Formel 1

Verstappen crasht beim letzten Rennen in Zandvoort: „Das ist natürlich schade“

Hamilton bemängelt fehlende Anweisungen: „Müssen besser zusammenarbeiten“ - Norris blickt nicht auf die WM: „Es bringt nichts, weiter vorauszudenken“ - Antonelli bedankt sich bei Russell: „George war ein super Teamplayer“ - Glock zu Ferrari: „Das Paradebeispiel, wie man es nicht machen sollte“

Unterföhring, 23.08.2026

Die wichtigsten Stimmen zum Großen Preis der Niederlande – die komplette Formel 1 live bei Sky.

 

Lando Norris (Rennsieger McLaren) ...

… zum Sieg in Zandvoort: „Es war ein wirklich hartes Rennen. Ich habe gestern schon gesagt, dass wir hier beim letzten Rennen für alle eine Show abliefern wollen. Ich habe es mir selbst schwer gemacht, aber es war ein gutes Rennen, ein guter Kampf – wahrscheinlich einer meiner besseren Siege. Wir hatten eine gute Pace und haben das Rennen sehr gut gemanagt. Ich bin sehr glücklich, das letzte Rennen hier in Zandvoort gewonnen zu haben.“

… zum Überholmanöver gegen Kimi Antonelli: „Das war ein toller Move. Ich wusste, dass ich nicht viele Gelegenheiten haben würde. Ich habe von Runde zu Runde gesehen, dass ich langsamer wurde, und dann wusste ich: Jetzt ist mein Moment. Ich habe die Bremsbalance etwas verändert. Dieses Manöver hat mir den Rennsieg beschert.“

… zur WM-Situation: „Es klingt langweilig, aber es ist ein Rennen nach dem anderen – und das ist einfach die Wahrheit. Es bringt nichts, weiter vorauszudenken. Wir müssen konzentriert bleiben. Es war jetzt eine gute Zeit mit zwei Siegen in Folge, aber wir müssen wieder von vorne anfangen. Es gibt noch so viel, das wir lernen und besser machen können.“

 

Kimi Antonelli (Mercedes) zum Rennen: „Es war ein sehr intensives Rennen. Es war toll, am Anfang in Führung zu kommen. Aber im nächsten Stint habe ich gespürt, dass ich sehr viel herumrutsche und Lando konnte an mir vorbeifahren. Danach hatte ich keine Chance mehr. George war natürlich ein super Teamplayer. Ich bin auch sehr glücklich für ihn, dass er es immer noch auf P3 geschafft hat.“

 

George Russell (Mercedes) ...

… zum Rennverlauf: „Der Start war schwierig, denn ich habe direkt eine Position verloren. Lando war zum Ende des Rennens hin einfach unglaublich schnell. Es war schwierig, auf den alten Reifen dranzubleiben. Deshalb bin ich sehr glücklich, hier zu stehen, denn es hätte auch in die andere Richtung gehen können.“

… zur Teamorder für Kimi Antonelli: „Kimi war sowieso vor mir, also hat er diese Position verdient. Klar will man im Rennen um jede Position kämpfen, aber mit der Pace und den neueren Reifen hätte er mich sowieso überholt. Es war die richtige Entscheidung. Ich bin sehr froh, wieder auf dem Podium zu stehen.“

 

Toto Wolff (Teamchef Mercedes) ...

