Fußball

Freiburgs Trainer Schuster nach Finalniederlage in Istanbul zur Europapokal-Reise: „Für den Moment spüre ich keine Zufriedenheit“

SC-Vorstand Leki zu den Erfolgen in Europa: „Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen“ - Freiburgs Keeper Atubolu zu den Gegentreffern vor der Pause: „Das waren viel zu einfache Tore“ - RTL-Experte Matthäus anerkennend: „Glückwunsch an Freiburg für diese schöne Reise“

Köln, 20.05.2026

Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus dem Finale der UEFA Europa League SC Freiburg gegen Aston Villa (0:3). Die Stimmen sind frei zur Verwendung mit Hinweis auf die UEFA Europa League live bei RTL.

 

Julian Schuster (Trainer SC Freiburg) ...

… zur Finalniederlage: „Für den Moment spüre ich keine Zufriedenheit. Wir haben ein Finale verloren. Das überwiegt natürlich und schmerzt sehr. Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass wir uns dahin entwickelt haben, nicht nur den Glauben, sondern auch die Überzeugung zu haben, dieses Spiel gegen Aston Villa zu gewinnen. Die erste Halbzeit war 40 Minuten lang in Ordnung. Wenn du durch Standardsituationen das Spiel ein Stück weit aus der Hand gibst, ist das sehr hart. Wir haben im Vorfeld gesagt, dass gerade die Standardsituationen heute mitentscheiden können.“

… zum 0:1: „Es ist immer eine gewisse Abwägung, welchen Raum du zur Verfügung stellst. Aston Villa spielt es natürlich perfekt und er trifft ihn optimal. Da muss alles zusammenkommen, wie es in dieser Situation passiert. Natürlich gibt es diese Abwägungen, wo du mit freien Männern arbeitest und dafür einen anderen Raum aufgibst. Genau dieses Spiel ist es dann. Das machen wir offensiv genauso. Aston Villa hat es in dieser Situation leider sehr gut umgesetzt.“

… zum 0:2: „Bei der ersten Standardsituation macht Aston Villa vieles sehr gut. Bei der zweiten ist es einfach unser Fehler, vor allem nach zweiten Bällen. Man hat den Drang, schnell in seine ursprüngliche Position zurückzugehen, und ist dadurch in klarer Unterzahl. Das ist genau die Gefahr nach dem ersten Tor, dass du dich vielleicht ein Stück weit verlierst. Aston Villa will über die Art und Weise, wie sie spielen, in deinen Kopf kommen. Dafür sind wir kurz vor der Halbzeit sehr bitter bestraft worden.“

… zur Halbzeitansprache: „In solchen Momenten zeigt sich das wahre Gesicht einer Mannschaft. Wenn alles gut läuft, ist es relativ einfach, viele Dinge umzusetzen. Wenn du 0:2 zurückliegst und kurz vor der Halbzeit diese Tore bekommst, zeigt sich der wahre Charakter. Da muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie sich wieder aufgerappelt hat. 0:2 kann ein gefährliches Ergebnis sein. Wenn du ein Tor schießt, sind die Körpersprache und der Glaube schnell wieder da. Es war okay, wie sie es versucht haben, aber es hat leider nicht gereicht.“

… zur Verarbeitung der Niederlage: „Mit ein paar Tagen Abstand und ein bisschen Zeit werden wir reflektieren können, was wir geleistet und gemeinsam mit unseren Fans erreicht haben. Für den Moment überwiegt aber Trauer.“

… zur Belastung nach dieser Saison: „Das kann ich leider nicht beantworten. Ich weiß nicht, wie lange das dauert. Was ich sagen kann: Dieser heutige Tag ist für uns eine Erfahrung. Aus der werden wir lernen. Aus der werden wir besser werden. Wir können realistisch einschätzen, wo wir stehen und was notwendig ist. Heute war über 90 Minuten in einem Spiel alles möglich. Wir haben es nicht gebracht, aber das wird uns stärker machen und helfen, uns weiterzuentwickeln.“

… zu Unai Emery: „Für uns ist es unglaublich, dass wir hier zum ersten Mal im Finale stehen. Er hat diesen Wettbewerb so oft gewonnen. Das ist beeindruckend. Es gab auch schon genügend deutsche Trainer, die einige Finals verloren haben. Das wird mir Kraft geben, weiter mit unseren tollen Jungs, in unserem tollen Verein und mit unseren Fans zu arbeiten.“

