Bonn, 13.06.2026
Die WM ist auch in Kanada angekommen - und sie bringt den Mitgastgebern ihren allerersten Punktgewinn der Turniergeschichte. In Minute 78 rettete der eingewechselte Cyle Larin das Remis und freut sich: "Ich war kaum drin, um dem Team zu helfen und den Rückstand aufzuholen. Ich habe dann gedacht: Jetzt stehst du richtig, jetzt machst du ihn rein. Ich wusste, dass wir das schaffen." Bei den Bosniern, bei denen der Schalker Edin Dzeko fehlte, sorgte ein Ex-Schalker für Schlagzeilen: Sead Kolasinac kratzte einen Abschluss von Richie Laryea famos von der Linie. So famos, dass selbst ein ehemaliger Weltklasseverteidiger wie MagentaTV-Experte Mats Hummels ins Schwärmen kommt: " Da hat er sich in seinem Heimatland viele, viele, viele Freunde gemacht, weil diese Rettungstat pure Weltklasse ist. Ich weiß nicht, wieviel davon einfach nur Instinkt war, weil er den Fuß noch zufällig richtig hält. Aber das ist absolut sensationell. In 90 Prozent der Fälle geht der Ball ins Netz und er macht das absolut überragend."
Für die deutsche WM-Gruppe mit Curacao, der Elfenbeinküste und Ecuador ist Hummels ebenfalls optimistisch: " Ich finde, es ist ein guter Spielplan, mit dem Auftakt gegen Curacao, um mit einem Sieg reinzustarten, erstmal ein bisschen den ganz großen Druck wegzuhaben. Das kann ich aus unserer Erfahrung in den letzten Jahren sagen, das Auftaktspiel zu verlieren, das hatten wir bei der Euro gegen Frankreich mit meinem Eigentor zum 0:1, kleiner Kontrast zum Viertelfinale 2014. Gegen Mexiko haben wir 2018 auch das Auftaktspiel verloren. Und dann ist schon richtig Druck auf dem Kessel im zweiten Spiel. Dem ein bisschen zu entgehen mit dem Auftaktsieg, der gegen Curacao hoffentlich und wahrscheinlich kommen wird, tut gut."
Nachfolgend die Stimmen und Clips vom Spiel von Co-Gastgeber Kanada gegen Bosnien und Herzegowina in Gruppe B. Bitte bei Verwendung MagentaTV als Quelle angeben. Weiter geht’s mit dem ersten Auftritt von Co-Gastgeber USA gegen Paraguay in der Gruppe D – ab 02.30 Uhr. Morgen früh gleich um 07.00 Uhr gibt es die dritte Ausgabe des „Breakfast Club“. Am Abend geht’s dann ab 19.30 Uhr bei MagentaTV weiter, wenn die Schweiz auf Katar trifft. Alle WM-Spiele gibt es nur bei MagentaTV live, 44 davon exklusiv.
Kanada - Bosnien und Herzegowina 1:1
Punkteteilung in Toronto! Beim WM-Auftakt kommt Kanada - trotz einer Vielzahl an Chancen - nicht über ein 1:1 hinaus. Cyle Larin erlöste sein Team erst in der 78. Minute. Im Vordergrund steht auch eine gigantische Klärungsaktion des Ex-Schalkers Sead Kolasinac, die einen weiteren Treffer verhinderte. Für Kanada ist es der erste Punktgewinn bei einer WM. 1986 und 2022 gab es jeweils drei Niederlagen.
