Undav zur Nicht-Nominierung: „Habe gedacht, dass ich mir einen Puffer aufgebaut habe“ - Kovac zum Tod von Co-Trainer Hermann: „Ein toller Mensch hat uns verlassen“ - Anton zur Tabellenführung: „Wir genießen jetzt den Moment, wir haben uns das erarbeitet“ - Matthäus: „Ich habe keine Angst um den VfB“
Unterföhring, 19.09.2026
Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 4. Spieltags der Fußball-Bundesliga zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund (0:1) bei Sky.
Sebastian Hoeneß (Trainer VfB Stuttgart) ...
… zur Leistung bei der Niederlage gegen Borussia Dortmund: „Gegen eine Top-Mannschaft musst du selbst eine absolute Top-Leistung bringen. Die Leistung war ordentlich. Auch ein 1:1 wäre möglicherweise ein gerechtes Ergebnis gewesen. Aber am Ende ist es nicht so. Wir brauchen nicht ordentlich, sondern Top-Leistung, um sicherzugehen, dass wir etwas mitnehmen. Wir sehen Ansätze, aber über die Ansätze kommen wir noch nicht oft genug hinaus.“
… zu den ungenutzten Offensivmöglichkeiten: „Heute war es eher vorne so, dass wir die eine oder andere Situation hatten. Unser xG-Wert ist nicht besonders hoch. Aber wenn wir zwei-, dreimal eine bessere Entscheidung im letzten Drittel treffen, dann läuft Chris möglicherweise ein-, zweimal frei in die Box rein. Wir haben heute generell besser verteidigt und nicht allzu viel zugelassen, aber dann doch dieses eine Ding kassiert. Dortmund nimmt solche Chancen aktuell an.“
… zu Deniz Undavs Rolle im Offensivspiel: „Deniz hat schon immer so gespielt, dass er sich mal fallen lässt und dann eher der Vorlagengeber ist. Heute hatte er natürlich nicht viele Abschlüsse. Er ist aber auch ein Stürmer, der in diese Situationen kommen muss. Ob er jetzt zu weit weg vom Tor ist, müsste ich mir noch mal anschauen. Generell hatten wir auch heute genug Situationen, um Dinge zu kreieren.“
… zu den drei Punkten nach vier Bundesligaspielen: „Es sind zu wenig Punkte, das ist Fakt. Es war natürlich ein knackiger Start. Wir spielen gegen drei der fünf besten Mannschaften des letzten Jahres, zwei davon auswärts. Es war klar, dass das anspruchsvoll wird. Trotzdem sind es zu wenig Punkte. Einerseits sind die nackten Zahlen zu wenig, andererseits sind es auch die letzten beiden Spiele. Wir müssen schauen, dass wir in manchen Bereichen auf Top-Level kommen, damit es in solchen Spielen zu Punkten reicht. Dafür haben wir jetzt Zeit, hart zu trainieren und uns zu verbessern. Danach kommt ein Block, in dem Spiel auf Spiel folgt. Deswegen werden wir die Zeit jetzt nutzen.“
… zur Entstehung des Dortmunder Siegtreffers: „Maxi bekommt diesen Ball durch die Beine, das sollte bei einer Hereingabe natürlich nicht passieren. Danach bin ich eher bei Finn. Er dreht sich auf, um zu sehen, wo der Spieler ist. Aber wir wollen das mit Kontakt machen. Du brauchst den Kontakt, um den Spieler zu spüren und ihn auch am Anlaufen zu hindern. Natürlich kann Chabot mit einem Schritt den Ball wegmachen, aber dann ist Guirassy frei. Vielleicht müsste dann Grischa dazukommen. Der Ball geht durch die Beine und hinten sind wir zu weit weg.“
… zur Nicht-Nominierung von Angelo Stiller und Deniz Undav für die Nationalmannschaft (vor dem Spiel): „Das sind beides sehr erfahrene Spieler. Es gab Gespräche mit beiden und die waren gut. Das war letztes Jahr bei anderen Jungs nicht anders. Chris Führich war bei der WM nicht dabei, jetzt ist er wieder dabei. Josha Vagnoman war eingeladen worden, dann aber bei der WM nicht dabei. Es geht über Leistung. Wir wollen als Mannschaft, aber natürlich auch die Jungs individuell, dafür sorgen, dass man nicht an ihnen vorbeikommt. Sie haben das Zeug dazu, das steht außer Frage.“
… zum Fitnesszustand von Angelo Stiller (vor dem Spiel): „Er ist gesund, sonst würden wir ihn nicht spielen lassen. Wie lange es nachher reicht, muss man schauen. Aber Angelo ist in der Lage, heute noch mal so viel Adrenalin aufzubauen, um durchzujagen. Er soll es sich nicht einteilen. Er muss von Anfang an auf 100 Prozent sein. Dann müssen wir schauen, wie lange es geht.“
Deniz Undav (Kapitän VfB Stuttgart) ...
