, weil ich weiß, dass Paderborn ein sehr gutes Team hat. Aber ich wünsche ihnen heute kein Glück.“

 

Sky Experte Erik Meijer ...

… zum Aufstieg des SC Paderborn: „Zu Recht. Wow, was für ein Spiel, so guter Fußball. Natürlich kann man sagen, die meiste Zeit mit einem Mann mehr auf dem Platz, dann hat man mehr Glück. Aber mit der Überzeugung, selbstsicher, gutem Passspiel, mit einer Idee, einer Philosophie, wie gehe ich an das Spiel ran. Glückwunsch, Paderborn.“

… zur Gelb-Roten Karte gegen Joakim Maehle: „Ich habe gedacht, dass der Schiedsrichter vielleicht auch ein bisschen gedacht hat: Wenn ich beiden Gelb gebe, ist die Situation gelöst. Ich kann mir vorstellen, dass Dieter denkt, das war eine Schlüsselszene. Bei der zweiten Gelben sind wir uns einig: Das war einfach Gelb. Wenn du die Erfahrung hast von Maehle, darfst du da nicht so reingehen.“

… zum Verein SC Paderborn (vor dem Spiel): „Es erinnert mich ein bisschen an Alemannia Aachen. Alles fein, klein, Leute mit sehr viel Herz und Liebe, die ihren Job machen, den sie gut kennen. Das Stadion eng, alles kompakt. Gefällt mir.“

… zum finanziellen Unterschied zwischen Paderborn und Wolfsburg (vor dem Spiel): „Normalerweise sollte das eine Rolle spielen. Aber Wolfsburg hat bisher eine, ich sage es ganz freundlich, mäßige Saison gespielt, dass der Unterschied fast nicht wahrnehmbar ist.“

 

 

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