Auch in Toronto gibt es den Einlauf der 48 Teilnehmerländer. Der Clip dazu: clipro.tv/player?publishJobID=dVlKVFpZdDZEbXUwT0FFcGJpYVYyTzJKbzIyc0lIZko0eHlFQlk5eUxucz0=
Die Stars lassen sich die Gelegenheit nicht nehmen: Michael Bublé performt bei der Eröffnungsfeier: clipro.tv/player?publishJobID=dDdPOVRjNmc2YWhLcDhvRTZFK3hSVDlQdHRoZW45OW85N2JweVRkQVF4Yz0=
Ein wenig kanadische Kultur zum Auftakt in die Eröffnungsfeier. Der Clip dazu: clipro.tv/player?publishJobID=OEJyYzY2aXgzb1lPbVV1djlPcUhoakcrMG9RS3pSM3hJLzRGS2h2ZFQwYz0=
Alessia Cara performt bei der Eröffnungsfeier. Der Clip dazu: clipro.tv/player?publishJobID=RFA1eGlpYkNYS1ExSExEWG1sOE5OOU9MZjVYdFVmNXhjSFFSc3FDTkxJYz0=
Auch Alanis Morrisette lässt sich die Gelegenheit nicht nehmen. Der Clip dazu: clipro.tv/player?publishJobID=RUExeEErdXc5TDhPTTFhU2w5WjA3U00zWDg1N2gxUmdDSFdBT05Nd0pRdz0=
Der Auftritt von Jessie Reyez und Elyanna im Clip: clipro.tv/player?publishJobID=OWRaWitkamFKN2Y5ZzFBdEh3UjMwUUIvVHMyaE5iR01GZXFMMnJQSjZNaz0=
Elementar: MagentaTV-Experte Mats Hummels mit einem "Lothar-Matthäus-Moment". Der Clip dazu: clipro.tv/player?publishJobID=L1BzQTNUTCt6NXNUNWR3d0VGc2pmRnM4Unc1cDhpaEVCMmt1bGVtOUFoWT0=
Cyle Larin, Torschütze Kanada: "Ich war kaum drin, um dem Team zu helfen und den Rückstand aufzuholen. Ich habe dann gedacht: Jetzt stehst du richtig, jetzt machst du ihn rein. Ich wusste, dass wir das schaffen."
…wie sehr ihn motiviert hat, dass Jesse Marsch ihn aus der Startelf genommen hat: "Ich will natürlich immer spielen. Darum geht es. Das musst du machen. Wenn du reinkommst und wenn du spielst, musst du zeigen, was in dir steckt."
…wie der erste Punktgewinn bei einer WM einzuordnen ist: "Ich glaube schon, dass wir in der 2. Halbzeit viel gemacht haben, gute Momente geschaffen haben. Wir haben wirklich Chancen gehabt. Das hat das Spiel letztlich entschieden, dass wir drangeblieben sind. So haben wir das Ganze entschieden."
Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=WTZDOVFOZHBXck5wZGVKclc1UEhxNUZETGlMUVJxWEczK29WUlJGdDFHWT0=
Jesse Marsch, Trainer Kanada: "Ich habe das Gefühl, wir haben sie gepackt. Wir hatten sie kurz davor. Wir wussten: Es geht jetzt wirklich um die Temperatur, immer schneller. Dann sind wir einfach rangekommen und haben es geschafft. Wir wussten, dass wir da das Ganze entscheiden können."
…ob er aufgrund der ausgelassenen Chancen frustriert war: "Klar, die 1. Halbzeit war nicht gut. Da war ich wirklich enttäuscht. Wir haben nicht so aggressiv gespielt, wie ich mir das gewünscht habe. Wir haben einfach keinen Weg gefunden, durchzukommen. Wir haben gesagt, wir wollen aggressiv und intensiv antreten. Das haben wir in der 1. Halbzeit nicht geschafft. In der 2. Halbzeit haben wir es geschafft. Das war wirklich gut. Wir haben ab der ersten Sekunde gezeigt, was in uns steckt. Wir müssen schnell daraus lernen, damit wir weiterkommen. Wir haben jetzt einen Punkt. Das ist wichtig, um in der Gruppe weiterzukommen. Aber wir müssen sicherstellen, dass wir für nächstes Mal lernen, was wir dieses Mal falsch und was wir richtig gemacht haben."
…wie er das Momentum nach Vancouver mitnehmen will: "Diese Dynamik. Ich weiß, dass in Toronto unglaublich viel los war. Ich habe mich sehr gefreut, hier gewesen zu sein. In Vancouver wird es nicht anders sein. Die Leute sind wirklich hinter uns gestanden. Das brauchen wir auch in Vancouver. Wir brauchen, dass die Leute unseren Jungs das Selbstvertrauen auf dem Platz geben. Dann werden wir weiter daran arbeiten."
Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=d2EzSHQ3dmlON250cFBNUnhKQ0xhclVoN1BFRGJiSWhJdURLMUtpemhEYz0=
Mats Hummels, MagentaTV-Experte, über die Klärungsaktion von Sead Kolasinac: "Da hat er sich in seinem Heimatland viele, viele, viele Freunde gemacht, weil diese Rettungstat pure Weltklasse ist. Ich weiß nicht, wieviel davon einfach nur Instinkt war, weil er den Fuß noch zufällig richtig hält. Aber das ist absolut sensationell. Ein bisschen Glück war mit drin. Aber das ist wirklich fantastisch. In 90 Prozent der Fälle geht der Ball ins Netz und er macht das absolut überragend. Das hat nicht den Sieg gerettet. Aber zu dem Zeitpunkt erstmal davor bewahrt, früher in noch größere Probleme zu geraten."
Mats Hummels, MagentaTV-Experte, über die WM-Stimmung in Kanada: "Ich würde sagen, die Stimmung ist gut. Aber man merkt, dass noch keine klassische Fußballunterstützung da ist, wie man es aus unseren europäischen Ländern kennt."
Link zur Aussage: clipro.tv/player?publishJobID=bnVXSU5BdmpYQi9YOTFMcG5WcG1EWDBVMFhiczRaaFZ5VjZhRzl0V3BWbz0=
Mats Hummels, MagentaTV-Experte mit einem knallharten Urteil zum südafrikanischen Auftritt bei der 0:2-Niederlage im Eröffnungsspiel gegen Mexiko: "Ich fand Südafrika tatsächlich schwach. Das hat mir nicht gefallen. Aber Mexiko hat das Beste draus gemacht und hätte viel höher gewinnen müssen. Sie hatten viele Gelegenheiten, aus denen sie mehr hätten machen können. Aber ein grundsolider Auftakt von Mexiko. Südafrika hat gezeigt, dass sie wahrscheinlich nicht lange im Turnier sein werden. Das war auch kein besonders schwaches Auftaktspiel, wie es manche gesagt haben. Ich fand es okay. Aber es darf noch besser werden."
Mats Hummels, MagentaTV-Experte, über sein Siegtor im WM-Viertelfinale 2014 gegen Frankreich: "An das Spiel erinnere ich mich vielleicht wie an kein anderes, vielleicht sogar besser als an das Finale. Das ist aus persönlicher Sicht der Traum, ein absolutes Traumspiel als Verteidiger, 1:0-Sieg, das Tor geschossen. Das Tor war relativ früh, 12. Minute. Danach haben wir echt viel verteidigt. Es gab viele, viele Strafraumszenen, wo man noch einen Fuß reingekriegt oder einen weggegrätscht hat. Dann Manu (Neuer), der 5-9 überragende Paraden gemacht hat im Spiel. Es war ein klassischer Abnutzungskampf nach dem 1:0, einfach wegverteidigt, mit nur noch ein paar Gelegenheitskontern für uns. Eins der größten Spiele für mich persönlich auch und das Spiel, auf das ich am meisten nach meinem Karriereende angesprochen wurde von den meisten Leuten, mit Abstand. Immer dieses Spiel. Das ist das immer so ein "Danke für das Tor gegen Frankreich damals." Das sagen wirklich viele."
Link zur Aussage: clipro.tv/player?publishJobID=WFI5VzRNZ2xrb01KT2d1NkxrSUIya0FCaHp3dmdOQXp0YkcrclptNC9uVT0=
Mats Hummels, MagentaTV-Experte, über die deutsche Gruppe: "Ich schwanke ein bisschen zwischen der Elfenbeinküste und Ecuador (als schwerstem Gegner, d. Red.). Ich glaube, Ecuador wird noch ein bisschen schwieriger. Ich finde, es ist ein guter Spielplan, mit dem Auftakt gegen Curacao, um mit einem Sieg reinzustarten, erstmal ein bisschen den ganz großen Druck wegzuhaben. Das kann ich aus unserer Erfahrung in den letzten Jahren sagen, das Auftaktspiel zu verlieren, das hatten wir bei der Euro gegen Frankreich mit meinem Eigentor zum 0:1, kleiner Kontrast zum Viertelfinale 2014. Gegen Mexiko haben wir 2018 auch das Auftaktspiel verloren. Und dann ist schon richtig Druck auf dem Kessel im zweiten Spiel. Dem ein bisschen zu entgehen mit dem Auftaktsieg, der gegen Curacao hoffentlich und wahrscheinlich kommen wird, tut gut. Dann sind es aber zwei schwierige Aufgaben. Ich gehe trotzdem davon aus, dass Deutschland die Tabelle auf jeden Fall als Erster abschließen wird. Aber Elfenbeinküste und Ecuador können was."
