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23.07.2022
Fußball

Felix Zwayer auf SPORT1: „Die Bilder standen nicht zur Verfügung."

Felix Zwayer (Schiedsrichter) nach Elfmeterentscheidung: „Wollen uns auf die Entscheidung auf dem Platz verlassen." - Timo Schultz (Trainer FC St. Pauli) zufrieden: „So stelle ich mir das vor."

Ismaning, 23.07.2022


  • Derrick Köhn (Hannover 96) feiert Traumtor: „Waren brutale Emotionen.“
  • Leart Paqarada (Kapitän FC St. Pauli) lobt sein Team: „Spricht für den Charakter der Mannschaft.“
  • Peter Neururer (SPORT1-Experte) mit Anerkennung für Zwayer: „Ziehe den Hut davor.“



Der Trainer des FC St. Pauli, Timo Schultz, hat nach dem 2:2 seiner Mannschaft bei Hannover 96 am Samstagabend auf SPORT1 die Aktivität seiner Mannschaft gelobt, aber dennoch die wenigen Torchancen bemängelt. Schiedsrichter Felix Zwayer stellte sich nach der Partie den Fragen zu einer umstrittenen Elfmeterentscheidung und dem VAR. 

Die wichtigsten Aussagen anbei. 


Derrick Köhn, Torschütze Hannover 96:

… zum Spiel: „Es ist sehr bitter, in der letzten Sekunde so ein Ding zu kassieren. Wir haben über 90 Minuten ein gutes Spiel gemacht. Wir hatten alles unter Kontrolle, deswegen ist es sehr bitter. Wir müssen bis zum Schluss verteidigen und Gas geben, bis der Schiedsrichter abpfeift.“ 

… zu seinem Tor: „Es waren brutale Emotionen. Ich danke Max für den Assist, er hat den Ball gut zurückgelegt, ich habe draufgehauen und er ist reingegangen. Ich freue mich, dass ich im ersten Heimspiel mein erstes Tor machen konnte und hoffe, dass es so weitergeht.“

 

Stefan Leitl, Trainer Hannover 96:

… zu den Ambitionen von Hannover 96 (vor dem Spiel): „Wir tun gut daran, nach dem eingeleiteten Neustart demütig zu bleiben. Wir haben Ambitionen, aber es gibt einfach Vereine, die uns voraus sind, die besser eingespielt sind oder länger zusammen sind. Trotzdem wollten wir eine erfolgreiche Saison spielen.“

… zu seinen ersten Wochen in Hannover (vor dem Spiel): „Ich habe vom ersten Tag an eine gute Energie gespürt. Es ist eine schöne Stadt, die Menschen sind offen. Mit dem Trainingsauftakt und der Vorbereitung gab es eine große Euphorie, leider konnten wir die nicht mit nach Kaiserslautern nehmen, aber das ist abgehakt.“

 

Marcus Mann, Sportdirektor Hannover 96:

… zum neuen Trainer Stefan Leitl (vor dem Spiel): „Wir haben uns sehr darum bemüht, ihn von Hannover 96 zu überzeugen, das war gar nicht so schwer, denn er hat relativ schnell hinter der Sache gestanden. Er hat aus voller Überzeugung diese Entscheidung getroffen. Stefan hat in Fürth und bei anderen Stationen bewiesen, dass er eine Mannschaft entwickeln kann, für etwas steht und weiß, wie er spielen will. Wir haben in der Vorbereitung gezeigt, dass noch nicht alles stabil ist. Wir haben auch immer erwähnt, dass viele neue Spieler, ein neuer Trainer und ein neues Spielsystem Zeit brauchen.“

… zur neuen Tor- und Einlaufmusik (vor dem Spiel): „Man hat sich Gedanken gemacht, was gespielt werden soll. Bei der Einlaufmusik ist es mit den Scorpions, einer Band aus Hannover, ein Bekenntnis zur Stadt. Bei der Tormusik hoffe ich, dass wir sie so oft wie möglich hören.“

 

Timo Schultz, Trainer FC St. Pauli:

… zum Spiel: „Man sagt ja immer, besser ein spätes als ein frühes Tor. Wir nehmen den Punkt gerne mit, nach dem Spielverlauf ist er sicherlich glücklich, aber über die 90 Minuten waren wir die aktivere Mannschaft. Ich habe der Mannschaft schon gesagt, selbst wenn wir verloren hätten, wäre ich mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, einverstanden gewesen. Das ist das Entscheidende. Wir wollen für frischen, offensiven Fußball stehen, wollen aggressiv und mutig sein. Das hat meine Mannschaft heute über 90 Minuten gezeigt. Wir haben direkt nach dem 1:1 das Zepter wieder übernommen, so stelle ich mir das vor.“

