„Für mich ist das nicht so: ich bin im Streit gegangen. Das sehe ich ja überhaupt nicht so.“
Bonn, 25.01.2022
Sascha Mölders Abgang beim TSV 1860 München Anfang Dezember hat viel Wirbel verursacht. Als Gesprächsgast in der MagentaSport-Reihe „3. Liga Top-Thema“ präsentiert sich Mölders leicht verschnupft, aber in bester Laune. „TSV 1860 München wird mir immer was bedeuten. Ich habe mir nicht umsonst den Löwen auf die Brust tätowiert“, sagt der 36jährige nun in Diensten des Regionalligisten Großaspach als eine Art „spielender Co-Trainer“. Er „würde nie etwas Schlechtes über den Verein sagen.“ Aber Gerüchte, dass er seine Mitspieler attackiert habe, gab´s um Mölders: „Darf man alles nicht so ernst nehmen. Alles ganz harmlos.“ Ebenso der Sechzig-Beben, den das Aus nach einer Mölders-Botschaft verursacht hat? „Für mich ist das nicht so: ich bin im Streit gegangen. Das sehe ich ja überhaupt nicht so.“ Ein versöhnliches Wiedersehen etwa mit Trainer Köllner? „Ne, alles besprochen.“ Aber eine Rückkehr zum TSV 1860 als Coach kann er sich irgendwann schon vorstellen? „Selbstverständlich!“
Nachfolgend Auszüge aus dem Gespräch von Christian Strassburger und Alexander Klich mit Sascha Mölders. Bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport benennen. Der Link zur neuen Folge „3. Liga Top Thema“: www.youtube.com/watch?v=BNkzmqft-6I
„Ich würde nie etwas Schlechtes über den Verein sagen“
Das Aus Anfang Dezember beim TSV 1860 München war ein mittleres Beben, weil sich Sascha Mölders in seinen 6 Jahren den Ruf erarbeitet hatte, ohne ihn geht nix“. „Ich bin und war topfit, insofern war das für mich überraschend. So kam eins zum anderen.“ Mölder ist mit Sechzig „über die Dörfer gefahren, ich habe das nahezu alles miterlebt“ – 212 Pflichtspiel gemacht, 82 Tore für den TSV 1860 München geschossen. Nachtreten will er nicht. „Ich blicke nur auf die wunderschönen Zeiten bei Sechzig zurück.“ Er habe ein neues Kapitel aufgeschlagen. „Ich mag den Verein, deswegen war ich auch 6 Jahre dort. Ich wünsche dem Verein nur das Beste. Schaue mir auch alle Spiele an.“ Ein unrühmliches Ende, das beiden Parteien zusetzte. „Es war ja auch klar, dass im Sommer wahrscheinlich Schluss sein wird.“ Mölders hatte die Hoffnung, die Saison noch zu Ende spielen zu können. Kam nicht so, dennoch auch hier: „Ich würde nie etwas Schlechtes über den Verein sagen.“
Mölders Mobbing gegen Spieler, Sprüche gegen den Trainer? „Das stimmt alles nicht. Alles ganz harmlos.“
Teilweise wurde kolportiert, Sascha Mölders habe eine Art „Schreckensregiment“ in der Mannschaft geführt: „Darf man alles nicht so ernst haben. Es gibt immer Späße im Fußball. Aber es gibt auch Grenzen und die haben wir nie überschritten. Die wurde auch nie überschritten als ich jung war – und da war´s schon hart an der Grenze. Ist alles ganz harmlos.“
Ob Mölders sein Verhalten nach seinem Ausscheiden beim TSV 1860 München mal selbst überprüft habe: „Grundsätzlich glaube ich, dass jeder Mensch mal irgendwann mal Fehler macht.“ Aber, so Mölders, er habe nicht gegen junge oder alte Spieler gemobbt: „Oder du hast was Schlimmes gegen den Trainer gesagt. Das stimmt alles nicht. Deswegen habe ich ein reines Gewissen und kann immer in den Spiegel schauen. Bei mir ist alles in Ordnung, ich bin mit mir im Reinen. Natürlich gab´s Situationen, wo ich härter war zu jungen Spielern.“ Mölders versteht seine „Härte“ als Teil der Ausbildung, die er früher auch bekommen habe.
„Für mich ist das nicht so: ich bin im Streit gegangen. Das sehe ich ja überhaupt nicht so.“
Gibt´s eine Chance der Annäherung für beide Parteien? „Für mich ist das nicht so: ich bin im Streit gegangen. Das sehe ich ja überhaupt nicht so. In bin im Reinen.“
Die Beziehung zu seinem Lieblings-Klub sieht Sascha Mölders so: „Manchmal gehen die Dinge einfach zu Ende. In unserem Geschäft, in unserem Sport gibt´s auch wenig Dankbarkeit. Das ist ein Tagesgeschäft – das ist so. TSV 1860 München wird mir immer was bedeuten. Ich habe mir nicht umsonst den Löwen auf die Brust tätowiert.“
Wartet Mölders darauf, dass der TSV 1860 München nochmals auf ihn zugeht? „Ne, wir haben ja bei der Vertragsauflösung alles besprochen. Von daher muss ich mit Michael Köllner nicht mehr sprechen – das Thema ist ja durch.“
Rückkehr als Trainer zum TSV 1860? „Selbstverständlich!“
Mölders will demnächst „alle Trainerscheine“ machen und hat auch schon Ziele als künftiger Coach: „Ich werde alles tun, um so weit wie möglich zu kommen.“ Ist eine Rückkehr von Sascha Mölders irgendwann als Trainer zu TSV 1860 München denkbar? Mölders lacht: „Natürlich könnte ich mir vorstellen, da auch als Trainer zu arbeiten. Selbstverständlich.“
„Ich mach das, worauf ich Bock habe!“
Mölders über seinen „kuriosen“ Wechsel zur SG Sonnenhof Großaspach: „Ich mach´ das, worauf ich Bock habe!“ Er habe auch in der 3. Liga bleiben können, Angebote gab´s. Die Entscheidung fiel auf den Vorletzten der Regionalliga: „Das Gesamtpaket passt halt, da geht´s gar nicht ums Geld.“
Und damit auch wirklich alle beruhigt sind, wenn es um seinen neuen Klub geht, der durch seine Nähe zu einer Schlagersängerin nationale Bekanntheit erlangte: „Ja, ich habe Andrea Berg schon öfter mal gesehen im Sonnenhof. Die ist sehr nett.“
Der 23. Spieltag live bei MagentaSport:
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Dienstag, 25.01.2022
Ab 18.45 Uhr als Einzelspiel oder in der Konferenz: SV Waldhof Mannheim – Viktoria Köln, VfL Osnabrück – Würzburger Kickers, SC Freiburg II – Türkgücü München
Mittwoch, 26.01.2022
Ab 18.30 Uhr: MSV Duisburg – 1. FC Magdeburg
Ab 18.45 Uhr als Einzelspiel oder in der Konferenz: FSV Zwickau – Eintracht Braunschweig, SC Verl – SV Meppen, 1. FC Saarbrücken – Borussia Dortmund II, TSV Havelse – SV Wehen Wiesbaden
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