…ob es cleverer wäre, Zweiter zu werden, um Schwergewichten zu entgehen: "Ich weiß, was du meinst. Aber ich würde nie taktieren. Man ärgert sich mehr, wenn man im letzten Spiel denkt: Wir machen es absichtlich nicht. Dann haben die anderen auch einen Ausrutscher und du triffst auf einen Gegner, auf den du nicht treffen wolltest. Ich würde immer jedes Spiel auf Sieg spielen. Wenn wir Weltmeister werden wollen, müssen wir eh 3-4 Topnationen schlagen. Im Achtelfinale kannst du auch schon den ersten großen Mitfavoriten rausnehmen. Das ist auch eine schöne Sache."
Link zur Aussage: clipro.tv/player?publishJobID=Z2dVcGZObnU0MWlUNGk5aWdCSUFQUG9YZjRHc2haWjRqV2NjS1hMUjNkQT0=
Mats Hummels, MagentaTV-Experte, über ein mögliches Engagement von Martín Demichelis bei RB Leipzig: "Für mich kam das, als du es mir gesagt hast, noch überraschender, weil ich mit Micho vor zwei Wochen noch auf Mallorca Padel spielen war. Wir haben noch ein bisschen länger gequatscht. Ich glaube, er hat an dem Tag auch seinen Vertrag auf Mallorca um zwei Jahre verlängert. Ich hab ihm zum neuen Vertrag gratuliert. Er hat auch schon über die neue Saison gequatscht. Er hat auch gefragt, ob ich nicht doch noch ein Jahr drin hab, in der 2. Liga in Spanien (lacht). Deswegen hat mich das auch richtig kalt erwischt. Ich kann mal versuchen, ob ich bis zum zweiten Spiel etwas rausgefunden hab. Er wird nicht sagen: Stimmt, kannst du vermelden."
…woher die Spekulationen kommen, nachdem Ole Werner alle sportlichen Ziele mit RB erreicht hat: "Das hat mich auch überrascht. Ich fand auch, dass Ole Werner eine gute Saison mit RB gespielt hat. Sie haben davor als 8./9. abgeschlossen. Er hat sie jetzt in die Champions League zurückgeführt. Das war natürlich ein kleines Auf und Ab. Aber im Großen und Ganzen war es eine positive Saison. Deswegen hab ich nicht erwartet, dass sie - ich weiß auch nicht, ob sie es tun werden, dass es ein Thema ist - den Trainer zu tauschen."
Link zu den Aussagen: clipro.tv/player?publishJobID=OFN2Tm9nalZtTWJ6TXQ5V1dOMEZHV2crOFNSWTk2cC9Xd1dPdzkwSWNwdz0=
Die FIFA WM 2026 komplett live bei MagentaTV
Samstag, 13.06.2026
ab 02.30 Uhr: Vorberichte USA – Paraguay
ab 02.50 Uhr: USA – Paraguay
ab 07.00 Uhr: Breakfast Club
ab 19.30 Uhr: Vorberichte Katar – Schweiz
ab 20.50 Uhr: Katar – Schweiz
ab 23.30 Uhr: Vorberichte Brasilien – Marokko
ab 23.50 Uhr: Brasilien – Marokko
Sonntag, 14.06.2026
ab 02.30 Uhr: Vorberichte Haiti-Schottland
ab 02.50 Uhr: Haiti-Schottland
ab 05.30 Uhr: Vorbericht Australien-Türkei
ab 05.50 Uhr: Australien-Türkei
ab 08.20 Uhr: Breakfast Club
ab 17.30 Uhr: Vorberichte Deutschland-Curacao
ab 18.50 Uhr: Deutschland – Curacao
ab 21.30 Uhr: Vorberichte Niederlande – Japan
ab 21.50 Uhr: Niederlande-Japan
„Kerners 11“ mit Jürgen Klopp
„Commander“ Klopp hält große Stücke auf „richtig guten“ Brown und „potenzielle Superstars“ im DFB-Kader – Lob für Tuchel und Liebe für Kaiser Franz als „eierlegende Wollmilchsau“