… zum strittigen Elfmeter gegen sein Team: „Ich bin jetzt seit zwei Jahren dabei und habe mir angewöhnt, über den Schiedsrichter nichts zu sagen. Da brauche ich keine Einschätzung zu geben. Es hat im Stadion nicht einmal jemand gerufen, dass das ein Handspiel sei. Er wird aus einem Meter angeschossen und deshalb geht die Hand nach hinten. Und dann muss er es sich noch 80 Sekunden angucken. Da ist keine Torgefahr oder sonst was, das passt nicht zusammen. Da kann er mir auch im Nachgang nichts anderes erzählen.“

… zu den wenigen Torchancen seiner Mannschaft: „Das ist momentan das Manko, auch wenn sich fünf Tore nach zwei Spielen ganz gut lesen. Für die Art, wie wir spielen, haben wir noch zu wenig klare Chancen. Das ist etwas, woran wir arbeiten müssen. Ich bin froh, dass wir zwei Tore geschossen haben, das steht heute im Vordergrund. Mehr Effektivität würde ich mir aber wünschen.“

 

Leart Paqarada, FC St. Pauli:

… zum Spiel: „Letztendlich ist der Punkt mehr als verdient. Wir hatten auch Situationen, in denen Hannover dominanter war, aber ich denke, dass wir am Ende noch den Ausgleich machen, spricht für die Mentalität und den Charakter der Mannschaft. Deswegen fühlt es sich heute wie ein Sieg an.“

… zur Passivität nach dem Führungstreffer: „Wir haben ohne wirklichen Grund nach der Führung das Spiel ein wenig kippen lassen. Erst mit dem Gegentreffer wurden wir wieder etwas stärker. Da hätten wir schon dominanter sein können, aber in so einem Auswärtsspiel am Samstagabend ist es schwierig, über 90 Minuten dominant zu sein.“

… zum strittigen Elfmeter: „Der Elfer hat in der Halbzeit keine Rolle gespielt. Das sind Entscheidungen, die man nicht zurücknehmen kann. Ich glaube, dass es für den Schiedsrichter schwierig zu sehen war, auch wenn ich denke, dass er etwas schnell gepfiffen wurde.“

 

Andreas Bornemann, Geschäftsführer Sport FC St. Pauli:

… zu den zwei Kapitänen beim FC St. Pauli (vor dem Spiel): „Das hat der Trainer sich so ausgedacht, das ist seine Mannschaftsführung. Der eine ist vielleicht in einer Sache ein bisschen besser, und der andere in anderen Dingen, aber beide haben aber ein großes Gewicht in der Mannschaft. Deshalb hat er es wohl so gelöst, und es scheint ja zu funktionieren. Wenn das weiterhin so klappt, wunderbar.“

… zu einem möglichen Wechsel von Leart Paqarada (vor dem Spiel): „Sicher kann man sich nie sein. Wir wissen, was der Vertrag hergibt, der läuft noch bis zum Saisonende. Wir wollen eigentlich, in unserer jetzigen Situation, in der wir offensiv einen gewissen Aderlass hatten, das Fundament mit den gestandenen Spielern gern erhalten. Da gehört Leart Paqarada unbedingt dazu.“

… zu weiteren Transferzielen des Vereins diesen Sommer (vor dem Spiel): „Wir haben gesagt, dass wir, wenn wir eine gute Option entdecken, gerne noch einen Stürmer verpflichten würden. Aber nur, wenn er besser ist oder ein anderes Profil erfüllt als die, die da sind. Wir haben schon Optionen, aber etwas mehr Erfahrung und Körperlichkeit würde unserem Spiel guttun, das würden wir gern machen. “ 

 

Felix Zwayer, Schiedsrichter:

… zur Elfmeter-Entscheidung: „Meine Wahrnehmung auf dem Platz, auf die ich mich letztendlich verlassen musste, war, dass der linke Arm zum Zeitpunkt des Abspiels eine leichte Bewegung nach außen macht und damit in die Flugbahn geht und den Ball ablenkt. In meiner Wahrnehmung auf dem Platz hat das eine Strafbarkeit dargestellt. Die Szene ist natürlich überprüft worden. Das hat deswegen so lange gedauert, weil sämtliche Kamerawinkel überprüft wurden. Das Bild, das wir hier haben, ist sicherlich das beste, aber immer noch nicht zu 100 Prozent aussagekräftig. Aus dieser Perspektive finde ich es auch nicht mehr eindeutig, meine Perspektive auf dem Platz war eine deutliche Bewegung mit dem Arm in Richtung des Balles. Der VAR hat das überprüft und gesagt, er hat keine Kameraperspektive, die meine Wahrnehmung auf dem Feld widerlegt.“

