Fußball

SCF-Coach Schuster nach Viertelfinal-Einzug emotional: „Da fehlen schon ein bisschen die Worte“

Hoeneß blickt nach Europa-Aus auf Pokal und Bundesliga: „Noch einiges, worum es sich lohnt, richtig zu kämpfen“ - Auch Mainz mit da Costa erreicht Viertelfinale im Europapokal: „Das hat man nicht so häufig“ - RTL-Experte Matthäus zu Stuttgart: „Dem VfB kann man keinen Vorwurf machen“

Köln, 19.03.2026

Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus den Partien SC Freiburg gegen KRC Genk (5:1) und FC Porto gegen VfB Stuttgart (2:0) im Achtelfinal-Rückspiel der UEFA Europa League sowie 1. FSV Mainz 05 gegen SK Sigma Olmütz (2:0) im Achtelfinal-Rückspiel der UEFA Conference League. Die Stimmen sind frei zur Verwendung mit Hinweis auf die UEFA Europa League bzw. die UEFA Conference League live bei RTL.

 

Sebastian Hoeneß (Trainer VfB Stuttgart) ...

… zum Spielverlauf: „Ich will meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Ich glaube, wir machen ein Riesenspiel hier. Sehr viele Dinge sind aufgegangen, die wir uns vorgenommen haben. Wir kommen gut ins Spiel, haben direkt zwei richtig gute Chancen, um in Führung zu gehen. Wir haben das Spiel komplett im Griff, zumindest hat es sich so angefühlt. Und dann steht es auf einmal 0:1. Das war schon komisch. Trotzdem haben wir weiter druckvoll gespielt. In der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel komplett im Griff. Das Einzige, was gefehlt hat, und das ist natürlich entscheidend in einem Fußballspiel, sind die Tore. Wir hatten sehr viele Hereingaben, viele Flanken, aber auch Abschlüsse. Da muss man einfach auch mal den Hut ziehen vor dem gegnerischen Torwart, der heute der absolut beste Mann auf dem Platz war.“

… zur fehlenden Effizienz: „Ich bin ein bisschen sprachlos, weil ich nicht so viel habe, was ich jetzt anmahnen könnte. Die Jungs haben ein Riesenspiel gemacht, haben ihr Herz in die Hand genommen von der ersten Minute an, wollten das Ding drehen. Was wir uns vorwerfen lassen müssen, ist klar, dass wir vorne nicht effizient genug waren. Wir hatten auch noch wirklich zwei, drei gute Umschaltsituationen, in denen wir nicht die richtige Entscheidung treffen. Es lag genug da, um das Spiel noch zu drehen oder zumindest eine Verlängerung zu bekommen. Gratulation an Porto. Sie waren über die zwei Spiele einfach abgezockter als wir. Das müssen wir leider so anerkennen. Aktuell ist es natürlich bitter, weil wir uns schon viel ausgemalt hatten für den Wettbewerb und drinbleiben wollten.“

… zu den Lehren für den Saisonendspurt: „Ein Part sind sicher diese 15 Minuten aus dem Hinspiel, in denen du den Kopf verlierst. Da haben wir innerhalb von 15 Minuten viele Bälle verloren, Struktur verloren, einen haarsträubenden Fehlpass gespielt, der direkt zum Gegentor geführt hat. Dann wird es schwierig auf dem Level. Gerade nach dem ersten Gegentor müssen wir mehr Ruhe reinbringen, uns erst mal wieder sammeln, strukturiert bleiben und uns dann peu a peu wieder ins Spiel arbeiten. Was wir aber auch mitnehmen, ist, dass wir auf sehr hohem internationalem Level sehr gut aussehen können. Wenn wir mutig sind, wenn wir intensiv spielen und früh stören, dann sehen wir gut aus. Das muss natürlich auch für den weiteren Verlauf der Saison gelten. Wir haben noch acht Spiele in der Bundesliga und ein Halbfinale im Pokal. Da ist noch einiges, worum es sich lohnt, richtig zu kämpfen. Das werden wir dann auch tun, wenn wir diese Enttäuschung erst mal ein bisschen verarbeitet haben.“

