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Didi Hamann über VAR-Diskussion im DFB-Pokal und Schwalben

Didi Hamann
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Didi Hamann

Unterföhring, 30.10.2025

Am Dienstag und Mittwoch gab es in der 2. Runde des DFB-Pokals mehrere strittige Szenen und vermeintliche Fehlentscheidungen. Anders als in der Bundesliga, wo der Videobeweis in jedem Spiel eingesetzt wird, gibt es den VAR im Pokal aber erst ab dem Achtelfinale.


Für Sky Sport Experte Didi Hamann ist dies ein Unding. Er fordert ein einheitliches Vorgehen – und harte Strafen für grobe Unsportlichkeiten.


Die Diskussionen nach der 2. Runde im DFB-Pokal zeigen es: Es wurde eine Situation geschaffen, in der die Schiedsrichter oft nicht mehr in der Lage sind, ein Spiel ohne VAR zu leiten. Das ist erschreckend.


Die Unparteiischen sind schlichtweg überfordert mit der Situation, dass sie keine zusätzliche Absicherung haben.


Uns wurde immer erzählt, dass die Schiedsrichter trotz des VAR weiterhin die Entscheidungshoheit haben. Das ist aber schon lange nicht mehr der Fall. Wer dafür den letzten Beweis dafür gebraucht hat, der muss sich nur die Spiele vom Dienstag und Mittwoch anschauen.


Entweder ganz mit VAR oder ganz ohne ihn


Das Verrückte ist, dass Mannschaften durch das Fehlen des VAR im DFB-Pokal weitergekommen sind, die aber in den nächsten Runden vielleicht von ihm profitieren. Das ist für die ausgeschiedenen Vereine schwer hinzunehmen.


Es kann nicht sein, dass du die Technologie erst ab der 3. Runde einsetzt. Entweder du spielst den ganzen Wettbewerb mit VAR, oder du spielst den ganzen Wettbewerb ohne ihn. Wie willst du nach ihrem Ausscheiden den Frankfurtern, Heidenheimern oder Kölnern erklären, dass es jetzt mit VAR weitergeht? Das bringt denen nichts mehr.


Wenn man das Abseits von Luis Diaz nicht sieht...


Das soll nicht die Leistungen der Gewinner schmälern. Bayern hat in Köln ein super Spiel gemacht. Um sie zu schlagen, muss alles passen. Wenn aber das 1:1 nicht zählt, dann fällt vielleicht das zweite Tor auch nicht und Köln geht mit einer Führung in die Pause. Das ist alles hypothetisch, aber wenn du so ein Tor kassierst, wird es schwer bis unmöglich, die Bayern zu schlagen.


Wenn man aber als Unparteiischer das Abseits von Luis Diaz nicht sieht, dann hat man auf diesem hohen Niveau nichts mehr zu pfeifen oder zu winken.


Schwalben wie die von Vieira müssen bestraft werden


In den vergangenen Jahren gab es in den ersten Pokal-Runden selten Gesprächsbedarf, weil die Schiedsrichter noch anders und besser gepfiffen haben.


In der Bundesliga werden heutzutage zu viele Elfmeter gegeben, weil die Schiedsrichter sich denken "der Assistent sagt mir schon, wenn es kein Foul war." Und wenn der VAR nur einen minimalen Kontakt sieht, heißt es: "Das war keine klare Fehlentscheidung."


Was aber am Dienstag in Heidenheim passiert ist, war eine klare Fehlentscheidung. Die Schwalbe von Hamburgs Fabio Vieira vor dem entscheidenden Elfmeter ist eine grobe Unsportlichkeit. Wenn sich jemand absichtlich fallen lässt, muss dies bestraft werden. Für mich ist das etwas, wo das Sportgericht eingreifen sollte.


Ich gehe davon aus, dass Undav gesperrt wird


Das gilt auch für die Aussagen von Deniz Undav nach dem Sieg in Mainz. Wenn du einen Gegner bezichtigst, Spieler "absichtlich" zu verletzen, hat diese Aussage mit einer Strafe geahndet zu werden.

Ich gehe davon aus, dass das Sportgericht eingreift und Undav für seine Aussage gesperrt wird.


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