03.09.2022
Fußball

Leipzig geht in Frankfurt unter – Tedesco wütend: „Waren grottenschlecht - Katastrophe“

Glasner hat nichts an Mannschaftsleistung auszusetzen: „Darauf werden wir aufbauen“ - Forsberg nach Pleite bedient: „Einfach zu schlecht“ - Eintracht-Keeper Trapp blickt auf die Champions League: „Da zählen die Details“ - Sky Experte Matthäus analysiert RB: „Kader ist vielleicht zu gut“

Unterföhring, 03.09.2022

Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 5. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen der Eintracht Frankfurt und RB Leipzig (4:0) bei Sky

 

Oliver Glasner (Trainer Eintracht Frankfurt) ... 

... zum Spiel: „Gratulation an die Mannschaft, es war eine sehr gute Leistung. Von Anfang an war es besonders in der Defensive eine konzentrierte Leistung. Tolle Leistung und absolut verdienter Sieg. Es hat alles gepasst, wir haben Leipzig vier Abschlüsse gegeben, kein einziger aufs Tor. Das ist eine Mannschaftsleistung, weil alle mitgemacht haben. Darauf werden wir aufbauen.“ 

... zur Leistung von Mario Götze: „Es wäre unfair, wenn wir einen rausheben müssten. Man sieht, wie viel Spaß die Jungs am Fußball haben. Es ist schön, anzusehen, dass vieles so aufgeht, wie wir es uns vornehmen.“ 


Kevin Trapp (Torwart Eintracht Frankfurt) ... 

... zum Spiel: „Es war sehr intensiv, sehr gradlinig. Wir wussten genau, was wir machen wollen. Mit viel Mut hatten wir viele Ballstafetten. So gegen Leipzig auftreten, dass muss man erstmal schaffen. Ich habe keinen Schuss aufs Tor bekommen, das spricht für die Mannschaftsleistung. Wir haben super verteidigt, waren immer auf dem Sprung und haben clever nach vorne gespielt.“ 

... zur kritischen Abseitsentscheidung vor dem 3:0: „Ich habe mich, als es gegen uns gepfiffen wurde, sehr klar positioniert. Es wäre sehr schade gewesen, wenn es zurückgenommen wurde. Dann hätten wir wieder darüber diskutieren müssen, warum es damals gezählt hat und nun wurde es zurückgenommen. Peter hat noch gut reagiert. Es ist als Torwart nie einfach.“ 

... zur kommenden Champions-League-Gruppenphase: „Wir wissen, dass wir sehr viel Qualität in der Mannschaft haben. Wir haben aber auch gegen Bayern oder Madrid gesehen, was für ein Niveau das in der Champions League ist. Da zählen die Details, auf die wir gegen Leipzig sehr gut geachtet haben. Wenn wir so in die Champions League gehen, ist trotzdem vieles möglich. Wir wollen so gut wie möglich dort auftreten und so weit wie möglich kommen.“ 


Mario Götze (Eintracht Frankfurt) ... 

... zur Frage, ob es ein perfektes Spiel gewesen sei: „Wir kommen nah dran. Vier Tore, kein Gegentor. Das ist das entscheidende: Zuhause drei Punkte holen, dann noch gegen Leipzig. Es war eine beachtliche Leistung von uns.“ 

... zu seiner Verfassung: „Ich bin fit und glücklich – das ist das, was zählt.“ 

... zur Frage, warum er bei Frankfurt so gut funktionieren würde: „Es ist das Gesamtpaket: Die Charaktere in der Mannschaft, das Trainerteam, die Fans und das Stadion. Diese positive Energie, auch was sie letztes Jahr geleistet haben. Da kommt vieles zusammen und es zahlt sich auch aus. Vor ein paar Wochen, als wir gegen Bayern gespielt haben, sah es noch anders aus. Danach haben wir zweimal Unentschieden gespielt. Das zu überwinden als Mannschaft war wichtig und gut und das hat man gesehen.“ 

 

Domenico Tedesco (Trainer RB Leipzig) ... 