… zur Ausgangslage (vor dem Spiel): „Ich glaube, wir brauchen die Erinnerungen aus dem Hinspiel. Die sind schon noch da, die werden heute rauskommen. Und trotzdem musst du auch das Spiel klug spielen. Bei all der Emotion und Leidenschaft und vielleicht auch Wut, die da ist, musst du schon dein Ding heute machen. Ich sehe es genauso: Es ist ein Tor. Wir sind immer in der Lage, ein Tor zu machen. Ich gehe davon aus, wenn wir zu Null spielen, dann sehen wir mindestens noch eine Verlängerung. Deswegen wird es auch wichtig sein, dort sehr diszipliniert zu sein, auch im Defensivverhalten. Nicht zu denken, wir müssen das Spiel in den ersten zehn Minuten gewinnen. Das ist nicht notwendig. Aber wir können natürlich auch gerne in den ersten zehn Minuten Momentum kreieren. Klug spielen mit einem heißen Herz.“

… zur Vorbereitung auf Portos Verhalten (vor dem Spiel): „Das haben wir nicht noch mal gezeigt. Wir sind eher inhaltlich geblieben, weil ich nicht glaube, dass wir das heute brauchen. Ich glaube nicht, dass die Jungs heute noch mal aufgepumpt werden müssen. Ich glaube, es geht eher darum, dass wir die Inhalte gut und intensiv auf den Platz bringen. Alles andere wird schon da sein und kommen.“

… zum möglichen Einfluss von Provokationen (vor dem Spiel): „Natürlich redet man im Vorfeld darüber. Das hat man ja auch mit den ganzen Interviews gehört. Aber wenn die später auf dem Platz stehen, dann geht es nicht darum, ob mal ein Spieler wieder länger liegt. Darauf sind sie vorbereitet. Wichtig ist, dass sie bissig bleiben.“

… zur Aufstellung (vor dem Spiel): „Ich glaube, dass es nicht schadet, heute auch Erfahrung auf den Platz zu bringen. Wir haben mit Jeff einen etwas älteren, erfahrenen Spieler auf dem Platz. Maxi war mir wichtig, dass er auf den Platz kommt. Und da haben wir jetzt eine Mannschaft auf dem Platz, die schon ein paar große Spiele gespielt hat und die sicher auch in dem Umfeld, in dem wir uns heute bewegen, zurechtkommen wird.“

 

Deniz Undav (VfB Stuttgart) ...

… zum Spiel: „Ich finde, wir haben ein gutes Spiel gemacht, hatten gute Chancen. Der Torwart von Porto hatte einen überragenden Tag, hält alles, auch Dinge, die man nicht halten muss. Es war klar, dass Porto Chancen haben wird, wir wollten das verteidigen. Wir kassieren so ein Ping-Pong-Tor beim 0:1, beim 0:2 köpfen wir leider zum Gegner, der Ball kommt nicht bei uns an. Dann machen die das gut, sind immer dran, haben gute Spieler. Leider haben wir verloren.“

… zum Porto-Keeper: „Schwer natürlich, aber wir haben alles gegeben. Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen. Der Torwart ist nicht nur auf der Linie brutal. Die Bälle, die er spielt, die Ruhe, die er hat, englische Bälle, lange Bälle, flache Bälle – das hat er überragend gemacht. Der MVP der beiden Spiele ist auf jeden Fall der Torwart von Porto.“

… zum weiteren Saisonverlauf: „Erstmal sind wir enttäuscht, aber wir haben natürlich noch zwei Wettbewerbe, in denen es um etwas geht. Wir wollen ins Finale kommen und wir wollen die Champions-League-Plätze erreichen. Heute kann man noch traurig sein, aber ab morgen geht der Fokus wieder aufs nächste Spiel.“

 

Atakan Karazor (Kapitän VfB Stuttgart) ...