… zur Entstehung des Dortmunder Siegtreffers: „Jeff macht das richtig, du kannst Guirassy nicht allein lassen. Finn muss einfach Körperkontakt zu Maxi haben, dann schießt er den auch nicht rein und die Sache klärt sich. Aber da jetzt einen Schuldigen zu finden, macht keinen Sinn. Das machen die Dortmunder auch gut. Maxi ist, wenn er mit Tempo kommt, schwer zu verteidigen. Der Ball ist auch super gespielt. Im letzten Moment guckt Finn sogar noch rüber und dann zieht Maxi an. Deswegen ist es schwer zu verteidigen.“
… zur 0:1-Niederlage gegen Borussia Dortmund: „Beide Mannschaften haben sich nicht wirklich Torchancen herausgespielt. Das ist gerade unser Problem. Wir haben wieder vier, fünf Situationen, die wir besser ausspielen müssen. Chris ist in der ersten Halbzeit dreimal links durch. Wenn wir ihn da finden, läuft er dreimal allein aufs Tor zu. Wir gehen aber nicht in die Schnittstelle, sondern spielen wieder nach draußen. Wenn du solche Situationen gegen Dortmund nicht ausnutzt, bist du am Ende selbst schuld. Wir müssen daran arbeiten. Wir sind heute vorne nicht durchgekommen.“
… zu seiner Auswechslung: „Natürlich bin ich nicht zufrieden, dass ich ausgewechselt worden bin. Ich habe das Gefühl, dass ich zu weit hinten bin. Ich bin kaum vorne und wenn ich vorne bin, kommen die Bälle nicht. Ich bin jetzt im vierten Bundesliga-Spiel und hatte erst zwei Chancen. Letztes Jahr habe ich oft die letzte Linie gehalten und war dann da, wenn der Ball mal runterspringt. Wenn ich weiter hinten bin und plötzlich einen 40-Meter-Weg zum Tor habe, komme ich nicht in diese Situationen. Ich muss die Mischung finden zwischen dem Halten der letzten Linie und dem Kurzkommen.“
… zu seiner Nicht-Nominierung für die Nationalmannschaft: „Ich war kurz enttäuscht, weil ich gedacht habe, dass ich mir durch die WM und die Spiele im Nationaltrikot vielleicht einen Puffer aufgebaut habe. Das ist anscheinend nicht der Fall. Ich muss mich neu beweisen und dem Trainer noch mal zeigen, dass ich dazugehöre. Es ist zwar anstrengend, das jedem Trainer beweisen zu müssen, aber ich habe das oft genug gemacht. Deswegen werde ich das wieder machen und hoffentlich im November dabei sein.“
… zur Begründung von Jürgen Klopp für die Nicht-Nominierung: „Er meinte, die Erwartungshaltung ist eine andere. Ich war in den beiden Spielen, die er gesehen hat, gegen Bayern und Köln nicht gut. Das muss man akzeptieren. Ich war trotzdem enttäuscht, weil ich eigentlich damit gerechnet hatte. Ich dachte, dass ich mir trotz drei, vier nicht so guten Spielen vielleicht einen Puffer aufgebaut habe. Ich bin aber kein Kind von Traurigkeit, ich heule jetzt nicht rum. Ich war fünf Minuten enttäuscht und danach ging der Blick nach vorne. Ich werde alles geben, damit ich mich im November empfehlen kann.“
… zu seiner direkten Art und der Kritik an seiner Körpersprache: „Ich rede offen, nehme kein Blatt vor den Mund und sage meine Meinung, negativ wie positiv. Ich habe oft Probleme gehabt und musste mich oft beweisen. Das war mein Leben lang so. Egal, wo ich war, am Anfang hat es nicht geklappt, weil die Leute gesagt haben, meine Körpersprache stimme nicht oder ich sei nicht der Sprinter. Aber das ist mein Leben lang so. Ich habe letztes Jahr 39 Scorerpunkte gemacht und meine Körpersprache war die gleiche. Wenn man mich als Menschen kennt, weiß man, wie man damit umzugehen hat.“
… zum Saisonstart mit drei Punkten aus vier Spielen: „Unser Anspruch war natürlich höher. Jeder, der vorher das Programm gesehen hat, hätte gesagt: Vier Punkte wären gut, vier Punkte sind das Minimum, sechs wären top. Jetzt haben wir drei geholt. Ich bin trotzdem positiv. Wir hatten mit Bayern, Hoffenheim und Dortmund drei Top-Gegner. Jetzt heißt es Mund abwischen. Wir haben zwei Wochen Länderspielpause und müssen positiv ins nächste Ligaspiel reingehen.“
Maximilian Mittelstädt (VfB Stuttgart) ...
