Fußball

BVB-Coach Kovac lobt Einwechselspieler Karetsas: „Wie ein Hase“

Karetsas von spontaner Einwechslung überrascht: „Ich kam gerade von der Toilette“ - RB-Trainer Demichelis stolz trotz Pleite gegen Manchester City: „Haben mehr als einen Punkt verdient“ - DAZN-Experte Petersen lobt RB: „Leipzig war wirklich die bessere Mannschaft“

Berlin/München, 04.11.2026

Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus den Partien Borussia Dortmund gegen Betis Sevilla (2:1) sowie RB Leipzig gegen Manchester City (2:3) am 4. Spieltag der Ligaphase der UEFA Champions League live bei DAZN.

 

Niko Kovac (Trainer Borussia Dortmund) ...

… zu den Problemen in der ersten Halbzeit: „Wir haben auch gute Aktionen gehabt, immer wenn wir über die Außen gespielt haben, wenn wir Ryerson oder Daniel gefunden haben. Beziehungsweise in den Halbräumen, wenn Felix den Ball getrieben hat. Wir mussten nach außen, weil sie sehr kompakt im 4-4-2 beziehungsweise 4-3-3 standen. Das war nicht ganz einfach. Wir hätten es besser machen können. In der zweiten Halbzeit haben wir es sehr viel besser gemacht.“

… zum Sieg gegen Real Betis: „Heute hat jeder gesehen, dass das keine Mannschaft ist, die einfach so Champions League spielt. Sie haben sich das verdient und sind fußballerisch richtig gut, mit sehr guten und erfahrenen Spielern. Deswegen war das heute ein hartes Stück Arbeit, aber verdient.“

… zur Entscheidung zwischen Dreier- und Viererkette: „Das werden wir natürlich abhängig von den Spielern machen. Wir mussten heute auch wieder ein bisschen rotieren, weil wir sehr viele Spiele haben, nicht nur hier beim BVB, sondern auch mit der Nationalmannschaft. Das muss ich alles berücksichtigen. Wir wollen schon alle belasten. Aber das Spiel ist auch fließend. Von daher wollen wir das nicht überbewerten. Wir haben es in München gut gemacht, heute haben wir es auch gut gemacht. Mal sehen, was wir jetzt gegen Elversberg am Samstag machen.“

… zur Verletzung von Serhou Guirassy: „Er sagte, er spürt seinen Oberschenkel. Jetzt müssen wir schauen, ob das mehr als vielleicht eine Zerrung ist, was ich eigentlich nicht glaube. Trotzdem ging es nicht weiter und das Risiko wollten wir nicht eingehen. Sollte er jetzt am Samstag nicht spielen können, hoffen wir natürlich, dass er nach der Länderspielpause wieder dabei ist.“

… zur Leistung von Kostas Karetsas: „Man hat gesehen, dass Kostas ein richtig guter Fußballer ist. Nicht nur, weil er das Tor geschossen hat, sondern weil er auch immer ganz gute Haken schlägt. Wie ein Hase ist er schwierig zu verteidigen. Er hat sehr gute Übersteiger und viel Schwung reingebracht. Ich fand auch, dass er und Fabio vorne richtig gut harmoniert haben. Das hat mir gefallen. Von daher wird er wahrscheinlich in den nächsten Spielen, solange Serhou nicht dabei ist, von Beginn an spielen. Wahrscheinlich, ich weiß es auch nicht. Mal gucken.“

… zur kuriosen Einwechslung von Kostas Karetsas: „Ich habe ihn gesucht. Ich hatte dann überlegt: Kommt er jetzt, geht er rein? Plötzlich war er nicht da. Dann kam er plötzlich um die Ecke. Hätte er jetzt noch auf der Toilette gesessen oder was weiß ich, was er gemacht hat, dann wäre er nicht reingekommen.“

… zur Bedeutung des Sieges für die Champions League: „Sehr wichtig, weil wir in die nächste Phase kommen wollen. Im Moment gibt es viele Mannschaften mit neun Punkten. Du brauchst sicherlich 17, 18 Punkte, um unter die ersten acht zu kommen. Das ist schon schwierig und da gibt es ganz andere Mannschaften, die die Qualität haben, das zu schaffen. Wir wollen versuchen, irgendwo auf Platz neun, zehn, elf oder zwölf zu landen. Das wäre optimal, damit wir im zweiten Spiel zu Hause spielen, sollten wir in die nächste Runde kommen. Aber wichtig ist, dass wir gewonnen haben. Jetzt fahren wir zum nächsten Spiel nach London und schauen, was da passiert.“