… zum fehlenden Unterschied: „Dass wir die Dinger vorne nicht machen, würde ich sagen. Wir hatten heute die Chancen dazu und leider haben wir den Ball nicht über die Linie bekommen. Ganz einfach. Hinten haben wir auch gerade ein bisschen mit dem Glück zu kämpfen. Dieses Quäntchen Glück müssen wir uns erarbeiten. Da war Porto uns heute um die Nasenspitze voraus. Trotz allem bin ich sehr, sehr stolz auf den Weg, den wir als Mannschaft gegangen sind. Ich hoffe, dass wir uns wieder für Europa qualifizieren und ich freue mich dann schon auf die kommende Saison.“

… zum 0:1: „Wem willst du jetzt einen Vorwurf machen? Mir, Ramon, uns allen kannst du einen Vorwurf machen, ganz einfach. Ich will den Ball klären, knalle den Gegner den Ball an den Fuß. Das passiert von 100 Mal vielleicht einmal. Ramon ist normalerweise einer, der nie aufhört, war sich aber sicher, dass ich den Ball zu 100 Prozent gewinne, weil es normalerweise auch so ist. Aber in dieser Situation sollte es einfach nicht sein. Da hat uns dieses Quäntchen Glück gefehlt.“

 

Alexander Nübel (Torwart VfB Stuttgart) ...

… zum Spiel: „Die kommen einmal vors Tor und machen direkt das Tor, sehr unglücklich aus meiner Sicht. Was soll ich sagen? Wir machen kein Tor, das ist das Problem. Costa spielt auf der anderen Seite ein überragendes Spiel. Es tut sehr weh heute. Was wir daraus lernen, müssen wir morgen mal gucken. Aber heute tut es sehr, sehr weh, weil wir über beide Spiele eigentlich gute Spiele machen, am Ende aber souverän rausfliegen. Das tut sehr, sehr weh.“

… zum 0:1: „Atakan grätscht den Ball und er trifft dann genau den Spieler. Deswegen ist es schwierig. Der Stürmer läuft immer durch, das ist für den Stürmer einfacher als für den Verteidiger. In der Situation ist es sehr, sehr bitter.“

… zur DFB-Nominierung: „Dass ich bei der Nationalmannschaft dabei bin. Aber erstmal liegt der Fokus jetzt auf Stuttgart. Es tut heute weh.“

 

Ermedin Demirovic (VfB Stuttgart) ...

… zur Herangehensweise (vor dem Spiel): „Ich glaube, wir machen das auf unsere Art und Weise, werden Gas geben, haben uns einen schönen Tag erarbeitet, haben natürlich Feuer im Körper und wollen das heute auf dem Platz widerspiegeln.“

… zum Umgang mit Portos Spielweise (vor dem Spiel): „Wir werden die Antworten auf dem Platz geben, das ist ganz klar das Ziel heute. Und wenn es dann dazu kommt, dass sie Zeitspiel machen müssen, dann haben wir irgendwas falsch gemacht. Wir wollen das Spiel schon in unsere Hand nehmen, wollen ein Tor machen, das Ding drehen und dann schauen wir, wie viel Zeitspiel sie dann am Ende noch machen werden.“

 

Jamie Leweling (VfB Stuttgart) ...

… zu Portos Spielweise (vor dem Spiel): „Die haben auf jeden Fall einen Punkt bei uns getroffen, den vielleicht noch keine Mannschaft getroffen hat. Die Spielart von denen ist schon sehr speziell. Zu viel Theatralik, zu viel Zeitspiel, zu viel Provokation. Nicht cool, aber wir können es jetzt heimzahlen.“

… zum Stadion in Porto (vor dem Spiel): „Das ist ein ekliges Stadion, ein sehr emotionales Stadion. Das holt vielleicht bei dem einen oder anderen Spieler auch noch mal ein paar Prozent raus, wenn man ausgepfiffen wird, wenn man provoziert wird. Ich freue mich und ich glaube, der Großteil der Mannschaft freut sich auch, dort im Stadion zu spielen.“

 

Julian Schuster (Trainer SC Freiburg) ...