… zu seiner Rückkehr in die Nationalmannschaft (vor dem Spiel): „Ich habe eine Nachricht vom Bundestrainer bekommen, ob ich Zeit habe, mit ihm zu telefonieren. Dann hat er sich bei mir gemeldet. Es war natürlich eine große Freude, wieder im Kreis der Nationalmannschaft zu sein. Das bedeutet mir sehr, sehr viel und ich freue mich extrem darauf.“
… zu Deniz Undav nach dessen Nicht-Nominierung (vor dem Spiel): „Ich erlebe ihn ganz normal, so wie er immer ist. Er hat sich nicht verändert. Klar hat er die eine oder andere Abschlusschance in den letzten Wochen nicht gemacht, die er sonst vielleicht gemacht hätte. Aber er ändert sich nicht als Typ oder als Spieler auf dem Platz. Ich erlebe ihn sehr engagiert, im Training ist er immer zu 100 Prozent dabei. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er sein Tor macht. Deniz steht bei uns überhaupt nicht zur Debatte.“
Niko Kovac (Trainer Borussia Dortmund) ...
… zu Maximilian Beier als Siegtorschütze nach seiner Nicht-Nominierung: „Das Leben schreibt die schönsten Geschichten. Er ist nicht bei der Nationalmannschaft dabei, aber heute macht er das Tor. Das zeigt, dass wir einen tollen Kader und einen tollen Maxi haben. Er hat sich heute mit diesem Tor belohnt. Jetzt kann er ein paar Tage freimachen und auch ins Home Office gehen.“
… zu den Qualitäten von Maximilian Beier: „Maxi kann überall spielen. Er kann hinten links spielen, hinten rechts, vorne links, vorne rechts. Bei ihm weiß ich immer zu 100 Prozent, was ich bekomme. Deswegen mag ich solche Spieler. Er ist nie ein Totalausfall. Im Gegenteil: Er macht seine Sachen immer richtig gut. Dass er Qualitäten hat, wissen wir. Deswegen war er bei der WM und deswegen wird er sich weiterhin empfehlen, damit der neue Bundestrainer auch an ihn denkt.“
… zum Tod seines früheren Co-Trainers Peter Hermann: „Sehr schwierig. Mir bleibt die Luft weg. Erst mal mein Beileid an die Familie. Ich habe noch vor ein, zwei Monaten versucht, mit ihm zu sprechen. Das war gar nicht mehr möglich. Seine Tochter ist ans Telefon gegangen. Die Krankheit war so schwer, dass sie unheilbar war. Deswegen bin ich tief traurig. Ein toller Mensch hat uns verlassen. Gott sei seiner Seele gnädig.“
… zum Saisonstart mit drei Siegen aus drei Spielen (vor dem Spiel): „Wir sind mit der Punktausbeute sehr zufrieden. Sicherlich können wir spielerisch das eine oder andere noch über 90 Minuten besser hinkriegen.“
… zum Verzicht auf Fabio Silva in der Startelf (vor dem Spiel): „Fabio hat das richtig gut gemacht. Nicht nur, weil er in den letzten beiden Spielen getroffen und Tore aufgelegt hat, sondern weil er auch für die Mannschaft gearbeitet hat. Nur spielen wir heute auswärts. Da brauchen wir auf seiner Seite den einen oder anderen, der sich defensiv etwas besser zurechtfindet. Er ist mit Sicherheit ein Kandidat, der im Laufe des Spiels reinkommen kann.“
… zur Bedeutung eines breiten und fitten Kaders (vor dem Spiel): „Du wirst deine Ziele in der Saison nicht mit elf Spielern erreichen. Du brauchst einen wirklich breiten, sehr guten Kader und den haben wir. Wir sind gesund, das ist das Wichtigste. Wenn alle gesund sind, kannst du die PS auf die Straße bringen. Das ist gute Arbeit, nicht nur vom Trainerteam, sondern vom ganzen Klub, von der medizinischen und der Athletikabteilung.“
… zu seinem Verhältnis zu Sebastian Hoeneß (vor dem Spiel): „Wir kennen uns noch aus Hertha-Zeiten. Ich war damals bei der ersten Mannschaft, er bei der zweiten. Mit seinem Papa und Onkel habe ich zusammengearbeitet. Mit den Hoeneß-Brüdern beziehungsweise mit der Familie bin ich irgendwie eng verbunden.“
Maximilian Beier (Torschütze Borussia Dortmund) ...
