DEB-Sportdirektor Künast zur WM-Absage „Das ist die vernünftigste Lösung!“
Bonn, 30.12.2021
Im MagentaSport-Interview erläutert Christian Künast, als DEB-Sportdirektor in Kanada dabei, seine Eindrücke zur Absage der U20 WM in Edmonton wenige Stunden vor dem Spiel der deutschen Auswahl gegen den Gastgeber. Nach den USA mussten sich auch Tschechien und Russland nach Corona-Infektionen in Quarantäne begeben. Der Internationale Eishockey Verband (IIHF) hatte mit Rücksicht auf die Gesundheit der Teilnehmer das gesamte Turnier vor dem 3.Gruppenspieltag abgesagt.
„Ereignisse haben sich überschlagen“
Reporter Patrick Ehelechner im Gespräch mit Christian Künast zur Entwicklung, die am Donnerstagmorgen mit einem Austausch in einem Medizinischen Arbeitskreis begann: „Heute Morgen waren wir noch alle besorgt, bis heute Nachmittag haben sich die Ereignisse überschlagen.“
„Das ist die vernünftigste Lösung“
Wie Christian Künast die Absage sieht: „Das ist die vernünftigste Lösung. Die oberste Priorität muss sein, dass alle Spieler gesund bleiben.“ Künast sagt über die Austragung vor dem Hintergrund der Corona-Lage durch neue Erreger auch: „Es war richtig, dass wir´s probiert haben.“ Man habe aus deutscher Sicht alles getan, um sich nach den Erfahrungen im letzten Jahr zu schützen. Damals waren 9 deutsche Spieler Corona-bedingt ausgefallen. „Das Setup für Deutschland war überragend“, sagt Christian Künast zu den diesjährigen Vorkehrungen und unterstreicht: „Bei uns sind alle gesund.“
„Die ganze Arbeit von einem Jahr ist jetzt weg!“
Wie die Mannschaft und alle Beteiligten mit der Absage umgehen: „Die Enttäuschung war riesengroß. Für die Mannschaft war es ein Schlag ins Gesicht“, berichtet der DEB-Sportdirektor von dem Moment, als er dem gesamtem Team die Nachricht übermittelte: „Wenn man dann in die Gesichter schauen muss - das tut einfach weh.“ Neben den Spielern, die aus Altersgründen nicht mehr bei einer U20 WM teilnehmen können, sei die Enttäuschung insbesondere bei Bundestrainer Tobias Abstreiter groß: „Das tut ihm einfach weh. Die ganze Arbeit von einem Jahr ist jetzt weg!“ Die Mannschaft habe sich gefunden, einen starken Auftritt gezeigt und hohe Ambitionen verfolgt. Christian Künast hat die Hoffnung, dass die Spieler auch aus dieser Erfahrung gestärkt hervorgehen. „Nehmt die Nationalhymne nach dem Tschechien-Spiel mit“ habe Künast den Akteuren geraten. Die Partie hatte Deutschland mit 2:1 in der Overtime gewonnen.
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