… zum Einzug ins Viertelfinale: „Es entsteht ja immer so ein Gefühl über die Woche und man hat einfach gemerkt bei den Jungs: Sie waren voll da. Ich habe es vor dem Spiel gesagt: Es ist eine Qualität, aus Niederlagen zu lernen und diese auch anzunehmen. Es hat nicht viel gefehlt, das hat man gesehen. Sie haben die Qualität, Kleinigkeiten dann anzunehmen und auch schnell umzusetzen. Das haben sie natürlich sehr gut gemacht. Wir sind sehr, sehr glücklich und sehr, sehr stolz über das Erreichte und dass wir mit all den tollen Fans weiter auf Reisen gehen dürfen und zum ersten Mal ein Viertelfinale spielen dürfen. Das ist schon sehr besonders.“

… zur Feier mit den Fans: „Das Schöne und das Besondere ist ja wirklich, dass so viele hier über viele Jahre da sind. Wir hatten eben auch andere Zeiten und da ging es lange um den Klassenerhalt, dann ist man gemeinsam wieder abgestiegen. Das ist das Tolle, dass diese Fans jetzt über Jahre auch belohnt werden und solche Reisen, solche Abende erleben dürfen. Man muss sich das immer wieder vor Augen halten. Ich glaube, das ist die große Kunst. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, der gewöhnt sich schnell an vieles. Aber hier ist es schon auch die Qualität, das alles realistisch und menschlich einzuschätzen. Das muss man sich immer wieder bewusst machen. Es gibt immer wieder auch Phasen, wo es eben nicht so läuft und da zeigt sich dann auch ein wahrer Fan. Da haben wir wirklich sehr, sehr viele Besondere davon.“

… zur persönlichen Bedeutung des Abends: „Da fehlen schon ein bisschen die Worte. Fußball ist so schnelllebig. Ich glaube, da ist es schon immer wichtig, den Moment auch zu genießen. Für mich ist es ein unglaublich lehrreiches Jahr. Ich darf wahnsinnig viel lernen und weiß auch, was es bedeutet und wie anspruchsvoll es ist, Trainer sein zu dürfen. Da gilt schon auch der große Dank nach Hause, weil meine Frau da auch auffangen muss und mir eine große Sicherheit gibt. Das ist dann schon besonders, wenn man diesen Moment auch mit den Liebsten teilen kann.“

… zur Leistung seiner Mannschaft: „Wir wussten, dass wir immer wieder Möglichkeiten bekommen durch hohes Pressing. Das war schon im Hinspiel so, wo wir in Führung hätten gehen können. Die Jungs haben unglaublich viel gearbeitet, sind mit hoher Intensität gerannt, auch vor allem, wenn es Richtung eigenes Tor ging. Das war zwingend notwendig, um dann final so ein Ergebnis entstehen zu lassen.“

… zur besonderen Bedeutung des Abends (vor dem Spiel): „Darüber brauchen wir heute gar nicht mehr groß zu reden. Ich spüre die Energie in der Mannschaft. Natürlich haben wir jetzt zwei Spiele nicht gewonnen, aber wir konnten trotzdem wichtige Dinge daraus ziehen. Das ist auch eine Qualität von uns, dass wir uns aus solchen Momenten heraus wieder stärken können. Und ich habe schon eine Vorstellungskraft im Kopf, was heute möglicherweise entstehen kann.“

 

Matthias Ginter (Torschütze SC Freiburg) ...

… zum 5:1 und zum Einzug ins Viertelfinale: „Super. Das war unser großes Ziel. Das haben wir heute auf beeindruckende Weise hier zu Hause mit den Fans geschafft.“

… zum Spiel: „Wir wollten hier von der ersten Minute an aufs Gaspedal drücken. Wir wollten draufbleiben. Dann war es zwangsläufig so in der ersten Halbzeit, dass vielleicht hinten raus ein bisschen die Luft gefehlt hat. Aber wir hatten immer wieder sehr, sehr gute Situationen. Wir haben zum Glück dann zwei Tore gemacht. Es ging viel über Intensität und Energie. Wir haben versucht, sie schön aufzufressen. Wir haben wirklich versucht, sie zu beeindrucken. Ich glaube, das ist uns gelungen.“

