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Chancen, Modus, Favoriten: Fragen und Antworten zur Handball-EM

Köln, 07.01.2026

Was steht an?

Die 17. Auflage der Handball-Europameisterschaft geht in drei Ländern an vier Spielorten über die Bühne. Die Hallen stehen in Herning (Dänemark), Oslo (Norwegen) sowie Malmö und Kristianstad (jeweils Schweden). An allen Standorten finden Vorrundenspiele statt. Die zwei Hauptrundengruppen steigen in Herning und Malmö, die Finalspiele (ab 30. Januar) in Herning. Deutschland absolviert das gesamte Turnier in der Jyske Bank Boxen in Herning. 


Wie lautet das Ziel? 

Halbfinale! Dies formulierte Bundestrainer Alfred Gislason bereits bei der Bekanntgabe seines 18-köpfigen Kaders im Dezember angriffslustig. Was ihn zuversichtlich stimmt? "Wir haben mehr Breite als oft zuvor", sagte der Isländer im SID-Interview. Zudem ist der Kader an vielen Stellen mit Weltklasse-Spielern gespickt: Ob Andreas Wolff im Tor, Juri Knorr auf der Spielmacherposition, Julian Köster oder Johannes Golla in der Abwehr. Performt die erste Reihe auf höchstem Niveau und kann zugleich durch das mit vier Turnierdebütanten gespickte Team regelmäßig entlastet werden, ist eine Medaille möglich. Mut macht zudem, dass - anders als in den anderen Jahren - das DHB-Team bislang von verletzungsbedingten Rückschlägen verschont geblieben ist.


Welche Gegner warten auf Deutschland? 

Bereits die Vorrundengruppe A mit Österreich (15. Januar), Serbien (17. Januar) und Spanien (19. Januar/alle 20.30 Uhr) hat es in sich. In der Hauptrunde würden im Kampf um das Halbfinale dann vier echte Hochkaräter warten: Olympiasieger und Weltmeister Dänemark, Titelverteidiger Frankreich, der WM-Vierte Portugal und Co-Gastgeber Norwegen sind die realistischsten Gegner. Der Weg in die Medaillenspiele ist steinig, bereits der Silber-Coup bei den Olympischen Spielen 2024 zeigte aber, dass Deutschland ein anspruchsvoller Weg liegen könnte. Ein dritter EM-Triumph nach 2004 und 2016 wäre dann aber doch eine dicke Überraschung.


Wie ist der EM-Modus?

Die Vorrunde wird in sechs Vierergruppen ausgetragen. Die ersten beiden Mannschaften jeder Gruppe ziehen in die Hauptrunde ein, in der es dann zwei Sechsergruppen gibt. Die Punkte gegen das ebenfalls qualifizierte Team werden in die zweite Turnierphase mitgenommen. Die beiden bestplatzierten Teams der beiden Hauptrundengruppen erreichen das Halbfinale, die Drittplatzierten spielen den fünften Platz aus.


Wer sind die Favoriten?

Über allen steht Weltmeister und Olympiasieger Dänemark. Die Übermannschaft von Trainer Nikolaj Jacobsen jagt aber seit geraumer Zeit vergeblich dem EM-Titel hinterher, der bislang letzte EM-Triumph gelang einer dänischen Mannschaft vor 14 Jahren. So setzten sich bei der jüngsten EM in Deutschland im Endspiel von Köln die Franzosen durch, die ebenso wie Kroatien, Spanien oder die talentierten Isländer zum erweiterten Favoritenkreis zählen. 


Wo werden die EM-Spiele übertragen?

ARD und ZDF übertragen alle deutschen EM-Auftritte live im linearen Fernsehen, außerdem gibt es mehrere Partien ohne deutsche Beteiligung im kostenlosen Livestream der öffentlich-rechtlichen Sender im Internet zu sehen. Wer damit nicht genug hat, kann sämtliche 65 EM-Partien live und auf Abruf im Netz beim Streamingdienst Dyn verfolgen.


Wie sieht der Weg zum Turnier aus?

Das deutsche Team trifft vor dem EM-Start noch zweimal auf Kroatien: Am Donnerstag (20.30 Uhr/sportschau.de) steht in Zagreb der erste Härtetest an, drei Tage später kommt es am Sonntag (18.05 Uhr/ARD) in Hannover im Rahmen der Generalprobe zum Wiedersehen. Bei der Auswahl des Testspielgegners habe man "bewusst nach ganz oben im Regal gegriffen. Es gilt, sich möglichst schnell schon auf dieses Niveau hochzupimpen", sagte Teammanager Benjamin Chatton. Am 13. Januar reist das DHB-Team dann ins dänische Silkeborg und bezieht rund 40 Kilometer östlich von Herning wie im Vorjahr bei der WM sein Teamquartier.


Was noch zu sagen wäre...

"Schon zwei Niederlagen könnten das Aus im Kampf ums Halbfinale bedeuten. Deswegen ist unser erstes Ziel, alles daran zu setzen, die Gruppe zu gewinnen." (Bundestrainer Alfred Gislason im SID-Interview zur Zielsetzung für die Vorrunde)




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