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SCM-Star Kristjansson hat Lust auf mehr: „Wissen, dass es nicht der größte Titel der Saison ist“

Darj selbstkritisch nach deutlicher Pleite: „Wir haben das Torwart-Abwehr-Paket nicht hinbekommen“ - Wiegert zum ersten Super-Cup-Titel: „Ich muss noch ein bisschen aufpassen, dass man sich nicht zu doll freut“ - Dyn-Experte Sigurdsson kritisiert Berlin: „Die Füchse sind momentan nicht nah dran“

Berlin, 22.08.2026

Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zum Rexel Super Cup zwischen SC Magdeburg und Füchse Berlin (38:31).

 

Bennet Wiegert (Trainer SC Magdeburg) ...

… zum Supercup-Sieg: „Ich freue mich richtig. Ich muss noch ein bisschen aufpassen, dass man sich nicht zu doll freut, aber ich freue mich wirklich, weil wir oft hier standen und das Ding 25 Jahre nicht mehr holen konnten. Deswegen fühlt es sich gerade verdammt gut an. Ich habe gemerkt, wir sind ready. Wir wollten das ab der ersten Minute so zeigen. Das ist mir fast wichtiger, als wenn etwas taktisch umgesetzt wird. Leidenschaft und Einstellung haben heute absolut gestimmt.“

… zur Deutlichkeit des Sieges gegen Berlin: „Sieg ist Sieg. Vielleicht freut man sich über einen Ein-Tor-Sieg sogar mehr als über ein 38:31. Ich hätte heute mit allem leben können. Aber wir wollten diese Trophäe gerne mit dem Bus zurücknehmen.“

… zur Breite des Kaders: „Ich glaube, wir haben Qualität im Kader. Wir hatten heute vielleicht auch mehr nachzusetzen als Berlin. Jeder in meinem Kader hat es verdient, Spielanteile zu bekommen. Ich hätte mir heute auch gewünscht, dass Philipp Weber noch mal für einen anderen Impuls im Angriff sorgt. Aber wenn wir so jagen, wenn wir 15 Gegenstoßtore bekommen, dann fällt ein zweiter Wechsel unglaublich schwer.“

… zum kroatischen Torhüter-Duo: „Das ist eine geile Symbiose. Uns ist die Verantwortung gegenüber Kroatien auf dieser wichtigen Position bewusst. Ich hoffe, dass Dagur nie auf andere Gedanken kommt, als unsere beiden zu nehmen. Wir haben zwei tolle, talentierte Torhüter, die sich dazu noch ergänzen.“

… zum nächsten Duell mit Berlin: „Das wird ein komplett anderes Spiel. Es ist auch ein Heimspiel. Die Atmosphäre hier war toll, München hat gezeigt, dass sie Handball wollen. Aber ein Heimspiel in Magdeburg ist für uns noch mal etwas anderes. Wir freuen uns sogar noch mehr darauf. Jetzt bitte Gummersbach.“

 

Gisli Kristjansson (SC Magdeburg) ...

… zu den Gründen für den Sieg: „Ich würde sagen: gefühlt alles. Wir waren in allen Bereichen sehr stabil und sehr souverän. Auch unser Rückzug war sehr gut, was wir im Halbfinale der Champions League sehr schlecht hinbekommen haben. Wir haben uns sehr wenige Fehler erlaubt.“

… zur Signalwirkung des Supercup-Sieges: „Es macht immer Spaß, Titel zu gewinnen. Ich glaube, für diese Ära von Magdeburg ist das der erste Supercup, den wir gewinnen. Das macht Spaß. Aber alle wissen, dass das nicht der größte Titel der Saison ist. Es macht Vorfreude auf das, was hoffentlich kommt.“

… zum harten Bundesliga-Auftakt: „Voller Fokus auf den VfL. Unser Startprogramm in der Bundesliga ist schon sehr hart. Wir starten auswärts in Gummersbach. Ich glaube, es gibt kein schwierigeres Auswärtsspiel, mit dem du in die Saison starten kannst.“

 

Albin Lagergren (SC Magdeburg) ...

… zum Titelgewinn: „Ich bin unfassbar glücklich, dass wir den Titel geholt haben. Ich finde, wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht.“

… zur eigenen Leistung: „Ich freue mich über die Mannschaft. Ohne sie hätte ich das nicht schaffen können. Ich bin dankbar für die Mannschaft und glücklich über den Titel.“

… zur Magdeburger Stabilität: „Ich finde, heute haben wir unglaublich gut in der Abwehr gestanden. Unser Angriff war auch wirklich gut. Wir haben wirklich gute Chancen im Angriff bekommen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht.“

 

Marc-Henrik Schmedt (Geschäftsführer SC Magdeburg) ...

