Bauer zum Rückhalt der Fans: „Wird am Ende des Tages entscheidend sein“ - Rolfes fordert: „Mehr Konstanz zeichnet eine Topmannschaft aus“ - Fischer zu Amiris Ausfall: „Schon geschafft, als Mannschaft diesen Ausfall zu kompensieren“ - Hamann zu Bauers Kritik: „Weiß nicht, ob ihm das zusteht“
Unterföhring, 07.03.2026
Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 25. Spieltags der Fußball-Bundesliga bei Sky.
Pirmin Schwegler (Direktor Profifußball VfL Wolfsburg) ...
… zum Umgang mit den Aussagen von Bauer und Gerhardt: „Erstmal: Die Aussagen in der Öffentlichkeit waren nicht der richtige Rahmen. Wir sind insgesamt sehr kritisch, aber das machen wir intern. Die Dinge besprechen wir intern und wir wissen auch, dass wir definitiv Dinge zu verbessern haben, sonst würden wir nicht da stehen, wo wir stehen. Aber das machen wir intern und das war nicht der richtige Rahmen.“
… zur Aufarbeitung mit Bauer: „Sehr intensiv. Wir waren direkt am nächsten Morgen sehr lange zusammen, sind viele Runden gelaufen und stehen heute in dieser Konstellation hier, weil wir überzeugt sind, das Spiel gegen den HSV zu gewinnen.“
… zur Frage, ob es ein Endspiel für Bauer sei: „Es ist für uns ein großes, großes Spiel und ein weiteres Finale. Es geht in erster Linie nur um den Verein, nur um den VfL Wolfsburg. Wir alle stehen in der Verantwortung, auch ich. Ich bin noch nicht so lange da, aber auch ich trage Verantwortung. Wir können Dinge besser machen und haben heute die Chance, das zu zeigen. Nach dem gestrigen guten Tag für den VfL - das war ein starkes Zeichen der Fans - wir wollen heute nachlegen. Wir haben heute wirklich eine große Chance für uns alle, den Turnaround zu schaffen. Sehen Sie mir nach: Ich lege jetzt den vollen Fokus auf dieses Spiel.“
Daniel Bauer (Trainer VfL Wolfsburg) ...
… zur Bedeutung des Fan-Supports: „Extrem viel. Ich glaube, das war gestern ein sehr emotionaler Tag. Für die Mannschaft war das ein ganz, ganz tolles Zeichen. Ich bin davon überzeugt, dass uns das heute extra Energie verleihen wird. Dieser Rückhalt der Fans, den wir heute hier haben werden, wird am Ende des Tages entscheidend sein, um dieses Sechs-Punkte-Spiel für uns zu entscheiden.“
… zum Umgang mit der Endspiel-Debatte: „Meine Aufgabe als Cheftrainer des VfL ist es, ganz, ganz wichtig, Stabilität und Stärke auszustrahlen. Wir waren nach dem Stuttgart-Spiel erst mal 24 Stunden alle am Boden, mich hat die Niederlage extrem getroffen, die Mannschaft, die Fans. Wichtig ist aber, immer wieder aufzustehen und da bin ich gefragt, voranzugehen. Die Jungs haben diese Woche unglaublich gut mitgezogen. Wir haben neue Impulse gesetzt, ein paar Dinge umgestellt, weil ein Weiter-so nicht gehen konnte. Die Fans sind brutal auf den Zug mit aufgesprungen. Dementsprechend bin ich total überzeugt, dass wir zusammen heute den Turnaround schaffen.“
… zu einem möglichen Ultimatum: „Nein. Wir haben konstruktiv Gespräche geführt, natürlich auch kritisch, gar keine Frage. Ich verstehe auch, dass medial um meine Person viel passiert. Das liegt in der Natur der Sache, das ist Berufsrisiko als Cheftrainer in der Bundesliga. Aber es ging um Inhalte: Wie kriegen wir den Turnaround hin, wie kriegen wir ihn zusammen hin, welche Ideen haben wir als Trainerteam, was braucht die Mannschaft – wie kriegen wir sie wieder aufgerappelt, wie können wir ihr wieder Selbstvertrauen einhauchen. Zusammen haben wir diese Woche einen guten Weg hingelegt. Entscheidend sind jetzt die 90 Minuten, oder auch 100 Minuten, gleich auf dem Platz.“
… zu den Maßnahmen und dem Systemwechsel: „Wir wollten aus dieser Negativspirale raus. Die Mannschaft war nach dem Stuttgart-Spiel wirklich am Boden. Da haben wir überlegt: Macht ein richtiger Switch Sinn – personell, taktisch, auch ein Stück weit von der eigenen Spielidee abrücken. Denn heute geht es nicht um schönen Fußball, sondern darum, defensiv stabiler zu stehen. Deswegen haben wir uns für die Fünferkette entschieden. Es geht darum, ein Tick mehr Arbeiter in der ersten Elf zu haben. Wir haben trotzdem spannende offensive Jungs auf der Bank, sodass wir auch brutal nachlegen können. Aber wir müssen in erster Linie stabiler stehen.“
Merlin Polzin (Trainer Hamburger SV) ...