… zur Premiere gegen Real Betis und Manuel Pellegrini (vor dem Spiel): „Es ist immer das erste Mal. Es ist schön, weil es zum einen spanischer Fußball ist. Betis ist letztes Jahr in die Champions League gekommen, das haben sie sich wirklich verdient. Pellegrini ist natürlich eine Institution in unserem Trainergeschäft. Von daher ist es ganz schön, dass man mal die Klingen kreuzen kann.“

… zu den Veränderungen in der Startelf (vor dem Spiel): „Wir haben mit zwei Stürmern in den letzten Wochen agiert. Das lief ganz gut. Fabio hat jetzt in den letzten ein, zwei Spielen nicht von Beginn an gespielt. Jetzt ist er wieder frisch. Er versteht sich gut mit Serhou, wobei Carney das auch sehr gut gemacht hat. Es geht darum, ein bisschen Frische und ein bisschen mehr Intensität reinzubringen.“

… zur Rückkehr zur Dreierkette (vor dem Spiel): „Wenn man offensiv nach vorne verteidigt, muss man immer auch eine gute Restverteidigung haben. Mit drei Innenverteidigern ist das sehr viel mehr gewährleistet, als wenn man dort nur zwei hat. Aber letzten Endes müssen wir, wenn der Ball beim Torwart ist, sowieso ins Mann-gegen-Mann gehen. Da sind wir an der Mittellinie, dann ist das Risiko überschaubar. Letzten Endes sind es noch 50, 60 Meter bis zu unserem Tor. Wir haben noch einen Torwart hinten drin. Also hoffe ich, dass da nichts anbrennt.“

… zum gestiegenen Selbstvertrauen der Mannschaft (vor dem Spiel): „Ergebnisse sind wichtig im Fußball. Denn ohne positive Ergebnisse gibt es auch keine positive Stimmung. Aber die Mannschaft entwickelt sich richtig gut. Wir haben gute Ergebnisse, spielen ordentlichen Fußball und haben Selbstvertrauen. Jeder Einzelne fühlt sich körperlich fit. Das sind alles Komponenten, die dazu beitragen, dass man als Fußballer dementsprechend wächst und dann so auftritt, wie wir im Moment auftreten.“

… zur Entwicklung des BVB (vor dem Spiel): „Das in Prozentpunkten auszudrücken, ist schwierig. Aber wir sind auf einem guten Weg. Wir haben immer noch Luft nach oben, aber wir steigern uns Schritt für Schritt immer ein bisschen. Das ist das Ziel. Ich bin sehr, sehr zufrieden mit meinen Jungs.“

 

Kostas Karetsas (Torschütze Borussia Dortmund) ...

… zu seiner Einwechslung: „Als ich eingewechselt werden sollte, kam ich gerade von der Toilette. Deshalb habe ich nicht viele Anweisungen bekommen. Ich musste einfach in der 40. Minute rein, weil sich Guirassy verletzt hatte. Es gab keine großen Anweisungen, nur: Geh rein, spiel und presse aggressiv. Ich habe einfach versucht, mein Spiel zu spielen. Sie haben mir viel Raum gegeben und genau das kann ich genießen.“

… zu seiner körperlichen Verfassung: „Der größte Schritt für mich war natürlich der Wechsel aus der belgischen Liga in die Champions League und in die Bundesliga. Hier geht es körperlich viel intensiver zu. Ich entwickle mich noch. Fußballerisch habe ich nicht viel Zeit gebraucht, um mich anzupassen. Körperlich kann ich mich aber definitiv noch deutlich verbessern.“

 

Waldemar Anton (Borussia Dortmund) ...

