23.10.2021
Fußball

Die 3. Liga Live bei MagentaSport – 13. Spieltag: Magdeburg baut Spitze aus, Saarbrücken gegen TSV 1860 München 1:1

Erst Hektik auf dem Platz, dann duellierten sich Köllner und Koschinat: „Das ist Blödsinn!“

Bonn, 23.10.2021

Der 1. FC Magdeburg bleibt auf Aufstiegskurs! 1:0 gegen Viktoria Berlin, der Vorsprung auf den Zweiten Saarbrücken beträgt 7 Punkte. Magdeburgs Titz kritisierte die schlechte Chancenauswertung und meinte mit Blick auf die Tabellenführung: „Wir wissen, dass das momentan ein Ergebnis von vielen Spielen, in denen wir viel investiert haben, ist. Da ist das nicht immer ratsam, den Blick auf die Tabelle zu lenken.“ Die Saarländer kamen in einem hitzigen Spiel zu einem 1:1 gegen den TSV 1860 München. Saarbrückens Ausgleich resultierte aus einem Elfmeter. Danach duellierten sich die Trainer. Sechzig-Trainer Michael Köllner befand: „Saarbrücken ist durch ein Geschenk vom Schiri zum 1:1 gekommen.“ Saarbrückens Trainer Uwe Koschinat erklärte: „Hier von einer Schiedsrichterentscheidung zu sprechen, die das Spiel klar für uns begünstigt hätte, das ist Blödsinn.“ Mannheim verpasste beim 1:1 gegen Zwickau den Sprung auf einen Aufstiegsplatz. Für viel Furore sorgt die Kritik am Sportlichen Leiter Jochen Kientz, der eine Mannschaftsfeier organisiert haben soll, bei der es dann zu vermehrten Corona-Infektionen der Mannheimer Spieler gekommen sein soll. Stimmt nicht, sagt Kientz bei MagentaSport, der den Fokus wieder aufs Sportliche gelegt sehen will: „Für mich ist es wichtig, dass die Mannschaft erfolgreich ist und was mit mir dann ist, ist auch scheißegal.

Nachfolgend die wichtigsten der Samstagsspiele – bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport benennen. Morgen empfängt Borussia Dortmund II die Viktoria aus Köln (ab 12.45 Uhr) und der TSV Havelse tritt zum Derby gegen Eintracht Braunschweig an (ab 13.45 Uhr) – live bei MagentaSport. Am Montag das Top-Spiel: MSV Duisburg gegen 1. FC Kaiserslautern, live ab 18.45 Uhr bei MagentaSport. Reporter Thomas Wagner hat zuvor Lauterns Trainer Marco Antwerpen interviert – hier das Gespräch: 

1. FC Saarbrücken – TSV 1860 München 1:1

Sowohl während des Spiels als auch nach Abpfiff gab es mehrere Wortgefechte zwischen den beiden Mannschaften. Auch zwischen den Trainern kam es zu Meinungsverschiedenheiten zur Elfmetersituation für den FCS, so Saarbrückens Trainer Uwe Koschinat: „Michael Köllner hat heute nach dem Spiel relativ viele exklusive Meinungen für sich geäußert… Das klären wir aber unter Trainern. Es ist unnötig gewesen und aus meiner Sicht gab es heute viele strittige Situationen im gegnerischen Strafraum, bei denen wir aber nicht versucht haben, irgendwas zu schinden. Deswegen glaube ich, hier von einer Schiedsrichterentscheidung zu sprechen, die das Spiel klar für uns begünstigt hätte, das ist Blödsinn.“ 

Zum Spiel sagte er: „Ganz sicher hatte das Spiel heute unterschiedliche Phasen. Wir haben nach beiden Anpfiffen eine enorme Dominanz ausgestrahlt und hatten eine sehr gute Struktur im Spiel gehabt. Aber wir dürfen auch nicht verhehlen, dass wir in einer sehr langen Phase in der 1. Halbzeit hinterhergelaufen sind… Ich finde aber, diese Energieleistung, die die Mannschaft heute auf den Platz gebracht hat, hätte einen Sieg verdient. Am Ende kann es keine 2 Meinungen geben. 1860 ist von einer Verlegenheit in die andere getaumelt und deswegen ist es natürlich sehr schade, dass wir so viel Aufwand am Ende nicht mit 3 Punkten belohnen konnten.“ 

Keeper Daniel Batz über das Unentschieden: „Wenn man nach Rückstand gegen so eine gute Mannschaft noch einen Punkt holt, dann geht das auch in Ordnung, obwohl wir am Schluss noch die Chance auf das 2:1 hatten. Das Remis ist schon gerecht.“

 

Die Löwen sind mit dem Unentschieden nun 7 Spiele in Folge ohne Sieg. 1860-Trainer Michael Köllner sagte: „Es war ein gutes Spiel von meiner Mannschaft. Wir haben einen sehr guten Auftritt hingelegt… Haben dann gute Chancen auf das 2:0 und machen es nicht. Ich habe mir auch den Elfmeter angeschaut und das war keiner. Saarbrücken ist dann durch ein Geschenk vom Schiri zum 1:1 gekommen… Wir hatten absolute Kontrolle gehabt und das ist dann auch am Ende das, was für uns zählt. Wir haben ein Super-Spiel gemacht, aber es fehlen noch kleine Nuancen für die Siege und in den nächsten Wochen werden wir uns dafür belohnen.“

