Fußball

BVB-Coach Kovac gibt Update zu Karetsas: „Er konnte heute schon das erste individuelle Training machen“

Schröder zu Kleindienst: „Grundsätzlich möchten wir Spieler haben, die sich äußern“ - Kettemann beeindruckt: „Ungefähr die Hälfte von dem, was bei uns reinpasst“ - Baum setzt den Fokus auf das Spielfeld: „Wir sind keine Tabellenmannschaft“ - Hamann zu Polanski: „Könnte diese Woche heiß werden“

Unterföhring, 12.09.2026

Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 3. Spieltags der Fußball-Bundesliga bei Sky.

 

Niko Kovac (Trainer Borussia Dortmund) ...

… zum Gesundheitszustand von Konstantinos Karetsas: „Erst einmal sind wir froh, dass er alle Untersuchungen über sich hat ergehen lassen. Es ist alles gut, es ist nichts Auffälliges gewesen. Er konnte heute schon das erste individuelle Training im Trainingszentrum machen und wird in den nächsten Tagen wieder zur Mannschaft stoßen.“

… zu einer möglichen Rückkehr gegen den VfB Stuttgart: „Wenn sich alles so entwickelt, wie wir uns das vorstellen, und er wieder ganz normal mit der Mannschaft trainieren kann, wäre er eine Option. Bis dahin haben wir aber noch eine Woche.“

… zu einer möglichen Rückkehr von Jadon Sancho: „Wir hatten einen richtig guten Transfersommer und sind sehr gut aufgestellt. Nach der Verletzung von Giannis Konstantelias mussten wir noch mal reagieren, aber wir haben richtig gut mit Ethan reagiert. Der Kader ist sowieso sehr groß, wir haben ungefähr 26 Feldspieler und viele junge Spieler. Von daher brauchen wir uns damit nicht zu beschäftigen.“

… zum Startelf-Comeback von Nico Schlotterbeck: „Er hat die ganze Zeit richtig hart trainiert, um wieder dabei zu sein. Er ist fit und bereit. Es ist immer besser, von Beginn an spielen zu können. Wenn du ihn einwechselst und dann passiert irgendetwas, musst du noch einmal wechseln. Deswegen spielt er von Beginn an und ich gehe davon aus, dass er 90 Minuten gehen kann.“

 

Ralf Kettemann (Trainer SC Paderborn) ...

… zur Atmosphäre im Signal Iduna Park: „Das beschreibt die Dimension dieses Stadions. Hier sind heute 7.000 Paderborner, das ist ungefähr die Hälfte von dem, was bei uns zu Hause überhaupt reinpasst. Man merkt, dass Fußball hier eine Religion ist. Diese Leidenschaft der Menschen für den Verein ist eine Dimension, die wir so noch nicht kennen. Es ist schön, dass es das gibt.“

… zur Marschroute gegen Borussia Dortmund: „Wenn man als Underdog hierherkommt – und das werden wir in 99 Prozent unserer Bundesligaspiele sein –, muss man mutig sein, sich etwas trauen und die Zeit nutzen. Wir wollen uns nachher nicht in die Augen schauen und sagen: Eigentlich wollte ich einen Übersteiger machen, habe mich aber nicht getraut. Wir dürfen mit dem, was wir bisher gezeigt haben, mutig sein. Wir haben letzte Woche in Freiburg gegen eine Top-Mannschaft ein gutes Spiel gemacht. Also: mutig sein, Spaß haben und die Zeit wirklich nutzen.“

… zum Startelfeinsatz von Stefano Marino: „Stefano hat letztes Jahr schon top gespielt und war in der Vorbereitung immer dabei. Letzte Woche hatte er ein bisschen Probleme. Rayan haben wir dagegen direkt ins kalte Wasser geworfen, was nicht immer ganz einfach ist. Er wird uns nachher von der Bank unterstützen.“

 

Tjark Scheller (SC Paderborn) ...

… zur Kulisse in Dortmund: „Eine größere Kulisse gibt es im deutschen Fußball, glaube ich, nicht. Es ist einfach ein Traum, auf den man hingearbeitet hat. Heute wird er in Erfüllung gehen.“

… zum Plan gegen Borussia Dortmund: „So, wie wir auch die letzten Spiele angegangen sind: wir wollen hinten verteidigen, das Spiel offen halten und hinten raus einen reinstechen.“

 

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg) ...

