St. Johann im Pongau / Überherrn, 16.03.2026
- Deutschland mit zwei Teams und acht Athleten stark vertreten
- Hochklassige internationale Beteiligung mit elf Teams aus sechs Nationen und perfekte Organisation
- Abschied eines Routiniers: Haibel mit Gold und Silber zum Karriereende erfolgreichster deutscher Teilnehmer der WM
St. Johann im Pongau/Überherrn, 15. März (dfv) - Der deutsche Fallschirmsportler Reinhold Haibel (Durach) hat bei den am Sonntag zu Ende gegangenen 19. FAI Parachute-Ski-Weltmeisterschaften in St. Johann-Alpendorf (Österreich) die Silbermedaille in der offenen Herrenwertung gewonnen. Lediglich der Österreicher Sebastian Graser lag im Gesamtklassement am Ende vor dem Deutschen. Den dritten Platz belegte Andrin Frei aus der Schweiz.
In der Masters-Wertung sicherte sich Haibel zusätzlich die Goldmedaille vor Anton Gruber (Österreich) und Stephan Lehner (Schweiz). Für Haibel war es der perfekte Abschluss einer erfolgreichen aktiven Karriere in der Winterdisziplin Parachute-Ski, wie Haibel nach der stimmungsvollen Siegerehrung verkündete.
"Neben den Glückwünschen zu seinen zahlreichen sportlichen Erfolgen, gilt unser Dank und unsere Anerkennung vor allem seinem herausragenden Engagement im Sport", sagte DFV-Sportdirektor Ralph Schusser und ergänzte:"Reinhold Haibel hat in seiner Sportlerkarriere das Parachute-Ski auch über Deutschland hinaus maßgeblich mitgeprägt."
An den vom 12. bis 15. März ausgetragenen und vom HSV Red Bull Salzburg gemeinsam mit dem örtlichen Skiclub St. Johann-Alpendorf perfekt organisierten Weltmeisterschaften nahmen insgesamt elf Teams aus sechs Nationen teil. Unter der sportlichen Leitung von Tobias Hufler und einem eingespielten Helferteam fanden die Wettkämpfe unter guten Pisten-, aber schwierigen Windbedingungen statt.
Mit dem Österreicher Sebastian Graser gewann der Favorit die Herrenwertung, seine Landsfrau Sophie Grill setzte sich bei den Damen durch. Beide Athleten stammen ursprünglich aus dem Skirennsport und begannen erst nach ihrer alpinen Karriere mit dem Fallschirmsport. Ihre in jungen Jahren angeeignete Skitechnik erweist sich in der Kombinationsportart als wertvolle Grundlage für den sportlichen Erfolg.
Die Parachute-Ski-Athletinnen und -Athleten absolvierten insgesamt sechs Fallschirm-Zielsprünge sowie zwei Riesenslalomläufe. Bei jedem Zielsprung gilt es, so exakt wie möglich im Zentrum eines Landefelds zu landen. Jeder Zentimeter Abweichung zählt als Fehlerpunkt; Sieger ist, wer am Ende die wenigsten Punkte aufweist. Im Riesenslalom werden die Zeitrückstände in Zentimeter umgerechnet, um beide Disziplinen vergleichbar zu machen.
Die 19. Parachute-Ski-Weltmeisterschaften in St. Johann-Alpendorf demonstrierten einmal mehr, wie faszinierend die Kombination aus Präzisionssport und alpiner Geschwindigkeit ist. Dank perfekter Organisation und hochklassiger internationaler Beteiligung war die Veranstaltung ein voller Erfolg – und für Reinhold Haibel ein würdiger Schlusspunkt einer außergewöhnlichen Sportkarriere.
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Spannender Wettkampfverlauf - Routinier Haibel spielt Stärken auf der Piste aus
Wechselnde Windbedingungen stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon zu Wettkampfbeginn am Freitag vor große Herausforderungen. Nach fünf Durchgängen mit den ersten Zielsprüngen im alpinen Gelände der Skiregion Alpendorf führten die Mannschaften aus Tschechien, der Schweiz und Österreich das Feld an. Haibel lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang sieben, wusste aber, dass seine Paradedisziplin – der Riesenslalom – noch bevorstand.
Unterbrochen von einem Sprungunfall seines deutschen Landsmans Sebastian Lutz, konnte der Wettbewerb nach zweistündiger Unterbrechung erst am Samstagnachmittag mit Sprung sechs fortgesetzt werden. „Durch den Unfall trat meine eigene sportliche Leistung für mich in den Hintergrund“, erklärte Haibel, der dann aber beim Finale am Samstag bei zwei technisch anspruchsvollen Torläufen und strahlendem Wetter seine ganze Routine zeigte. Mit schnellen und sauberen Fahrten arbeitete sich der Duracher bis in die Medaillenränge vor und belegte nach Abschluss der Läufe im Torlauf den dritten Platz, was insgesamt für Rang zwei in der Kombinationswertung ausreichte.
Plötzlich aufziehende Föhnwinde mit Böen über 30 m/s verhinderten beim abschließenden Zielsprung am Samstagnachmittag eine sichere Durchführung auf dem Berg, der Landeplatz wurde daraufhin ins Tal verlegt. Doch auch dort erlaubten die Bedingungen keinen regelkonformen Wettkampf mehr. Nach Absprache mit den Teamleitern wurde der Wettbewerb vorzeitig beendet – das Zwischenresultat galt damit als Endwertung.
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Deutsches Team Teilnehmer stark vertreten
Das Aufgebot des Deutschen Fallschirmsportverbandes (DFV) trat mit insgesamt acht Athleten in zwei Teams an. Neben Haibel (Team Germany 1) starteten Sebastian Lutz (Hohenfurch), Klaus Renz (Stuttgart) und Nicol Grimm (Weilheim). Für das Team Germany 2 gingen Linus Eckenigk (Löbnitz), Eric Tomczak (Teutschenthal), Matthias Oppel (Dresden) und Florian Kaschuba (Bochum) an den Start.
In der Teamwertung erreichten die beiden deutschen Teams die Plätze 7 (Germany 1) und 10 (Germany 2) und blieben damit hinter den Erwartungen zurück.
Mit einer Gesamtabweichung von 29 cm feierte Haibel eine nahezu perfekte Meisterschaft. Weitere deutsche Einzelresultate: Grimm (Platz 22 / Masters 11 / Abweichung 87), Renz (25 / 11 / 98), Tomczak (29 / 172), Oppel (30 / Masters 15 / 172), Kaschuba (31 / 178), Eckenigk (32 / Juniorenplatz 5 / 185) und Lutz (34 / 226).
Offizielle Ergebnisse
Einzelwertung Herren:
1. Sebastian Graser (AUT)
2. Reinhold Haibel (GER)
3. Andrin Frei (CH)
Damen:
1. Sophie Grill (AUT)
2. Magdalena Schenner (AUT)
3. Christine Franz (CH)
Junioren:
1. Michael Urban (AUT)
2. Ionut Mihnea Rites (ROU)
3. Ondrej Zvendelik (CZ)
Masters:
1. Reinhold Haibel (GER)
2. Anton Gruber (AUT)
3. Stephan Lehner (CH)
Teamwertung:
1. Österreich I
2. Schweiz I
3. Österreich II
Alle detaillierten Resultate sind online abrufbar unter results.worldskydiving.org
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