29.04.2022
Fußball

Rückschlag für Union gegen abgestiegene Fürther - Union zeigt "in der Summe von allem zu wenig"

Der Mut der Verzweiflung - Leweling: "Wir haben nichts mehr zu verlieren - Leitl-Zukunft noch nicht entschieden: "Es gibt viele schöne Städte in Deutschland" DAZN-Experte Kneißl über Union-Zukunft: "Dann sind sie ein gefestigter Bundesligist"

Berlin/München, 29.04.2022

Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus dem Freitagsspiel 1. FC Union Berlin gegen SpVgg Greuther Fürth (1:1) am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga live bei DAZN.


Urs Fischer (Trainer 1. FC Union Berlin) ...


... zum Spiel: "Die erste Halbzeit war schwach, das muss man auch mal akzeptieren. Wir wissen, dass wir uns am Limit bewegen müssen, das hat in der ersten Hälfte nicht funktioniert. Die zweite war OK, darum geht dieser Punkt in Ordnung. Es war glücklich, dass wir nur 0:1 zurücklagen."


... auf die Frage, wie er seine Mannschaft nach dem schlechten Start in die Trainingswoche auf Kurs gebracht hat (vor dem Spiel): "Die sind von allein klargekommen. Der Einstieg war ein Bisschen holprig, wir haben uns schwergetan. Das ist auch normal, nach diesem Wechselbad der Gefühle in der letzten Woche. Ausscheiden im Pokal, vorher ein Sieg und dann nach dem Pokalaus ein Sieg in Leipzig - das braucht eine gewisse Zeit, um es zu verarbeiten. Aber die Mannschaft hat sich gefangen und ich bin mir sicher, sie hat vollen Fokus auf dieses Spiel."


Stefan Leitl (Trainer SpVgg Greuther Fürth) ...


... zur Leistung seiner Mannschaft: "Wir haben heute ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Speziell in der ersten Hälfte hatten wir die klareren Torchancen. Wenn wir drei Tore gemacht hätten, wäre das verdient gewesen. Insgesamt haben wir bis zum Gegentreffer nicht viel zugelassen. Leider bringen wir es nicht ganz über die Runden, aber trotzdem Kompliment an meine Mannschaft."


... über seine Zukunft: "Das wird man die nächsten Tage sehen. Es gibt nichts neues zu kommunizieren und wir haben ja noch ein bisschen Zeit. Es gibt viele schöne Städte in Deutschland."


... über die Woche nach Bekanntgabe seines Abschieds (vor dem Spiel): "Nach der Entscheidung war es wichtig, in den Alltag überzugehen und sich auf die kommenden Aufgaben zu konzentrieren. Darauf freuen wir uns."


Branimir Hrgota (Kapitän SpVgg Greuther Fürth) ...


... zum Spiel: "In der ersten Halbzeit waren wir sehr aggressiv und von der ersten Minute an da. Wir haben keine Großchancen zugelassen und haben es auch vorne gut gemacht. Die zweite Halbzeit fing auch gut an, dann ist es klar, dass Union vorne Druck macht, wenn sie hier zuhause spielen. Letztendlich war es ein gutes Spiel von uns."


... zu den Möglichkeiten, die Greuther Fürth in dieser Saison gehabt hätte: "Die Hinrunde hat uns dahin gebracht, wo wir sind. Hätten wir so, wie wir jetzt spielen, in der Hinrunde gespielt, sähe das Ganze vielleicht anders aus. Das hängt mit der Erfahrung zusammen und damit, sich daran zu gewöhnen - zu wissen, was man zwischen den Spielen zu tun hat. Das haben wir in der zweiten Saisonhälfte besser gemacht und deshalb haben wir so eine Rückrunde gespielt."


... über seine Zukunft: "Ich habe hier noch zwei Jahre einen Vertrag. Mehr kann ich nicht sagen."


Rani Khedira (1. FC Union Berlin) ...


... zum Spiel: "Die Enttäuschung ist sehr groß, um ehrlich zu sein. Aufgrund der ersten Halbzeit haben wir heute nicht mehr verdient, das war deutlich zu wenig. In der zweiten wurde es etwas besser, aber auch nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Deshalb ist es heute eher ein gewonnener Punkt. In der Summe war es von allem zu wenig."


... auf die Frage, ob die intensive letzte Woche etwas mit der Leistung zu tun hatte: "Vielleicht hat es etwas geschlaucht und etwas in den Köpfen ausgelöst - das weiß ich nicht. Wir waren in dieser Woche fokussiert, hatten nach dem ersten Training eine gute Trainingswoche. Wir wussten, dass es gegen Fürth schwierig wird, gerade, nachdem der Abstieg letzte Woche besiegelt wurde."


Sven Michel (Torschütze 1. FC Union Berlin) ...