… zum Mercedes-Ergebnis: „Stressig heute. Das Auto war schnell genug, um zu gewinnen, aber dann ist es auf den Hards plötzlich rückwärts gegangen – bei beiden Fahrern, bei Kimi vielleicht noch schlimmer. Deswegen muss man am Ende mit einem zweiten und dritten Platz zufrieden sein. Wir haben Punkte gegenüber Ferrari gutgemacht, auch in der Fahrer-WM.“

… zu den Problemen auf dem harten Reifen: „Überhaupt keine Ahnung. Wir haben es diskutiert, wir haben nichts verändert. Also schleierhaft.“

… zum Platztausch zwischen Russell und Antonelli: „Wir haben das auch in der Früh angesprochen: Wenn wir miteinander fighten, verlieren wir Punkte. Kimi hatte einen freien Stopp, außer dem Teamkollegen. George hatte das nicht. Am Ende wären die beiden Ferraris auf uns aufgefahren. Aber ich bin zufrieden und happy, wie wir das im Team machen – und wie George sich am Ende gewehrt hat, mit einem total unterlegenen Auto und kaputt gefahrenen Reifen. Wirklich stark.“

… zur Entwicklung des Autos: „Wir kurbeln alles an, legen Feuer an, dass das Ganze schneller läuft. Aber es ist ein Entwicklungswettbewerb. Wenn man an die DNA eines Autos glaubt: Zandvoort war immer schlecht für uns. McLaren hat hier im letzten Jahr mit 20 Sekunden Vorsprung gewonnen. Also hoffen wir und glauben daran.“

… zum Budget Cap und Updates: „Vom Budget Cap sind wir alle bis zu einem gewissen Grad eingeschränkt. Bei uns ist es so, dass wir noch einige Rennen auf das Upgrade warten müssen.“

 

Max Verstappen (Red Bull) ...

… zum Unfall: „In der letzten Kurve war es noch ein bisschen nass. Ich habe gedacht: Okay, jetzt ist da eine etwas trockenere Linie. Dann habe ich natürlich beschleunigt, aber immer noch keinen Grip gehabt. Das war ein heftiger Einschlag, aber alles okay.“

… zur Enttäuschung beim letzten Rennen in Zandvoort: „Das ist natürlich schade. Ich bin generell ein bisschen enttäuscht, weil wir das ganze Wochenende einfach zu langsam waren.“

 

Fred Vasseur (Teamchef Ferrari) ...

… zum Ferrari-Rennen: „Wir müssen nicht so viel über die Ausführung sprechen. Die Pace war stark, gerade im Vergleich zu Mercedes. Beim zweiten Start haben wir Position verloren, zumindest an Piastri. Hinter ihm haben wir viel Zeit verloren. Dann waren wir in der Lage, in Form zu kommen, aber zu einem Zeitpunkt gab es die Gefahr des Undercuts von Russell. Da waren viele Autos und wir haben den Zeitpunkt falsch gewählt. Das war unser Fehler.“

… zur Situation um Charles Leclerc und Lewis Hamilton: „Zu einem Zeitpunkt dachten wir, Charles würde bis zum Ende fahren. Er war vor Antonelli, dann kam das Safety Car. Norris war schneller als wir, aber wir hatten gedacht, wir würden auf der Strecke bleiben. Klar hat Lewis etwas Zeit hinter Charles verloren. Hinterher ist es immer einfach, alles zu erklären, aber in dem Moment war es die richtige Entscheidung, denke ich.“

… zu Monza: „Wir werden sicher ein paar neue Teile nach Monza bringen. Aber wenn man sich das ganze Wochenende anschaut, war es vielleicht eher die Ausführung als die pure Pace. Darauf müssen wir uns jetzt konzentrieren.“

 

Charles Leclerc (Ferrari) ...

… zum Rennen: „Es war okay, aber um ehrlich zu sein ein frustrierendes Rennen. Einiges ist für uns in die falsche Richtung gelaufen, das wir nicht kontrollieren konnten. Das Virtual Safety Car, das Timing – das war nicht so gut für uns. Insgesamt war die Pace stark. Wir hatten ein gutes Überholmanöver gegen Oscar und gutes Reifenmanagement. Was wir besser verstehen müssen, ist unsere Qualifying-Performance.“

… zur Diskussion am Funk: „Das sind normale Diskussionen während eines Rennens. Von außen sieht das vielleicht schlimmer aus. Wenn nicht so viel auf der Strecke los ist, wird sich auf diese Diskussion fokussiert. Am Ende war es aus meiner Sicht nicht die richtige Runde, um in die Box zu fahren. Die Entscheidung wurde anders getroffen und das werden wir gemeinsam analysieren.“

 

Laurent Mekies (Teamchef Red Bull) ...

