Kuzmanovic feiert Heimdebüt: „Es ist sehr gut, auf dieser Seite zu sein“ - Gislason zur Verletzung von Kiesler: „Nach meiner Info ist es nicht so, dass er lange ausfällt“ - Kretzschmar zu Kristjanssons Streben nach dem Welthandballer-Titel: „Eindrucksvoll in den ersten Partien vorgenommen“
Berlin, 03.09.2026
Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zur Partie der Opel Handball-Bundesliga zwischen dem SC Magdeburg und den Füchsen Berlin (36:32).
Nicolej Krickau (Trainer Füchse Berlin) ...
… zur Bewertung der beiden Halbzeiten: „Ich bewerte die beiden Halbzeiten eigentlich gar nicht so unterschiedlich. Ich muss sagen, ich bin mega stolz auf unsere Leistung, auf unsere Anwesenheit, unsere Präsenz, aber auch auf unsere Fähigkeit, im Spiel zu bleiben, obwohl wir in vielen Phasen herausgefordert waren. Der größte Unterschied zu Beginn der zweiten Halbzeit war natürlich, dass die zweite Welle ein bisschen mehr wehgetan hat als in der ersten Halbzeit, als wir Sieben-gegen-sechs gespielt haben. Die Rote Karte von Freddy hat unseren Matchplan ein bisschen herausgefordert in der zweiten Halbzeit. Aber grundsätzlich bin ich super stolz auf meine Mannschaft.“
… zum Verzicht auf das Sieben-gegen-sechs nach der Pause: „Das Fehlen von Freddy ist ein Teil davon. Wir mussten uns natürlich über 30 Minuten anpassen. Das war immer der Plan zu Beginn der zweiten Halbzeit. Meine Hoffnung war, dass wir zehn, zwölf Minuten überleben und dann noch einmal ins Sieben-gegen-sechs gehen. Da waren die Zeitstrafen hart bei uns und auch ein paar Paraden von Kuzmanovic. Aber grundsätzlich: Glückwunsch an Magdeburg. Ich bin super zufrieden mit unserem Auftreten hier.“
… zum Torwartwechsel von Lasse Ludwig zu Andreas Palicka: „Das ist eigentlich nicht so komplex. Das war eine Absprache schon vor Spiel eins gegen Melsungen. Das war Palickas Spiel. Heute hatten wir den Plan, die Spielzeit zu teilen. So haben wir gemeinsam mit Dejan Peric, unserem Torwarttrainer, einen Rhythmus gemacht. Wir glauben auch an Palicka. Aber klar: Wenn Lasse so eine erste Halbzeit macht, dann machen wir natürlich auch noch einmal einen kurzen Wechsel, wenn Palicka nicht richtig reinkommt. Aber er hatte auch schlechtere Voraussetzungen als Lasse.“
… zum Vergleich mit dem Rexel Super Cup: „Ich finde, die zwei Spiele sind gar nicht vergleichbar. Das hier war ein ganz anderes Auftreten – mit taktischer Bereitschaft, Umstellungsbereitschaft und Fight. Unsere Abwehr in der ersten Halbzeit, solange wir Freddy hatten, war unfassbar. Deswegen ist das gar nicht zu vergleichen. Nach zwei Spielen bin ich super zufrieden. Super zufrieden ist hart, wenn man zwei Minuspunkte hat. Aber mit unserem Auftreten und unserer Leistung in den letzten zwei Spielen bin ich super zufrieden.“
Dominik Kuzmanovic (Torwart SC Magdeburg) ...