… zur Titelverteidigung (vor dem Spiel): „Einfach wird es mit Sicherheit nicht. Wir gehören zum Favoritenkreis, keine Frage. Aber wenn ich nach Kiel gucke, da ist extrem nachgelegt worden. Bei Berlin muss man gucken, wie die Abgänge kompensiert werden können. Das wird ein enges Rennen werden. Wir sind mit dabei und wollen natürlich den Titel verteidigen.“

… zur Attraktivität der Bundesliga (vor dem Spiel): „Es ist einfach so, dass die Handball-Bundesliga die stärkste Liga der Welt ist. Da drängen immer mehr rein. Das macht die Liga noch attraktiver, wenn solche Namen demnächst in der Bundesliga auflaufen.“

… zum Zusammenspiel mit Bennet Wiegert (vor dem Spiel): „Wir kennen uns über 15 Jahre. Ich muss das Geld einsammeln, er darf es ausgeben – das ist eine gute Teilung. Nein, es passt einfach zusammen. Wir leben beide den Standort. Dann sind auch solche Verpflichtungen möglich.“

… zum verpassten Super Globe (vor dem Spiel): „Wehmut ist eigentlich gar nicht dabei. Das Regularium war klar, Barcelona war als Titelverteidiger gesetzt und die Füchse sind völlig zu Recht nachgerückt. Dann hat man sich als Wildcard für Veszprem entschieden. Das hat mich nicht großartig überrascht. Insofern nehmen wir das und hoffen, dass wir vielleicht nächstes Jahr wieder dabei sind.“

 

Antonio Serradilla (SC Magdeburg) ...

… zur Rückkehr nach Magdeburg (vor dem Spiel): „Die meisten Mitspieler sind noch dieselben. Einige Spieler sind gegangen, aber ich kenne die Mannschaft sehr gut. Ich habe gute Freunde im Team, auch bei den Fans und im Staff. Ich bin sehr glücklich, zurück zu sein, und fühle mich sehr wohl in der Mannschaft.“

… zur Verantwortung beim SCM (vor dem Spiel): „Wenn du in Magdeburg spielst, versuchst du, die Mannschaft zu verteidigen. Du weißt, dass du für die beste Mannschaft in Deutschland spielst und um jeden Titel kämpfst. Es ist eine Ehre für mich, für den SCM zu kämpfen. Ich bin sehr glücklich, für Magdeburg zu spielen.“

 

Max Darj (Füchse Berlin) ...

… zur Berliner Leistung: „Natürlich sind wir nicht zufrieden mit der Leistung heute. Wir wollten viel, viel mehr zeigen. Aber wir wussten, dass wir eine fehlerfreie Leistung brauchen. Wir haben das Torwart-Abwehr-Paket nicht hinbekommen, so wie wir wollten. Magdeburg war heute einfach besser und sehr, sehr stark.“

… zu den Problemen in der Abwehr: „Wir wussten, dass wir schlechte Chancen für Magdeburg kreieren müssen. Aber wir haben es leider nicht geschafft, sie in kleine Winkel von außen zu bringen. Dann fehlten uns auch ein paar Paraden. Das Torwart- und Abwehrpaket war heute das größte Thema.“

… zu den Berliner Saisonzielen: „Unsere Ziele ändern sich nicht, nur weil wir heute gegen Magdeburg verloren haben. Auf gar keinen Fall. Jetzt wissen wir, wo wir stehen. Wir müssen daran arbeiten. Jetzt geht es los, und wir freuen uns auf Donnerstag. Wir wissen jetzt, woran wir arbeiten müssen und was wir besser machen können.“

 

Nicolej Krickau (Trainer Füchse Berlin) ...

… zur Nähe in der Handball-Doku von Dyn (vor dem Spiel): „Handball muss sich unterscheiden, zum Beispiel vom Fußball. Wir leben von Nähe, wir leben vom Interesse der Fans. Wenn wir helfen können, das authentischer zu machen und ein besseres Verständnis dafür zu geben, welche Persönlichkeiten wir haben, dann nehme ich natürlich auch gerne meine Verantwortung wahr.“

… zu Matthes Langhoff (vor dem Spiel): „Wir haben gar keinen Druck auf Matthes. Ich glaube, das kommt automatisch mit einer größeren Rolle. Klar wird es schwere Spiele für Matthes geben, aber auch gute Spiele. Er hat schon letzte Saison gezeigt, dass er viele Qualitäten hat. Wir erwarten nicht, dass er ein direkter Ersatz für Lasse wird. Er wird einen ganz anderen Typ von Rolle spielen.“

… zu den Saisonerwartungen (vor dem Spiel): „Keiner von uns weiß, wie die Saison sich entwickelt. Es kann sein, dass wir schon in 14 Tagen einen Extraspieler haben. Es kann auch sein, dass andere Vereine Verletzungen bekommen oder wir neue Verletzungen bekommen. Wir gehen in jeden Wettbewerb, um zu versuchen, jedes Spiel zu gewinnen. Ob es realistisch ist, den gleichen Erfolg zu erreichen wie in den letzten Saisons? Wahrscheinlich schwierig.“

 

Dominik Klein (Weltmeister 2007) ...