… zu Liam Lawson: „Es ist so schwierig, von einem Team ins andere zu springen. Liam hat das sehr gut gemacht. Gestern ein guter Job im Qualifying, gerade mal ein Zehntel hinter Max. Heute hat er ein wenig sein eigenes Rennen gefahren. Er hat die Punkte für Platz sieben eingefahren, und das ist wahrscheinlich das Beste, was er heute machen konnte.“

… zur Verfassung von Max Verstappen: „Das ist das Wichtigste: Max geht es gut. Er wird auch in der Lage sein, nächste Woche wieder im Auto zu sitzen.“

… zur Strategie von Liam Lawson: „Es gab eigentlich keine Diskussion darüber, ob es ein Ein-Stopp- oder Zwei-Stopp-Rennen wird. Für uns war ziemlich klar, dass es ein Zwei-Stopp-Rennen werden würde. Wir hatten das Gefühl, dass die Reifen ziemlich ähnlich sein würden, und deshalb wollten wir beim Medium bleiben.“

 

Nico Hülkenberg (Audi) ...

… zur Beinahe-Kollision mit Gabriel Bortoleto: „Das war heikel und brenzlig. Bei dem Speed war alles ein wenig in Slowmotion. Kurve 14 war noch komplett nass und auf Slicks natürlich ein ziemlicher Thriller. Ich habe gesehen, wie er das Auto verliert. Dann weiß man natürlich nicht genau: Rutscht er nach oben, rutscht er nach unten, was passiert? Mir war klar, ich muss versuchen, irgendwie herumzukommen. Dazu noch die ganzen Trümmer und Rauch von Max davor. Das sah wild und spektakulär aus.“

… zum Rennen danach: „Das war ziemlich gut. Alles, was Freitag und gestern nicht gelaufen ist, ist heute dafür gut gelaufen. Wir haben es an allen Stellen gut umgesetzt: guter Start, gute erste Runde, gut gekämpft, den Speed im Auto umgesetzt und uns mit einem schönen Resultat belohnt. Das ist cool.“

 

Lewis Hamilton (Ferrari) ...

… zur Situation hinter Charles Leclerc: „Es war definitiv frustrierend. Ich hatte eine super Pace, war auf einer anderen Strategie mit einem anderen Reifen. Er hatte ganz klar Probleme auf dem Medium-Reifen am Ende des Stints, und ich habe da ganze Sekunden verloren. Um als Team die maximale Punktezahl herauszuholen, müssen wir besser zusammenarbeiten. Die Entscheidung hätte früher getroffen werden sollen. Ich denke, das hat uns wahrscheinlich mindestens das Podium gekostet.“

… zu den positiven Aspekten: „Die gute Sache ist: Das Auto hat fantastisch funktioniert, die Boxenstopps waren super, die Mechaniker haben super Arbeit geleistet. Wir verlieren leider vier Zehntel auf den Geraden gegenüber den Mercedes-Power-Units, aber wir arbeiten sehr, sehr hart.“

… zur Nachbesprechung: „Mein Ziel ist es, dieses Team zur WM zu führen. Es wird eine ruhige Diskussion werden, aber sie muss natürlich auch geradlinig geführt werden. Wenn man gewinnen will, dann muss man diese Dinge tun. Das machen die anderen. Jetzt ist das sehr frustrierend, aber wir werden daran arbeiten und das definitiv diskutieren.“

 

Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund) ...