… zur Belastung der Woche: „Es waren intensive Spiele. Aber Müdigkeit spielt für uns an der Stelle der Saison und zu diesem Zeitpunkt überhaupt keine Rolle. Wir sind fit, die Jungs haben Bock, heute hier vor sehr vielen HSV-Fans Gas zu geben.“
… zu den sechs Wechseln: „Wir haben schon vor der Woche darüber gesprochen, wer für mehr Spiele in Frage kommt und wer zwischendurch vielleicht eine Pause braucht. Deshalb diese Entscheidung. Trotzdem können wir selbstbewusst sagen: Wir haben heute eine Mannschaft auf dem Platz, die brennt und die auch die Qualität hat, hier einen Sieg zu holen.“
Simon Rolfes (Geschäftsführer Sport Bayer 04 Leverkusen) ...
… zum Erfolg, weiterhin in drei Wettbewerben vertreten zu sein: „Ja, auf jeden Fall. Das hätte ich vor dem Trainerwechsel gesagt, aber auch nach dem Trainerwechsel sogar noch mehr. Uns war bewusst, dass es in der Bundesliga und in Richtung Champions League eine Reise bis zum Saisonende wird, um da reinzukommen. Es ist anders als letztes Jahr, wo sehr früh klar war, dass wir einen Champions-League-Platz haben. Dieses Jahr müssen wir darum kämpfen, das ist klar. In den anderen beiden Wettbewerben sind wir gut unterwegs, da haben wir Ziele erreicht. In der Bundesliga geht es weiter. Wir sind ein bisschen in der Verfolger-Position, und das müssen wir nutzen.“
… zur fehlenden Konstanz: „Ruhig ist es nie, die Hoffnung habe ich gar nicht. Aber natürlich: Die Champions-League-Qualifikation und mehr Konstanz zeichnen am Ende auch eine Topmannschaft aus, dass sie ein hohes Level konstant erreichen kann. Daran müssen wir arbeiten. Das hat in den letzten Wochen nicht immer gut funktioniert. Wir hatten gute Spiele, aber genauso Spiele, die man sehr kritisch sehen muss. Diese Konstanz müssen wir pushen und bis zum Saisonende dranbleiben.“
… zu Fernando Carro: „Natürlich ist er dabei und hat kein Katakomben-Verbot. Das ist kein Problem. Das sind Emotionen und das finde ich auch nicht schlimm. Wenn Sachen nicht funktionieren, können wir uns ja nicht in die Tasche lügen, dass es ein gutes Spiel war. Das haben wir alle anders gesehen. Wenn dann mal Emotionen nach dem Spiel da sind, finde ich das nicht verkehrt, das gehört dazu. Wichtig ist, dass man am nächsten Tag wieder in den Modus kommt und konstruktiv schaut: Was können wir besser machen, was müssen wir verbessern? Aber Emotionen gehören zum Fußball.“
Urs Fischer (Trainer 1. FSV Mainz 05) ...
… zum Ausfall von Nadiem Amiri: „Es ist, wie es ist. Wir können das nicht beeinflussen: Er ist verletzt und fällt aus. Ich hoffe, dass er schnellstmöglich zurückkommt. Aber wir haben schon auch gezeigt, dass wir es als Mannschaft hinbekommen, diesen Ausfall zu kompensieren. Wenn ich an das Spiel gegen Leverkusen denke, hat es die Mannschaft wirklich sehr gut gemacht.“
… zum Abstiegskampf: „Das habe ich seit dem ersten Tag gesagt: Es wird bis zum Ende eng bleiben.“
Ermedin Demirovic (VfB Stuttgart) ...
... zum Blick auf die Tabelle: „Sehr selten. Wir haben kaum Zeit dazu, wirklich darauf zu gucken. Wir wissen, wo wir stehen und dass wir eine gute Mannschaft sind. Wir wissen aber auch, dass wir Punkte einfahren müssen, damit wir oben bleiben können.“
... zur Chance auf Titel: „Wenn man guckt, was wir momentan leisten und was wir noch für Spiele vor der Brust haben, ist sehr viel möglich. Wir müssen aber locker und ruhig bleiben, weil wir auch einiges trotzdem verlieren können.“
Benjamin Henrichs (RB Leipzig) ...
... zu seinem Comeback: „Man muss gucken, wo man herkommt und was man erlebt hat. Ich war sehr lange raus, habe sehr viel durchgemacht. Ich kann mich Woche für Woche glücklich schätzen, dass ich wieder dabei bin und auf dem Platz stehen kann. Es fühlt sich gut an.“
... zum Zweikampf um einen WM-Platz mit Teamkollege Baku: „Das ist kein Problem. Ich hatte über die Jahre immer viele Konkurrenten hier in Leipzig und wir haben uns immer verstanden, das ist auch jetzt der Fall. Man kann das schon ganz gut ausblenden. Wir geben beide Gas und haben beide große Ziele. Konkurrenz hilft dabei nur.“
Manuel Baum (Trainer FC Augsburg) ...