In der 2. Folge von „Kerners 11“, dem täglichen WM-Videopodcast von MagentaTV mit Johannes B. Kerner, offenbart MagentaTV WM-Experte Jürgen Klopp, dass er „auf eine verrückte Art und Weise stolz“ über seine jüngste Auszeichnung des britischen Königshauses zum ‚Commander of the Most Excellent Order of the British Empire ist. Seinem Kollegen und Three Lions-Coach Thomas Tuchel stärkt er nach der Kritik um dessen Kaderbenennung den Rücken: „Thomas hat es richtig gut gemacht! Man kann es da nicht allen recht machen“, meint Klopp in Bezug auf den Verzicht mehrerer Topstars. Nur bei seinem ehemaligen Schützling Trent Alexander-Arnold hätte er anders entschieden: „Trent kenne ich so gut wie kein anderer. Ich hätte ihn zu 100 Prozent mitgenommen. Aber das ist ja das große Privileg, was der Trainer der jeweiligen Mannschaft hat: Dass ihm scheißegal sein kann, was ich darüber denke und er einfach seine Entscheidung trifft.“
Im Vergleich zur englischen Nationalmannschaft sieht der Erfolgscoach die deutsche Elf – auch im Falle verletzungsbedingter Ausfälle – gut gerüstet: „England ohne Kane ist nicht genau das Gleiche. Wenn jetzt jemand ausfällt, haben wir auf gleichem Niveau noch mal mindestens einen Spieler dabei, der die Rolle einnehmen kann.“ Die hohe Belastung nach einer kräftezehrenden Saison, etwa in der Premier League, sieht er kritisch: „Das ist auf gar keinen Fall ein Vorteil. Eingespielt sein ist immer gut, überspielt sein ist aber jetzt nicht so dolle.“ Beim DFB erstaunt ihn vor allem eine Startelf-Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann: „Es hat über den letzten Monat so ausgesehen, dass David Raum Linksverteidiger Nummer 1 ist. Dann spielen wir die beiden Freundschaftsspiele vor der WM gegen Finnland und USA und auf einmal spielt Brown. Das ist keine Kritik, sondern das heißt, solche Entwicklungen waren und sind eben noch möglich“, stellt der Experte klar und outet sich als Fan von Brown, der nach dem Turnier möglicherweise zum FC Bayern München wechseln wird. „Sollte Eintracht Frankfurt diesen Spieler abgeben, würde ich ihnen dringend raten, dass sie sich dafür auch richtig Geld geben lassen, weil er richtig gut ist“, rät ‚Kloppo‘.
Einen Geheimfavoriten auf den WM-Titel will er nicht nennen, aber Japan und Norwegen würden zumindest „überraschend weit kommen“, so seine Prognose.
Selbst oft als Bundestrainer gehandelt, lobpreist Klopp „Kaiser“ Franz Beckenbauer als sein größtes Idol in der deutschen Fußballgeschichte: „Ich habe ihn kennengelernt in ausgewöhnlichen Situationen, wo jeder an ihm gezerrt hat, und er ist wahnsinnig freundlich geblieben“, zeigt er sich von Beckenbauers menschlicher Seite beeindruckt. „Es gibt so viele ganz, ganz tolle Fußballer. Aber Franz ist die eierlegende Wollmilchsau.“
Nachfolgend die wichtigsten Aussagen von MagentaTV WM-Experte Jürgen Klopp im Podcast „Kerners 11“. Bitte bei Verwendung MagentaTV als Quelle angeben. Weitere Folgen des Podcasts „Kerners 11“ erscheinen während der WM täglich. Ab 01.30 Uhr folgt das erste Gruppenspiel der USA gegen Paraguay. Alle WM-Spiele gibt es nur bei MagentaTV live, 44 davon exklusiv. Den Podcast „Kerners 11“ gibt’s auf den gängigen Podcast-Plattformen – jetzt auch im Videoformat.