… zur Entwicklung des FC Augsburg: „Wir haben mittlerweile Stabilität gefunden, die zum Verein passt, und haben einen sehr breiten Kader. Über die letzten Monate hat sich etwas wirklich Interessantes und Schönes entwickelt.“

… zur Wertschätzung für die Augsburger Entwicklung: „Ich spreche nicht über den Inhalt. Ich habe letzte Woche mit Kloppo über Spieler gesprochen und er hat uns ein gutes Feedback dazu gegeben, wie wir spielen. Das ist ein Riesenkompliment für den ganzen Verein – egal ob Nachwuchs oder Geschäftsstelle. Aber wir sind keine Tabellenmannschaft, sondern eine Spielmannschaft, die sich auf das Spiel konzentriert.“

… zu den vielen unterschiedlichen Torschützen: „Der Fußball entwickelt sich in eine Richtung, in der du möglichst viele Spieler vor die gegnerische Abwehrkette bringen musst. Früher hat man eher drei gesehen, mittlerweile sind es fünf, teilweise sogar sieben. Je mehr Spieler du vor die Abwehrkette bekommst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass viele unterschiedliche Spieler treffen.“

 

Finn Dahmen (Torwart FC Augsburg) ...

… zum starken Saisonstart des FC Augsburg: „Wir haben momentan einen sehr guten Lauf, viel Qualität im Kader und eine funktionierende Truppe. Wir befinden uns gerade in einem kleinen Flow und den wollen wir möglichst lange beibehalten.“

… zur Aufgabe gegen Bayer Leverkusen: „Wir spielen gegen einen sehr, sehr guten Gegner. Es wird extrem schwierig und es muss wieder viel zusammenkommen, damit wir die drei Punkte holen. Aber es ist auf jeden Fall im Bereich des Möglichen.“

 

Derry Scherhant (SC Freiburg) ...

… zum starken Saisonstart des SC Freiburg: „Es läuft für uns in den ersten Spielen sehr gut. Aber die Saison hat gerade erst angefangen und wir versuchen, da weiterzumachen, wo wir aufgehört haben.“

… zu seiner eigenen Form: „Ich habe im Moment viel Selbstvertrauen, habe mir in den letzten Spielen einen Flow erarbeitet und fühle mich sehr wohl im Team, in der Mannschaft und mit meinen Mitspielern. Ich hoffe, dass wir das heute wieder auf den Rasen bekommen.“

… zu seiner Vorbereitung auf die Saison: „Das hat sicher auch noch einmal einen Ausschlag gegeben. Es ist wichtig, wie man in eine Saison startet. Ich habe versucht, das Beste daraus zu machen und mich bestmöglich vorzubereiten. Stand jetzt läuft es sehr gut und ich hoffe, dass es so weitergeht.“

 

Rouven Schröder (Sportchef Borussia Mönchengladbach) ...

… zu den deutlichen Aussagen von Tim Kleindienst: „Grundsätzlich möchten wir Spieler haben, die sich äußern. Das haben wir im letzten Jahr stark vermisst. Wenn du ein Spiel so verlierst wie wir letzte Woche, ist das extrem ärgerlich. Tim ist maximal ehrgeizig, das sind wir auch. Er hat Worte gefunden, um jemanden aufzuwecken, Dinge zu platzieren und den einen oder anderen zu kitzeln.“

… zur Wortwahl von Kleindienst: „Ich habe mit Tim darüber gesprochen. Jeder hat verstanden, worum es ihm ging, und Tim ist immer in der Sache unterwegs. Deshalb haben wir ihn gestützt, weil wir mündige Spieler haben möchten. Wenn Prozentpunkte fehlen, kann man das sagen. Aufrütteln ist das eine, die Wortwahl das andere. Aber das ist ein normaler Austausch und kein Rapport oder Rüffel.“

… zur Professionalität der heutigen Spielergeneration: „Die Generationen haben sich verändert. Früher hätte man sich vielleicht nicht getraut, eineinhalb Stunden vor dem Spiel im Bus schon das Handy in die Hand zu nehmen. Das hat sich komplett geändert. Wenn du erfolgreich bist, interessiert das niemanden. Wenn du aber keine Spiele gewinnst, wird es zum Thema. Am Ende müssen wir auf dem Fußballplatz die individuellen Fehler abstellen. Das haben wir zuletzt nicht geschafft – und daran lag nicht das Handy vor dem Spiel.“

 

Leon Avdullahu (TSG Hoffenheim) ...

