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Eishockey

„Dann fangen die Köpfe an zu hängen“: DEB-Team fällt gegen die Schweiz „völlig auseinander“ – USA-Spiel am Mittwoch wird zur „maximalen Herausforderung“

Bundestrainer Harold Kreis
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Bundestrainer Harold Kreis

Bonn, 19.05.2026

Historisches 1:6-Debakel gegen die Schweiz! Auf den laut MagentaSport-Experte Rick Goldmann, „besten WM-Auftritt der deutschen Mannschaft in den ersten 25 Minuten“ folgt eine gnadenlose Demontage durch WM-Gastgeber und -Mitfavorit Schweiz: Im 2. Drittel deklassieren die Eidgenossen ein völlig indisponiertes DEB-Team mit 5:0. Die höchste Niederlage gegen die Schweiz seit 1937 bedeutet die 3. Pleite im 3. WM-Spiel – das Ziel Viertelfinale rückt in weite Ferne. Deutschlands NHL-Starverteidiger Moritz Seider hadert vor allem mit dem Zustandekommen des 0:1: „Du triffst im gleichen Wechsel den Pfosten. Dann klingelt es hinten und dann fangen die Köpfe an zu hängen. Das Rad fängt an zu rollen. Das geht einfach nicht! Wir sind professionell genug, um das hinter uns zu lassen, um am Ende des Tages zurück in die Spur zu finden.“ Bundestrainer Harold Kreis muss konstatieren, „dass die Schweizer unsere Fehler besser bestraft haben als wir ihre. Irgendwie ist mit jedem weiteren Wechsel die Verunsicherung gestiegen. Sie haben dann auch den Druck erhöht. Ich habe das Gefühl, sie haben das ein bisschen gespürt und somit auch umgesetzt.“

 

Am Mittwoch steht der Kracher gegen Olympiasieger USA auf dem Programm (live ab 19.30 Uhr bei MagentaSport und MagentaTV) – ein Must-Win-Game für die Zielsetzung Viertelfinale! Moritz Seider gibt die Marschrichtung klar vor: „Drei Punkte holen, endlich die ersten Punkte einzusammeln! Den Start einfach wieder forcieren. Da haben wir heute sehr, sehr ordentlich ausgesehen. Da müssen wir weiterkämpfen.“ Für DEB-Sportvorstand Christian Künast ist das Spiel gegen die USA „eine maximale Herausforderung“:  „Die USA ist der Fels, der vor einem steht und den du wegräumen musst, wenn du noch was reißen willst!“

 

Ganz anders sieht die Welt bei den Schweizern aus, die alle ihre drei bisherigen Spiele gewonnen haben – gegen die USA (3:1), Lettland (4:2) und nun auch gegen Deutschland. Roman Josi, Torschütze zum 5:0 war ob der Tor-Lawine im 2. Drittel selbst ein wenig überrascht: „Es war sicher kein 5:0-Spiel nach zwei Dritteln. Wir haben natürlich auch ein bisschen Glück gehabt, dass wir die Tore gleich gemacht haben. Das war sehr wichtig für uns!“

 

Nachfolgend Clips und Stimmen zum dritten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Gastgeber Schweiz bei der Eishockey-WM. Bei Verwendung bitte MagentaSport als Quelle angeben. Am Mittwoch ab 19.30 Uhr steht für Deutschland das Duell mit Titelverteidiger USA an – ab 19.30 Uhr live bei MagentaSport und MagentaTV. Bereits am Dienstag ab 16.00 Uhr trifft Lettland auf Österreich – ebenfalls live im Programm. Und schon um 07.00 Uhr am Dienstagmorgen gibt‘s Folge 4 des Podcasts „WM Spezial – Eishockey-Show“ mit einer ausführlichen Analyse des Spiels gegen die Schweiz.

 

Deutschland – Schweiz 1:6

 

Debakel für das DEB-Team! Nach starker erster Hälfte fällt Deutschland im 2. Drittel komplett auseinander. Die Schweizer treffen fünfmal mit sieben Torschüssen, zaubern sich in einen Rausch und entscheiden die Partie. Frederik Tiffels gelingt in seinem 100. Länderspiel immerhin der Ehrentreffer, womit die Einstellung des Negativrekords der höchsten Pleite gegen die Schweiz aus dem Jahr 1937 ausbleibt. Trotzdem steht Deutschland auch nach dem dritten Gruppenspiel weiter ohne Punkte da. 