… zum 1:0-Sieg beim VfB Stuttgart: „Wir haben einfach mit Leidenschaft verteidigt. Die Null musst du hier in Stuttgart erst mal halten. Das haben wir über 90 Minuten stark gemacht.“
… zu seinem Siegtreffer nach Vorlage von Jobe Bellingham: „Ein Topball von Jobe. Für einen Stürmer ist es doch am schönsten, wenn man einfach nur Danke sagen muss.“
… zu seiner vergebenen Kopfballchance zu Beginn des Spiels: „Super Flanke. Den muss ich machen, ganz ehrlich. Mindestens aufs Tor bringen.“
… zur Tabellenführung vor der Länderspielpause: „Hört sich gut an. Das nimmt man erst mal mit.“
… zu seiner Nicht-Nominierung für die Nationalmannschaft (vor dem Spiel): „Das hat mich natürlich geärgert. Aber ich bin jetzt in Dortmund, habe noch ein wichtiges Spiel und fokussiere mich voll auf die drei Punkte hier.“
Waldemar Anton (Borussia Dortmund) ...
… zum 1:0-Auswärtssieg ohne Gegentor: „Wenn man das Spiel mit der letzten Saison hier vergleicht, haben wir deutlich kontrollierter gespielt, deutlich besser nach vorne und sehr, sehr wenig zugelassen. Klar ist es normal, dass die Stuttgarter am Ende hier in der Arena extrem Druck machen. Da haben wir ein, zwei kleine Kopfbälle zugelassen, aber nichts Dramatisches. Wir hätten am Ende auch den Sack zumachen können. Wir sind sehr zufrieden, dass wir hier mit 1:0 gewinnen.“
… zu den Pfiffen bei seiner Rückkehr nach Stuttgart: „Ich versuche, das auszublenden. Ich habe schon letztes Mal gesagt, dass es hier irgendwo Tradition geworden ist. Nichtsdestotrotz muss man damit umgehen können. Daraus kann man viel Energie ziehen. Das haben wir heute gemacht. Ich wünsche dem VfB wie immer alles Gute. Es waren vier wundervolle Jahre hier und das werde ich nicht vergessen.“
… zur Tabellenführung vor der Länderspielpause: „Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen. Wir genießen jetzt den Moment, wir haben uns das erarbeitet. Es waren viele Spiele dabei, in denen wir uns den Sieg wirklich erarbeiten mussten. Aber wir haben auch sehr, sehr guten und sauberen Fußball gespielt. Was letzte Saison in der einen oder anderen Situation noch gehapert hat, machen wir diese Saison wirklich gut. Wir müssen weiterarbeiten und jedes Spiel mit 100 Prozent angehen. Genauso werden wir weitermachen.“
… zur bevorstehenden Nationalmannschaftsreise unter Jürgen Klopp: „Ich bin sehr, sehr heiß und gespannt. Ich freue mich drauf. Nationalmannschaft darf keine Selbstverständlichkeit sein. Es muss eine Ehre sein. Ich hoffe, dass ich das in erster Linie genieße und natürlich, dass wir erfolgreich sind.“
Lars Ricken (Geschäftsführer Sport Borussia Dortmund) ...