… zur Verfassung der Mannschaft (vor dem Spiel): „Ich habe den gleichen Fokus wie Wochenende für Wochenende gespürt. Bei den besonderen Rahmenbedingungen den Fokus auf das Wesentliche aufrechtzuerhalten, ist die Kunst. Es war eine Leichtigkeit da, eine Vorfreude und natürlich die notwendige Anspannung. Für mich ist das der ideale Mix.“

… zur Überzeugung in die Mannschaft (vor dem Spiel): „Es ist doch die Mannschaft, die mir diese Überzeugung, Sicherheit und Ruhe gibt. Vor zwei Jahren hat genau diese Mannschaft gesagt, sie möchte sich dahin entwickeln, mehr aus ihrer Stärke zu denken und sich weniger am Gegner zu orientieren. Nach diesen zwei Jahren können wir mit einem Selbstbewusstsein hier stehen und sagen: Auch heute wählen wir diese Herangehensweise und das ist das, was uns stark macht.“

… zum Kontakt mit Christian Streich (vor dem Spiel): „Er hat schon recht. Die Zeit, die wir in diesem Jahr für andere Dinge hatten, war sehr begrenzt. Hier zu stehen, hat in vielerlei Hinsicht auch seinen Preis. Man muss auf viele Dinge verzichten. Aber wenn man hier hochschaut, tut man das sehr gerne.“

 

Vincenzo Grifo (Kapitän SC Freiburg) ...

… zur Finalniederlage: „Sicherlich überwiegen keine Glücksgefühle. Man muss zugeben, dass Aston Villa einfach die bessere Mannschaft war. Wir haben es leider nicht geschafft, Aston Villa zu beeindrucken. Sie waren sehr abgezockt und erfahren in dem, was sie gemacht haben. Wir haben leider keinen Druck hinbekommen. Deswegen war es ein verdienter Sieg für Aston Villa.“

… zum Blick auf die Saison: „Wenn ich sehe, was die Fans hier abgerissen haben, was wir diese Saison abgerissen haben, wo wir am Ende gelandet sind und was diese Mannschaft erreicht hat: Viele von uns haben über 50 Spiele gemacht und wir sind bis ins Finale gekommen. Wir hätten gerne den Pokal hochgehalten, aber es hat heute leider nicht geklappt.“

… zu den Fans: „Sie haben uns dahin gebracht, sie haben uns angepeitscht. Auch in schlechten Momenten waren sie immer für uns da. Das, was wir nach Braga in Freiburg erlebt haben, war einfach überragend. Für solche Momente spielt man Fußball. Aber es muss leider immer einen Gewinner und einen Verlierer geben. Leider haben wir heute den Kürzeren gezogen.“

 

Oliver Leki (Vorstand Finanzen, Organisation & Marketing SC Freiburg) ...

… zur Saisonbilanz: „Nach der ersten Enttäuschung, die jetzt bei allen groß ist, wird mit ein paar Tagen Abstand das Resümee sein, dass wir eine wahnsinnig gute Saison gespielt haben. Wir waren bis Ende April in drei Wettbewerben dabei, im Halbfinale des DFB-Pokals und im Finale des Europapokals. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Das wäre vor einigen Jahren in Freiburg unvorstellbar gewesen. Am Ende wird das Resümee so aussehen, dass die Jungs es großartig gemacht haben. Das sollte man auch nicht in Abrede stellen.“

… zur weiteren Entwicklung des Vereins: „Ein Stück weit ist das in Freiburg natürlich auch nicht anders, wir leben ja auch nicht auf dem Mond. Aber ich glaube, insgesamt haben wir über die Jahre eine gute Balance hinbekommen. Wir haben vor gut zehn Jahren begonnen, sportlich, wirtschaftlich und organisatorisch eine Entwicklung aufzusetzen und zu verändern. Heute ist wahrscheinlich der vorläufige Höhepunkt, auch wenn das Finale verloren gegangen ist. Wir werden uns von diesem Weg nicht abbringen lassen.“