… zum Sieg gegen Real Betis: „Wir spielen Champions League, jedes Spiel ist hart. Wir haben ein bisschen gebraucht, um gut ins Spiel reinzukommen. Das ist nach den letzten Wochen auch normal. Nichtsdestotrotz haben wir in den entscheidenden Phasen Zweikämpfe gewonnen, gut nach vorne gespielt und Chancen kreiert. Alles, was wir uns vorgenommen haben, haben wir gut gemacht. Am Ende waren wir eiskalt vor dem Tor, hatten viele Möglichkeiten und mussten phasenweise auch Druck aushalten. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft. Alle haben es heute über 90 Minuten top gemacht.“

… zur Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit: „Wir mussten erst einmal ins Spiel reinkommen. Dann hatten wir viele Möglichkeiten und auch noch das Verletzungspech mit Serhou, der ausgewechselt werden musste. Das sind alles Kleinigkeiten, die eine Rolle spielen. In der zweiten Halbzeit waren wir giftiger und aggressiver in den Zweikämpfen. Der Schiedsrichter hat auch nicht mehr alles abgepfiffen, was er in der ersten Halbzeit noch abgepfiffen hat. Dann kommen die Fans dazu und wir machen verdient die beiden Tore.“

… zu seinem Ballverlust vor dem zwischenzeitlichen Ausgleich: „Ich habe versucht, mich mit ins Spiel einzuschalten. Mein letzter Pass war nicht gut und dann läuft der Konter. Das ist natürlich sehr, sehr ärgerlich und muss ich auch auf meine Kappe nehmen. Ich habe mich schon bei den Jungs bedankt, die haben ein Riesenspiel gemacht. Kostas hat das 2:1 erzielt und dann werden solche Fehler auch schnell vergessen. Wir müssen wissen, dass wir gemeinsam durch solche Situationen gehen. Das haben wir heute überragend gemacht.“

… zur kuriosen Einwechslung von Kostas Karetsas: „Ich habe tatsächlich mitbekommen, dass er noch auf der Toilette war. Am Ende war wichtig, dass er schnell auf der Toilette war. Das hat er geschafft und ist dann auch reingekommen.“

 

Ole Book (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...

… zur Atmosphäre im Signal Iduna Park (vor dem Spiel): „Ich fühle mich sehr wohl in dem Stadion. Noch wohler als in der Vergangenheit, weil es jetzt wirklich die Heimspielstätte ist. Das ist toll. Ich glaube, dass man sich auch nach ganz, ganz vielen Jahren nicht richtig an die Atmosphäre gewöhnt, sondern sich jedes Mal wieder freut.“

… zu den Erkenntnissen aus dem 2:2 beim FC Bayern München (vor dem Spiel): „Uns hat es auf jeden Fall gezeigt, dass wir widerstandsfähig und variabel sind, dass wir für die Gegner schwer auszurechnen sind. Wir sind das Spiel gegen die Bayern taktisch ein bisschen anders angegangen und haben mutig gespielt. Das war wertvoll für uns, auch in der ersten Halbzeit. Dass wir zweimal nach einem Rückstand zurückkommen, ist natürlich ganz besonders in dem Stadion. Ich glaube nicht, dass das ganz vielen Mannschaften gelingt.“

… zur Frage, ob der BVB offensiver über seine Meisterschaftsambitionen sprechen sollte (vor dem Spiel): „Ich bin mir ganz sicher, dass es von den Medien gerne gesehen wird, wenn man das auch verbal sehr offensiv angeht. Am Ende des Tages wird es uns aber nicht helfen. Was uns helfen wird, ist, jeden Tag wirklich akribisch und fleißig zusammen an den Themen zu arbeiten und uns immer zu bemühen, besser zu werden. Dann werden wir uns natürlich auch nicht gegen großen Erfolg wehren. Aber es wird uns definitiv nicht helfen, Parolen rauszuhauen. Wichtig wird sein, dass wir jeden Tag zusammen auf dem Platz stehen und gerade in den Spielen zeigen, was wir können.“

… zu möglichen Wintertransfers (vor dem Spiel): „Wir werden sehen, was möglich ist. Natürlich gibt es immer wieder Themen, die man beobachtet. Das ist unser Job. Das machen wir rund ums Jahr, jeden Tag, den ganzen Tag. Das ist einfach unsere Aufgabe und Verantwortung. Ob dann etwas möglich ist, wird man sehen. Das hängt mit Sicherheit auch davon ab, ob wir noch Verletzungen haben. Momentan sind Gott sei Dank alle gesund. Da kann immer etwas dazwischenkommen. Aber wir sind schon sehr glücklich mit dem Kader, den wir gerade haben.“

… zum möglichen Bedarf auf den Außenverteidigerpositionen (vor dem Spiel): „Ich glaube, dass wir auch in der Breite ausreichend aufgestellt sind. Vielleicht ist es kein ganz großes Geheimnis, dass wir nicht zu viele Außenverteidiger haben. Das kann natürlich immer mal eine Position sein. Da darf bis dahin nicht ganz viel passieren.“

 

Manuel Pellegrini (Trainer Real Betis) ...

