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Deutsche Fallschirmspringer mit sechs Medaillen bei Weltcup und Europameisterschaften im Indoor Skydiving

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Marseille, FRA / Überherrn, 05.04.2026


  • Team Germany wiederholt mit Bronze im Dynamic 4-Way-Medaillenerfolg aus dem Vorjahr
  • Windobona Berlin Flytopia mit Silber bei der EM und Bronze im Weltcup
  • Julia Schweizer gewinnt gleich zweimal Gold, Maya Goldwasser Silber
  • Sportdirektor Schusser sieht gute Perspektiven in Richtung Heim-WM 2027

 

Marseille, Frankreich/ Überherrn, 05.04.2026 (dfv) - Die deutschen Fallschirmspringer haben sich bei den am Samstag zu Ende gegangenen Europameisterschaften im Indoor Skydiving in Marseille (Frankreich) bestens präsentiert. Gold durch Julia Schweizer (Taufkirchen) im Indoor Solo Freestyle bei den Juniorinnen war das absolute Highlight einer guten Mannschaftsleistung. Die erst 15-jährige Schweizer – zugleich amtierende Weltmeisterin - entschied sowohl die Europameisterschaft als auch die Worldcup-Wertung zu ihren Gunsten. Die gleichaltrige Maya Goldwasser (Plankstadt) brillierte bei ihrem internationalen Debüt und gewann Silber in der Worldcup-Wertung.


Das Team Windobona Berlin Flytopia um die Berliner Timmy Dittrich und Christian Kaufmann knüpfte mit Silber in der Disziplin Dynamic 2-way bei der Europameisterschaft sowie Bronze im Worldcup an seine zuletzt starken Leistungen an.


Mit Bronze überzeugte das Quartett Germany 1 um Timmy Dittrich, Christian Kaufmann (beide Berlin), Diana Parmanina (München), Johannes Heptner (Detmold) sowie Roland Carl (München) als Ersatzmann (Alternate) in der Disziplin Dynamic 4-Way.


Ausgetragen wurde der sechste FAI-Worldcup kombiniert mit der vierten Europameisterschaft im Dynamic Flying (DY) und Indoor Solo Freestyle (ISF) im französischen Marseille. 103 Athletinnen und Athleten mit 46 Betreuern, Trainern und Begleitpersonen aus 22 Nationen kämpften in zwei Disziplinen und sechs Wertungsklassen um insgesamt sechs EM-Titel. Bereits am kommenden Wochenende werden die Europameisterschaften im Indoor Skydiving fortgesetzt: Vom 09. bis 11. April finden im nordfranzösischen Lille die kontinentalen Titelkämpfe in den Disziplinen Indoor Formation Skydiving (IFS) und Indoor Para Skydiving (IPS) statt.


Im Indoor Skydiving fliegen die Athletinnen und Athleten auf einem von Turbinen in einem vertikalen Windkanal erzeugten Luftstrom und präsentieren einerseits ihre Figuren in eigenen Choreografien (Indoor Solo Freestyle und Dynamic Free Routine) oder versuchen vorgegebene Elemente so schnell wie möglich zu absolvieren (Dynamic Speed Routine).


Die deutsche Delegation unter der Führung von Ralph Schusser (Überherrn), Sportdirektor des Deutschen Fallschirmsportverbandes (DFV), war mit zehn Athletinnen und Athleten in allen sechs Wertungen vertreten.


„Es ist schwer, die Emotionen in Worte zu fassen. Was unsere Athletinnen und Athleten bei dieser Meisterschaft gezeigt haben, war einfach überwältigend. Vor allem die Leistungen der Junioren haben mich sehr beeindruckt. Julia Schweizer hat mit großem Vorsprung zwei Goldmedaillen gewonnen. Maya Goldwasser sicherte sich bei ihrem internationalen Debüt die Silbermedaille und Philip Ducke konnte sich bei seinem Debüt über den achten Platz freuen. Emilia Rölle rundete mit dem vierten Platz das sensationelle Ergebnis der Juniorinnen und Junioren ab“, sagte DFV-Sportdirektor Ralph Schusser, der sich mit den Leistungen aller deutschen Delegationsteilnehmer zufrieden zeigte: „Unsere DFV-Athleten haben mit den Plätzen zwei und drei im Dynamic 2-way und Platz 3 im Dynamic 4way mit insgesamt sechs Medaillen nahtlos an die Erfolge aus den Vorjahren angeknüpft. Wir blicken stolz auf die Leistungen unserer Delegation. Das internationale Niveau ist kontinuierlich in den letzten Jahren angestiegen. Umso zufriedener bin ich mit den Leistungen unserer Athleten, die auf eine starke Repräsentation Deutschlands bei den Heim-Weltmeisterschaften 2027 in München hoffen lassen.“