… zum Spielprinzip „einfach halten“: „Fußball ist zwar ein komplexer Sport, aber das Ziel ist immer klar: Du musst vom Tor her denken und schauen, wie du am schnellsten in diese Richtung kommst. In der Regel gibt es einen zieloffenen Spieler, also jemanden mit offenem Fuß, ohne Gegnerdruck, der nach vorne spielen kann. Dann brauchst du einen Passempfänger. Weil wir mehrere Sprachen in der Mannschaft haben, nennen wir den Zieloffenen bei uns den Quarterback und den anderen den Receiver. Wenn jemand nach vorne spielen kann, soll er Optionen suchen, und dann selbst entscheiden, ob das eine qualitativ hochwertige Option ist, um hinten reinzukommen oder nicht.“
… zur eigenen Entwicklung: „Ich würde sagen: beides, pragmatischer und entspannter. Konzentrier dich auf die Dinge, die du beeinflussen kannst, bei den anderen kannst du eh nichts machen. Und diese Ruhe kommt auch daher, weil ich weiß: Am Schluss machen es die Spieler. Wir haben tolle Spieler. Ich gebe einen Rahmen vor, aber die machen das schon.“
… zur Entwicklung von Banks: „Das ist wie beim Schwimmen: Schwimmen lernst du nur im Wasser. Nur vom Training lernst du es nicht, er muss spielen. Dadurch sammelt er Erfahrungen. Er ist herausragend geworden, weil er diese Halbverteidiger-Position besonders interpretiert. Beim letzten Tor gegen Köln geht er vorne mit rein. Er hat als Innenverteidiger einen außergewöhnlichen Signature Move, eine Finte, die du da normalerweise nicht siehst. Und defensiv macht er es mittlerweile richtig gut, zieht auch mal ein cleveres Foul im Mittelfeld. Mit dem Jungen werden wir noch mega Spaß haben.“
… zu Ribeiro: „Das ist wirklich außergewöhnlich. Es gibt viele Beispiele, die aus einer guten Liga kommen, aber nicht Top 5, und dann eine lange Adaptionszeit brauchen. Bei ihm ist das nicht der Fall. Er hat ein super Elternhaus, sein Vater war selber Profi, er hat eine herausragende Technik, das ist für mich die Grundvoraussetzung, und er hat eine Gelassenheit. Der Verein hat es gut gemacht: sukzessive übers Training, dann ein paar Minuten. Dass er jetzt in zwei Spielen zweimal trifft, ist herausragend, aber trotzdem sollten wir den Ball flach halten, er ist noch ganz jung.“
… zu seiner Zukunft ab dem Sommer: „Wir haben die Vereinbarung getroffen, dass es im Sommer wieder in die alte Rolle zurückgeht. Unser Fokus liegt komplett darauf, dass wir erst mal den Klassenerhalt sicher machen. Alle anderen Diskussionen lenken nur ab. Ich gehe davon aus, dass ich nächstes Jahr wieder in die Rolle zurückkomme, weil der Verein und Michael Ströll es geschafft haben, gute Leute zusammenzuholen, denen es um die Sache geht und die den Verein weiterentwickeln. Mir persönlich ist die Funktion eigentlich egal, Hauptsache, wir können in dieser Konstellation zusammenarbeiten.“
Wouter Burger (TSG 1899 Hoffenheim) ...
... zur Frage, ob das Team im Kampf um die Champions League nervöser werde: „Natürlich nicht. Wir haben das Gefühl, dass wir reagieren müssen auf die letzten zwei Wochen. Da ist nicht mehr Nervosität drin. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, die Mannschaft hat eine sehr gute Trainingswoche gezeigt. Wir haben einfach wieder Bock, Fußball zu spielen.“
... zur Krankheit von Trainer Ilzer: „Er war eigentlich die ganze Woche da, nur gestern war er nicht da. Wir sind gut vorbereitet, haben nicht nur Chris, aber er ist natürlich wichtig für die Mannschaft.“
Sky Experte Dietmar Hamann ...
... zur Bedeutung des Spiels Wolfsburg-Hamburg: „Wenn Hamburg das Spiel gewinnt, sind sie aus dem Gröbsten raus. Das ist ein Finale für die Hamburger, um einen großen Schritt zu machen. Die Wolfsburger müssen das Spiel fast schon gewinnen. Der Trainer ist unter Druck und dir gehen irgendwann die Spiele aus.“
… zum Kampf um die Champions League: „Leverkusen hat die zwei Champions-League-Spiele und den Pokal, die würde ich mal rausnehmen. Ich glaube, dass die Leipziger es packen.“
… zu Bauers Kritik vergangene Woche: „Ich weiß nicht, ob ihm das zusteht. Du darfst nicht mit dem Finger auf die anderen zeigen, sondern musst es selbst machen. Er ist mit dafür verantwortlich, natürlich aber nicht für alles. Er hat vor der Winterpause drei, vier Spiele bekommen, hat es gut gemacht und sie haben ihm den Job gegeben. Sich drei Monate später hinzustellen und zu sagen, dass die Atmosphäre im Verein nicht bundesligatauglich sei – dann hätte er den Job nicht nehmen sollen.“
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