Polzin zum Ellbogentreffer: „Unerklärlich, wie das Spiel fortgesetzt wird“ - Pieringer zu Ramaj: „Hat uns zwei-, dreimal richtig den Arsch gerettet“ - Matanovic beendet Torflaute: „Fühlt sich wie ein Hattrick an“ -Hamann zu Heidenheims Remis: „Wen willst du dann schlagen?“
Unterföhring, 10.01.2026
Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 16. Spieltags der Fußball-Bundesliga bei Sky.
Julian Schuster (Trainer SC Freiburg) zum Spiel: „Vor allem mit der ersten halben Stunde bin ich sehr zufrieden, es war sehr kontrolliert. Wir hatten drei gute Möglichkeiten, eine davon hätten wir nutzen müssen. Danach haben wir die Kontrolle ein Stück weit verloren, Hamburg kam besser ins Spiel. In der zweiten Halbzeit war es sehr unruhig. Dann musst du die Ruhe bewahren und das Tor auch machen. Das haben wir gemacht und es hat ausgereicht, um das Spiel zu gewinnen.“
Igor Matanovic (Torschütze SC Freiburg) zu seinem Treffer: „Man hat an dem Jubel gesehen, dass mir eine Last von der Schulter gefallen ist. Wir kennen es alle als Stürmer: Wenn du eine lange Zeit nicht viel spielst und keine Tore schießt, das ist am Ende das, wovon du als Stürmer lebst. Deswegen tut es einfach unfassbar gut. Es fühlt sich an, als wäre es ein Hattrick.“
Merlin Polzin (Trainer Hamburger SV) zum möglichen Foulspiel vor dem 1:2: „Ich habe es jetzt mehrfach im Video aus sämtlichen Perspektiven gesehen. Es ist für mich absolut unerklärlich. Das muss man bei dem Glückwunsch, den wir an die Freiburger richten, einfach festhalten. Es ist klar, dass unser Spieler mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen wird. Es ist für mich unerklärlich, wie bei einem Kopftreffer das Spiel fortgesetzt wird und wir das Spiel verlieren.“
Damion Downs (Hamburger SV) zum Spiel: „Wir haben eigentlich ein ganz gutes Spiel gemacht, die Rote Karte ist natürlich unglücklich. Die Tore sind unglücklich. Wir hoffen einfach, dass wir in den nächsten Wochen wieder gute Performance bringen können und dann Punkte mitnehmen.“
Marvin Pieringer (Torschütze 1. FC Heidenheim) …
… zu seinem Treffer: „In dem Moment habe ich schon gemerkt, dass es ein verrücktes Tor war. Den mache ich schon nicht so schlecht rein. Der Ball kommt ein wenig in den Rücken und anders hätte ich ihn nicht nehmen können. Es ist schon geil, dass er reingegangen ist.“
... zur Ursache für das Unentschieden trotz zweier Führungen: „Vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit. Wir gehen ins Spiel, erarbeiten uns zweimal gegen Köln, einen Gegner, der auf Augenhöhe ist, eine Führung. Wenn du zu Hause zweimal in Führung gehst, musst du das Spiel einfach zu machen. Das war in der zweiten Halbzeit nicht gut, wir haben zu viel zugelassen. Diant hat uns im Tor zwei-, dreimal richtig den Arsch gerettet.“
... zu den nächsten Spielen: „Es sind extrem wichtige Spiele. In drei Tagen schon wieder gegen einen Gegner, der auch ganz dick unten drinsteckt. Da müssen wir die drei Punkte mitnehmen, das ist ganz klar das Ziel.“
Urs Fischer (Trainer 1. FSV Mainz 05) …
… zur Ursache für die verspielte Führung: „Weil wir das dritte Tor am Ende nicht gemacht haben. Wir hatten nach dem 2:0 das Spiel im Griff, hatten noch einen Lattenschuss und ein, zwei Aktionen, wo wir Konter nicht sauber ausspielen. Dann bekommst du ein zu einfaches Gegentor. Dann wird es nochmal heiß und wir haben leider noch ein Tor erlaubt.“