… zu der Entscheidung, sich die Szene nicht selbst anzuschauen: „Im Prozess ist es schon so, dass die Videoassistenten die Kameras überprüfen und dann sagen, sie haben ein Bild, was mich weiterbringt, oder eben nicht. Die Bilder, die wir jetzt mit der Lupe drauf sehen, standen nicht zur Verfügung. Dann einen Schiedsrichter rauszurufen und zu sagen, er solle sich etwas nochmal anschauen, wenn es keine bessere, eindeutige Perspektive gibt, da wollen wir uns auf die Entscheidung auf dem Platz verlassen.“

… zur Verzögerung seines Pfiffs: „Das kam deswegen, weil ich auch innerhalb meines Teams nochmal gesprochen haben. Ich habe sofort meine Wahrnehmung des Handspiels mitgeteilt und habe geschaut, was in der Mitte passiert. Es kann möglicherweise sogar eine Vorteilssituation entstehen. Deswegen wartet man kurz, bevor man pfeift. Es geht auch darum, kurz zu schlucken und zu überlegen, ist es so oder nicht. Dann verlasse ich mich auf meine Wahrnehmung. Ich fühlte mich auch nicht alleingelassen, weil die Kollegen im Keller die Perspektiven prüfen. Anhand der Bilder, die wir jetzt haben, sehe ich meine Feldentscheidung nicht komplett bestätigt, sie weisen aber auch nicht zu 100 Prozent in die andere Richtung.“

 

Peter Neururer, SPORT1 Experte:

… zur Leistung von St. Pauli: „Es war ein hervorragendes Zweitligaspiel. Punktuell gab es einige Fehler, aber die passieren in jedem Spiel. Hohes Tempo und eine ausgeglichene Laufbereitschaft beider Mannschaften. Ich war überrascht, dass St. Pauli in der zweiten Halbzeit so dominant in der gegnerischen Hälfte aufgetreten ist, ohne allerdings große Torchancen herauszuspielen. Vom Fußballerischen her war es attraktiv.“

… zu Leart Paqarada: „Er konzentriert sich defensiv wie offensiv auf seine Aufgaben. Was er mit seinem linken Fuß macht, ist sensationell. Das Zusammenspiel auf der linken Seite und mit den Sturmspitzen ist fast perfekt. Die Frage ist: Bleibt er, oder bleibt er nicht. Es war ein kluger, psychischer Schachzug vom Trainer, ihm einen kleinen Anstoß gegeben zu haben, indem er die Kapitänsbinde trägt und mehr Verantwortung übernimmt.“

… zum Treffer von Hannovers Köhn: „Ein absolutes Traumtor, gerade in der Situation. St. Pauli ist stärker geworden, dann nimmt der Junge den Ball als Direktabnahme, der hätte auch in der Leine landen können. Aber er hat ihn perfekt getroffen, da könnten auch zwei Torhüter drinstehen, der ist nicht haltbar.“ 

… zu Felix Zwayer: „Ich ziehe den Hut davor, in der schwierigen Situation hier hinzukommen und sich zu stellen, finde ich sehr positiv. Wie er es verkauft und dargestellt hat, ist von seiner Seite aus nachvollziehbar. Für mich werden aber immer wieder Fragen aufkommen, was in der Situation der VAR entscheidet und was nicht. Man muss einige Entscheidungen akzeptieren und damit leben. Das gehört zum Sport. Die Darstellungsweise des Schiedsrichters war angenehm und gut.“

… zum Umbruch bei Hannover 96 (vor dem Spiel): „Das Umfeld ist hier nicht gerade das ruhigste. Man hat hier hohe Ansprüche an diese neue Mannschaft, auch an den Trainer. Er weiß, wie Aufsteigen geht, mit einer Mannschaft, die mehr oder weniger ein Underdog war. Jetzt hat er bei einem großen Verein übernommen, bei dem unterschwellig auch das Ziel der Wiederaufstieg nach einigen Jahren ist.“

… zu Stefan Leitl (vor dem Spiel): „Mit dem Gedanken, dass man hier versucht, einen Aufstieg aufzubauen, ist Stefan genau der richtige Mann. Er hat mit viel weniger Mitteln in Fürth Großartiges entwickelt. Der Höhepunkt war der Aufstieg, der ihnen nicht geschenkt wurde, den haben sie sich mit tollem, attraktivem Fußball erarbeitet. Aber sie hatten das große Problem, dass man die besten Leute immer abgeben musste. Da hat man keine großartigen Experimente gemacht, sondern hat an seinem Stil weiter gearbeitet, deshalb war Stefan Leitl der richtige Mann. Er findet hier allerdings ein anderes Umfeld vor. Hier erwartet man eine ganze Menge von ihm, hier müsste man in der Zeit, in der er seinen Vertrag hat, aufsteigen.“

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