Merveille Biankadi, Torschütze zum 1:0, war nach dem Spiel angefressen: „Ich kann die ganzen Remis ehrlicherweise nicht mehr sehen. Natürlich kann man hier Unentschieden spielen, aber in der Menge sind das zu viele… Aber es hilft ja nichts. Wir stehen spätestens morgen auf und wollen am Samstag endlich wieder einen Dreier holen.“

 

1. FC Magdeburg – Viktoria Berlin 1:0

Der 1. FC Magdeburg gewinnt das 3. Spiel in Folge und festigt weiter die Tabellenspitze. Trainer Christian Titz: „Das war natürlich toll, wie die Zuschauer ihre Mannschaft über das gesamte Spiel unterstützt haben… Grundsätzlich bin ich zufrieden, weil wir zu 0 gespielt haben, aber in der 1. Halbzeit haben wir es verpasst, das Spiel zu entscheiden.“ Über das komfortable Polster von 7 Punkten auf Platz 2: „Es ist jetzt nicht so, dass uns das nicht freut. Wir sind froh darüber, dass momentan so ein Abstand auf die anderen Mannschaften da ist, aber wir wissen, dass das momentan ein Ergebnis von vielen Spielen, in denen wir viel investiert haben, ist. Da ist das nicht immer ratsam, den Blick auf die Tabelle zu lenken.“ 

Siegtorschütze Connor Krempicki: „Mir fehlen ein bisschen die Worte, aber dass das Spiel 1:0 ausgeht, das darfst du keinem erzählen. Ich bin sprachlos. Keine Ahnung… Eigentlich müsste es 4:2 für uns ausgehen oder so. Keinen Plan. Ein paar Tore hätten schon fallen dürfen.“

Die Viktoria holte aus den letzten 5 Spielen lediglich einen Punkt und verliert den Anschluss an Magdeburg. Trainer Benedetto Muzzicato: „Am Ende hat die cleverere Mannschaft gewonnen. Die haben mit der 1. Chance die Weichen gestellt und es dann gut gemacht… In der 2. Halbzeit müssen wir es dann drehen, aber die Jungs belohnen sich nicht. Für die Art und Weise, wie die hier in diesem Stadion aufgetreten sind, kann ich niemanden kritisieren. Uns fehlt im Moment die Qualität, Spiele zu Ende zu bringen.“

 

SV Waldhof Mannheim – FSV Zwickau 1:1

Der SV Waldhof Mannheim verspielt gegen Zwickau 2 Punkte. Mannheims Trainer Patrick Glöckner: „Es war von uns eine hervorragende Leistung auch unabhängig von der Situation. Wir haben uns sehr viele Chancen erarbeitet… Wir hatten 2 Lattentreffer und 4, 5 Großchancen. Entsprechend bin ich froh, dass meine Mannschaft das so gut angenommen und umgesetzt hat… Ich kann den Jungs heute überhaupt nichts vorwerfen. Jeder hat sich aufgeopfert… Man sieht einfach, dass wir als Team zusammen funktionieren.“

Der FSV Zwickau ist nun seit 6 Spielen ungeschlagen. Trainer Joe Enochs: „Hier ist es natürlich nicht einfach, zu bestehen. Hier ein Unentschieden zu holen, ist für mich alle Achtung wert… Nach dem 0:1 wieder zurückzukommen ist schon aller Ehren wert. Das ist eine richtig gute Mentalität, die die Mannschaft besitzt und da sind wir stolz drauf.“ 

Dominic Baumann fasste die Partie so zusammen: „Das war ein Spiel, bei dem wir aus einer Chance ein Tor machen müssen und das haben wir geschafft.“

 

Mannheims Unruhe abseits des Platzes – steht Kientz auf der Kippe?

Mannheims Sportlicher Leiter Jochen Kientz über die angeordnete Quarantäne für 17 Spieler des SV Waldhof, die sich angeblich bei einem Mannschaftsabend infiziert hatten. Die Berichte, was passierte, gehen weit auseinander. Kientz sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt: „Es geht hier in 1. Linie um die Betroffen und dass alle keinen schweren Verlauf hatten… Es bringt hier nichts, Schuldzuweisungen auszusprechen. Wir müssen schauen, was haben wir richtig gemacht und was haben wir falsch gemacht. Es ist passiert, wie es passiert ist. Leider haben wir diesen Schutz durch die Schnelltests nicht erkannt. Deswegen ist auch diese hohe Anzahl mit Infizierten rausgekommen.“ 

