Wolff kritisch: „Teamspiel hat uns vielleicht den Sieg gekostet“ - Hülkenberg zum Ausfall: „In meinen 16 Jahren noch nicht passiert“ - Vasseur zum WM-Kampf: „Jetzt müssen wir die Kirche mal im Dorf lassen“ - Schumacher zu Mercedes: „Antonelli ist die Nummer eins und Russell muss sich unterordnen“
Unterföhring, 14.06.2026
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Lewis Hamilton (Rennsieger Ferrari) ...
… zum emotionalen ersten Ferrari-Sieg: „Es ist schwer, das überhaupt in Worte zu fassen. Ich kann es fast nicht glauben, nach all diesen Tagen, an denen ich es versucht habe und es doch nicht geklappt hat. So viele Leute haben an mir gezweifelt, privat und auch in der Öffentlichkeit. Das war hart. Aber Durchhalten ist wichtig, nie aufzugeben. Im Kern wusste ich, wozu ich fähig bin. Ohne dieses tolle Team hätte ich das nicht hinbekommen. Das ist ein großartiger Moment für mich.“
… zur Bedeutung des Siegs: „Ich habe mir immer im Traum vorgestellt, wie es wohl wäre, so auf dem Podium zu stehen. Ich habe zugeschaut, als Sebastian damals bei Ferrari gewonnen und mit den Tifosi gesungen hat. Jetzt selbst da oben zu stehen, ist unglaublich.“
… zum neuen Selbstvertrauen: „Ich habe mich kontinuierlich wieder nach vorne gekämpft. Ich habe so hart trainiert, um hier wieder zu stehen. Da ist im Hintergrund so viel Arbeit reingeflossen. Auch das Team hat mich mit all den Veränderungen unterstützt, die wir gemacht haben. Ich bin jetzt einfach happy in meinem Leben, ich freue mich darüber, wo ich jetzt bin, und ich liebe das, was ich gerade tue.“
… zum WM-Kampf: „Das nehmen wir, aber es ist noch ein langer Weg. Wir haben starke Konkurrenz, aber wir werden hart weiterarbeiten und wollen die Lücke schließen.“
George Russell (Mercedes) ...
… zu Lewis Hamiltons erstem Ferrari-Sieg: „Glückwunsch, denn ich weiß, wie hart er arbeitet. Wir waren lange zusammen bei Mercedes, und es freut mich, ihn hier wieder vorne stehen zu sehen. Ich habe ihn schon verfolgt, als ich aufgewachsen bin, bevor ich selbst in der Formel 1 war. Ich freue mich, dass ich ein sauberes Rennen hatte, aber Ferrari war heute wirklich beeindruckend.“
… zu seinem eigenen Wochenende: „Freitag und Samstag waren wirklich stark, heute war es ein bisschen eine Herausforderung. Es ging eigentlich gut los, im ersten Stint habe ich mich gut gefühlt. Die letzten zwei Stints waren etwas schwieriger. Aber ich freue mich, hier zu stehen.“
… zur Ferrari-Pace: „Gestern war das für uns schon eine Überraschung. Und heute war die Geschwindigkeit einfach krank, so schnell war er.“
Lando Norris (McLaren) ...
… zu Platz drei: „Erst einmal Glückwunsch an Lewis. Schön, dass er wieder ganz oben dabei ist. Es war ein hartes Rennen. Ich habe wirklich versucht, mit ihnen mitzuhalten, aber sie waren einfach zu schnell. Wir haben versucht, dranzubleiben, falls etwas passieren sollte. Dann hatten wir Glück, dass Kimi ausgefallen ist. Ich bin happy fürs Team und freue mich, wieder auf dem Podium zu stehen.“
… zum Rückstand auf die Spitze: „Ein bisschen von allem fehlt. Das Team arbeitet gut, wir machen gute Fortschritte. Aber die anderen arbeiten eben noch besser und das müssen wir anerkennen. Wir müssen weiterarbeiten. Das ganze Team macht genau das. Wir sind bald wieder da.“
Toto Wolff (Teamchef Mercedes) ...
… zum Rennen: „Zuerst muss man Lewis gratulieren. Heute war er einfach unheimlich schnell, war zur richtigen Zeit auf der Bahn und hat total verdient gewonnen. Bei uns haben wir das Teamspiel gespielt und das hat uns vielleicht den Sieg gekostet. Das werden wir uns noch einmal genau anschauen. Und dann natürlich der Schaden am Ende: Das kann nicht passieren, wenn du um eine WM fährst und dicke Punkte machen kannst. Ich bin heute mit nichts zufrieden.“
… zur Ferrari-Pace: „Ich glaube schon, dass Kimi diese Pace hätte gehen können, aber er kam nie dazu. Am Ende war es ein Ausfall. Da hätte es auch nichts geholfen, wenn man ein bisschen schneller hätte fahren können.“
… zum Mercedes-Duell: „Wir haben sie nicht getauscht, wir haben sie fahren lassen. Ich glaube, dass wir wahrscheinlich fünf oder sechs Sekunden verloren haben, als die beiden gegeneinander gefightet haben. Wenn sie gegeneinander fighten, ist das gut und sportlich. Aber wenn man gegen einen anderen kämpft, muss man vielleicht manchmal auch den Schnelleren ziehen lassen.“
Charles Leclerc (Ferrari) ...