… zu seinem Heimdebüt für den SC Magdeburg: „Es ist sehr gut, auf dieser Seite zu sein. Ich habe diese Stimmung schon als Gegner gemerkt. Es war nicht einfach und ich glaube, es war heute für die Füchse fast genauso. Deswegen bin ich hierhergekommen. Ich möchte diese Stimmung und diese Atmosphäre mit den Fans teilen – jede Parade. Heute haben wir das ein bisschen geschafft. Es kann aber auch noch besser sein.“
… zu seiner Parade mit dem Kopf: „Ich hatte etwas anderes geplant, aber im letzten Moment habe ich noch ein paar Zentimeter bekommen. Vielleicht war es ein bisschen Fußball.“
Lukas Mertens (SC Magdeburg) zu Kuzmanovics Parade mit dem Kopf: „Habt ihr die Parade mit dem Kopf gesehen? So eine Parade habe ich noch nie gesehen. Hut ab vor dieser Parade. Unglaublich. Hervorragend. So etwas habe ich noch nicht gesehen.“
Yves Grafenhorst (Co-Trainer SC Magdeburg) ...
… zur Stimmung vor dem ersten Heimspiel der Saison (vor dem Spiel): „Im Vorfeld musste ich die Emotionen eher weniger managen. Ich glaube, da sind mittlerweile alle routiniert. Das ist das x-te Derby gegen die Füchse auf diesem Niveau. Wir freuen uns alle tierisch drauf. Man merkt das Kribbeln und die Anspannung, jetzt hier das erste Heimspiel dieser Saison zu haben – und das gleich gegen die Füchse, das ist schon besonders. Man sieht, die Halle ist präpariert. Ich glaube, das wird eine megageile Choreo. Das zündet noch einmal diesen extra Funken an.“
… zum Einfluss des Supercups auf das Duell (vor dem Spiel): „Taktisch wird es wahrscheinlich Ähnlichkeiten geben, aber vom Spiel her ist es natürlich komplett anders. Auch die Füchse hatten einige Chancen, die sie liegen lassen haben und besser nutzen können. Dann ist das Spiel immer ein anderes.“
Elvar Örn Jonsson (SC Magdeburg) ...
… zum System mit vier Rückraumspielern (vor dem Spiel): „Ich denke, dass es gut ist, wenn wir andere Möglichkeiten haben, wenn unser normales Spiel nicht funktioniert. Es ist gut, wenn wir andere Möglichkeiten haben.“
… zum Stand in diesem System (vor dem Spiel): „Es ist okay. Ich denke, wir spielen das gut. Wir haben das trainiert und in den Testspielen hat das gut funktioniert. Ich fühle mich okay in diesem System.“
Mijajlo Marsenic (Füchse Berlin) ...
… zur Rückkehr in die GETEC Arena (vor dem Spiel): „Zuerst ist es wirklich immer eine Ehre, hier zu spielen. Ich glaube, es gibt leichtere Aufgaben, als hier zu spielen und zu gewinnen. Das ist meine neunte Saison und ich habe 19 Mal hier gespielt. Manchmal war es erfolgreich, manchmal nicht, aber trotzdem hat es immer Spaß gemacht.“
… zur Besonderheit der Duelle mit Magdeburg (vor dem Spiel): „Gegen Magdeburg sind es wirklich immer besondere Spiele, in denen wir alles geben – wir und sie auch. Es wird heute genauso. Es ist einfach eine Ehre, hier vor dieser Kulisse zu spielen. Mal schauen, was heute passiert.“
… zum Weg zu einem Auswärtssieg (vor dem Spiel): „Es wird sehr intensiv, zu 100 Prozent. Ich erwarte wirklich ein anderes Gesicht als im Supercup und glaube, dass wir viel besser spielen werden. Ich hoffe am Ende, dass wir diese zwei Punkte heute gewinnen.“
Lasse Ludwig (Torwart Füchse Berlin) ...