… zur Niederlage gegen Borussia Dortmund: „Es war ein sehr enges Spiel zwischen zwei Mannschaften, die guten Fußball spielen. Wir haben von der ersten Minute an versucht, das Spiel zu gewinnen und Tore zu erzielen. Leider hat Dortmund drei Minuten nach unserem Ausgleich das zweite Tor geschossen. Von diesem Zeitpunkt bis zum Ende hatten wir noch zwei oder drei sehr klare Torchancen.“

… zum Spielverlauf: „Wir wussten, dass wir gegen eine Mannschaft spielen, die sehr viel Energie mitbringt. Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet. Vielleicht hatte Dortmund in den letzten zehn bis 15 Minuten der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz und einige Chancen in unserem Strafraum. In der zweiten Halbzeit war es ausgeglichener. Nach dem zweiten Gegentor hat meine Mannschaft sehr gut gespielt. Wir hätten zumindest noch ein Tor erzielen müssen.“

… zur Leistung von Kostas Karetsas: „Es geht nicht nur um ihn. Borussia Dortmund ist eine der führenden Mannschaften in der deutschen Liga. Sie haben drei oder vier sehr gute Spieler. Karetsas kam wegen der Verletzung des Stürmers, der normalerweise auf der Neun spielt. Aber Dortmund hat nicht nur ihn, sondern noch weitere sehr gute Spieler in der Mannschaft.“

 

Troy Parrott (Real Betis) ...

… zur Niederlage gegen Borussia Dortmund: „Es ist schwer zu sagen. Beide Mannschaften waren über weite Strecken im Spiel und hatten Chancen, Tore zu erzielen. Der Unterschied war, dass Dortmund zwei Chancen genutzt hat und wir nur eine. Es war ein hart umkämpftes Spiel von beiden Seiten. Leider haben wir heute nicht genug Tore geschossen.“

… zu den sieben Veränderungen in der Startelf: „Ich glaube nicht, dass sich das negativ ausgewirkt hat. Wir machen das schon seit Saisonbeginn und sind damit bislang sehr gut gefahren. Man sieht, dass jeder mitzieht und seine Chancen bekommt, zu spielen. Es ist wichtig, dass die Stimmung innerhalb der Mannschaft sehr gut ist.“

… zu seiner persönlichen Entwicklung bei Real Betis: „Es ist schwierig. Ich bin noch neu hier und versuche, die Verbindungen zu den anderen Offensivspielern aufzubauen. Das braucht Zeit, sowohl im Training als auch in den Spielen. Aber ich bin hier, um solche Spiele und solche großen Abende zu erleben. Natürlich bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden, aber ich freue mich sehr, bei solchen Spielen auf dem Platz zu stehen.“

 

Martin Demichelis (Trainer RB Leipzig) ...

… zur Niederlage gegen Manchester City: „So ist der Fußball. Meiner Meinung nach haben wir heute mehr als einen Punkt verdient. Wir haben eine brutale Leistung gebracht gegen den Zweiten der Premier League, der wahrscheinlich bis zum Ende um den Titel kämpfen wird. Ich bin der Meinung, dass wir heute unsere beste Leistung gegen den Ball gebracht haben. Wir waren auch mutig nach vorne mit dem Ball und hatten viele Chancen. Es ist bitter, ein sehr trauriger Moment für die Spieler. Aber ich habe den Jungs gratuliert. Das ist der Weg, das ist die Leistung, die wir in solchen internationalen Spielen bringen müssen. Heute war es ein richtiges Champions-League-Spiel.“

… zu den entscheidenden Unterschieden zwischen Leipzig und Manchester City: „Das erste Tor haben wir selbst gemacht. Manchester City hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf unser Tor geschossen. Oder ein anderes Beispiel: Haaland war im Spiel nicht präsent und am Ende macht er das dritte Tor. So ist der Fußball. Insgesamt haben wir gegen den Ball und mit dem Ball ein sehr gutes Spiel gemacht. Ich weiß, dass drei Punkte aus vier Spielen zu wenig sind. Aber die Art und Weise, die wir heute gezeigt haben, ist genau das, was die Mannschaft in jedem Spiel zeigen muss. Deswegen freue ich mich über die Leistung der Jungs und der ganzen Gruppe. Es geht weiter. In zweieinhalb Tagen haben wir wieder ein wichtiges Spiel, in dem wir drei Punkte holen müssen.“