… zum Rennen: „Das Gefühl war okay, die Pace war auch nicht so schlecht. Aber zwei Stopps waren eine ziemlich schwierige Strategie bei der Umsetzung. Ich habe die meiste Zeit versucht, die Reifen zu schonen. Ich glaube nicht, dass die Pace wirklich schlecht war.“
… zum positiven Aspekt für Ferrari: „Es gibt nicht so viel Positives. Das einzig Positive für das Team ist der Sieg von Lewis. Lewis war in den letzten drei, vier Rennen wirklich überragend. Jetzt liegt es an mir, wieder in die Spur zu kommen. Das Team hat tolle Upgrades gebracht und uns ein Auto zur Verfügung gestellt, das das leisten kann. Jetzt muss ich liefern.“
… zur Pause bis Österreich: „Ich möchte im Moment einfach so viel wie möglich im Auto sitzen. Wir hatten einige Probleme vom Gefühl her. Jetzt kommen wir wieder besser in die Spur, aber heute war wieder ein sehr schwieriger Tag.“
Fred Vasseur (Teamchef Ferrari) ...
… zum Sieg von Lewis Hamilton: „Es war sehr emotional, aber ich war gedanklich eigentlich noch im Rennen. Wir hatten durchaus ein bisschen Auf und Ab. Es ist gut für alle, dass wir zurückgekommen sind und heute gewonnen haben. Das ist der beste Start in die europäische Saison: Zweiter in Monaco, Zweiter in Kanada, heute der Sieg. Das war wirklich stark.“
… zu Charles Leclerc: „Zum Schluss war die Pace ähnlich wie bei Lewis. Es war schwierig, saubere Luft zu finden. Wenn du drei Stopps machst, hast du ein größeres Risiko, weil du wieder überholen musst. Aber je nachdem, wo du auf der Strecke stehst, kann es sehr gut hinhauen. Bei Lewis hat das geklappt.“
… zum möglichen WM-Kampf gegen Mercedes: „Jetzt müssen wir mal die Kirche im Dorf lassen. Wir hatten ein gutes Wochenende, dann werden wir gleich zum Weltmeister hochgejubelt und eine Woche später geht es wieder ganz runter. Wir müssen ein Rennen nach dem anderen nehmen und in Zukunft mit derselben Fokussierung angehen wie hier.“
… zu Hamiltons Entwicklung bei Ferrari: „Wir sprechen da eigentlich über Details. Lewis war 20 Jahre bei McLaren und Mercedes quasi immer im selben Umfeld. Als er dann in unser Team kam, war das eine massive Veränderung. Er ist so etwas nicht gewohnt gewesen. Wir mussten das handhaben und Schritt für Schritt kam er zurück.“
Nico Hülkenberg (Audi) ...
… zum Ausfall: „Das war kurios. Liam ist ein bisschen mit dem linken Hinterrad in den Kies gefahren und hat dadurch einiges an Kies hochgeworfen. Die Autos haben links neben dem Air Intake für die Marshalls im Worst Case so einen Safety Pull. Irgendein Stein hat das Ding gezogen und damit das Auto komplett auf einen Schlag ausgeschaltet. Das ist mir in den 16 Jahren, in denen ich hier bin, noch nicht passiert. Ziemlich kurios und ungewöhnlich.“
… zum konkurrenzfähigen Audi-Paket: „Klar, kann man so sagen. Wobei ich mir heute auch ein bisschen mehr erhofft hatte. Hier ist es immer schwer, hinter einem anderen Auto viel auszurichten, weil es direkt übel auf die Reifen geht. Aber wieder ist ein Wochenende vergangen, und wir haben nichts mitnehmen können leider Gottes.“
… zur Strategie: „Aber trotzdem sind ein, zwei Sachen im Rennen passiert, strategisch, die wir uns angucken müssen. Da hätten wir uns besser verhalten und uns helfen können.“
Kimi Antonelli (Mercedes) ...