… zu den Szenen nach Abpfiff im Fanblock: „Superschön. Wir hatten die letzten Jahre immer wieder schöne Europapokal-Nächte und im DFB-Pokal auch sehr, sehr schöne Abendspiele. Das ist das Besondere als Fußballer. Deshalb sind wir sehr, sehr froh, dass es heute so ausgegangen ist. Wir haben natürlich mit den Fans im Rücken schon eine beeindruckende Leistung gezeigt. Ich glaube, das war dann für alle, für den ganzen Verein, ein sehr, sehr schöner und auch großer Tag heute.“

… zu den Chancen im Wettbewerb: „Ich habe gerade gehört, dass es gegen Vigo geht. Auch da sind es K.-o.-Spiele, es ist eigentlich immer ein 50:50-Spiel. Man hat es gesehen im Hinspiel, wo es auch hätte kippen können auf ihrer Seite. Es sind immer so Kleinigkeiten, die solche Spiele entscheiden. Heute hatten wir die Kleinigkeiten auf unsere Seite gezogen und wir versuchen es natürlich auch in der nächsten Runde.“

 

Vincenzo Grifo (Kapitän & Torschütze SC Freiburg) ...

… zu seinem Rekord als alleiniger Freiburger Rekord-Torschütze: „Nein, nicht der wichtigste Treffer meiner Karriere, aber sicherlich ein sehr, sehr schöner. Dafür kämpft man ja irgendwie seine ganze Karriere, um so etwas zu erreichen. Umso schöner. Alles perfekt: Wir sind weitergekommen, haben ein tolles Spiel gezeigt, wirklich Engagement. Die Jungs waren sehr, sehr motiviert und dann kommt natürlich noch das i-Tüpfelchen dazu, dass man alleiniger Rekord-Torschütze ist. Umso schöner macht es dann natürlich diesen Abend.“

… zur Feier mit den Fans: „Wunderschön. Ich glaube, die Fans waren gestern bis spät am Abend da und haben die Choreo vorbereitet. Man sagt ja immer: die Fans und die Fans. Aber letztendlich sind die auch ein Stück weit maßgeblich daran beteiligt, was für eine Energie hier im Stadion entsteht. Man hat es gemerkt heute schon beim Aufwärmen, wie sie da waren. Das pusht natürlich einen. Dafür spielt man auch Fußball, um solche Momente dann zu erleben. Natürlich musst du dir die auch erarbeiten, die kriegst du nicht geschenkt. Aber natürlich mit den tollen Jungs hier, die uns da anpeitschen als zwölfter Mann, ist das herausragend.“

… zum Spiel: „Dass sie natürlich kicken können und auch die Qualität haben, Tore zu schießen, wie das eine, das sie auch machen, wenn du da einen Moment schläfst. Aber in der Halbzeit haben wir uns gesagt: Wir haben das Spiel gedreht, es steht 0:0. Das war unser Ziel. Wir haben es schon in der Halbzeit geschafft. Vielleicht hat uns das nicht jeder zugetraut, auch nach der Niederlage gegen Union und auch nach dem Spiel in Genk. Aber es ist natürlich dann auch Wahnsinn, was für einen Unterschied das ist zwischen zu Hause und auswärts. Wenn man das dann noch im Detail hinbekommt, dass wir auswärts an diese Leistung anknüpfen können, dann sind wir, glaube ich, ein sehr ekelhafter Gegner. Das waren wir heute.“

… zum Viertelfinale gegen Celta Vigo: „Schön am Meer, oder? Erst mal den Abend genießen. Wir haben uns das wirklich erarbeitet. Wir sind sehr happy, wir sind sehr glücklich. Da entsteht natürlich auch eine Euphorie und die wollen wir beibehalten. Damit gehen wir jetzt natürlich auch nach St. Pauli am Sonntag. Danach ist Länderspielpause. Da wollen wir nochmal alles rausholen, dass wir das Spiel gut gestalten und möglichst etwas holen können. Dann gehen wir in die wohlverdiente Länderspielpause und dann, glaube ich, sind wir ready für die nächsten Aufgaben.“

 

Jochen Saier (Sportvorstand SC Freiburg) ...