Link zur aktuellen Folge: podcasts.apple.com/de/podcast/wm01-j%C3%BCrgen-klopp-ich-w%C3%BCnsche-julian-nagelsmann/id1896891850?i=1000772320877
MagentaTV WM-Experte Jürgen Klopp über…
… die frisch erhaltene Auszeichnung des britischen Königshauses zum „Commander of the Most Excellent Order of the British Empire“: „Ich wusste das jetzt schon ein bisschen länger, dass das im Raum steht, und ich war selber überrascht davon, dass es mich tatsächlich berührt hat auf eine gewisse Art und Weise. Wir haben neun Jahre in England gelebt und wir haben uns komplett eingelebt. Wir haben nicht drüber nachgedacht, wie lange wir das noch machen wollen, sondern wir waren wirklich zu Hause. Was ich in Liverpool mit dem Fußball erreicht habe, das hat jetzt jeder mitbekommen. Wir haben darüber hinaus an Charity-Aktionen teilgenommen. Irgendwie haben es die Menschen mitbekommen und offensichtlich ist es auf eine gewisse Art geschätzt worden. Und es macht mich tatsächlich auf eine verrückte Art und Weise stolz, weil es ein Beleg dafür ist, wie großartig die Zeit war, die wir da verbracht haben. Deshalb ist das wie ein kleiner Schlusspunkt unter diese Geschichte. Ich habe mich sehr gefreut. […] Ich habe mich selber nicht als Botschafter Deutschlands gesehen, aber wir haben sicherlich ein bisschen dazu beigetragen, dass die Leute gedacht haben: Okay, so scheiße sind sie jetzt doch nicht!“
… den umstrittenen WM-Kader von Englands Nationalcoach Thomas Tuchel: „Thomas hat es richtig gut gemacht! Ich kenne die Probleme, die man als Trainer hat, wenn man jemanden nominieren muss. Das habe ich nie für eine Weltmeisterschaft getan, aber es ist auch schon schwer genug, einen Champions League-Kader zu benennen, wenn alle fit sind. Weil dann bleiben natürlich auch welche zu Hause, die alle eine Berechtigung hätten, da am Ende mit auf der Bank zu sitzen, zumindest um am Ende eine Medaille zu kriegen. Man kann es da nicht allen recht machen. Er hat versucht, eine Mannschaft zu bauen und hat dabei in Einzelfällen ein bisschen auf individuelle Qualität verzichtet – mit Cole Palmer, Phil Foden, Morgan Gibbs-White und Trent Alexander-Arnold. Praktisch in allen anderen Landesverbänden wären sie möglicherweise im Kader gewesen. Aber er muss eine Mannschaft bauen, in der die Rollen so besetzt sind, dass jeder nicht nur weiß, was sein Job ist, sondern ihn mit voller Hingabe ausfüllt. Phil Foden ist ein absoluter Weltklassespieler und trotzdem hat er mal eine Phase gehabt, wo es jetzt nicht ganz so toll läuft. Cole Palmer ist ziemlich das Gleiche. Trent kenne ich so gut wie kein anderer. Ich hätte ihn zu 100 Prozent mitgenommen. Aber das ist ja das große Privileg, was der Trainer der jeweiligen Mannschaft hat: Dass ihm scheißegal sein kann, was ich darüber denke und er einfach seine Entscheidung trifft.“
… die hohe Belastung in der Premier League im Hinblick auf das Fitness-Level bei der WM: „Es ist ein Nachteil. Die Engländer sind absolute Wettkämpfer. Sie kommen in der Champions League extrem weit. England hat eine unglaubliche Ansammlung an fantastischen Fußballspielern und haben die mit Abstand intensivste Liga. Da gibt es keine zwei Meinungen. Das ist auf gar keinen Fall ein Vorteil. Eingespielt sein ist immer gut, überspielt sein ist aber jetzt nicht so dolle.“
… die inzwischen weitgehend klare deutsche Stammelf von Julian Nagelsmann – mit einer Überraschung auf der Linksverteidiger-Position: „Ich bin mir nicht ganz sicher, was er bei den Rollengesprächen mit David Raum besprochen hat. Es hat über den letzten Monat so ausgesehen, dass David Raum Linksverteidiger Nummer 1 ist. Dann spielen wir die beiden Freundschaftsspiele vor der WM gegen Finnland und USA und auf einmal spielt Brown. Das ist keine Kritik, sondern das heißt, solche Entwicklungen waren und sind eben noch möglich. Kai Havertz war zu dem Zeitpunkt damals verletzt, jetzt ist er die klare Nummer 1 vorne im Sturm.“