… zu den Aussichten in der Champions League: „Es gibt viele positive Dinge von heute. Es ist ein trauriger Moment, weil wir nach so einer guten Leistung verloren haben. Aber die Spieler müssen selbst von so einer Leistung überzeugt sein. Wir haben gegen eine brutale Mannschaft gespielt. Deswegen müssen sie von heute viel lernen und viele Dinge mitnehmen. Es geht immer weiter.“

… zum Trainerduell mit seinem Freund Enzo Maresca (vor dem Spiel): „Wir kennen uns als Trainer ganz gut, unsere Philosophie, Methodik und Prinzipien. Wir reden oft über Fußball. Aber heute ist er Trainer von Manchester City und ich bin Trainer von Leipzig. Wir wollen beide gewinnen.“

… zur Bedeutung von Christoph Baumgartner und Antonio Nusa (vor dem Spiel): „Baumi ist ein Leader, er hat diese Gier. Er gibt viele Kommandos. Er hat auch die Qualität, in die Box zu kommen, aber auch gegen den Ball viel zu arbeiten. Das kann uns gegen den Ball helfen. Wir wissen, dass Manchester City eine starke Mannschaft im Ballbesitz ist. Deswegen glaube ich, dass Baumi von Anfang an Persönlichkeit reinbringen und die anderen Mitspieler auch mutig machen kann. Toni ist in einer sehr guten Verfassung. Ich wünsche ihm, dass es so bleibt. Aber wir müssen in jeder Phase und in jeder Linie ein gutes Spiel machen. Sonst wird es schwer.“

 

Christoph Baumgartner (RB Leipzig) ...

… zur Niederlage gegen Manchester City: „Extrem bitter. Wir haben über weite Strecken echt ein gutes Spiel gemacht, haben alles reingelegt. Es tut so weh, dass wir das Spiel verlieren. So ein Spiel hier zu Hause, da musst du auf jeden Fall zumindest einen Punkt mitnehmen. Klar haben die immer Qualität und wir wissen, dass Haaland immer mal richtig steht. Aber trotzdem tut das heute extrem weh, dass wir nichts mitnehmen.“

… zu den Gegentoren und den verpassten Möglichkeiten: „Wir haben es über weite Strecken echt gut gemacht. Klar gibt es mal Phasen, wo du hinterherläufst, wo du nicht den Ball hast. Aber gerade in den Umschaltsituationen waren wir immer total gefährlich. Wir waren im letzten Drittel noch ein Stück zu unsauber, haben den letzten Pass nicht sauber genug gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir es noch mal einen Tick besser gemacht. Trotzdem musst du solche Spiele cleverer zu Ende bringen, dass du auf jeden Fall einen Punkt mitnimmst oder zumindest bis hinten raus die Chance hast, das Spiel zu gewinnen. Jetzt stehen wir mit null Punkten da, haben aus vier Spielen drei Punkte. Das ist nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Trotzdem ist noch alles drin. Jetzt müssen wir gegen Augsburg noch mal alles rausholen.“

… zu den Aussichten in der Champions League: „Die Gegner waren jetzt auch nicht die einfachsten, die wir gehabt haben, das müssen wir ehrlich sagen. Klar wird es trotzdem schwierig bleiben. Aber wir haben gesehen, dass wir dran sind. Das reicht einem am Ende trotzdem nicht. Du musst einfach Punkte holen. Es werden Spiele kommen, in denen wir auf jeden Fall die Chance haben, zu punkten. Ich habe nach wie vor den Glauben an die Mannschaft, dass wir auch in der Champions League mehr Punkte holen können. Wir wissen, dass es ungefähr zehn Punkte brauchen wird. Also müssen wir abliefern. Aber ich glaube auf jeden Fall daran.“

 

Ridle Baku (Torschütze RB Leipzig) ...