… zum möglichen erstmaligen Einzug ins Viertelfinale (vor dem Spiel): „Es wäre etwas Besonderes, etwas Großes, was es so noch nie gab. Wir standen jetzt zweimal im Achtelfinale, haben ein bisschen daran geschnuppert, jetzt ist es das dritte Mal. Natürlich wollen wir alle diesen nächsten ganz großen Schritt für den Klub machen – wohl wissend, dass es zur Halbzeit 0:1 steht, jetzt das Rückspiel ansteht und wir dafür eine sehr gute Leistung brauchen.“

… zur aktuellen Lage des SC Freiburg (vor dem Spiel): „Wenn der SC Freiburg auf Platz acht steht, im Achtelfinale der Europa League spielt und wir dann von einer echten Krise sprechen, dann hätten wir ein viel größeres Problem. Aber natürlich waren wir gerade mit Blick auf das Hinspiel nicht zufrieden. Dann muss man ehrlich sein und sagen, dass das Ergebnis mit Blick aufs Rückspiel sogar noch ganz ordentlich war, weil wir im Rennen geblieben sind. Heute wollen wir es besser machen.“

… zu Atubolus Nichtnominierung zum DFB (vor dem Spiel): „Ja, es gibt schon einen Austausch, wir waren informiert, auch unser Torwarttrainer. Diesmal ist er nicht dabei, Urbig ist dabei, der in den letzten Wochen auch viel gespielt hat, der noch nie dabei war und den sie kennenlernen wollten. Ich würde sagen: ein ganz normaler Prozess. Noah ist ein Freiburger Junge, seit Ewigkeiten bei uns im Verein und hat eine sehr, sehr gute Entwicklung genommen. Ich finde auch, ihm gehört ein Stück weit die Zukunft. Er muss sich keine Hektik machen. Er ist noch jung, und ein Torhüterleben beginnt nicht zwingend schon mit 22 oder 23. Er darf sich noch ein bisschen Zeit nehmen – auch wenn ich weiß, dass die Jungs immer ungeduldig sind.“

 

Urs Fischer (Trainer 1. FSV Mainz 05) ...

… zur Mannschaftsleistung: „Einen da hervorzuheben, wäre falsch. Das war wirklich eine tolle Mannschaftsleistung. Ich glaube, jeder ist für den anderen gegangen, keiner war sich zu schade, Aufwand zu betreiben. Nein, ich würde heute das Team als Ganzes hervorheben.“

… zur Bedeutung des Abends: „Ich würde schon sagen: ganz weit oben. Es ist ja auch die Situation, in der wir uns befinden. In drei Tagen geht es schon wieder um den Abstieg. Dann erlebst du eine solche Nacht, ein tolles Publikum. Die Mannschaft hat wirklich hochverdient gewonnen. Wir hatten so viele Möglichkeiten, sie waren unermüdlich. Einmalig.“

… zum Rückspiel (vor dem Spiel): „Wir wollen ein gutes Spiel machen, wir wollen unser Spiel auf den Platz bekommen. In erster Linie müssen wir die Basics abrufen, uns dann aber auch etwas zutrauen und mutig sein. Ich glaube, heute ist jeder ein bisschen nervös. Eine gewisse Anspannung ist da, eine gewisse Freude ist da. Am Ende macht es die Mischung. Du brauchst von allem ein bisschen und dann kann es klappen.“

… zu Weiper in der Startelf (vor dem Spiel): „Er bringt eine gewisse Körperlichkeit mit. Er ist nicht langsam, hat eine gute Geschwindigkeit. Er muss mit Tietz harmonieren, diese Gegenläufigkeit müssen wir hinbekommen. Er fühlt sich auch im Strafraum zu Hause, ist eher ein Spieler, der mal zum Ball kommt, einen Ball festmachen kann, um dann in die Fortsetzung zu kommen. Er hat wirklich sehr gut trainiert und darum hat er sich das heute verdient.“

 

Danny da Costa (1. FSV Mainz 05) ...