… zur erneuten Europapokal-Teilnahme: „Wir werden jetzt zum vierten Mal in fünf Jahren europäisch spielen. Jetzt ist es die Conference League. Natürlich hat man auch in Freiburg ein bisschen davon geträumt, mal die Hymne der Champions League zu hören. Aber wenn ich auf die Entwicklung des Vereins schaue, ist für mich persönlich die wichtigste Botschaft: Wir sind wieder europäisch dabei. Nur das zählt.“

… zur Ausgangslage vor dem Finale: „Ich glaube schon, dass die Dramaturgie über die Bundesliga mit dem letzten Spiel gegen Leipzig gut war. 4:1 gegen Leipzig zu gewinnen, musst du erst mal schaffen. Die Jungs hatten ein Erfolgserlebnis, körperlich waren sie in einem ganz guten Zustand, keiner war verletzt. Eigentlich war alles gut angerichtet. Aber heute haben wir gegen eine wirklich gute Mannschaft verloren, die individuelle Klasse und eine starke Physis hat. Aston Villa hat verdient gewonnen. Das müssen wir anerkennen und gratulieren.“

 

Noah Atubolu (Torwart SC Freiburg) ...

… zur Finalniederlage: „Wir sind ganz gut ins Spiel gekommen und machen es in der ersten Halbzeit okay. Dann schenken wir das Spiel innerhalb von drei oder vier Minuten nicht her, aber wir machen es uns mit den zwei Standardtoren sehr schwer. Die verteidigen wir in so einem Finale sehr schlecht. Das waren viel zu einfache Tore, obwohl wir es bis zur 35. oder 40. Minute relativ gut verteidigt und wenig zugelassen haben. Dann bekommst du zwei Standardtore und in der zweiten Halbzeit das 0:3. Wir hatten über das Spiel hinaus nicht so viele Chancen. Wir haben es ihnen am Ende zu einfach gemacht.“

… zur Europa-League-Saison: „Ich will jetzt nicht wieder sagen, dass wir stolz sein können, dass wir es so weit geschafft haben. Wir sind ins Finale gekommen, weil wir dieses Finale gewinnen wollten. Ich wollte dieses Finale gewinnen. Ich bin sehr enttäuscht, wir sind insgesamt sehr enttäuscht. Ich will uns als Freiburg auch nicht kleinreden, weil wir bis hierhin eine sehr gute Europa-League-Saison gespielt haben. Aber an die Fans, die alle hier waren: riesigen Respekt. 11.000 sind aus Freiburg bis nach Istanbul mitgekommen, die Karten waren sofort ausverkauft. Es ist verrückt, was der Verein über die Jahre aufgestellt hat. An den Fans hat es auf jeden Fall nicht gelegen. Sie haben uns von Anfang bis Ende unterstützt, selbst beim 0:3.“

… zur berichteten Verpflichtung von Mio Backhaus beim SCF: „Das kann ich so nicht sagen. Die Meldung ist mir neu, die ich gerade von Ihnen bekommen habe. Dazu kann ich gar nicht viel sagen. Ich bin jetzt hier, wir haben gerade das Spiel verloren. Das ist etwas, mit dem ich mich überhaupt nicht beschäftige. Ich ärgere mich gerade, weil wir das Europa-League-Finale verloren haben.“

 

Jochen Saier (Vorstand Sport SC Freiburg) ...

… zur Bedeutung des Europa-League-Finals für Freiburg (vor dem Spiel): „Es fühlt sich unglaublich gut an. Ich habe dieses Gefühl schon in den letzten Tagen gespürt, aber auch heute, wenn ich hier durch die Stadt gelaufen bin: In wie viele glückliche Gesichter man schaut, wie viele Begegnungen man gehabt hat. Es ist schon sehr besonders. Wenn man hier bei den Fans eingelaufen ist, fühlt es sich an, als wären wir bereit.“

… zur Entwicklung des Vereins (vor dem Spiel): „Das ist die Krönung eines längeren Weges. Natürlich einer besonderen Saison, aber ich würde das Bild schon ein bisschen größer ziehen. Wir haben uns in den letzten zehn Jahren fast Schritt für Schritt weiterentwickelt und zuletzt in der Liga eher international gespielt. Heute dürfen wir wahrscheinlich das größte Spiel erleben. Das macht einen schon stolz.“

 

Matthias Ginter (SC Freiburg) ...

