ADAC GT4 Germany

22.05.2022
Motorsport

Michael Schrey/Gabriele Piana feiern Doppelsieg auf dem Red Bull Ring

Das Podium der ADAC GT4 Germany am Sonntag
Das Podium der ADAC GT4 Germany am Sonntag

Actionreiches Rennen mit fünf Safety-Car-Phasen - Schrey/Piana seit vier Rennen in Spielberg ungeschlagen - Tano Neumann und Joachim Bölting mit zweitem Triumph in der Trophy-Wertung

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Platz drei ging an den Aston Martin von Racing One
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Spielberg, 22.05.2022

Michael Schrey (39/Wallenhorst) und Gabriele Piana (35/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) sind die Könige des Red Bull Rings. Nach dem Triumph im Samstagsrennen gewannen die BMW M4 GT4-Piloten auch den turbulenten und von fünf Safety-Car-Phasen geprägten Lauf am Sonntag. Damit haben die amtierenden Meister ihren Spielberg-Doppelsieg aus dem Jahr 2021 wiederholt. Rang zwei ging an die Tabellenführer Indy Dontje (29/NLD) und Phil Dörr (21/Butzbach, beide Dörr Motorsport) im Aston Martin Vantage GT4. Deren Markenkollegen Tom Wood (20/GBR) und Euan McKay (26/GBR, beide Racing One) komplettierten das Podium. „Die Freude ist unbeschreiblich groß. Wir hätten nie damit gerechnet, hier erneut zwei Erfolge einfahren zu können“, erklärte Schrey nach dem Rennen.


Von der Pole-Position ging zunächst Simon Connor Primm (17/Großschirma, Dörr Motorsport) ins Rennen. Der Aston Martin-Pilot behauptete zu Beginn auch die Führung und wurde von BMW-Fahrer Schrey verfolgt, der in einer starken Startrunde von Platz vier auf zwei nach vorne fuhr. Die Top Drei komplettierte Théo Nouet (19/FRA, CV Performance Group) im Mercedes-AMG GT4. Nach einer Kollision im Hinterfeld musste nach knapp zehn Rennminuten das Safety-Car auf die Strecke geschickt werden.


Kurz nach dem Re-Start, den Primm gewann, rollte der Mercedes-AMG von Nouet in Kurve drei aus, was erneut eine Safety-Car-Phase zur Folge hatte. Das Feld blieb somit dicht beisammen und versprach einen weiter packenden Rennverlauf. Nach der erneuten Freigabe behielt Primm abermals die Führung. Der Junior-Pilot kam wenig später jedoch eingangs der Start/Zielgeraden leicht von der Strecke ab, sodass Schrey profitieren konnte und die Spitzenposition übernahm. „Ich hatte das perfekte Rennen, insbesondere da ich gleich zwei Plätze gut gemacht hatte und später auch die Rennführung erobern konnte. Somit schaffte ich eine gute Ausgangslage für Gabriele“, blickte Schrey auf die erste Rennhälfte zurück. Der Aston Martin von Primm fiel im weiteren Rennverlauf mit einem Kühlerschaden aus.


Schrey übergab zu Rennmitte den BMW an Teamkollege Piana, der sich schnell einen kleinen Vorsprung aufbauen konnte. Doch dieser hielt nicht lange, denn wenig später sorgte eine weitere Kollision im Hinterfeld für die dritte Safety-Car-Phase. Hinter Piana hatten zuvor Robin Falkenbach (20/Niederkassel) im Mercedes-AMG von Schnitzelalm Racing und Cedric Piro (24/Heusweiler, Piro Sports - Burg Zelem Foundation) im Toyota GR Supra GT4 die Plätze zwei und drei übernommen.


Genau diese beiden kollidierten jedoch kurz nach der Rennfreigabe und sorgten somit für die nächste Gelbphase. Somit übernahm der Aston Martin von Dontje den Platz hinter Leader Piana. Das Rennen blieb erneut nur kurz unter Grün. Abermals sorgte eine Kollision zweier Fahrzeuge für eine Safety-Car-Phase, die letztendlich auch bis zum Rennende andauerte. „Ich musste in meinem Stint die Motortemperatur unter Kontrolle halten, denn die Außentemperaturen waren sehr hoch. Mir war zudem klar, dass der Aston Martin hinter mir zum Rennende stark sein würde. Somit habe ich in den wenigen Runden unter Grün immer gepusht. Während der Safety-Car-Phase wurde auch unsere Bremse stets ein wenig heiß. Somit war es perfekt, dass das Rennen unter Gelb abgewinkt wurde. Ich freue mich sehr über den Sieg“, bilanzierte Piana.


Hinter Dontje überquerte Aston Martin-Markenkollege Tom Wood auf Platz drei die Ziellinie. Vierte wurden Patrick Steinmetz (21/Nittel) und Michael von Zabiensky (21/Oschersleben, beide Schubert Motorsport) im BMW vor dem Porsche 718 Cayman GT4 RS CS-Duo Moritz Wiskirchen (19/Euskirchen) und Alexander Hartvig (19/DNK, beide Allied-Racing), das sich somit auch den Sieg in der Junior-Wertung sicherte. Platz sechs ging an die Markenkollegen Pavel Lefterov (24/BUL) und Stefan Bostandjiev (17/BUL, beide Overdrive Racing). Ricardo Dort (19/Solingen) und Ferdinand Winter (18/Schweinfurt, beide CV Performance Group) im Mercedes-AMG sowie Tano Neumann (47/BUL) und Joachim Bölting (55/Gelsenkirchen, beide Overdrive Racing) folgten auf den weiteren Plätzen. Das Porsche-Duo Neumann/Bölting holte sich zudem den Sieg in der Trophy-Wertung. Die Top Zehn komplettierten Jan Philipp Springob (21/Olpe) und Nico Gruber (20/AUT, beide Drago Racing Team ZVO) im Mercedes-AMG GT4 sowie die Porsche-Fahrer Tom Kieffer (47/LUX) und Christian Kosch (45/LUX, beide Allied-Racing).


Phil Dörr – Platz zwei auf Aston Martin: „Wir konnten mit Platz zwei die Tabellenführung verteidigen. Das ist natürlich ein mega Gefühl. Wir hatten in Lauf zwei unsere Pace wieder gefunden, nachdem wir uns am Samstag ein wenig mit dem Set-up verkalkuliert hatten. Wir haben heute wieder gezeigt, was wir können und wo wir hingehören. Das ist sehr zufriedenstellend.“


Indy Dontje – Platz zwei auf Aston Martin: „Der BMW war dieses Wochenende zu stark für uns. Mit Platz zwei haben wir aber gute Punkte für die Meisterschaft eingefahren. Phil hat heute eine super Vorarbeit geleistet. Beim Boxenstopp haben wir einen Platz verloren, da wir ein Problem mit unserer Stoppuhr hatten. Durch die Safety-Car-Phasen konnte ich in meinem Stint insgesamt nicht viel ausrichten. Jetzt fahren wir als Führender in der Meisterschaft zu meinem Heimspiel in Zandvoort. Auf dieses Rennwochenende freue ich mich sehr. Ich hoffe, dass mich viele Zuschauer an der Strecke anfeuern werden.“

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