… den Preis, den Eintracht Frankfurt bei einem möglichen Abgang von Nathaniel Brown verlangen könnte: „Ich bin der Letzte, der irgendwie ein Preisschild dran heften will. Gezahlt wird, was der Markt verlangt. Sollte Eintracht Frankfurt diesen Spieler abgeben, würde ich ihnen dringend raten, dass sie sich dafür auch richtig Geld geben lassen, weil er richtig gut ist.“
… Franz Beckenbauer als Mensch – und seine Bedeutung für den deutschen Fußball: „Franz hat mich sehr gemocht, ich habe ihn geliebt. Ich habe ihn geliebt für die Art und Weise, wie er war. Ich habe ihn geliebt für die Art und Weise, wie er gespielt hat, aber vor allem, wie er mit Menschen umgegangen ist. Ich habe ihn kennengelernt in außergewöhnlichen Situationen, wo jeder an ihm gezerrt hat – und er ist wahnsinnig freundlich geblieben. Und ich dachte: Hä? Wie macht man das? Ein unglaublich toller Kerl! Wir hatten und haben wirklich Gute: Wir können jetzt Toni Kroos, Lothar Matthäus oder Gerd Müller nennen. Es gibt so viele ganz, ganz tolle Fußballer. Aber Franz ist die eierlegende Wollmilchsau!“
… seine WM-Geheimfavoriten: „Gibt es Geheimfavoriten? Auf den WM-Titel gibt es, glaube ich, keine Geheimfavoriten. Nehmen wir mal Japan und Norwegen – aber nicht als Weltmeister, sondern nur einfach überraschend weit kommen.“
… den Unterschied zwischen der Champions League und der Weltmeisterschaft: „Der Unterschied zwischen Champions League-Spielen und der Weltmeisterschaft ist natürlich, dass in der Champions League alles gute Mannschaften auf ähnlichem Niveau sind. Alle haben eine Berechtigung, dabei zu sein. Ist bei einer WM auch so. Aber wenn sich Kap Verde oder Curacao mit Argentinien und Spanien messen müssen, dann ist das nicht eine Liga. Das Fußballspiel – das liebe ich so sehr daran – ist trotzdem möglich. Sowohl Kap Verde wie auch Curacao können jedem Gegner in Phasen auch Probleme bereiten.“
… über die erforderlichen Zutaten, um Weltmeister zu werden: „Die wichtigen Zusätze sind gute Fußballspieler, um tatsächlich richtig erfolgreich zu werden. Dann hilft das total, wenn du einen guten Trainer und Spielglück hast und verletzungsfrei bleibst. Und wenn du dich in so eine Stimmung bringst, wo du einfach denkst: Okay, wir stellen gerade fest, das ist möglich, dann wollen wir es auch mit allem versuchen, das auch wirklich zu realisieren. Es sind unglaublich viele fantastische Fußballer dabei – in der Menge zumindest mal nicht weniger als früher. Man sagt ja gerne, früher war alles besser und wir kennen ganz viele Superstars und so weiter. Aber es sind wirklich wahnsinnig viele hochspannende junge, aber auch etwas reifere Spieler dabei, die immer noch Weltklasse sind. Am Ende, wenn alle performen, dann entscheidet Spielglück. Wir werden sehen. Aber bei einem bin ich mir ganz sicher: Es gab noch nie einen Weltmeister mit Verletzungsproblemen von Schlüsselspielern. Bei Frankreich müssten ein paar mehr ausfallen, damit sie richtig das richtig merken. Aber England ohne Kane ist auch nicht genau das Gleiche. Wir haben auch potenzielle Superstars. Wenn jetzt jemand ausfällt, haben wir auf gleichem Niveau noch mal mindestens einen Spieler dabei, der die Rolle einnehmen kann.“
Die FIFA WM 2026 komplett live bei MagentaTV
(alle Infos zum Programm und weitere Infos zu Inhalten gibt´s auch hier: www.magenta.tv)
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