… zur Bedeutung des Finals (vor dem Spiel): „Das bedeutet nicht nur mir etwas, sondern uns allen Spielern und dem ganzen Verein. Wir freuen uns einfach darauf, dass es bald losgeht. Wir werden natürlich alles auf dem Platz lassen, was wir haben.“

… zu den Schlüsseln im Finale (vor dem Spiel): „Wir wollen gut reinkommen und natürlich unser Spiel bringen. Wir wissen um die Stärke des Gegners. Aber es ist ein Finale, es ist ein Spiel, es ist Fußball. Dafür sind wir da, um die Überraschung zu schaffen. Ich bin relativ optimistisch und habe ein gutes Gefühl.“

 

Unai Emery (Trainer Aston Villa) ...

… zum fünften Europa-League-Titel: „Ich liebe Europa. Ich liebe die Conference League, ich liebe die Europa League, ich liebe die Champions League und besonders die Europa League. Sie hat mir viel gegeben. Natürlich auch mit den Klubs, mit denen ich gearbeitet habe. Ich habe mit Valencia in Europa angefangen, dann mit Sevilla. Dort habe ich gelernt, wie sehr dieser Wettbewerb gewollt und geliebt wird. Auch die Fans haben mir das beigebracht. Dann in Villarreal, mit den Eigentümern und den Fans, habe ich erlebt, wie viel uns diese Trophäe gegeben hat und wie fokussiert wir darauf waren. Hier habe ich versucht, all meine Erfahrungen einzubringen. Wir hatten mit Aston Villa das Champions-League-Viertelfinale, vor zwei Jahren das Halbfinale in der Conference League und jetzt in diesem Jahr dieses Finale. Wenn du ein Finale spielst, ist der einzige Weg, zu gewinnen. Wir waren sehr fokussiert, haben diesen Wettbewerb und Freiburg sehr respektiert. Wir haben ein sehr seriöses Spiel gemacht. Ich denke, wir haben gewonnen, weil wir es verdient haben.“

… zum Unterschied seiner Mannschaft zur Konkurrenz: „Wir hatten eine fantastische Saison in der Europa League. Wir haben 14 Spiele gespielt und nur zwei verloren. Wir haben viele Spiele gewonnen, weil wir sehr fokussiert waren. Wir haben diese Herausforderung sehr ernst genommen, von Anfang an, als wir zu Hause gegen Bologna gestartet sind. In jedem Spiel waren wir voll auf diesen Wettbewerb konzentriert und haben ihn sehr respektiert. Das ist der Grund, warum wir diese Trophäe gewonnen haben: weil wir es verdient und diesen Wettbewerb sehr respektiert haben.“

… zu den Feierlichkeiten: „Wir haben noch das letzte Spiel gegen Manchester City am Sonntag. Aber wir haben unser Ziel erreicht. Wir sind in der Premier League Vierter oder Fünfter und damit in der Champions League im nächsten Jahr. Dazu kommt diese Trophäe. Jetzt werden wir diesen Moment genießen, mit Freunden, mit der Familie, mit den Spielern, mit dem ganzen Klub, mit dem Staff und mit den Fans. Danach spielen wir am Sonntag. Für uns ist die Saison aber abgeschlossen, das Ziel ist erreicht. Natürlich werden wir das Spiel gegen Manchester City respektieren und versuchen, die letzten Tage gemeinsam zu genießen.“

 

Christian Streich (ehemaliger Trainer SC Freiburg) zum Kontakt mit Julian Schuster (vor dem Spiel): „Wir reden nicht über Fußball. Er hat keine Zeit, weil er 53 Spiele hatte. Auch sonst haben wir ganz wenig Kontakt. Wir schreiben mal eine SMS, aber wir haben nicht sehr viel Kontakt. Er braucht Zeit und ich muss ihn in Ruhe lassen, weil er sehr viele Spiele zu bearbeiten hatte.“

 

Joachim Löw (Ehemaliger Bundestrainer) ...