 

Harold Kreis, Bundestrainer: „Die Schweizer haben unsere Fehler besser bestraft als wir ihre. Es war ein ausgeglichenes 1. Drittel. Wir sind läuferisch und körperlich gut unterwegs gewesen, gehen mit einem 0:0 aus dem 1. Drittel. Ab der 6. Minute im 2. Drittel fiel das erste Tor für die Schweiz durch einen Pass in Überzahl, der zu einem Konter geführt hat. Irgendwie ist mit jedem weiteren Wechsel die Verunsicherung gestiegen. Sie haben dann auch den Druck erhöht. Ich habe das Gefühl, sie haben das ein bisschen gespürt und somit auch umgesetzt. Dann sind wir im 2. Drittel wirklich unter die Räder gekommen. Wir haben uns vorgenommen: a) im letzten Drittel keine Strafzeiten – das ist uns nicht ganz gelungen. Aber auch Unentschieden zu spielen – weil das auch die Leistung ist, die wir ins nächste Spiel nehmen wollen.“

… ob er überrascht war, dass man nach dem 1. Gegentor im 2. Drittel den Faden verloren hat: „Im 2. Drittel, als Kai [Wissmann, Anm.d.Red.] hinfällt. Das hat mit Faden verlieren nichts zu tun. Da flutscht ihm die Scheibe weg, er fällt hin und das nutzen die Schweizer. Wir sind dann durch diese schnelle Anreihung an Toren ein bisschen aus dem Gleichgewicht gekommen. Dann gab es diese Timeouts, als sich die Mannschaft doch ein bisschen beruhigt hat.“

… über nur 2 Tore in 3 Spielen: „Das ist frustrierend. Bitter ist auch ein Begriff, den man benutzen kann. Aber es ist frustrierend. Da wird in die Vorbereitung viel Zeit und Arbeit investiert. Die Spieler haben auch den Umsetzungswillen. Aber, ganz bestimmt, nur zwei Tore 5-gegen-5 und keins in Überzahl – das tut weh!“

… wie zufrieden er mit dem letzten Drittel war: „Das haben wir thematisiert. Wir haben gesagt, dass wir das, was wir im letzten Drittel gemacht haben, ins Spiel gegen die Amerikaner mitnehmen. Wir wollen zu Null spielen. Es ging 1:1 aus, also Unentschieden. […] Zumindest irgendwas, woran wir uns festhalten werden.“

… wie er die Mannschaft in der Kabine aufbauen wird: „Wir haben auch schon in der Drittelpause gesagt: Leute, das was da auf der Anzeigetafel steht, ist nicht gut. Aber wie wir damit umgehen, wie wir reagieren, ist jetzt entscheidend. Das wird auch für das Spiel gegen die USA entscheidend sein.“

Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=dzRZNngwRFViRTFGN25JUWJLakFvQUtZclBIQ1J0aG04blp4L1dQdHNlQT0=

 

Christian Künast, Vorstand Sport DEB: „Für mich war der Knackpunkt in Überzahl den Pfosten zu treffen und im Gegenzug das 0:1 zu bekommen. Dann sind wir tatsächlich auseinandergebrochen. Dann war das 2:0 da. Dann haben wir gemerkt, dass der Schläger schwer wird. So ist es im Sport. Das ist natürlich keine einfache Erklärung. Nichtsdestotrotz geht es weiter. Im Moment ist es bitter. Aber jetzt heißt es: Mund abwischen, aufstehen und weitermachen.“

… warum es die Mannschaft nicht geschafft hat, sich gegen das Debakel zu stemmen: „Der Start war gut. Das 1. Drittel war gut. Was kommt dann dazu? Man versucht, sich dagegen zu stemmen. Das haben sie auch getan. Da kann man keinem einen Vorwurf machen. Aber die Sache ist, dass du auf sehr, sehr gute Schweizer triffst, die immer mehr Selbstvertrauen aufbauen und wir verlieren immer mehr. Dann war es wirklich ein Klassenunterschied und dass sie auch in dieser Höhe verdient gewonnen haben.“

... über das Debakel gegen die Schweiz: „Es ist die Schweiz, es tut weh! Mir persönlich tut es auch weh! […] Aber am Ende ist es so, dass die Schweiz eine der drei besten Nationen auf diesem Level in der Welt ist. Sie haben uns was voraus. Sie haben uns in den letzten Jahren auch was gestohlen, wo wir eigentlich immer waren. In den letzten elf WM-Spielen gegen die Schweiz haben wir zwei oder dreimal gewonnen. Das sagt eigentlich sehr viel.“

… über das Spiel gegen die USA als maximale Herausforderung: „Es ist auf alle Fälle eine maximale Herausforderung! Ich glaube nicht für die Teamchemie. Die Teamchemie, auch wenn sich das blöd anhört, die stimmt. Die halten zusammen. Die versuchen es zusammen. Auch der Coaching Staff. Die haben heute Nacht drei Stunden geschlafen. Die tun alles! Aber natürlich ist das eine Herausforderung. Die USA ist der Fels, der vor einem steht und den du wegräumen musst, wenn du noch was reißen willst!“

Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=cGdPczhYb2dmN21Kc2ZKOVFobWJDRXM4bUZIUDl6cU9xcW1sN3k0VkhoQT0=

 

Moritz Seider, Spieler Deutschland: „Wir haben das alle gesehen: Im 2. Drittel sind wir völlig auseinandergefallen. Dann kommt so ein Spielstand zustande.“

