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Bernd Heynemann lobt Aytekin und Brych in „Rudi Brückner – Der Talk am Montag“: „Beides Spitzenschiedsrichter“

Jörg Neblung, Spielerberater, über Gewalt gegen Schiedsrichter: „Was da passiert ist fürchterlich“ - Bernd Heynemann, Ex-Bundesliga-Schiedsrichter, über die Kadernominierung für die WM: „Spieler mitnehmen, die in Form sind“

Ismaning, 07.11.2022

Im SPORT1 Format „Rudi Brückner – Der Talk am Montag“ hat sich der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Bernd Heynemann über die Altersgrenze für Schiedsrichter geäußert. Außerdem spricht Spielerberater Jörg Neblung über die Stürmerfrage in der Nationalmannschaft. Die wichtigsten Aussagen anbei: 


Bernd Heynemann, Ex-Bundesliga-Schiedsrichter:

... zum Achtelfinale der Champions League: „Wir diskutieren jetzt über die Begegnungen, gespielt wird aber im Februar und März. Dazwischen liegt noch eine lange WM-Pause, da werden die Karten neu gemischt. Die Teams müssen erstmal wieder in den Rhythmus finden. Da sind bei allen Begegnungen Überraschungen drin und bei allen deutschen Klubs kann es nach links oder rechts ausschlagen.“

... zum VAR: „Ich denke VA, also Video Assistent, reicht vollkommen aus. Das Wort Referee impliziert, dass der Schiedsrichter im Keller dem Schiedsrichter auf dem Platz sagt, was passiert. Man könnte also schon über den Namen diskutieren. Die Strafraumpolizei im Kölner Keller wird immer aktiver.“

... zur Regelauslegung im Strafraum: „Wir müssen großzügiger sein, das sage ich auch den Schiedsrichtern und Kommentatoren. Es gibt nur eine Regel und die ist zwischen den vier Eckfahnen gültig. Egal ob im Mittelfeld oder im Strafraum.“

... zur Altersgrenze der Schiedsrichter: „Das wurde vorher so festgelegt. Ich finde es quatscht, weil es so viele Kriterien gibt: Die Leistung auf dem Platz, der medizinische Test, der athletische Test. Wenn man die alle besteht und die Mannschaften zufrieden sind, können sie weiterpfeifen.“

... zum Schiedsrichternachwuchs: „Von ehemals 84.000 Schiedsrichtern, sind nur noch 44 – 45.000 in Deutschland aktiv. In der Kreisklasse und dem Nachwuchs sind häufig keine Schiedsrichter mehr da. Ein anderes Problem ist die Gewalt auf den Plätzen gegen die Schiedsrichter. Vor allem in Nachwuchs durch die Eltern. Deshalb habe ich angeregt, dass man das privatwirtschaftlich organisiert. Um in einer Schiedsrichterakademie an der Basis im Alter von 15 bis 55 Jahre Schiedsrichter auszubilden.“

... zum Problem der Schiedsrichterausbildung: „Das Problem ist, dass der DFB sagt, dass sie ausbilden. Der DFB ist Frankfurt sagt aber, dass das die fünf Regionalverbände machen. Diese wiederum sagen, dass das die Landesverbänden machen und die organisieren das über die Kreis- und Bezirksverbände.“

... zur Kadernominierung für die WM: „Es gibt keine Vorbereitungszeit, um die Mannschaft einzuspielen. Hansi Flick muss die Spieler mitnehmen, die in Form sind. Die müssen dann in die taktische Form gebracht werden, um die Gegner zu bespielen. Da sind wir dann bei Füllkrug und Moukoko. Grade in dem jungen Alter ist das eine Erfahrung, die nutzt nicht nur der Nationalmannschaft, sondern auch Dortmund in den internationalen Spielen.“

... zur Frage, ob Aytekin oder Brych besser ist: „Die Spiele sind unterschiedlich. Fakt ist, wie die Leistung ankommt und da sind beide souverän. Es sind beides Spitzenschiedsrichter und das sagt auch die Resonanz der Fans.“


Jörg Neblung, Spielerberater:

... zu Bayern Münchens Achtelfinale gegen Paris SG: „Ich glaube sie haben dort eine reelle Chance. Das ist eine Mannschaft, die den Bayern von ihrer Spielanlage liegt und dass sie da gut gegenhalten können. Das ist besser als ein Los wie Manchester City, das hätte ich ungern gesehen.“

... zum Champions-League-Achtelfinale: „Vor ein paar Tagen haben wir uns noch in den Armen gelegen und festgestellt, wie schön das mit den deutschen Mannschaften ist. Das kann jetzt aber auch schnell vorbei sein. Das sind aber alles tolle Begegnungen“

... zum Timing der WM: „Ich finde es nach wie vor fürchterlich. Es ist schlimm für die Ligen.“

