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Acht Medaillen für deutsche Fallschirmspringer bei den Weltmeisterschaften im Ziel- und Stilspringen in der Slowak

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Überherrn / Spisska Nova Vez, SVK, 04.09.2026

  • Robin Griesheimer mit vier Medaillen erfolgreichster deutscher Athlet, als Highlight Gold in der Einzelkombination
  • Deutsches Frauenteam bei Debüt mit Silbermedaille, das Herrenteam gewinnt Bronze
  • Einzelathleten Tatjana Gustke und Elias Kammer überzeugen mit zweimal Silber
  • Drei neue Junioreneuroparekorde



Überherrn/Spisska Nova Vez, Slowakei, 05.09.2026 (dfv) – Bei den 39. Weltmeisterschaften im Ziel- und Stilspringen vom 28.08. – 05.09.26 im slowakischen Spisska Nova Vez brillierten die Athletinnen und Athleten des Deutschen Fallschirmsportverbandes (DFV) mit acht Medaillen erneut.

Mit insgesamt einer Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen sowie drei Junioreneuroparekorden im Stilspringen überzeugte Deutschland einmal mehr und stellte seine Weltspitze unter Beweis. Mit Robin Griesheimer, der insgesamt vier Medaillen (1x Gold, 1x Silber, 2x Bronze) gewann, stellte Deutschland einen herausragenden Athleten dieser Weltmeisterschaften.


„Robin Griesheimer hat mit vier Medaillen überragend performt. Unsere Junioren sind jetzt schon auf internationalen Top-Niveau und die Comebacks von Stefan Wiesner und unserer Frauenmannschaft sind mehr als gelungen“, zeigte sich DFV-Sportdirektor Ralph Schusser mit den Leistungen insbesondere angesichts der starken Konkurrenz und der schwierigen Wetterbedingungen sehr zufrieden. „Acht Medaillen und 21 Top-Ten Platzierungen, davon vier vierte und drei fünfte Plätze sind hervorragend. Die Finalplatzierungen zeigen sogar noch mehr Potential für weitere Medaillenplatzierungen.“ Schussers Dank galt insbesondere Bundestrainer Torsten Kunke und seinem Team für eine herausragende Weltmeisterschaft.


Das deutsche Team war mit den Doppel-Militärweltmeistern Elischa Weber (Schongau), Robin Griesheimer (Schwaibsoien), Elias Kammer (Schwabsoien), Kai Erthel (Peiting) und Stefan Wiesner (Bad Kohlgrub) sowie den Junioren Magnus Ostler (Schongau) und Mathias Demmler (Schongau) stark aufgestellt. Komplettiert wurde die deutsche Delegation durch ein Frauenteam, das in der Besetzung mit Natalie Henzler (Nürtingen), Zoe Stoll (Schwabsoien), Tatjana Gustke (Leer) und Ina Gittel (Leipzig) seit 2008 erstmals wieder als deutsche Damenmannschaft an den Start ging. Mit insgesamt 165 Teilnehmern aus über 25 Ländern war die internationale Beteiligung gut.


Mit dabei waren außerdem der Vizepräsident des DFV Gerhard (Conan) Wagner als Disziplinverantwortlicher für das Stilspringen und der ehemalige DFV-Präsident Rainer (Exi) Höhnle als FAI-Controller.


China im Stilspringen dominierend, Griesheimer erkämpft starke Silbermedaille


Wie bereits vor zwei Jahren galt China schon vor dem Start der Wettkämpfe letzten Sonntag als größter Favorit. Die chinesischen Springerinnen und Springer zeigten einmal mehr ihre herausragenden Qualitäten und dominierten im Stil alle Kategorien. Allerdings gelang es den deutschen Männern, von Beginn an Tuchfühlung zu den Podiumsplätzen zu halten


In einem hochklassigen Wettkampf ging der Sieg an Ruilong Yu aus China vor Robin Griesheimer, der mit neuer persönlicher Bestleistung von 5,94 Sekunden im Finale einmal mehr seine Klasse unterstrich und Silber gewann. Auf Rang drei mit nur vier Hundertstelsekunden Rückstand lag Gaoqi Wie, ebenfalls aus China. Weitere 34 Hundertstelsekunden dahinter landete auf dem undankbaren vierten Platz Elischa Weber.


Drei Europarekorde bei den Junioren im Stilspringen


Bei den Junioren und Frauen bestand das Podest ausnahmslos aus chinesischen Springern, die einmal mehr ihre Vormachtstellung in dieser Disziplin unterstrichen und mehrere Weltrekorde aufgestellten. Dennoch konnte Natalie Henzler bei ihrer ersten Weltmeisterschaft zwei Junioreneuroparekorde im Stilspringen erzielen. Mit 7,31 Sekunden sprang sie so schnell wie noch keine Europäerin und stellte mit einem Durchschnitt von 7,64 Sekunden pro Sprung nach fünf Runden ebenfalls eine neue europäische Bestleistung auf, was gleichzeitig Rang acht im Endklassement bedeutete. Einen Junioreneuroparekord im Stilspringen ersprang auch Elias Kammer, der im Finale mit 6,20 Sekunden eine neue Bestmarke aufstellte und damit auf Rang vier der Junioren landete.


Mit Tatjana Gustke auf Rang zehn platzierte sich eine weitere Deutsche unter den Top Ten. Auch bei den Männern stellten Kai Erthel als Neunter und Stefan Wiesner als Elfter ihre gute Form unter Beweis und sicherten sich damit eine gute Ausgangsposition in der Kombinationswertung.


Bronze für deutsche Herren im Zielspringen


Auch im Zielspringen schlugen sich sowohl die Frauen- als auch Männermannschaft sehr gut und lagen zur Halbzeit des Wettbewerbs im Medaillenbereich. Die deutschen Athletinnen und Athleten zeigten bei teilweise schwierigen Wetterverhältnissen einmal mehr, dass sie den Bedingungen gewachsen waren.