Als Ursprung wurde eine Mannschaftsfeier genannt, die Jochen Kientz initiiert hatte: „Ja, die habe ich initiiert, aufgrund der Tatsache, dass ich Geburtstag hatte. Es war aber kein Mannschaftsabend. Es war mittags um 15 Uhr, damit wir alleine sind und es war auch nur ein Kellner… Ich bin da auch sehr streng, weil ich familiär selbst schwer betroffen war. Deswegen bin ich da sehr strikt und habe es in meinem Arbeitsbereich alles so gemacht, wie es sich auch gehört.“ 

Ob er sich manchmal im Verein auch alleine gelassen fühlt, weil ein Schuldiger gesucht wird und er dazu gehört: „Für mich ist es wichtig, dass die Mannschaft erfolgreich ist und was mit mir dann ist, ist auch scheißegal. Es geht um meine Jungs, um unsere Mannschaft und das wir erfolgreich sind. Um nichts anderes.“

 

SV Wehen Wiesbaden – SV Meppen 3:4

Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm: „Das war zu wenig, eindeutig. Ich glaube, wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir hatten in der 1. Halbzeit alles unter Kontrolle. Haben das 1:0 gemacht und sind dann aus der Spur gekommen. Wir haben zwar 3 Tore gemacht, aber das bedeutet auch, wir haben hinten ganz, ganz schlecht verteidigt heute.“

Meppens Trainer Rico Schmitt: „Fantastisch. Das war ein gutes Comeback. Das sah am Anfang ja nicht so aus. Wir waren unstrukturiert und geraten verdient in Rückstand. Aber dann war es ein sehr gutes Comeback meiner Mannschaft… Ich freue mich ganz doll für die Jungs.“ 

Serhat Koruk nach dem Auswärtssieg: „Das wird eine coole Rückfahrt. Wir werden auf jeden Fall das ein oder andere Lied hören und ein bisschen feiern natürlich.“ Bier trinkt er aber nicht: „Nein, das nicht. Ich trinke keinen Alkohol, aber die Jungs hauen sich sicherlich den ein oder anderen rein.“

 

Würzburger Kickers – Türkgücü München 2:1

Erster Dreier unter dem neuen Trainer Danny Schwarz - sie sind nicht mehr Vorletzter. Würzburgs Trainer Danny Schwarz hatte einen besonderen Grund zur Freude: „Für mich war´s der erste Sieg als Profi-Trainer. Und auch für die Spieler, das hat man ja gerade am Ende gesehen, wie wichtig der erste Heimdreier für die Mannschaft war. Allen ist ein Stein – wie sagt man – vom Herzen gefallen…Die 1. Halbzeit war das Fußballerische gefragt, da hätte ich mir sogar noch mehr Mut gewünscht. Aber das hat schon richtig gut ausgesehen. In der 2. Halbzeit hat die Mannschaft auch ihren Team-Spirit, ihren Kampfgeist gezeigt.“

Würzburgs Tobias Kraulich, der das 2:0 erzielte: „Man hat´s auch schon der 1, Halbzeit gesehen, das wir Fußball spielen wollen. Aber ich denke insgesamt einen sehr, sehr ordentliches Spiel von uns. Ein verdienter Sieg für uns.“ 

Über den Fußball unter dem neuen Trainer Danny Schwarz: „Dass wir mutiger sind, dass wir mit mehr Selbstvertrauen Fußball spielen, wie man gesehen hat.“

Türkgücüs Trainer Peter Hyballa: „Wenn du die Tore analysierst, sind es wieder nur Standards. Wir blocken nicht, gehen gar nicht mit hoch – das ist einfach nicht gut verteidigt. …Ich fand’s einfach nicht gut genug. Wir trainieren das 100. Mal….Würzburgs Sieg war total verdient.“

 

SC Freiburg II – SC Verl 3:2

Zwei Teams, die für viele Tore gut sind, auch für viel Gegentore. Wichtiger Erfolg für den Aufsteiger, Verl als Vierzehnter rutscht dagegen immer weiter unten rein. 

„Das tut sehr gut. Das war eine geile 1. Halbzeit von uns“, fand Freiburgs Talent Yannik Engelhardt, der erstmals traf: „Das hat mich sehr gefreut, weil in den letzten Wochen der eine oder andere Ball von mir nicht reingegangen ist – das war in jedem Fall ein besonderer Moment für mich.“

Verls Trainer Guerino Capretti murrte: „Wir haben eine katastrophale 1. Halbzeit gespielt. Wir wollten kompakt auftreten. Wir waren eher passiv, wir haben Freiburg viel zu viel Platz gegeben. Es ist im Moment nicht gut, wie wir verteidigen, wie wir die Standards verteidigen. In der 2. Halbzeit habe ich gesagt, dass die Jungs alles nach vorne werfen sollen.“ 

Capretti bekam wegen seines Gebarens an der Außenlinie auch Gelb: „Ich war einfach enttäuscht.“  

 

Fußball LIVE bei MagentaSport

Der 13. Spieltag 

Sonntag, 24.10.2021

Ab 12.45 Uhr: BVB II – Viktoria Köln

Ab 13.45 Uhr: TSV Havelse – Eintracht Braunschweig

Montag, 25.10.2021

Ab 18.45 Uhr: MSV Duisburg – 1. Kaiserslautern

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