… zu den bisherigen Leistungen des BVB (vor dem Spiel): „In jedem Spiel hat man gesehen, dass wir noch Luft nach oben haben. Auf der anderen Seite haben wir fünf Spiele in unterschiedlichen Wettbewerben gehabt und alle gewonnen. Man sieht also schon, wo wir hinwollen. Wir haben viele Tore geschossen, Rückschläge und Rückstände aufgeholt. Das ist alles wirklich gut. Aber in jedem Spiel, auch gegen Paderborn, haben wir gesehen, dass wir nicht immer so dominant waren. Man darf die englischen Wochen nicht unterschätzen. Wir haben aus der letzten Saison etwas mitgenommen und das bisher ganz gut gemacht.“
… zu seiner persönlichen Zukunft in Dortmund (vor dem Spiel): „Es ist kein Geheimnis, dass ich Lust auf die Herausforderungen Borussia Dortmund habe. Ich musste in den letzten zwei Jahren relativ viele harte, auch persönlich harte Entscheidungen treffen. Jetzt habe ich Lust auf die Zukunft. Mit Ole Book haben wir einen tollen Sportdirektor dazubekommen, und haben Carsten Cramer, der in seiner neuen Rolle näher an den Sport herangerückt ist. Neben Lust habe ich aber auch Geduld. Ich bin seit über 30 Jahren im Verein.“
… zum Stand seiner Vertragsgespräche (vor dem Spiel): „Am Ende unterschreibt Aki Watzke unsere Verträge. Meine Geschäftsführerkollegen haben auch nicht mehr ewig lange Verträge. Wir haben gesagt, wir machen erst mal die Transferperiode und werden dann schon die Zeit finden, um zusammenzukommen.“
… zur Zusammenarbeit mit Niko Kovac (vor dem Spiel): „Zwischen Niko und mir sind wirklich ein Vertrauensverhältnis und große Wertschätzung entstanden. Er ist nach 51 Bundesligaspielen vom Punktedurchschnitt der erfolgreichste Trainer in der Bundesliga-Geschichte von Borussia Dortmund. Das Schöne ist, dass auch er Geduld hat. Ihr erlebt seine Ruhe und Gelassenheit. Er will heute hier gewinnen, und alles Weitere werden wir dann entscheiden.“
… zu einer möglichen Vertragsverlängerung mit Kovac (vor dem Spiel): „Die Gespräche haben noch nicht stattgefunden, was auch nicht schlimm ist. Irgendwann werden wir die Gespräche mit Niko führen. Deshalb kann ich hier keine Entscheidungen bekannt geben, weil die entsprechenden Gespräche noch gar nicht geführt wurden.“
Sky Experte Lothar Matthäus …
… zum 1:0-Sieg von Borussia Dortmund in Stuttgart: „Es war kein Traumspiel für die Zuschauer über 90 Minuten. Nach dem 1:0 kam noch ein bisschen Dampf auf beiden Seiten auf. Aber der BVB hat für mich die reifere Leistung gebracht, kompakt verteidigt und wenig zugelassen. In der Defensive haben sie keine Räume gegeben. Waldemar Anton hat innen super gestanden und viele Bälle weggeköpft. Dann haben sie die Chance ausgenutzt, die sie bekommen haben, durch den Pass von Bellingham auf Beier. Im Endeffekt haben sie nicht unverdient drei Punkte mitgenommen.“
… zur sportlichen Lage des VfB Stuttgart: „Ich habe keine Angst um den VfB. Die Qualität ist da und im Verein ist man ruhig. Da ist keine Hektik. Die Verantwortlichen haben volles Vertrauen in diesen Kader. Der Kader ist super zusammengestellt und sie werden ihren Lauf haben. In Hoffenheim nimmst du mit ein bisschen Glück drei Punkte mit, heute holst du mit ein bisschen Glück ein Unentschieden. Dann hast du sieben Punkte und keiner redet über die Tabelle. Ich habe keine Sorgen um den VfB, aber natürlich muss man langsam anfangen, Punkte zu sammeln.“