... zu Dortmund gegen Chelsea: „Bei Chelsea läuft es derzeit nicht so, die haben in der Liga etwas abreißen lassen.“

... zum VAR: „Andere Nationen bekommen das ja auch hin. Bei der WM in Russland hat es wunderbar geklappt. Es gibt genügend Beispiele, bei denen es funktioniert. Der Faktor „Mensch“ ist also das, worüber wir diskutieren.“

... zu einer Trainerchallenge beim VAR: „Der Trainer darf eine Situation einmal pro Halbzeit überprüfen, das ist für mich vollkommen problemlos. Der Schiedsrichter bekommt dann das Bild übermittelt und entscheidet selber, nicht der Keller in Köln.“

... zu Gewalt im Fußball: „Wir sollten erstmal versuchen die Gewalt aus dem Fußball rauszuziehen. Wir liberalisieren uns ins Abseits. Was in der Kreisklasse los ist mit gewalttätigen Eltern - Wir müssen dafür sorgen, dass das aufhört. Wir sind auch im großen Fußball in den Stadien zu liberal. Gewalttäter finden immer wieder Wege ins Stadion, da müssen wir relativ klare Grenzen ziehen. Wir müssen dafür sorgen, dass das Feld für den Schiedsrichter attraktiver wird und er keine Angst haben muss im Spiel verprügelt zu werden. Das, was da draußen passiert ist fürchterlich.“

... zu Viktoria Berlin: „Sie haben sich achtbar verstärkt und jetzt kommen auch die ersten Namen dazu. Einige haben vor kurzem noch in der Bundesliga gespielt. Respekt in eure Richtung, ich finde es super, dass ihr da seid. Das war im Hauptstadtgebiet überfällig und da wird sicher im Randgebiet etwas Platz frei.“

... zur Stürmerfrage in der Nationalmannschaft: „Ich glaube, dass sowohl Moukoko als auch Füllkrug mitfahren werden. Am Ende reden wir da aber über zwei Ergänzungsspieler. Sie werden aber keinen Einzug in die erste Elf erhalten, einfach weil sie auf diesem internationalen Niveau keine Erfahrung haben.“

... zu Füllkrug: „Das ist ein Spielertyp, den wir sonst nicht im Kader haben. Deshalb würde ich ihn neben Moukoko mitnehmen.“

... zur Altersgrenze für Schiedsrichter: „Aytekin war vor sechs, sieben Jahren noch nicht so souverän, da haben ich noch einen anderen Aytekin gesehen. Deswegen ist eine Absetzung dieser ziemlich sinnlosen Altersregelung unabdingbar. So eine Souveränität bekommt man erst im höheren Dienstalter.“


Felicia Mutterer, Co-Gründerin Viktoria Berlin, per Videoschalte:

... zu ihrer Idee: „Wir haben das Frauenteam von Viktoria Berlin übernommen. Den Verein gibt es schon lange, der hat viel Tradition und spielt auch schon lange mit Frauen Fußball. Wir sind jetzt neu hinzugekommen um uns intensiv um die Frauen zu kümmern. Mit denen möchten wir gerne in die Bundesliga. Wir möchten den Volkssport Fußball in Berlin einen weiblichen Bundeligisten bescheren.“

... zum Vergleich mit RB Leipzig: „Wir sind keine Mäzenatentum, sondern sechs Frauen, die viel Idealismus, Fähigkeiten und auch Geld investieren. Wir möchten wirtschaftlich handeln und damit erfolgreich sein und nicht an irgendeinem Tropf hängen. Die Motivation ist deshalb nicht ganz vergleichbar, ohne Red Bull verurteilen zu wollen. Die machen gute, nachhaltige Arbeit. Ich fühle mich geschmeichelt, wenn wir mit so einem Weltkonzern verglichen werden. Wir haben auch Investorinnen, aber das ist ein Netzwerkgetriebenes Investment, mit vollkommen anderen Summen, was dort getätigt wird.“

... zur Übertragung des Topspiels auf Sport1: „Es wäre wünschenswert, dass wir gewinnen. Wir werden alles geben und sind dankbar und demütig, dass wir an der ersten Übertragung eines Regionalligaspiels teilnehmen dürfen und damit sportmediale Geschichte schreiben.“

... zum Fünf-Jahres-Plan des Vereins: „Uns ist klar, dass wir auch Spielglück brauchen und verletzungsfreie Spielerinnen. Die Leistungsträgerinnen müssen mit an Bord sein, wenn es ums Ganze geht. Im Sport ist das immer ein Wagnis. Im Frauen-Fußball kann man aktuell mit relativ kleinen Mitteln großes erreichen, deshalb bin ich guter Dinge und voller Hoffnung, unsere Pläne einhalten zu können. Aber wir rechnen auch mit Rückschlägen.“

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