… zur Bedeutung des Finals für den SC Freiburg (vor dem Spiel): „Für mich persönlich ist dieser Tag natürlich mit Stolz erfüllt. Ich bin ja einmal Spieler gewesen, habe 1977 dort angefangen, da war der Verein noch sehr klein. Wenn man die Entwicklung von Freiburg sieht, ist das wirklich außergewöhnlich. Heute ist nicht nur ein Spiel, sondern ein Spiel für die Geschichte in Freiburg. Der Verein hat mit seiner Art und Weise, mit seinem Mut, seiner Leidenschaft, seiner Kontinuität und vor allem mit dem Zusammenhalt im Verein und in der Mannschaft nicht nur Deutschland begeistert, sondern jetzt ganz Europa. Ich glaube, dass es kein Zufall ist, dass Freiburg in diesem Jahr so weit gekommen ist. Es ist der Beweis für harte Arbeit, Geduld und seriöses Arbeiten – für viele Dinge, für die Freiburg steht.“

… zu entscheidenden Faktoren in einem Finale (vor dem Spiel): „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nicht immer die Taktik ist. Beide Mannschaften sind sicherlich gut vorbereitet und auf einem hohen Niveau. Aber es ist die Emotionalität. Freiburg ist eine so homogene Mannschaft mit gutem Teamwork. Das kann in einem Finale Berge versetzen. Die Spieler verstehen sich sehr gut, sie sind aufeinander abgestimmt, kennen die Stärken und Schwächen und sind unheimlich stabil. Ich glaube auch, dass Freiburg in so einem Finale nicht überzieht, was die Nervosität betrifft, sondern dass die Mannschaft gefestigt und stabil genug ist, auch so einer psychischen Belastung standzuhalten.“

… zur Kommunikation von Julian Nagelsmann vor der WM-Nominierung (vor dem Spiel): „Das steht mir nicht zu. Ich habe auch manche Dinge nur aus den Medien erfahren. Aber aus meiner Sicht weiß ich natürlich auch, dass ein Bundestrainer es vor einer Nominierung schwer hat. Alle erwarten Entscheidungen und Kommunikation. Aber es ist auch wichtig, dass man den Spielern zuerst etwas mitteilt, bevor man in die Öffentlichkeit geht. Von daher weiß ich um die Schwierigkeiten der Sache. Ich persönlich halte mich da raus und möchte das auch nicht bewerten. Ein Trainer trifft Entscheidungen nach dem, was er über zwei Jahre von der Mannschaft und den einzelnen Spielern gesehen hat. Er steht in der Verantwortung und muss die Entscheidungen treffen.“

 

Sven Hannawald (ehemaliger Skispringer und SC-Freiburg-Fan) zur Nervosität im Vergleich zu seiner aktiven Zeit (vor dem Spiel): „Heute habe ich ja eigentlich nichts zu tun mit dem Ganzen. Damals war klar, dass ich bei mir aufgeregt war. Aber jetzt folge ich allem nur und dass mich das heute so in den Bann zieht, dass ich hier sein darf, macht mich total stolz. Diese Euphorie, die von Tag zu Tag Richtung Finale wächst, nimmt mich so mit. Ich konnte gestern Nacht nicht schlafen.“

 

Hans-Joachim Watzke (UEFA-Vizepräsident) ...

… zur Unterstützung für Freiburg (vor dem Spiel): „Natürlich bin ich heute total Freiburger. Aber ich bin auch Vizepräsident der UEFA und muss aufpassen. Wenn mir einer von Aston Villa begegnet und ich mit einem Freiburg-Trikot herumlaufe, geht das vielleicht nicht so gut. Ich war schon gegen Braga dabei. Ich glaube, dass es heute ein ganz großer Tag für Freiburg ist. Das haben sie sich jahrelang wirklich hart erarbeitet. Es wird ein tolles Spiel, aber natürlich gegen einen starken Gegner.“

… zur Bedeutung für den deutschen Fußball (vor dem Spiel): „Für die Bundesliga ist es toll. In der Europa League ist der Abstand der Bundesliga zu den ganz großen Klubs mit dem ganz großen Geld natürlich geringer als in der Champions League. So kannst du eher mal ins Finale kommen. Aber Aston Villa ist natürlich auch ein starker Gegner. Es ist eigentlich ein Wunder, dass Freiburg mit den mittlerweile ordentlichen Möglichkeiten, die sie haben, hier in diesem Finale steht. Das ist kein Vergleich mit Aston Villa. Der Besitzer ist der reichste Ägypter. Man kann gar nicht hoch genug einschätzen, was das für eine Leistung ist.“

… zu seinen Erwartungen an Freiburg (vor dem Spiel): „Ich erwarte einfach, dass sie Spaß haben. Sie dürfen sich nicht zu sehr unter Druck setzen. Sie müssen das Erfolgserlebnis gegen Leipzig mitnehmen und das einfach genießen. Diese Spieler werden nicht mehr so häufig in so einem Finale sein, weil das etwas Besonderes ist. Sie sollen versuchen, aus der Freude heraus vielleicht auch die ganz große Sensation zu schaffen.“

 

RTL-Experte Lothar Matthäus ...