Weil Gerda Klostermann aus Verletzungsgründen absagen musste, konnten die Frauen nur mit vier Wettkämpferinnen an den Start gehen. Bei schwierigsten Windbedingungen in den Runden fünf und sechs zogen Tschechien, Frankreich und die Schweiz vorbei. In der Finalrunde konnten das DFV-Team sein Können noch einmal mobilisieren, zog sowohl an den Italienerinnen als auch Österreicherinnen vorbei, und landete nach insgesamt acht Runden auf einem guten sechsten Platz. Der Sieg ging an China vor Tschechien und Frankreich.


Bei den Männern blieb es bis zur Finalrunde ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Deutschland lag in aussichtsreicher Position gemeinsam mit China nur zwei Zentimeter hinter Tschechien, aber dicht gefolgt von Frankreich, Schweiz und dem amtierenden Weltmeister Katar. In einem Herzschlagfinale zeigten die deutsche Equipe eine gute, aber eben nicht sehr gute Runde. Das reichte für Bronze und war gleichzeitig die erste Medaille bei dieser Weltmeisterschaft. Silber ging nach China, Tschechien wurde verdienter Weltmeister.


In den nun folgenden Halbfinal- und Finalsprüngen im Zielspringen am letzten Tag des Wettbewerbs ging es nicht nur um die Medaillen in dieser Disziplin, sondern auch in der Addition mit Stilspringen um die Kombinationswertung sowohl in der Einzel- als auch Mannschaftswertung. Auch dort wollten die deutschen Männer und Tatjana Gustke noch ein Wörtchen mitreden.


Aufgrund der Wetterprognose startete der Wettkampf bereits um 06.30 Uhr und bei fairen, aber anspruchsvollen Bedingungen absoliverten die 30 besten Männer und 15 besten Frauen sowie alle Junioren ihre Halbfinalsprünge. Leider glückte nur Robin Griesheimer der perfekte Sprung, während Stefan Wiesner und Elias Kammer ihre Medaillenträume bereits im Halbfinale begraben mussten. Mit der Hälfte der Sportler ging es dann in die alles entscheidende Finalrunde.


Juniorenwertung: Zweimal Silber für Elias Kammer


Bei den Junioren konnte sich Elias Kammer die Silbermedaille erkämpfen und sicherte sich damit auch die Silbermedaille in der Einzelkombination. Auf dem undankbaren vierten Platz mit nur einem Zentimeter Rückstand zur Bronzemedaille landete Mathias Demmler und wiederum nur einen Zentimeter dahinter Magnus Ostler. Der Sieg ging an Gaoqi Wei aus China, die Bronzemedaille gewann Michael Urban aus Österreich.


Gold für Griesheimer in der Kombinationswertung


Bei den Männern hatten sich Robin Griesheimer und Stefan Wiesner für die Finalrunde qualifiziert, die nach einer nervenaufreibenden Entscheidung Rang vier (Griesheimer) und acht (Wiesner) belegten. Gold ging an den Überraschungsweltmeister aus dem Gastgeberland Slowakei, Robert Juris, gefolgt von Sylvain Ferroni (FRA) vor Ahmed Abdulaziz (KAT). Mit hauchdünnem Vorsprung sicherte sich Robin Griesheimer nach 2022 wieder den Weltmeistertitel in der Kombinationswertung und war damit Nachfolger von Stefan Wiesner, dem dieses Kunststück 2024 gelang. Silber und Bronze gingen nach China, Wiesner landete auf Rang sieben.


Zielspringen: Bronze für Tatjana Gustke


Die letzten Zielsprünge waren den besten acht Frauen vorbehalten, und mit Tatjana Gustke hatte Deutschland noch ein Eisen im Feuer. Mit nur einem Zentimeter Rückstand auf die Bronzemedaille, zeigte die Deutsche im Finale einen perfekten Sprung. Die vor ihr liegende Chinesin hatte genau einen Zentimeter mehr in Endabrechnung. Damit war Gustke die Bronzemedaille nicht mehr zu nehmen. Die Italienerin zog mit Tatjana gleich und somit mussten beide Sportlerinnen um Silber stechen. Im entscheidenden Stechsprung zeigte allerdings Samanta Vallarino einen perfekten Sprung und sicherte sich damit die Silbermedaille, was gleichzeitig Bronze für Tatjana bedeutete. Den Sieg sicherte sich Yiyao Li aus China.


In der Einzelkombination konnte sich Tatjana noch auf den fünften Rang nach vorn kämpfen und war damit beste Europäerin des Wettbewerbs.


Nach 28 Jahren: Erste Medaille für deutsches Damenteam in der Kombinationswertung


In der Mannschaftskombination werden alle Einzelergebnisse des Ziel- und Stilspringens addiert und die besten vier Sportler jeder Mannschaft fließen in die Wertung ein. Bei den Frauen konnten sich die deutschen Sportlerinnen hinter China überraschend die Silbermedaille sichern. Damit gewann nach 28 Jahren erstmals wieder eine deutsche Frauenmannschaft eine Mannschaftsmedaille. Bronze ging nach Frankreich.


Bei den Männern gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen China, Tschechien und Deutschland. Die Führung wechselte nach jeder Runde, nach zehn Runden Ziel und fünf Runden Stil holte sich China erstmalig den Weltmeistertitel. Silber ging nach Tschechien und knapp dahinter konnte sich Deutschland die Bronzemedaille sichern.


Alle Ergebnisse unter: ISC Results Centre - 39th FAI & 13th Jnr World Style & Accuracy Landing Championships 2026

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