... zum Spiel: „Wir haben komplett die Basics vermissen lassen. Wir waren im ersten Durchgang überhaupt nicht auf dem Platz. Wir waren null aggressiv, wir wollten nach dem Ballgewinn den Ball sichern. Wir haben die Bälle zu schnell verloren. Frankfurt hat es gut gemacht, aber wir waren so grottenschlecht - Katastrophe.“ 

... zu seinen Versuchen, von der Seitenlinie einzugreifen: „Wenn man drei Systeme spielt und es ändert sich nichts, dann liegt es an der Mentalität, an den Basics.“ 

... zur Frage, ob die bisherigen Resultate nicht der Anspruch von RB seien: „Logisch – viel zu wenig.“

… zur anstehenden Champions-League-Gruppenphase: „Die Champions League kannst du nur genießen, wenn es in der Liga läuft. Irgendwie ist es mir nicht gegönnt, die Champions League zu genießen, das war vor ein paar Jahren nicht anders. Ich finde es schade, da wir uns das erarbeitet haben. Ich bin seit Dezember hier, da waren wir auf Platz elf. Dann haben wir es irgendwie noch geschafft, haben viele Spiele gewonnen. Nach einem solchen Spiel bin ich schon enttäuscht.“ 

… zu seiner Kritik an dem späten Deadline Day, obwohl RB noch tätig wurde (vor dem Spiel)„Ich stehe trotzdem zu meiner Aussage. Es hat auch seine Vorteile - man kann nachlegen, wie wir es getan haben. Dennoch bleibe ich dabei: Wenn man sich die Pros und Contras anguckt, überwiegt für mich das Negative.“

… zum Report der Sport Bild, Schlager sei nicht sein Wunschspieler gewesen (vor dem Spiel)„Das ist Wahnsinn, sowas zu schreiben. Bei uns gibt es keine One-Man-Show. Wir kaufen und verkaufen Spieler gemeinsam, weil wir über alles sprechen. Jeder Spieler, der bei mir im Kader ist, ist mein Spieler und unser Spieler und wie ein Sohn für mich. Ich würde alles für den einzelnen Spieler geben.“


Emil Forsberg (RB Leipzig) ... 

... zum Spiel: „Um in Frankfurt zu bestehen musst du die Zweikämpfe gewinnen. Du musst intensiv und schnell spielen. All das hat bei uns gefehlt und wir haben verdient verloren. Ich will auch nicht mit Ausreden kommen, es war einfach zu schlecht. Es ist nicht unser Anspruch und wir müssen es besser machen.“ 

... zu den anstehenden schwierigen Aufgaben: „Wir hatten gehofft, den Flow zu behalten. Es hat leider gar nichts gepasst. Es wird schwer, aber wir sind eine Mannschaft, wir müssen zusammenhängen und zusammenkommen. Wir müssen die Tore machen, besser spielen und die Zweikämpfe gewinnen – da fängt es an. Da müssen wir am Dienstag angreifen, dann nächstes Wochenende wieder ein Sieg. Das ist das Einzige, was zählt.“ 


Peter Gulacsi (Kapitän & Torwart RB Leipzig) ... 

... zum Spiel: „Das war sehr wenig. Erste Halbzeit haben wir nichts angenommen, sie waren viel energischer und haben verdient mit 2:0 geführt. Dann in der zweiten Halbzeit war es schwierig, sie sind eine gute Kontermannschaft. Am Ende ist der Sieg für Frankfurt hochverdient.“ 

... zu den Gegentoren: „Die Tore kamen nach unnötigen Ballverlusten, die wir vor dem Spiel bereits angesprochen haben. Gegen Frankfurt müssen wir aufpassen, da sie gut kontern. Das ist unsere Schuld und daher war das Spiel bereits zur Halbzeit aus der Hand.“ 

... zum anstehenden Champions-League-Auftakt: „Wir haben ein Riesenspiel am Dienstag. Wir müssen schauen, dass wir fußballerisch und taktisch verbessern, was wir können. Wir müssen die Köpfe bis Dienstag freikriegen. Wir haben letzte Saison viel dafür gekämpft, dass wir Champions League spielen können. Wir müssen am Dienstag eine Reaktion zeigen.“

… zu den anstehenden schwierigen Aufgaben: „Es ist hart, es sind vier richtig schwierige Spiele. Es ist aber auch die Chance, dass wir die Niederlage ein Stück weit wieder gutmachen können. Dienstag ist wichtig und dann schauen wir weiter.“ 


Dr. Felix Brych (Schiedsrichter) ... 