... zu den wackligen Beinen seiner Spieler nach dem Anschlusstreffer: „Wenn man etwas zu verlieren hat, ist es logisch, dass da manchmal die Knie wackeln. Es gilt, das aus dem Kopf zu bekommen. Wenn du ein solches Spiel ablieferst, musst du dich am Ende belohnen. Einen Punkt würde jeder nehmen, an der Alten Försterei Punkte mitzunehmen, ist nicht so einfach. Wenn ich den Spielverlauf sehe, dürfen wir nicht zufrieden sein.“
... zur Frage, ob er seinen Jubel unterdrückt habe: „Ich habe es überhaupt nicht unterdrückt. Das ist in etwa der Standard, wie ich jubele. Das war sehr authentisch.“
Benedict Hollerbach (Torschütze 1. FSV Mainz 05) …
… zur Frage, was Mainz mit dem Unentschieden anfangen könnte: „Wenig. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Wir müssen eigentlich unbedingt gewinnen, führen 2:0. Mein Gefühl nach dem 2:0 war, dass nicht mehr viel anbrennen kann. Dann kassieren wir ein brutal dummes Tor, vor allem vom Zeitpunkt, weil sie dann noch viel Zeit haben, das Zweite zu machen. Es tut so weh, der Sieg wäre für den Spirit und das Momentum wahnsinnig toll gewesen. Am Ende ist ein Punkt zu wenig, wenn wir größtenteils auch ein gutes Spiel machen.“
... zur fehlenden Coolness und Sicherheit in der Situation: „Scheiß auf die Situation. Wichtig ist, dass wir in solchen Momenten die Bälle nicht so leicht verlieren. Wir machen es ihnen viel zu leicht, schenken zu viele Bälle her. Mit der Kulisse fahren sie dann einen Angriff nach dem anderen. Dann ist es auch verdient, sie müssten eigentlich noch ein Tor machen. Einfach richtig dämlich von uns.“
... zu seinem ersten Bundesligator für Mainz: „Mir tut es gut. Letzten Endes ist es viel zu spät, ich habe ganz andere Ambitionen. Ich freue mich total über das Tor an alter Wirkungsstätte. Hier fällt es mir leicht. Ich hoffe, dass es für mich ein Startschuss war.“
... zu seinem ausgebliebenden Jubel: „Es war von vornherein klar, ich hatte es mir vorgenommen. Innerlich explodiere ich natürlich, aber ich habe Union sehr viel zu verdanken. Aus Anstand habe ich nicht gejubelt, aber mich natürlich trotzdem gefreut.“
Sky Experte Dietmar Hamann ...
... zur verspielten Führung von Mainz: „Hollerbach hat die Chance zum 3:0, schießt an die Latte. Wenn der reingeht, ist das Spiel wahrscheinlich entschieden. Dann haben sie richtig das Wackeln angefangen. Das ist einer der Gründe, warum sie da unten stehen. Viermal ungeschlagen unter Fischer, ein Sieg, drei Unentschieden. Wenn du da unten mit acht Punkten stehst, bringen Unentschieden dich nicht weiter. Für die Moral ist das gut, aber es waren trotzdem zwei verlorene Punkte.“
… zum Punktgewinn des FCH: „Der Abstand zu den Kölnern bleibt gleich. Sie haben jetzt sieben oder achtmal nicht gewonnen, führen zweimal und schlagen die Kölner nicht. Wen willst du dann schlagen? Das macht mir bei den Heidenheimern Sorgen.“
… zum Punktgewinn der Kölner: „Das war okay. In Heidenheim ist es nie einfach. Es ist gutgegangen, aber den Jungen von Anfang an zu bringen und El Mala draußen zu lassen, da musst du als Trainer vorsichtig sein, weil du dich angreifbar machst. Sie haben den Abstand zu Heidenheim behalten, damit können sie gut leben.“
... zum möglichen Foul gegen den HSV vorm 1:2: „Er geht zum Ball und wird ganz klar getroffen. Wenn er mit dem Ellbogen nicht getroffen wird, hat er vielleicht sogar die Chance, den Ball zu klären. Deswegen würde ich eher zu Foulspiel tendieren.“
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