… zur Finalniederlage des SC Freiburg: „Freiburg hat gegen eine bessere Mannschaft verloren, auch mit dem Drei-Tore-Unterschied. Aston Villa war einfach abgezockter, cleverer, robuster. Sie haben das Spiel bestimmt. Man konnte nicht unbedingt erwarten, dass Freiburg gegen Aston Villa gewinnt. Trotzdem können sie stolz sein auf das, was sie in dieser Saison erreicht haben, nicht nur international, sondern auch national. Sie werden jetzt traurig sein, vielleicht ein Bierchen trinken und dann wieder nach vorne schauen auf die nächste Saison.“

… zur Qualität von Aston Villa: „Aston Villa hat eine Qualität, die in dieser Europa League vielleicht die größte Qualität aller Teilnehmer war. Das haben sie heute gezeigt, auch im taktischen Bereich. Clever, wie sie provozieren und den Körper einsetzen. Das gehört alles dazu. Nach dem 2:0 hat Freiburg ein Wunder gebraucht, um das Spiel noch zu biegen. Sie haben es versucht, aber das 3:0 war natürlich der Killer. Danach hat Aston Villa es sauber runtergespielt. Freiburg hat nie aufgegeben und immer wieder versucht, nach vorne zu kommen. Das muss man der Mannschaft hoch anrechnen.“

… zum Freiburger Weg: „Ich habe Vertrauen zu den Leuten beim SC Freiburg. Sie gehen den Weg gemeinsam mit ihren Fans. Sie wissen, woher sie kommen, was sie können und was sie nicht haben, was vielleicht andere haben: ein Budget, das vier- oder fünfmal höher ist. Da kommt man eben nicht mit. Natürlich hätte man heute gerne gewonnen. Aber Anerkennung an Aston Villa und vor allem Glückwunsch an Freiburg für diese schöne Reise.“

… zur Torwartfrage beim DFB um Manuel Neuer und Oliver Baumann: „Aus sportlicher Sicht gehört Manuel Neuer auf jeden Fall dazu. Er ist nach wie vor der beste deutsche Torhüter, auch wenn Oliver Baumann Riesenspiele gemacht hat. Ich denke nur an das Spiel in Nordirland. Aber da stand Manuel Neuer noch nicht zur Verfügung. Julian Nagelsmann hat die Verpflichtung gegenüber den deutschen Fußballfans, die besten Spieler mitzunehmen. Und auf der Torhüterposition gehört Manuel Neuer auf jeden Fall dazu.“

… zur Bedeutung des Finals für Freiburg (vor dem Spiel): „Wer kommt schon ins Europa-League-Endspiel? Das ist der größte Erfolg der Freiburger, meiner Meinung nach. Sie waren im DFB-Pokalfinale, aber Europa League ist noch mal eine Nummer größer. Hier dabei zu sein, in diesem wunderschönen Stadion, mit dieser tollen Kulisse, mit diesem Support ihrer Fans: Sie können nur gewinnen.“

… zur Rolle von Matthias Ginter (vor dem Spiel): „Er spielt eine Riesensaison. Für mich ist er auch ein Kandidat für die letzten Plätze, die noch diskutiert werden. Er hat die Erfahrung mit der Nationalmannschaft, war bei drei Weltmeisterschaften dabei, hat in Mönchengladbach gespielt, auch international. Für mich ist er der absolute Leistungsträger. Er ist in der Defensive mit dem Alter besser geworden, setzt nach vorne Akzente im Aufbauspiel, ist ruhiger geworden und bei Standardsituationen torgefährlich. Dass Matthias Ginter einer ist, der viel erzählen, viele Hinweise geben und Hilfestellung leisten kann, ist ein Vorteil für Freiburg, gerade im heutigen Spiel.“

 

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