… zur Frage, ob der FC Bayern den starken Saisonstart des BVB registriert: „Bayern denkt zwar in erster Linie an sich selbst, an ihre Qualität und ihre Stärken. Aber natürlich bleibt es nicht verborgen, dass Dortmund einen Superstart hingelegt hat. Sie sind als Mannschaft anders zusammengestellt als in den letzten Jahren: junge, frische, schnelle und dribbelstarke Spieler. Dass sie solche Spiele wie heute in Stuttgart gewinnen können, macht die Mannschaft gefährlich für die Bayern. Es ist nicht einfach, hier zu gewinnen, und sie holen die Punkte. Sie machen zurzeit vieles richtig. Nicht alles, aber vieles. Die Momente, in denen sie das Spiel noch nicht kontrollieren, werden sie lernen. Da werden sie reifen.“
… zur Kaderzusammenstellung bei Borussia Dortmund (vor dem Spiel): „Der Kader ist super zusammengestellt. Es macht Spaß, ihnen zuzuschauen. Einige Baustellen sind durch Verletzungen entstanden, aber die wurden durch kluge Transfers gleich geschlossen. Mir hat sehr gut gefallen, was sich in Dortmund in den ersten fünf Pflichtspielen getan hat. Sie haben ihre Ergebnisse geholt, teilweise mit guten Leistungen.“
… zu Jürgen Klopps Aufteilung in zwei Nationalmannschaftskader (vor dem Spiel): „Für mich ist das eine tolle Entscheidung, auch wenn es sich für viele kompliziert anhört. Wir reden immer über Belastungssteuerung. Die wird dadurch gesteuert, dass nach zwei Spielen eine neue Mannschaft zu Spiel drei und vier anreist. Klopp kann alle Spieler persönlich besser kennenlernen, als wenn er alle 44 auf einmal bei sich hätte. Gleichzeitig tut er den Klubs einen Gefallen, weil die Spieler nicht 18 oder 19 Tage bei ihm sind, sondern jeweils neun Tage. Das ist eine Win-win-Situation.“
… zu Finn Jeltsch (vor dem Spiel): „Er hat Qualitäten, die viele Innenverteidiger nicht mitbringen, nämlich technische Qualitäten. Er hat den Mut, mit dem Ball nach vorne zu arbeiten, wenn Platz da ist. Er ist schnell, verteidigt sehr gut und hat keine Angst im Zweikampf. Er bringt vom Potenzial eigentlich alles mit. Ich weiß, dass das ein großes Wort ist: Er hat alle Weltklasse-Voraussetzungen für diese Position.“
Sky Expertin Julia Simic …
… zu Deniz Undav nach seiner Nicht-Nominierung für die Nationalmannschaft: „Es hat Spuren hinterlassen. Es ist toll, so ein Interview zu hören und diese Transparenz zu erleben. Er lässt einen ein bisschen in sein Seelenleben hinein. Im Moment ist es schwer für ihn. Er muss kämpfen und sich alles wieder erarbeiten. Er kennt die Situation aber. Deswegen kann man optimistisch sein, dass er es wieder schafft. Er hat es schon oft geschafft und auch seine Kritiker immer wieder überzeugt. Mit diesem Mindset kommt er da auch wieder raus.“
… zur Entwicklung des VfB Stuttgart (vor dem Spiel): „In den letzten Jahren ist es stabil geworden, mit einem tollen Trainer und einem tollen Konstrukt. Es gab immer wieder Abgänge, die man kompensieren musste. Aber das große Versprechen an die Fans war, weiter Offensivfußball zu spielen. Zuletzt gab es ein paar Schwierigkeiten. Trotzdem steht der VfB mit Hoeneß an der Spitze für Offensivfußball. Er hat eine stabile Mannschaft geformt, bei der es Freude macht, zuzuschauen.“
… zu Felix Nmecha (vor dem Spiel): „Er hat noch ein bisschen etwas aufzuholen, was die Fitness angeht. Aber er hat etwas Außergewöhnliches und kann ein Unterschiedsspieler sein, weil er unheimlich raumgreifend Fußball spielen kann. Ein klassischer Box-to-Box-Spieler. Ich denke oft, da läuft gerade Jude Bellingham herum. Diese Dynamik haben nicht viele. Wenn er das mit seiner fußballerischen Finesse und guten Offensivaktionen abschließen kann, hat der BVB einen Gamechanger im eigenen Team.“
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