… zur knappen Niederlage gegen Manchester City: „Wir wollten das Heimspiel unbedingt gewinnen. Wir hatten vorher eine gute Heimserie mit vielen Siegen und wollten daran anknüpfen. Aber gegen so einen Gegner kommt es wirklich auf Nuancen an, auf Schlüsselmomente. Da waren wir nicht zu 100 Prozent da, haben nicht zu 100 Prozent verteidigt. Insgesamt war das aber eine gute Mannschaftsleistung, auf die man aufbauen kann. Wenn wir es schaffen, über 90 Minuten konsequent zu verteidigen und vorne in den Schlüsselmomenten die Tore zu machen, dann können wir auf jeden Fall eine Spitzenmannschaft sein und eine Spitzenmannschaft schlagen.“

… zu seinem Tor und seiner Leistung: „Es ist immer gut, wenn man performen kann, wenn man die Möglichkeit hat, zu spielen. Über das Tor bin ich natürlich sehr glücklich. Aber die Mannschaftsleistung ist mir persönlich wichtiger. Ich hätte lieber die drei Punkte gehabt. Es sind viele positive Dinge dabei. Jetzt gilt es, das kontinuierlich weiter auf den Platz zu bringen.“

… zur Entwicklung der Mannschaft: „Wir haben davor drei Siege eingefahren, jetzt mal eine Niederlage. Das wird uns nicht umstoßen. Am Samstag zu Hause gegen Augsburg können wir es besser machen und hoffentlich die nächsten drei Punkte holen.“

 

Enzo Maresca (Trainer Manchester City) ...

… zum Sieg gegen RB Leipzig: „Es war ein schwieriges Spiel. Ich glaube, wir haben es gut kontrolliert, hatten aber in einigen Momenten auch Schwierigkeiten. Es ist ein Champions-League-Spiel, ein Auswärtsspiel in Deutschland. Das ist immer schwierig. Deshalb bin ich glücklich über die drei Punkte.“

… zu den Qualitäten von RB Leipzig: „Wir wussten, dass sie gut organisiert und aggressiv sind. Mit dem Ball sind sie gefährlich, besonders mit den beiden Flügelspielern Gruda und Nusa. Deshalb mussten wir auch im Umschaltspiel vorsichtig sein. Ich bin glücklich über die drei Punkte. Jetzt müssen wir uns erholen und am Wochenende geht es weiter.“

… zum Trainerduell mit Martin Demichelis: „Er ist ein sehr guter Freund. Wir stehen uns sehr nahe. Er macht einen fantastischen Job in der Liga. In der Champions League ist es immer schwierig. Hoffentlich können sie es auch dort noch besser machen.“

 

Erling Haaland (Kapitän & Torschütze Manchester City) ...

… zum Sieg gegen RB Leipzig: „Es war ein schwieriges Spiel. Jedes Spiel in der Champions League ist schwierig. Leipzig hat sein eigenes Spiel gespielt. Wir nehmen den Sieg mit. Sie sind immer wieder zurückgekommen, aber am Ende haben wir gewonnen. Das ist das Wichtigste.“

… zu den Qualitäten von RB Leipzig: „Sie sind eine gute Mannschaft mit guten Spielern. Sie haben immer gute Spieler und gute Talente, solange ich mich erinnern kann. Es ist nie einfach, hierherzukommen. Die deutschen Mannschaften unterscheiden sich in manchen Dingen von den englischen, und das meine ich positiv. Wir müssen uns ein bisschen anpassen und in Bestform sein. In der Champions League sind es acht Endspiele in dieser Ligaphase. Es ist nicht einfach.“

… zu seiner besonderen Torquote gegen Leipzig: „Ich habe schon oft gegen sie gespielt, mit Dortmund und Manchester City. Wir treffen gefühlt jedes Jahr aufeinander. Es läuft gut. Ich habe ein paar Tore gegen sie geschossen. Es ist immer schön, gegen Leipzig zu spielen. Seien wir ehrlich: Ich genieße es.“

 

DAZN-Experte Sebastian Kneißl ...