… zum Gefühl nach dem Sieg: „Gerade natürlich sehr gut. Ich glaube, für alle war es etwas Besonderes. Es war das erste europäische Achtelfinale in der Klubgeschichte. Dass wir das heute wirklich so souverän über die Bühne gebracht haben, ist umso schöner. Ich glaube, die Mannschaft hat heute sehr viel investiert und auch sehr viel richtig gemacht. Deswegen sind wir gerade verdient eine Runde weitergekommen.“

… zur besonderen Bedeutung solcher Europapokal-Abende: „Heute jemanden herauszuheben, ist ein bisschen fatal, weil die Mannschaft es einfach richtig gut gemacht hat. Ich glaube, jeder hat sich heute ein bisschen davon anstecken lassen, weil europäische Nächte einfach etwas Besonderes sind. Das hat man nicht so häufig in seiner Karriere. Klar, man spielt Woche für Woche in der Bundesliga, da geht es für uns gerade ums Überleben. Aber dann mal unter der Woche so Spiele zu haben, das ist einfach etwas ganz Besonderes. Das hat man als Kind immer schon geliebt, wenn man die ganzen Stars gesehen hat, die international aufgetreten sind. Jetzt selber ein Teil davon zu sein, ist umso schöner. Und ich glaube, das hat heute vielleicht noch mal das eine oder andere Prozent bei jedem rausgekitzelt.“

… zum möglichen Finale in Leipzig: „Den Baum durchgespielt haben wir jetzt nicht. Wir haben uns jetzt ausschließlich mit diesem Gegner beschäftigt. Deswegen können wir uns jetzt auch mal damit beschäftigen, wer der Gegner im Viertelfinale wird. Aber ich glaube, das kann ich aus Erfahrung sagen: Wir tun wirklich gut daran, uns von Spiel zu Spiel heranzutasten, jeden Gegner zu 100 Prozent ernst zu nehmen. Klar, jeder darf träumen. Jeder hat das Ziel, irgendwo nach Leipzig zu kommen. Ich auch. Natürlich, wenn man in diesem Wettbewerb ist, dann will man da auch hin. Aber jetzt in zu große Spinnereien zu gehen, gegen wen wir alle spielen könnten, davon kann ich nur abraten.“

 

Stefan Posch (Torschütze 1. FSV Mainz 05) ...

… zur Atmosphäre im Stadion: „Ich glaube, das ganze Spiel hat man schon gesehen, was die hier abliefern. Einfach überragend geil. Und ich glaube, das haben wir heute zurückgezahlt, das haben sie sich auch verdient. Sie haben gefordert, dass wir Geschichte schreiben und das haben wir heute gemacht.“

… zu seinem Treffer: „Ich bin sehr dankbar für die Chance und probiere, mein Bestmögliches zurückzuzahlen. Die Mannschaft hat es mir wirklich sehr einfach gemacht. Es sind super Jungs, die haben mich sehr gut aufgenommen. Dass es direkt so gut klappt, so habe ich es mir gewünscht. Und so läuft es bis jetzt auch.“

… zum Spagat zwischen Abstiegskampf und Europapokal: „Ich glaube, wir haben es am Sonntag gegen Bremen gezeigt, dass wir da sind, wenn Druck am Kessel ist. Als ich hier ankam, hatten wir neun oder zwölf Punkte. Ich glaube, was wir die letzten Wochen abgeliefert haben, muss man schon auch richtig sehen. Klar sind wir mitten im Abstiegskampf, aber ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg und so müssen wir weitermachen.“

… zum Derby gegen Frankfurt: „Am Sonntag geht es weiter. Es sind jetzt zwei Tage zum Regenerieren und am Sonntag ist ein enorm wichtiges Spiel. Wir wollen natürlich das Spiel gewinnen am Sonntag. Derby, wieder volles Haus, geile Fans. Ich hoffe, es geht so weiter.“

 

Nadiem Amiri (1. FSV Mainz 05) ...