… zum technischen Ausfall: „Das Auto hat mich einfach im Stich gelassen. Es hat aufgegeben. Aber das ist Racing, das passiert. Klar ist das ärgerlich. Dennoch glaube ich, dass das Rennen wirklich stark war. Die Pace war sehr gut, vor allem auf den harten Reifen. Das ist das Positive. Trotzdem muss ich zugeben: Es schmerzt. Aber ich freue mich jetzt schon auf Österreich.“
… zum Duell mit George Russell: „Ich hatte ein bisschen ein Problem in Kurve eins, habe die Vorderreifen blockiert und dann auch in Kurve zehn ein bisschen zu viel riskiert. Klar, ich habe gepusht. In der verwirbelten Luft war es wirklich schwierig. Aber wir hatten eine starke Pace und als ich George überholen konnte, ist das Auto auf einmal viel besser gegangen.“
… zur möglichen Platzierung: „Ich konnte die Pace gar nicht mehr richtig nutzen, weil das Auto dann aufgegeben hat. Lewis war zu weit vorn, den hätte ich nicht mehr holen können. P2 wäre maximal gewesen. Es tut weh, aber ich freue mich vor allem für Lewis, denn er hat jetzt seinen Sieg mit Ferrari geholt.“
Peter Bayer (CEO Racing Bulls) ...
… zur nachträglich aufgehobenen Strafe aus Monaco gegen Pierre Gasly (vor dem Rennen): „Es gilt abzuwarten, was McLaren und Red Bull Racing machen. Der Hintergrund ist, dass man versucht zu verstehen, wie man den Sport managen soll. Wir versuchen Konstanz zu haben. Andere haben die Strafen abgesessen, das sorgt für Unruhe. Alle versuchen zu vermeiden, dass man Pandoras Büchse öffnet.“
… zu den Auswirkungen auf die Teamwertung (vor dem Rennen): „Die Auswirkungen für uns sind massiv. Jeder Platz in der Weltmeisterschaft hat eine große Auswirkung. Der Kampf ist enorm intensiv. Deswegen sind solche Themen automatisch sehr heiße Themen.“
Novak Djokovic (Tennisprofi) ...
… zum Vergleich zwischen Formel 1 und Tennis (vor dem Rennen): „Mich interessiert sehr, wie sich die Fahrer auf ein Rennen vorbereiten, welche Routinen sie durchlaufen und wie sie sich erholen. Es ist ein Individualsport. Als Tennisspieler bin ich auch in einem Individualsport. Da kommt alles auf dich selbst an. Wenn du verletzt bist oder etwas nicht stimmt, kann dich niemand ersetzen. Das fasziniert mich.“
… zum Erfolg von Alexander Zverev (vor dem Rennen): „Sascha weiß, was ich von ihm halte. Wir sind seit vielen Jahren gut befreundet. Wir waren Rivalen, aber ich habe ihn immer unterstützt und gehofft, dass er endlich einmal einen Grand Slam gewinnt. Er ist wirklich derjenige, der es am meisten verdient hat. Er hat über viele Jahre hart gearbeitet, um dahin zu kommen. Ich bin mir sicher, das wird ihm in seiner Karriere weiterhelfen.“
Sky Experte Nico Rosberg ...
… zu Lewis Hamiltons Ferrari-Sieg: „Das ist ein ganz toller Tag für den Sport. Das ist historisch. Er ist der größte aller Zeiten. Toll, dass er die Kurve geschafft hat, weil es letztes Jahr so dunkel und finster aussah. Er war gefühlt fast auf dem Heimweg, hätte jeden Moment sagen können: Ich höre auf. Aber er hat sich durchgebissen, fühlt sich jetzt wohl im Auto und man sieht überall eine positive Dynamik.“
… zur Mercedes-Strategie: „Mercedes hat heute zu viel Rücksicht auf George genommen. Sobald das Team riskiert, den Sieg zu verlieren, fährt man zusammen auf den Teamsieg. Das hätte Mercedes heute früher machen können und sollen. Nachher ist man immer schlauer.“
… zu George Russell und Kimi Antonelli: „Im Qualifying kann George so gut wie jeder sein, so gut wie ein Verstappen. Im Rennen bin ich mir nicht sicher, ob da nicht ein bisschen etwas fehlt. Kimi scheint sehr stark im Rennen zu sein. Heute war Kimi wieder stärker. Das ist für George ein Riesenrückschlag.“
Sky Experte Ralf Schumacher ...
… zu Kimi Antonelli als Nummer eins bei Mercedes: „Heute hat Kimi wieder gezeigt, dass er der Schnellere ist. Ich glaube, jetzt wird er auch die Vorfahrt bekommen und das wird eine bittere Pille für George. Heute ist die Nummer eins für mich definitiv Kimi Antonelli und George Russell muss sich jetzt unterordnen.“
… zu Hamiltons Rolle bei Ferrari: „Stark, was Lewis Hamilton jetzt macht. Er kommt mit dem Auto von Anfang an super klar und fängt jetzt an, wieder Teamleader zu werden. Charles Leclerc muss jetzt natürlich ein bisschen gucken. Das macht etwas mit ihm.“
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