… zum Saisonstart der TSG: „Uns allen ist klar, dass wir gute Spiele und gute Leistungen gezeigt haben, am Ende aber verloren haben. Das ist das Wichtigste. Deshalb brauchen wir jetzt einen Sieg und müssen mit der Leistung dort weitermachen, wo wir aufgehört haben – und das über 90 Minuten durchziehen.“

… zu den verspielten Führungen: „Das ist schon im Kopf und auch eine Mentalitätsfrage. Wir haben gegen Dortmund gespürt: Wenn wir aufhören zu spielen, obwohl wir führen, wirst du in der Bundesliga direkt bestraft und verlierst das Spiel. Das ist uns allen klar und das wird uns nicht noch einmal passieren.“

 

Grischa Prömel (VfB Stuttgart) ...

… zur Rückkehr nach Hoffenheim: „Es ist natürlich etwas Besonderes. Nichtsdestotrotz stehe ich jetzt hier für den VfB. Ich will heute das Spiel gewinnen und freue mich darauf. Wir haben uns eine Menge vorgenommen und wollen die drei Punkte mit nach Stuttgart nehmen.“

… zum Wiedersehen mit seinen ehemaligen Mitspielern: „Ich freue mich auf alle. Wir hatten schöne Zeiten und haben letztes Jahr eine coole Saison erlebt. Dafür habe ich aber nach dem Spiel Zeit. Jetzt gilt erst einmal der Fokus dem Spiel.“

 

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) ...

… zur Umstellung auf eine Dreierkette: „Wir haben von Vierer- auf Dreierkette umgestellt. Ich habe immer wieder betont, dass ich auch in der Grundordnung flexibel sein möchte. Wir hatten die Mannschaft relativ spät zusammen. Aufgrund der vielen Gegentore hat sich jetzt die Möglichkeit ergeben, etwas zu verändern. Das probieren wir heute mit der Dreierkette.“

… zum Vertrauen in Elias Baum: „Ich bin keiner, der jemanden nach dem ersten Spiel, in dem es vielleicht nicht so gut funktioniert hat, gleich rausnimmt. Wir haben uns entschieden, jungen Spielern aus den eigenen Reihen Möglichkeiten und Chancen zu geben. Ich möchte den Jungen auch die Sicherheit geben, dass sie sich entwickeln können. Das ist der Weg, den wir gehen möchten.“

… zu Noel Aseko: „Er ist ein richtig guter, junger Spieler. Er ist sehr aktiv und hat wirklich gut trainiert. Mario hilft uns ebenfalls in vielen Situationen. Aber vom Gefühl her ist das heutige Spiel eines für Noel.“

 

Sky Experte Didi Hamann ...

… zur Wahrnehmung von Serhou Guirassy beim BVB: „Die anderen waren alle absolute Publikumslieblinge, bei ihm kann man das wahrscheinlich nicht sagen. Ich glaube, das geht etwas unter, weil er auch Reaktionen bei Auswechslungen gezeigt hat, die dem Trainer und wahrscheinlich auch sonst niemandem gefallen haben. Das Wichtigste ist aber, dass er einen wahnsinnigen Wert für die Mannschaft hat. Die Zahlen sind beeindruckend.“

… zur Situation von Borussia Mönchengladbach und Eugen Polanski: „Nach der Kapitulation letzte Woche, nach einer 3:1-Führung gegen den Aufsteiger, muss heute eine Reaktion kommen. Er macht zwei, drei Wechsel. Wenn sie heute verlieren – und die Bilanz in Freiburg ist nicht die beste –, dann könnte es diese Woche heiß werden.“

… zu den Erwartungen an Eintracht Frankfurt: „Wenn ich mir den Kader und die Mannschaft anschaue, glaube ich schon, dass es sechs, sieben, acht bessere Mannschaften gibt. In den vergangenen Jahren hat man immer gedacht, Frankfurt kommt unter die ersten sechs oder sieben und wird in einer super Saison vielleicht Vierter. Das sehe ich dieses Jahr nicht. Sie müssen schauen, dass sie unter die ersten zehn kommen oder einen einstelligen Tabellenplatz schaffen.“

… zu Tim Kleindiensts öffentlicher Kritik an seinen Mitspielern: „Ich sehe darin nicht das größte Problem. Er ist Nationalspieler und hat ein gewisses Alter. Ich glaube schon, dass er das Recht hat, etwas zu sagen, wenn eine Mannschaft so auseinanderfällt. Vielleicht war das eine oder andere etwas zu hart, aber er nimmt sich selbst mit rein. Er sieht wahrscheinlich, dass das Potenzial sehr viel größer ist als das, was sie zeigen. Irgendjemand muss es sagen.“

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