… zur Handball-Begeisterung in München (während der Halbzeit): „Das ist mehr als toll. Das Schöne ist, dass es viele leuchtende Kinderaugen sind, aber auch viele stolze Eltern und ganz viele Handball-Fans, die Hunger auf diese Sportart haben in dieser tollen Metropolregion.“

… zum Ziel Bundesliga-Handball in München (während der Halbzeit): „Eine seriöse Antwort zu geben, wie die Zahl der Jahre am Ende wirklich ist, ist schwierig. Viel schöner ist es, dieses Event, diesen Tag zu verlängern, dass es auch nachhaltig über eine längere Saison geht und wir den Fans, die so Hunger auf Handball haben, das ermöglichen. Es gibt ganz viele Vereine drumherum, die so tolle Talentarbeit und so tolle Jugendarbeit leisten. Dafür wollen wir kleine Leuchttürme bauen. Wir nennen es eine Gipfeltour. Wir werden ankommen, irgendwann.“

 

Steffen Weinhold (Europameister 2016) ...

… zu München als Handball-Standort (während der Halbzeit): „Für Dominik und mich ist es natürlich besonders schön, dass München ein Standort ist, weil wir hier zu Hause sind. Ich glaube aber auch, dass dieser Standort in den letzten Jahren immer unglaublich gut angenommen wurde. Jetzt mit der Arena kann sich Handball-Deutschland im Januar hier auch auf den SAP Garden freuen.“

… zum Ziel Bundesliga-Handball in München (während der Halbzeit): „Einerseits gibt es super viele Talente hier und wir wollen denen eine Möglichkeit vor Ort geben. Andererseits hat man in den letzten Jahren und Jahrzehnten gemerkt, dass der Sport so wächst, dass er auch in größere Städte gegangen ist. Deswegen glaube ich, dass die Stadt Handball super vertragen würde und dass es einfach sehr gut passen würde, wenn wir hier Stück für Stück den Handball höher bringen.“

 

Dyn-Experte Dagur Sigurdsson ...

… zur Magdeburger Dominanz: „Das war sehr, sehr deutlich. Die Füchse hatten eigentlich keine Chance. Sie hatten vorne im Sechs-gegen-sechs-Angriff Probleme. Wenn man solche Probleme hat, muss man eine harte Abwehr spielen, ein Signal vom Torhüter bekommen und Gegenstoßtore bekommen. So ist das Spiel zu schwer. Magdeburg war einfach fair, souverän und konstant.“

… zur Favoritenrolle des SCM: „Man hat gesehen, dass die Füchse Berlin momentan nicht nah dran sind. Trotzdem ist es schwer zu sagen, wie weit Kiel und Flensburg sind. Es wird spannend und man muss sehen, was in den ersten Spielen passiert: weitere Ausfälle, kommen verletzte Spieler zurück und so weiter. Die Bundesliga wird ganz offen und sehr, sehr spannend.“

… zu den Berliner Problemen: „Es muss Bauchschmerzen geben, weil sie keine Wechselmöglichkeiten im Rückraum haben. Sie haben mit den gleichen drei Leuten durchgespielt, dann wird man ausrechenbar und einseitig. Das hält man nicht durch gegen eine Weltklasse-Mannschaft wie Magdeburg in Topform.“

… zu den Abgängen bei den Füchsen Berlin (vor dem Spiel): „Im Tor haben sie den Angstfaktor verloren. Es gibt nur einige Torhüter auf der Welt, die das verbreiten können. Das hat eine Funktion auf die Abwehr, weil die Gegner mehr Selbstvertrauen und weniger Angst haben. Und dann die Tormaschine auf Halblinks, die Königsposition – das ist einfach nicht zu ersetzen.“

… zur dünnen Besetzung der Füchse (vor dem Spiel): „Langhoff ist ein guter Spieler, aber sie brauchen Weltklasse, und das haben sie momentan noch nicht. Gerade wenn dann Spieler wie Lichtlein und Wiede verletzt sind, ist das, so wie in den letzten Testspielen, einfach dünn im Rückraum.“

… zum Favoritenkreis in der Bundesliga (vor dem Spiel): „Ich sehe Flensburg und Kiel auf jeden Fall dabei. Dann sind auch Melsungen und Gummersbach nicht weit weg. Ich glaube, die Liga könnte sich ein bisschen teilen: Die oberen sechs, sieben nehmen sich vielleicht etwas weg, und auch die untere Hälfte wird unheimlich spannend.“

 

Alle Infos rund um die „stärkste Liga der Welt“ gibt es unter www.opel-hbl.de

 

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