… zur Lehre aus dem Supercup (vor dem Spiel): „Wir müssen mehr bei unseren Absprachen bleiben. Ehrlich gesagt haben wir den Supercup schon ein bisschen abgehakt, waren dann eher noch bei Melsungen und sind jetzt bei dem heutigen Auswärtsspiel und hoffentlich bei der Revanche.“
… zur Reaktion gegen Melsungen (vor dem Spiel): „Das war enorm wichtig. Ich finde, wir haben direkt von Minute eins gezeigt, was für eine Energie wir in der Mannschaft haben. Das war ein ganz anderes Selbstverständnis als im Supercup. Wir haben direkt nach dem Supercup in der Kabine gesagt, dass wir so nicht auftreten wollen. Ich finde, wir haben das mit Bravour gelöst – vielleicht nicht über 60 Minuten, aber genau das wollen wir heute machen.“
… zur Torhütersituation mit Andreas Palicka (vor dem Spiel): „Erst mal entscheidet immer der Trainer im Zusammenspiel mit unserem Torwarttrainer, wer anfängt. Das sind immer unterschiedliche Situationen, wann ich anfange und wann Palla anfängt. In einer guten Mannschaft gehören zwei Torhüter zum Team und nicht nur ein Torhüter. Natürlich möchte ich immer spielen. Aber wenn es der Mannschaft besser tut, dass Palla spielt, werde ich da auf keinen Fall Unruhe machen.“
Alfred Gislason (Bundestrainer) ...
… zur besonderen Saison vor der WM 2027 (während der Halbzeit): „Ich habe mich noch nie so auf die ersten Spiele gefreut. Natürlich ist es eine ganz besondere Saison für uns. Ich beobachte viele deutsche Spieler, die hier etabliert sind, aber auch andere, und hoffe natürlich, dass wir von Verletzungen verschont bleiben.“
… zur Verletzung von Tom Kiesler (während der Halbzeit): „Ich habe nicht mit ihm gesprochen, aber mit seinem Trainer. Was wir unter uns besprochen haben, bleibt intern. Aber es sah schon sehr schlimm aus, wie Matthias Musche ihm ins Knie reingefallen ist. Da dachte ich, das könnte etwas Schlimmes werden. Aber aus meiner Info ist es nicht so, dass er lange ausfällt – also dass er für die WM ausfallen würde oder so. Das wäre natürlich extrem bitter.“
… zu Miro Schluroff (während der Halbzeit): „Ich freue mich über seine Leistung. Er hat zwei überragende Spiele gemacht, nach einer relativ verhaltenen Vorbereitung. Aber auch andere Rückraumspieler bei uns oder Spieler allgemein sind sehr gut drauf. Das freut mich sehr.“
… zur EM-Qualifikation gegen Belgien als WM-Vorbereitung (während der Halbzeit): „Beides eigentlich. Natürlich ist es so, dass wir nur diese eine Woche haben, bis es im Januar losgeht. Belgien ist sicherlich ein neuer Gegner für uns. Jeder will sich zeigen, jeder will sich seine Spielanteile untermauern. Der Kampf um die Plätze bei uns wird hart sein, aber fair natürlich.“
Dyn-Experte Stefan Kretzschmar ...
… zum Spitzenspiel zwischen Magdeburg und Berlin (vor dem Spiel): „Es ist das Spiel der Spiele. Wenn man hier reinkommt, merkt man überall die Begeisterung, die Atmosphäre, die Nervosität. Ich bin selber auch nervös, obwohl ich damit nichts mehr zu tun habe, und freue mich tierisch auf dieses Match.“
… zu Gisli Kristjansson (vor dem Spiel): „Ich habe ein Interview gelesen, das ich interessant fand: Er würde gerne mal um den Welthandballer-Titel mitspielen. Das hat er sich eindrucksvoll in den ersten Partien vorgenommen. Er ist topfit, übernimmt noch mehr Verantwortung – was eigentlich unmöglich ist, wenn man betrachtet, wie viel Verantwortung er in der Vergangenheit schon übernommen hat. Er ist in einer herausragenden Verfassung und natürlich ihr wichtigster Spieler.“
… zu Bennet Wiegert und Nicolej Krickau (vor dem Spiel): „Das sind zwei der härtesten Schiedsrichteraufgaben, die es in der Bundesliga gibt. Zwei sehr emotionale Trainer, die sehr aktiv an der Seitenlinie agieren, um Einfluss auf das Spiel und auch auf die eine oder andere Schiedsrichterentscheidung zu nehmen. Das ist manchmal ein bisschen drüber, auf beiden Seiten.“
Alle Infos rund um die „stärkste Liga der Welt“ gibt es unter www.opel-hbl.de
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Daniel Mayr (Mayr@handball-bundesliga.de)
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