... zum Spiel: „Es war eine knifflige Partie. Beide Teams spielen Champions League. Ich habe versucht, das Spiel laufen zu lassen und Spielfluss herzustellen. Ich bin ganz zufrieden mit dem Abend.“ 

... zur nicht gegebenen Abseitsstellung vor dem 3:0: „Es ist nicht ganz einfach. Zuerst ist es nicht meine Entscheidung, denn Abseits machen zunächst die Assistenten. Ich konnte ein wenig helfen, ob im Sichtfeld Abseits vorgelegen hat. Wir haben uns dagegen entschieden. Ich kann verstehen, wenn man anderer Meinung ist. Die Regel verlangt, dass man klar im Sichtfeld stehen muss und das haben wir nicht so bewertet, da Gulacsi den Ball dauerhaft gesehen hat. Er hat auch ziemlich gut reagiert. Daher konnten wir davon ausgehen, dass er den Ball gesehen hat. Daher war der Spieler nicht klar im Sichtfeld und daher zählte das Tor.“ 

... zum Entscheidungsprozess: „Es gab erste Kommunikation mit dem Assistenten, dann mit dem VAR. Ich habe auch mit Peter gesprochen und einigen Spielern von RB und es ihnen erklärt. Ich kann verstehen, dass man auf dem Platz nachfragt. Letztendlich müssen wir entscheiden. Wir sind zusammen zu der Entscheidung gekommen, dass es zählt.“

… zur Elfmeterentscheidung vor dem 4:0: „Finde ich nicht so strittig. Knauff legt sich den Ball vorbei, will wirklich zum Abschluss gehen. Dann kommt der Fuß raus. Das ist ein Foul und ein Elfmeter.“ 


Markus Krösche (Vorstand Sport Eintracht Frankfurt) …

… zu Kolo Muani (vor dem Spiel)„Wir hatten ihn schon länger auf dem Zettel, da er ein interessanter Spieler ist. Die Jungs, die nicht so im NLZ aufgewachsen sind, haben besondere Momente, sind nicht so gradlinig, sondern intuitiv. Das sieht man bei ihm.“

… zur Tiefe im Kader (vor dem Spiel)„Letztes Jahr war das Problem, dass wir nicht alle drei Wettbewerbe spielen konnten, da wir die Qualität nicht in der Breite hatten. Das haben wir probiert zu ändern. Die Spieler, die wenig gespielt haben, haben wir abgegeben und junge Spieler mit Potenzial geholt. Wir müssen eine gute Balance in der Rotation zwischen den drei Wettbewerben finden.“

… zur Champions-League-Gruppe (vor dem Spiel)„Es ist eine ausgeglichene Gruppe mit Tottenham als Favorit. Es ist alles möglich. Unser Ziel ist es, ins Achtelfinale zu kommen. Das ist ambitioniert, das wissen wir. Wir haben gegen Sporting und Marseille auf einem guten Level die Chance, sie zu schlagen.“

… zur Frage, ob er Max Eberl raten würde, bei Leipzig zu unterschreiben (vor dem Spiel)„Warum nicht? Es ist ein guter Klub und ich habe viele Jahre dort gehabt. Letztendlich ist es die Entscheidung von Max und nicht meine. Ich habe dort extrem viel gelernt. Ich bin aus der zweiten Liga dorthin gekommen, sie haben mir die Chance gegeben.“


Sky Expertin Julia Simic zur Leipziger Leistung: „Es ist eine Frage, die Tedesco sich stellen muss: Wie erreicht er die Mannschaft? Es sind Dinge, die aus den Spielern kommen müssen, die du nicht coachen kannst. Es sind Dinge, die die Spieler auf dem Platz immer umsetzen müssen.“


Sky Experte Lothar Matthäus ...

... zur Leistung der Eintracht: „Sie haben ein Riesenheimspiel und ein Riesenbundesligaspiel gemacht. Das gegen eine Mannschaft, die so eingeschätzt wurde, dass sie wenigstens auf den Champions-League-Plätzen landen kann. Die Qualität hat man normalerweise von Leipzigs Einzelspielern gesehen – in diesem Spiel nicht. Die Frankfurter kriegen zurecht den Applaus, die Stimmung in Frankfurt ist super. Die Spieler werden gefeiert für ein tolles Spiel, gerade gegen Leipzig, zu denen man kein freundschaftliches Verhalten pflegt.“ 

... zu den Problemen bei RB: „Der Kader ist vielleicht zu gut – er muss ihn managen. Es sind alles Spieler mit Ego. Ähnliche Probleme könnte auch Julian Nagelsmann bekommen. Es sind immer unzufriedene Spieler und das musst du im Tagesgeschäft mit den Spielern erarbeiten. Du musst klare Strukturen aufbringen. Es gibt viele unzufriedene Spieler und diese Spieler tragen nicht dazu bei, dass das Kollektiv auf dem Spielfeld füreinander kämpft, sondern für sich selbst. So gewinnst du aber keine Spiele.“ 

 

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