… zur Erwartungshaltung vor dem Spiel (vor dem Spiel): „Die Vorfreude ist riesig. Die Stimmung hier ist wieder sensationell. Wir wissen, wir können etwas Großartiges erreichen, was es hier noch nie gab. Ich will ja auch noch im Viertelfinale spielen.“

… zu Nelson Weiper, der Silas ersetzt (vor dem Spiel): „Nelly muss brennen. Das ist heute seine Chance. Er muss jetzt da sein. Ich wünsche ihm nur das Beste.“

… zur Atmosphäre im ausverkauften Stadion (vor dem Spiel): „Wir haben brutale Fans. Das macht einfach Spaß. Heute ist alles angerichtet: Das Wetter, der Platz, die Zuschauer. Es ist ein geiler Moment.“

… zur verpassten DFB-Nominierung (vor dem Spiel): „Es tut weh. Das ist eine schwierige Phase für mich. Aber ich trainiere hart. Das Comeback ist nicht mehr weit entfernt. Ich mache mich jetzt bereit für die Phase, die bald kommt.“

 

RTL-Experte Lothar Matthäus ...

… zum Auftritt des VfB: „Der VfB hat meiner Meinung nach ein Riesenspiel gemacht. Hier bei dieser Kulisse gegen diese starke Mannschaft, trotz des Rückstands, haben sie das Spiel bestimmt und mehr Abschlüsse gehabt. Dem VfB kann man keinen Vorwurf machen. Die ersten 30 Minuten in Stuttgart vielleicht, aber sonst muss man den VfB über die restlichen 150 Minuten loben. Natürlich bringt ihnen das Lob nichts, weil sie ausgeschieden sind, aber sie haben gezeigt, dass sie auch gegen eine große Mannschaft wie Porto mithalten können und vielleicht sogar teilweise besser waren. Porto war am Ende einfach effizienter.“

… zur Entwicklung unter Hoeneß: „Er ist jetzt drei Jahre dort, hat den VfB vor dem Abstieg gerettet, dann in die Champions League und in die Europa League geführt. Das sind schon tolle Reisen und tolle Erfolge gewesen. Man hat immer wieder wichtige und wertvolle Spieler, Leistungsträger, verloren, zwar gut nachgeholt, aber das Zusammenwachsen braucht eben auch Zeit. Er schafft es trotzdem in kürzester Zeit immer wieder, eine neue Mannschaft zu formen, die dann wieder dort mitspielt, wo man den VfB Stuttgart eigentlich sieht: international. Da sieht man, dass der VfB mittlerweile wieder zu einer deutschen Spitzenmannschaft geworden ist.“

… zu den Erfolgen von Mainz und Freiburg: „Wie die Mainzer in der Bundesliga gegen den Abstieg spielen und dann Europa rocken, ist ein typischer Urs Fischer. Er holt in der Bundesliga gute Ergebnis und hinterlässt auch international seine Visitenkarte. Nach den letzten Wochen, wo es bei den Freiburgern nicht so gelaufen ist, machen sie alles klar und sind ins Viertelfinale der Europa League eingezogen.“

… zum Umgang mit Portos Spielweise (vor dem Spiel): „Du darfst dich davon nicht aus dem Konzept bringen lassen. Es gehört einfach dazu, auch mal Zeit zu schinden. Wenn du hinten bist, dann wird jede Sekunde länger. Porto wusste das und ist natürlich auch eine Mannschaft, die Erfahrung hat, die clever ist. Natürlich holt man da die eine oder andere Sekunde von der Uhr. Aber der VfB Stuttgart darf sich, auch wenn sie heute wieder liegen bleiben, nur nicht aus dem Konzept bringen lassen, weiterspielen und weiter daran glauben. Es sind 90 Minuten und es ist nur ein Tor. Dieses Tor kann der VfB Stuttgart aufholen.“

… zum FC Bayern in der Champions League (vor dem Spiel): „Der FC Bayern ist die Mannschaft, die in Europa aktuell am besten performt. Nicht nur wegen zwei Spielen, sondern eigentlich über das ganze Jahr hinweg. Deswegen ist für mich der FC Bayern auch gegen Real Madrid der Favorit. Ich traue dem FC Bayern nicht nur den Titel zu, sondern sogar das Triple in diesem Jahr. Die Chancen dafür sind auf jeden Fall vorhanden und die Qualität in der Mannschaft stimmt hinten und vorne.“

 

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