… über die Wirkung des 0:1: „Du triffst im gleichen Wechsel den Pfosten. Dann klingelt es hinten und dann fangen die Köpfe an zu hängen. Das Rad fängt an zu rollen. Das geht einfach nicht! Wir sind professionell genug, um das hinter uns zu lassen, um am Ende des Tages zurück in die Spur zu finden.“

… was man im nächsten Spiel besser machen muss: „Drei Punkte holen, endlich die ersten Punkte einzusammeln. Den Start einfach wieder zu forcieren: Da haben wir heute sehr, sehr ordentlich ausgesehen. Da müssen wir weiterkämpfen.“

Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=SlVTYUZ6ZTF5eFZERHBuNUdhdFRBc2VJRHpSNnNhdjZnaFpCTGJUOEw3ND0=

 

Jonas Stettmer, Deutschlands Torhüter, über sein Nationalmannschaftsdebüt: „Das ist eine große Ehre für mich, für eine Nationalmannschaft im Tor zu stehen. Natürlich habe ich mir mein Debüt anders vorgestellt. Die Schweiz hat gutes Eishockey gespielt. Wir haben ein bisschen den Faden verloren. Sie haben ihre Chancen genutzt. Schwieriges Spiel! Ich bin aktuell einfach enttäuscht. Ich hätte noch ein paar Dinger mehr halten können, dass ich die Jungs besser im Spiel halte. Im Endeffekt ist es jetzt ein 1:6.“

… zum 2. Drittel: „Das erste Tor war in unserer Überzahl. Da haben sie einen guten Konter ausgespielt. Das nächste ist ein Scheibenverlust vor dem Tor. So schnell zwei Gegentore zu bekommen ist natürlich hart. Davon haben wir uns erstmal nicht erholt und dann ging es leider dahin.“

… wie bitter der Start bei der WM ist: „Jeder hat sich einen anderen Start erhofft! Nichtsdestotrotz haben wir noch genug Spiele, um es ins Viertelfinale zu schaffen. Ich glaube ganz fest an die Mannschaft. Ich glaube an jeden Einzelnen, dass wir noch die Chance haben, weiterzukommen. Den Glauben gilt es aufrechtzuerhalten und jetzt morgen den Tag zu analysieren, regenerieren und dann weiterzukämpfen.“

Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=QjcycEwzVit2ZDJGUTNIaXFmd0MxNXhDWk1kSHZKNFFpeHlGZmVhcjJNaz0=

 

Eric Mik, Spieler Deutschland, kurz nach Ende des 2. Drittels über das 0:5-Debakel: „Die Dinge, die wir im 1. Drittel richtig gemacht haben, haben wir da falsch gemacht. Wir haben zu leicht die Chancen hergegeben, aus unseren eigenen Chancen kein Kapital geschlagen. Vor jedem Tor hatten wir gefühlt eine Großchance, die wir nicht genutzt haben. Da waren die Schweizer eiskalt und wir sind nicht gefährlich genug.“

Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=a05uYnhqUGprWld3ZVFIeW1sNGw4L2NpMDVka2lNYUJGQ0RiTUU4MzNFaz0=

 

Roman Josi, Schweizer Torschütze zum 5:0, über die Gründe für den Sieg: „Die paar Minuten im 2. Drittel, wo wir schnell drei Tore geschossen haben, waren sehr wichtig für uns. Es war ein sehr hartes Spiel, sehr ausgeglichen – bis wir die Tore schießen konnten. Wir wussten, dass es schwierig wird. Es war sicher kein 5:0-Spiel nach zwei Dritteln. Wir haben natürlich auch ein bisschen Glück gehabt, dass wir die Tore gleich gemacht haben. Das war sehr wichtig für uns!“

… ob er überrascht war, dass Deutschland im 2. Drittel so auseinandergefallen ist: „Wir haben unsere Chancen im 2. Drittel sehr gut genutzt und die Tore gemacht. Es war ein hartes Spiel, auch im 1. Drittel. Es war sehr physisch. Du hast nicht viel Platz gehabt. Für uns ist es schon wichtig gewesen, dass wir schnell drei Tore geschossen haben. Dann mussten sie ein bisschen aufmachen.“

Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=bzYrdDVPdFNkMEQzY0h0NnErQ0RpdGJodXlKdGtlMlg4ZGV4bUh4Wm1SWT0=

 

 

Eishockey live bei MagentaSport und MagentaTV

 

Eishockey-WM 2026 | Gruppenphase

 

Dienstag, 19.05.2026

ab 16.00 Uhr: Lettland – Österreich

 

Mittwoch, 20.05.2026

ab 19.30 Uhr: Deutschland – USA

 

Donnerstag, 21.05.2026

ab 16.00 Uhr: Lettland – Finnland

 

Freitag, 22.05.2026

ab 15.30 Uhr: Deutschland – Ungarn

 

Samstag, 23.05.2026

ab 19.30 Uhr: Deutschland – Österreich

 

Sonntag, 24.05.2026

ab 20.00 Uhr: Österreich – Finnland

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