ADAC GT4 Germany

21.05.2022
ADAC GT4

ADAC GT4 / Red Bull Ring: Meister-Duo Schrey/Piana mit erstem Saisonsieg

Strahlende Sieger: Michael Schrey (li.) und Gabriele Piana
Strahlende Sieger: Michael Schrey (li.) und Gabriele Piana

Michael Schrey und Gabriele Piana holen dritten Sieg in Folge auf dem Red Bull Ring - Ben Dörr und Romain Leroux gewinnen die Junior-Wertung

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Strahlende Sieger: Michael Schrey (li.) und Gabriele Piana
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Strahlende Sieger: Michael Schrey (li.) und Gabriele Piana
An der Spitze: Der BMW M4 GT4 von Hofor Racing by Bonk Motorsport
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An der Spitze: Der BMW M4 GT4 von Hofor Racing by Bonk Motorsport

Spielberg, 21.05.2022

  • BMW vor Aston Martin und Mercedes-AMG: Fahrzeuge von drei Marken auf dem Podium


Aller guten Dinge sind Drei: Michael Schrey (39/Wallenhorst) und Gabriele Piana (35/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) gewinnen im BMW M4 GT4 das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Red Bull Ring. Nach dem Doppelsieg 2021 ist es bereits der dritte Triumph in Folge für das amtierende Meister-Duo auf der 4,318 Kilometer langen Strecke in Österreich. Ben Dörr (17/Butzbach) und Romain Leroux (19/FRA, beide Dörr Motorsport) im Aston Martin Vantage GT4 sowie Marek Böckmann (25/Lautersheim) und Miklas Born (20/CHE, beide Schnitzelalm Racing) im Mercedes-AMG GT4 komplettieren das Podium und sorgen somit für Fahrzeuge von drei Marken auf den ersten drei Plätzen. „Nachdem wir beim Saisonauftakt in Oschersleben viel Pech hatten, konnte sich das ganze Team mit diesen Sieg nun belohnen. Das ist natürlich super cool“, jubelte Schrey auf dem Podium.


Sein Teamkollege Piana hatte das Rennen schon von der Pole-Position aus begonnen. Der Italiener ließ nichts anbrennen und wandelte die gute Ausgangslage gleich in die Führung um. Eine Kollision im Mittelfeld sorgte jedoch schon in der ersten Runde für eine kurze Safety-Car-Phase. Auch beim Restart behielt Piana die Spitze. Mit starken Rundenzeiten zeigte der Italiener der Konkurrenz die BMW-Rücklichter und setzte sich immer mehr vom Rest des Feldes ab. Dahinter entbrannte ein packender Dreikampf um die Verfolgerposition zwischen Nicolaj Møller Madsen (29/DNK, AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4 RS CS, Aston Martin-Pilot Ben Dörr und Böckmann im Mercedes-AMG, den der Däne Møller Madsen für sich entschied.


Piana blieb davon komplett unbeeindruckt. Bis zum Wechsel auf Teamkollege Schrey hatte er einen Vorsprung von knapp acht Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. „Bei den heute sehr hohen Außentemperaturen wollte ich nach dem Rennstart unbedingt vorne bleiben, um durch den Fahrtwind die optimale Motorkühlung zu bekommen. Als das gelang, war es das Ziel, einen guten Vorsprung für Michael herauszufahren, damit er im zweiten Rennabschnitt den Sieg in Ruhe nach Hause fahren kann“, beschrieb Piana die erste Rennhälfte aus seiner Sicht.


Teamkollege Schrey verteidigte die Spitzenposition souverän und fuhr mit rund 7,6 Sekunden Vorsprung zum Sieg. „Es war für mich heute ein angenehmes Rennen. Es gibt weitaus schlechtere Situationen, als ein perfekt vorbereitetes Auto mit großem Vorsprung zu übernehmen. Nichtsdestotrotz galt es, immer die Konzentration hoch zu halten und nicht zu viel über den möglichen Sieg nachzudenken“, erläutere Schrey. 


Eine Vorentscheidung um Platz zwei fiel schon bei den Fahrerwechseln. Der zunächst zweitplatzierte Porsche von AVIA W&S Motorsport hatte die Mindestaufenthaltsdauer in der Boxengasse knapp unterschritten. So musste Møller Madsens Teamkollege Finn Zulauf (17/Königstein im Taunus) eine Penalty-Lap absolvieren und fiel bis auf die vierte Position zurück. Als Folge machten Romain Leroux und Miklas Born, die von Dörr und Böckmann übernommen hatten, den Silberplatz unter sich aus - mit dem besseren Ende für den Franzosen. Dörr/Leroux gewannen somit auch die Junior-Wertung. 


Ein stark auftrumpfender Théo Nouet (19/FRA, CV Performance Group) schnappte sich in der Schlussphase noch den Porsche von Zulauf, was für den Vize-Meister von 2021 und seinen Teamkollegen Julian Hanses (24/Hilden) final Platz vier bedeutete. Rang sechs ging an das Porsche-Duo Moritz Wiskirchen (19/Euskirchen) und Alexander Hartvig (19/DNK, beide Allied-Racing) vor Indy Dontje (29/NLD) und Phil Dörr (21/Butzbach, beide Dörr Motorsport) in einem weiteren Aston Martin. Tim Reiter (23/Ostfildern) und Max Rosam (17/Taunusstein, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW, Marcel Lenerz (24/Ludwigsau) und Cedric Piro (24/Heusweiler, beide Piro Sports - Burg Zelem Foundation) im Toyota GR Supra GT4 sowie die Aston Martin-Piloten Hugo Sasse (18/Aschersleben) und Mike David Ortmann (22/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) komplettierten die Top Zehn. Der Sieg in der Trophy-Wertung ging an Tano Neumann (47/BUL) und Joachim Bölting (55/Gelsenkirchen, beide Overdrive Racing) im Porsche. 


Am Sonntag steht ab 16:30 Uhr das zweite Rennen der ADAC GT4 Germany auf dem Red Bull Ring an. „Mein Plan für morgen ist ganz einfach“, stellte Laufsieger Piana klar. „Ich werde richtig lange schlafen, da Michael die Qualifikation am Vormittag bestreitet. Wenn ich im Laufe des Tages an die Strecke komme, will ich mich mit ihm über die Pole-Position freuen und danach den vierten Sieg in Folge auf dem Red Bull Ring einfahren.“


Ben Dörr – Platz zwei und Sieger der Junior-Wertung auf Aston Martin: „Die Freude ist einfach riesig. Wir hätten im Vorfeld nicht gedacht, dass wir mit dem Aston Martin hier am Red Bull Ring so gut abliefern können. Direkt nach dem Start habe ich erkannt, dass ich die Pace von Gabriele Piana nicht mitgehen kann. Somit habe ich mich ein wenig zurückgehalten und den Reifen geschont. Wir wussten, dass der Aston Martin vor allem zum Rennende hin ein sehr starkes Auto ist. Das hat sich bestätigt. Wir sind super glücklich.“


Romain Leroux – Platz zwei und Sieger der Junior-Wertung auf Aston Martin: „Ben hat mir ein sehr gutes Auto übergeben. Dadurch konnte ich das Rennen im zweiten Teil super managen. Das Dörr-Team hat einen sagenhaft guten Job gemacht. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle schon einmal bedanken. Der Sieg in der Junior-Wertung ist natürlich auch etwas ganz Besonderes. Wir gehen heute richtig zufrieden ins Bett und wollen in Lauf zwei am Sonntag nochmals angreifen.“


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