… zum Vergleich zwischen Formel 1 und Fußball (vor dem Rennen): „Ich mag schon, dass die Kabine im Fußball Kabine bleibt und man seine Ruhe hat. Hier ist man zwei Stunden vorher schon mittendrin, das finde ich schon krass. Das wäre wahrscheinlich am Anfang nichts für mich im Fußball, aber es ist Gewöhnungssache.“

… zu seiner Verletzung (vor dem Rennen): „Es ist einfach eine langwierige Geschichte. Es war bei der WM nicht ohne. Ich dachte am Anfang, es wäre nicht so schlimm, habe dann auch weitergespielt. Wir müssen von Tag zu Tag schauen und probieren, das gut verheilen zu lassen. Ich glaube, dass es nicht mehr so lange dauert.“

 

Lukas Podolski (Fußball-Weltmeister 2014) ...

… zur Formel 1 (vor dem Rennen): „Alles begeistert mich. Es ist nicht nur eine Sache, sondern das ganze Entertainment, das Programm, aber vor allem immer der Sport. Ich bin nicht erst seit heute Fan, sondern schon seit Jahrzehnten. Das Rennen, der Speed, die Autos – ich bin einfach ein großer Fan.“

… zu Jürgen Klopp als Bundestrainer (vor dem Rennen): „Ich bin gespannt, wie wir alle auch. Ich bin gespannt, was für eine Idee von Fußball kommt und wer eingeladen wird. Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, zu schnell großen Erfolg zu erwarten. Lasst ihn erst mal arbeiten, lasst die Jungs das System Klopp finden. Dann hoffen wir, dass wir zum nächsten großen Turnier eine geile Mannschaft auf dem Platz haben.“

 

Sky Experte Timo Glock ...

… zu Kimi Antonelli: „Er ist in diesen Situationen sehr, sehr gut, sehr clever, mit einer Übersicht als 19-Jähriger. Es ist Wahnsinn, wie er das Rennen liest: Er merkt, dass er gerade nicht die Chance hat, das Rennen zu gewinnen, gibt sich mit dem zufrieden, was er hat und macht keine blöden Überholmanöver. Er ist sehr abgebrüht – da kann man nur den Hut ziehen.“

… zur Teamorder bei Mercedes und Ferrari als Gegenbeispiel: „Natürlich war der Wechsel nachvollziehbar, sonst hätte man den Druck von hinten mit Lewis Hamilton bekommen. Das ist das Paradebeispiel, wie man es nicht machen sollte mit Charles Leclerc und Lewis Hamilton. Charles Leclerc hält Lewis Hamilton zwei, drei Runden zu lange auf. Wenn man Lewis frühzeitig vorbeigebracht hätte, hätte man vielleicht sogar vor Kimi Antonelli sein können.“

… zu Max Verstappens Unfall: „Zum Glück ist ihm nichts passiert. Der Einschlag war hart. Ich kann an einer Hand abzählen, wann Max Verstappen mal einen Fehler macht. Er war einen Tick zu lange unten, wo es noch ein bisschen nass war, ist etwas zu früh ans Gas gegangen, hat dadurch das Heck verloren und ist abgeflogen. Sehr schade für die Fans, aber auch wenn Max Verstappen ausgeschieden war, war die Party trotzdem weiterhin da.“

… zur besonderen Atmosphäre in Zandvoort (vor dem Rennen): „Diese Stimmung hier ist überragend. Tausende Fans kommen mit Fahrrädern an und von Minute eins an ist hier Stimmung bis zum Rennstart. Ich kann mich nicht erinnern, dass es eine andere Rennstrecke gibt, wo die Stimmung so über den Tag getragen wird. Das werden wir vermissen.“

… zu Kimi Antonelli und dem Mercedes-Druck (vor dem Rennen): „Kimi Antonelli ist so, wie er ist. Er ist ein unfassbares Talent. Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem er über die WM nachdenken wird und muss. Dann ist die Frage, ob er immer noch so locker bleibt. Momentan würde ich sagen: ja, weil er das einfach genießt.“

 

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