... über seine Jokerqualitäten: "Wenn du Fußballer bist, willst du auch in der Startelf stehen - das ist keine Frage. Nichtsdestotrotz bin ich überglücklich, dass ich der Mannschaft auch nach Einwechslung mit Toren helfen kann."


... über die Moral seiner Mannschaft nach dem enttäuschenden Resultat: "Ich denke, wer am Mittwoch im DFB-Pokal-Halbfinale rausfliegt und dann am Wochenende in Leipzig gewinnt, der steckt auch das hier weg.


Jamie Leweling (SpVgg Greuther Fürth) ...


... zum Spiel: "Mit der Mannschaftsleistung bin ich zufrieden. Meine persönliche Leistung fand ich in der ersten Halbzeit gut, die zweite war durchwachsen. Aber wir haben einen Punkt mitgenommen und gut gespielt. Auch wenn es sich komisch anhört, aber wir haben nichts mehr zu verlieren. Wir spielen einfach die letzten drei Spiele in der ersten Liga, um uns zu präsentieren. Wir haben keinen Druck mehr und spielen es einfach runter."


... zum Abschied seines Trainers Stefan Leitl: "Ich bin natürlich traurig. Er ist mein einziger Profitrainer und hat mich aus der U19 hochgeholt, hat mich entwickelt und deswegen darf ich jetzt in der Bundesliga spielen."


Oliver Ruhnert (Geschäftsführer Sport 1. FC Union Berlin) ...


... zur möglichen Qualifikation Unions für einen internationalen Wettbewerb (vor dem Spiel): "So außergewöhnlich wie es im letzten Jahr war, wäre es jetzt wieder. Ehrlicherweise müssten wir uns dann ein zweites Mal sehr freuen und darauf vorbereiten. Für uns kommt das alles im Moment wieder sehr plötzlich. Aber: Möglich ist es, aufgrund der Tabelle. Mit etwas plötzlich meine ich, dass wir grundsätzlich mit anderen Zielen in die Saison gehen. Trotzdem ist die Entwicklung der Mannschaft richtig gut und es wäre konsequent, den Weg zu Ende zu gehen."


... über die vielen Abgänge, die der Klub immer wieder verzeichnen muss (vor dem Spiel): "Sicherlich haben die Jungs die Möglichkeit, andere Verträge zu bekommen als bei Union Berlin. Sie wissen, dass wir ein kleines Stadion und eine tolle Atmosphäre haben, aber nicht dieselben Rahmenbedingungen, wie große Klubs. Wir sind aber auf einem guten Weg, uns in der Bundesliga zu etablieren. Wir gehen jetzt in unser viertes Jahr, das haben uns viele nicht zugetraut. Deshalb sind wir auch auf einem guten Weg, bestimmte Dinge bald besser umsetzen zu können und Spieler zu halten."

Rachid Azzouzi (Geschäftsführer Sport SpVgg Greuther Führt) ...


... über seine aktuelle Gefühlslage (vor dem Spiel): "Mir geht es gut. Klar sind wir letztes Wochenende endgültig abgestiegen, das war sehr emotional und tat weh, und wir verlieren unseren Trainer, was ebenfalls wehgetan hat. Aber wir blicken optimistisch nach vorne. Wir haben jetzt Klarheit und gehen unsere weiteren Schritte."


... über seine weitere Arbeit in nächster Zeit (vor dem Spiel): "Es ist nicht so, dass ich eine Zeit lang nichts mache, und plötzlich habe ich wieder Arbeit. Als Sportdirektor bist du ständig am überlegen, wie du was verbessern kannst. Wenn dann eine Situation kommt, auf die ich mich ein Stück weit einstellen konnte, nämlich, dass der Trainer vielleicht geht, sage ich nicht auf einmal: 'Ach Mensch, jetzt muss ich aber mal nach einem Trainer gucken'. Ich habe mir schon Gedanken gemacht, auch wenn ich natürlich gehofft habe, dass Stefan Leitl bleibt. Jetzt haben wir Gewissheit und gehen die Dinge an."


... auf die Frage des Profils, dass ein neuer Trainer haben soll (vor dem Spiel): "Ich habe im Fußball gelernt, dass man sich nie auf irgendetwas beschränken sollte. Wir sind offen und werden für uns Ideen entwickeln. Man bekommt auch den einen oder anderen Namen genannt und angeboten, aber wir werden schauen, was zur Spielvereinigung und der aktuellen Situation passt. Aber eins ist klar: Wir wollen weiter offensiven Fußball spielen. Es gibt eine Grundphilosophie, eine Art des Fußballs, die wir im Aufstiegsjahr hatten. Da wollen wir wieder ansetzen."