… zur Leistungssteigerung des BVB in der zweiten Halbzeit: „Vielleicht haben viele gedacht, dass es noch fußballerischer wird, dass wir mehr Ballbesitzphasen sehen, die einfach Spaß machen. Das war aber vor allem auf der Seite von Real Betis nicht der Fall, weil der BVB immer wieder gut drauf war. Speziell in der zweiten Halbzeit haben sie es geschafft, die nötige Offensivpower mit reinzubringen. Da wurden sie dann auch mit Treffern belohnt.“

… zur Entwicklung von Fabio Silva: „Was mir bei ihm gefällt, ist, dass er extrem fleißig ist, immer wieder diese Wege macht. Manchmal verlässt er mir zu schnell die Position vorne drin, da würde ich ihn öfter gerne sehen. Trotzdem ist er einer, der immer sehr viel Energie auf den Platz bringt. Wenn er jetzt auch ab und zu noch die Neunerposition hält, dann ist das noch besser. Aber er ist ein Riesenkicker.“

… zum entscheidenden Einfluss von Kostas Karetsas: „Wenn du ihm nicht zu viel Verantwortung gibst, sondern sagst: Mach einfach dein Spiel, dann werden wir noch sehr viel von ihm sehen. Sobald er in diesen jungen Jahren das Gefühl hat, er muss diese Mannschaft tragen, habe ich ein bisschen Bauchschmerzen. Aber keine Frage: Heute hat er mit seinen Dribblings, seinen Fähigkeiten und seinen Aktionen den Unterschied gemacht.“

… zur taktischen Veränderung des BVB gegen Bayern München (vor dem Spiel): „Jetzt sehe ich auch eine Überraschung. Sonst haben wir immer über Stabilität gesprochen und darüber, dass alles zu erwarten war. Jetzt mit Viererkette, hohem Anlaufen, das war etwas Neues. Das packt noch einmal ein neues Element auf die Borussia. Ich fand es tatsächlich eine mutige Herangehensweise. Denn das Wort mutig haben wir in den letzten Monaten nicht so oft mit dieser Mannschaft in Verbindung gebracht.“

 

DAZN-Experte Nils Petersen ...

… zur Leistung von RB Leipzig und der knappen Niederlage: „Hinten raus war das Spiel offen, deswegen konnte Manchester City in der Statistik noch ausgleichen. Aber bis dahin war Leipzig wirklich die bessere Mannschaft, hat mehr für das Spiel getan. Das ist das, was wir in der 70. Minute gesagt haben: Geht man jetzt auf das 3:2 oder behält man den Punkt? Ich fand, Leipzig hat es trotzdem gut gemacht. Am Ende sind es einfach zwei gute Angriffe, die zu den Treffern geführt haben. Da hat sich dann doch die Qualität durchgesetzt.“

… zur außergewöhnlichen Qualität von Erling Haaland: „Leipzig liegt ihm einfach. Das ist jemand, der sich in diesem Stadion und gegen diesen Gegner wohlfühlt. Ich kenne das als Stürmer: Gegen manche Gegner fühlst du dich besonders wohl, weil das im Hinterkopf bleibt. Er hat diese Sicherheit, zu wissen: Ich kann 70, 75 Minuten gar nicht auffallen und bleibe trotzdem auf dem Platz. Ich weiß, ich bekomme noch eine Chance. Er ist zwar frustriert und genervt, dass er keine Bälle bekommt, weil er am liebsten zwei, drei Tore machen will. Aber er weiß, dass seine Chance noch kommen wird.“

… zur aktuellen Form von RB Leipzig (vor dem Spiel): „Leipzig hat jetzt Ergebnisse geliefert. Die waren wichtig, um den Glauben und das Selbstvertrauen zurück in die Kabine zu holen. Dass du wieder weißt: Wir sind eine Top-Mannschaft, wir gehören in die Top vier. So haben sie vorher nicht gespielt. Dafür sind sie zu oft richtig auseinandergebrochen, das war ein bisschen untypisch. Aber jetzt auf Schalke wieder eine richtig stabile Leistung, in Essen irgendwie weitergekommen. Sie stehen in allen drei Wettbewerben okay da.“

… zur Bedeutung von Christoph Baumgartner (vor dem Spiel): „Seine Mentalität ist der Grund, dass Leipzig in Essen weitergekommen ist und am Ende auch in Madrid noch ein Tor geschossen hat. Er gibt der Mannschaft wahnsinnig viel Energie. Er bringt von allem viel mit. Er hat nicht diese Qualität von Nusa und auch nicht die Abschlussqualität von Romulo. Aber er bringt der Mannschaft so viel Input durch seine Führungsmentalität und seine Führungsqualität. Das kannst du dir einfach nicht kaufen. Das hast du oder hast du nicht. Er bringt das einfach mit.“

 

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