Auch Johannes Heptner, Athlet und seit diesem Jahr Cheftrainer in Personalunion, fand lobende Worte: „Die EM war ein bedeutender Meilenstein für unser Nationalteam, alle Ergebnisse ein eindrucksvoller Beleg für die Breite unseres Kaders, das Talent unserer Athletinnen und Athleten und den Zusammenhalt innerhalb unseres Teams. Jede einzelne Leistung war geprägt von Disziplin, Leidenschaft und dem unerschütterlichen Willen, unser Land bestmöglich zu vertreten“, sagte Heptner und ergänzte. „Die erstmalig vom Bundeskanzleramt geförderten Trainingsmaßnahmen tragen jetzt schon die ersten Früchte. Die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dieser Europameisterschaft haben uns gezeigt, in welchen Bereichen wir bereits auf einem guten Weg sind und wo noch Entwicklung notwendig ist. Diese werden wir in den neugeschaffenen Trainingsmöglichkeiten nutzen, um uns auf bestmöglich auf die Weltmeisterschaften 2027 vorzubereiten.“

 

Dynamic 4-way – Erfolgsgeschichte wird mit Bronze fortgeschrieben


Nach der erfolgreichen Premiere im chinesischen Macao 2024 und dem Anschlusserfolg bei der WM 2025 im belgischen Charleroi setzte das deutsche D4W Team Germany 1 mit Timmy Dittrich (Berlin), Christian Kaufmann (Berlin), Diana Parmanina (München) und dem amtierenden Bundestrainer Johannes Heptner (Detmold) mit Roland Carl (München) als Ersatzmann seine Erfolgsgeschichte mit Rang drei in der Disziplin Dynamic-4way fort. Nach der Qualifikation lag Germany 1 noch auf dem vierten Platz hinter Singapur 1, Finnland 1 und Frankreich 1. Im Halbfinale musste Deutschland gegen das Team aus Singapur antreten, die das Battle knapp für sich entscheiden konnten, während das Team Schweiz 1 gegen das Team Finnland 1 den Sieg erringen konnte.


Im kleinen Finale um Platz drei standen sich Germany 1 und das finnische Team gegenüber. Hier unterlag das deutsche Team aufgrund eines Fehlers in der technischen Ausführung eines Flugelements („Bust“) äußerst knapp dem finnischen Team. Germany 1 sicherte sich dennoch EM-Bronze hinter der Schweiz und Finnland. Insgesamt feierte das deutsche Team damit die dritte Bronzemedaille in Folge. Gold im Worldcup gewann das Team aus Singapur.

 

Dynamic 2-way: Windobona Berlin Flytopia mit EM-Silber und Weltcup-Bronze


Im Dynamic 2-way kämpften 18 Teams aus elf Nationen um die begehrten Titel, darunter für Deutschland die amtierenden Europameister und Deutschen Meister Windobona Berlin Flytopia (Germany 1) um die Berliner Timmy Dittrich und Christian Kaufmann sowie die Deutschen Vizemeister FlyStation Munich Lions (Germany 2) um die Münchner Roland Carl und Diana Parmanina.


Nach der Qualifikation, die aus zwei Speedrunden und aus einer Free Routine besteht, aus der sich anschließend der Turnierbaum ergibt, sicherten sich Germany 1 mit dem dritten Platz und Germany 2 mit dem elften Platz zunächst eine gute Ausgangslage. Im Turnier wird das KO-System angewendet – der Verlierer scheidet aus.


Im Achtelfinale setzte sich Germany 1 souverän gegen das Team 2 aus Frankreich durch, Germany 2 lag gegen das koreanische Team ebenfalls vorne.

Im Viertelfinale standen sich beide deutschen Teams unglücklicherweise als Konkurrenten gegenüber. Germany 2 (FlyStation Munich Lions) schied im Viertelfinale zwar gegen die Teamkollegen aus, sicherte sich mit einem starken sechsten Platz und EM-Rang vier aber immerhin ihr bisher international stärkstes Ergebnis.