... darauf, ob der Bundesliga-Aufstieg für den Verein ein Jahr zu früh kam (vor dem Spiel): "Wir sagen das nächste Mal, wenn wir aufsteigen können, wir warten nochmal zwei oder drei Jahre. Nein, das ist totaler Kokolores. Wir sind in den letzten zehn Jahren zwei Mal aufgestiegen und sind seit fast 25 Jahren im Profifußball. Das ist für uns eine Riesenleistung. Mit jedem Aufstieg und den Erkenntnissen, wächst du als Verein, das versuchen wir immer wieder. Es ist ein ungleicher Wettbewerb und es wäre gut, wenn auch mal das Ungleichgewicht miteinbezogen würde, das ist mir manchmal zu wenig. Wir bleiben demütig, trotzdem ambitioniert und mit einem hohen Anspruch, dann schauen wir mal, wie wir die nächsten Schritte weitergehen können."


Sami Khedira (107 Bundesligaspiele für den VfB Stuttgart und Hertha BSC) über seinen Bruder Rani und seine Mannschaft (vor dem Spiel): "Er ist ein unauffälliger Spieler, aber wenn man den Fußball taktisch betrachtet, ist er unheimlich wichtig für diese Mannschaft. Union kommt eben über das Kollektiv. Sie haben einen guten Stürmer, gute Außenverteidiger, einen guten Torwart. Sie haben alles gut - aber sie haben nichts außergewöhnlich. Was sie aber Außergewöhnliches haben, ist die Mannschaft und ein sehr guter Trainer. Ich bin großer Fan von Urs Fischer. Wenn man hört, was hier abgeht, muss ich trotz meiner Hertha-Vergangenheit diesen Fans und der Mannschaft Respekt zollen."


DAZN-Experte Sebastian Kneißl ...


... zum Spiel: "Es spricht letzten Endes Bände über diese Saison: Fürth hat gut angefangen, immer wieder gute Phasen. Die erste Halbzeit ist zu loben, denn in der zweiten hat man schnell gemerkt, dass sie nicht mehr griffig genug sind und nicht mehr in die Zweikämpfe kommen. Sie haben es zum Schluss gut verteidigt. Für Union war die erste Halbzeit enttäuschend, weil Fürth es gut gemacht hat. Ich kann mir vorstellen, dass Union enttäuscht ist."


... über die vielen vergebenen Punkte nach Führung für Greuther Fürth: "Es zieht sich durch die Saison, aber trotzdem geht es immer noch darum, zu schauen, wie sie gespielt haben und welchen Schritt sie gemacht haben. Speziell in der ersten Halbzeit gibt es viele lobende Worte zu finden. In der zweiten Halbzeit standen sie zwar immer tiefer und waren nicht mehr so griffig."


... über die Zukunft des scheidenden Fürth-Trainers Leitl: "Es sind wohl noch ein paar Vereine im Rennen, deshalb bin ich gespannt, wofür er sich entscheidet. Ich finde, dass er einen guten Job macht, dass er Spieler entwickelt und sie in die erste Mannschaft integriert. Zeitgleich versucht er auch, das Gesamtkonstrukt nach vorne zu bringen. Ich bin gespannt, wo er demnächst seine Qualitäten unter Beweis stellt."


... über die Erwartungshaltung gegenüber Union Berlin (vor dem Spiel): "Es kommt darauf an, was am Ende herauskommt: Wenn sie jetzt erneut europäisch spielen, das vielleicht noch ein drittes Jahr hintereinander schaffen, dann sind sie ein gefestigter Bundesligist, der einen Anspruch auf einen europäischen Platz hat. Dennoch müssen wir immer wieder die finanziellen Mittel, die zur Verfügung stehen, mit einbeziehen. Auch die Größe des Klubs und das Spielermaterial. Urs Fischer macht das genial, aber ich finde, es fehlen noch ein paar Prozentpunkte, um weiterhin diesen Anspruch zu haben."


... zur Entwicklung von Union Berlin in der Bundesliga (vor dem Spiel): "Seit Urs Fischer da ist, geht es nur in eine Richtung - nach oben. Irgendwann kommt der Punkt, an dem es stagniert oder auch mal nach unten geht, das ist normal. Darauf muss man vorbereitet sein und deshalb mag ich die Art, wie Urs Fischer das moderiert. Das Lob geht immer an die Mannschaft, das macht einen guten Leader aus."


... über den Abstieg von Greuther Führt (vor dem Spiel): "Die ersten 13 Spieltage waren nicht gut genug. Sie mussten sich erst an die Bundesliga gewöhnen, insgesamt war es dann ab dem 13. Spieltag deutlich besser. Sie haben immer mal wieder aufblitzen lassen, was in der Mannschaft steckt. Über 90 Minuten war es aber selten der Fall, deshalb ist es schade für den Verein, aber völlig verständlich, dass sie abgestiegen sind. Für alle im Verein war es ein klassisches Lehrjahr. Wenn du absteigst, hast du Fehler gemacht, und es ist wichtig, dass du daraus lernst. Sie haben sich gefangen. Das spricht für mentale Stärke, weil sie die Situation angenommen und sich nicht aufgegeben haben, obwohl sie abgeschlagen waren."


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