Das Halbfinale zwischen Germany 1 und Frankreich 1 entschieden die Franzosen zu ihren Gunsten. Im „kleinen Finale“ um Platz drei setzte sich Windobona Berlin Flytopia gegen Singapur 1 sowohl in der Free Routine als auch in der Speed Routine durch. Mit dieser starken Leistung sicherte sich Germany 1 Weltcup-Bronze und EM-Silber. Gastgeber Frankreich setzte sich sowohl in der WC- als auch in der EM-Wertung als Sieger durch.

 

Dynamic Solo Speed: Solide Platzierungen, starkes Debüt von Junior Ducke


Im Dynamic Solo Speed traten 19 Athletinnen und Athleten aus elf Nationen, in der Juniorenwertung 14 Athletinnen und Athleten aus zehn Nationen gegeneinander an. Deutschland war in der Offenen Wertung durch Roland Carl und Johannes Heptner vertreten, in der Junioren Wertung durch Nachwuchstalent Philip Ducke.


Beide deutschen Teilnehmer erflogen bei starker Konkurrenz solide Platzierungen: Johannes Heptner/Platz 11 WC, Platz 8 EM; Roland Carl/Platz 15 WC, Platz 11 EM.


Philip Ducke belegte bei seinem internationalen Debüt einen starken achten Platz in der EM-Wertung und belegte Rang elf im Weltcup. Nach dem Qualifying lag das Nachwuchstalent noch auf Platz 8, unterlag allerdings im Achtelfinale knapp mit nur 0,4 Sekunden Unterschied dem US-Amerikaner Gabriel Heller. 


Die WC-Wertung im Dynamic Solo Speed entschied Adrien Gallot (FRA) vor Yi Xuan Choo (SGP) und Kai Minejima Lee (SGP) für sich. Bei den Junioren gewann William Vande Vonder (BEL) vor Robin Huber und Sina Huber (beide SUI).

 

Indoor Solo Freestyle – Erneute Top-Ten-Platzierung für Roland Carl


Im Indoor Solo Freestyle traten 17 Athletinnen und Athleten aus 12 Nationen gegeneinander an. Nach fünf Runden sicherte sich Kai Minejima Lee aus Singapur Gold mit 74,5 Punkten vor ihrer Landsfrau Kyra Poh (72,6) und Flavien Poulenard aus Frankreich (72,0). 


Roland Carl konnte nahtlos an seinen guten Leistungen aus den Vorjahren (Zehnter Weltcup 2022 Charleroi, Belgien, Neunter Weltcup 2024 in Macao, Neunter Weltmeisterschaften in Charleroi) anknüpfen und belegte mit Platz neun in der WC-Wertung und Platz sechs in der EM-Wertung erneut eine Top-Ten Platzierung.


Victoria Markewitz (Berlin) erreichte mit einer persönlichen Bestleistung von 49,3 Punkten den 16. Platz im Worldcup und den neunten EM-Rang.

 

Indoor Solo Freestyle Junior – 15-jährige Julia Schweizer ist Europameisterin


Im Indoor Solo Freestyle Junior kämpften 16 Athletinnen und Athleten aus elf Nationen um die Trophäen. Deutschland war mit drei Athletinnen in der Juniorenklasse im internationalen Vergleich sehr stark vertreten.


Julia Schweizer (Taufkirchen) dominierte die Konkurrenz über alle Wettkampfrunden hinweg. Nach souveräner Leistung sicherte sich die gerade einmal 15-Jährige den nächsten Titel als Europameisterin und entschied außerdem die WC-Wertung mit 69,5 Punkten vor ihrer Teamkollegin Maya Goldwasser (64,1) und der Französin Malya Jalaguier (63,5) für sich.


Einen Überraschungserfolg erreichte Maya Goldwasser, die mit persönlicher Bestleistung und Silber in der WC-Wertung alle Erwartungen bei ihrem internationalen Debüt bei weitem übertraf.


Emilia Rölle (Egmating) sicherte sich den sechsten Platz in der WC-Wertung und den vierten Platz in der Europameisterschaft. Nach nervösem Start in den ersten drei Runden zeigte sie in den letzten beiden Runden ihr Können, konnte jedoch Vasilisa Tyulina aus Zypern auf Rang drei in der EM-Wertung nicht mehr einholen.

 

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