Fußball

BVB-Sportdirektor Kehl bestreitet kein HSV-Interesse: „Fokus liegt ausschließlich auf dieser Transferzeit“

Kwasniok trotz acht sieglosen Spielen: „Habe im Leben schwierigere Situationen gemeistert“ - Kovac zu Pfiffen: „Gehört zum Sport dazu“ - Nolte erklärt Probleme am Stadion: „In der Spitze 350 Kilo pro Quadratmeter“ - Hamann zur Eintracht: „Befürchte, dass es mit Dino Toppmöller heute zu Ende geht“

Unterföhring, 17.01.2026

Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 18. Spieltags der Fußball-Bundesliga bei Sky.

 

Sebastian Kehl (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...

... zur Erwartungshaltung beim BVB: „Wir sind als großer Klub es gewöhnt, damit umzugehen. Grundsätzlich sind die Erwartungen im Klub und im Umfeld immer maximal. Der Herausforderung stellen wir uns. Dennoch versuchen wir in der Verantwortung immer wieder, die Balance herzustellen.“

... zu den Gerüchten, der HSV sei an ihm interessiert: „Ich muss nicht betonen, was dieser Klub für mich bedeutet. Ich bin seit über 24 Jahren hier. Mein Fokus liegt ausschließlich auf dieser Transferzeit und den Themen, die wir hier zu bearbeiten haben. Daher habe ich gar keine anderen Gedanken im Moment. Ich habe mir in diesem Jahr etwas vorgenommen: Gerüchte um meine Person nicht zu kommentieren.“

 

Niko Kovac (Trainer Borussia Dortmund) ...

... zu Guirassy, der zu Beginn nur auf der Bank sitzt: „Letzten Endes hat Fabio es gut gemacht. Ich habe Serhou immer geschützt und werde es weiterhin machen. Wir haben viele Spiele, nach dem Spiel noch vier Spiele bis Ende Januar. Wenn er von der Bank kommt, ist meistens mehr Platz.“

... zu den Pfiffen beim letzten Spiel: „Wir haben acht Heimspiele gespielt, davon sechs gewonnen und zweimal Unentschieden gespielt, wir sind im Soll. Wenn es dann eine Halbzeit mal nicht so gut läuft, ist es normal, dass der eine oder andere mal seine Enttäuschung äußert. Das gehört zum Sport dazu.“

 

Daniel Nolte (Direktor Organisation, Infrastruktur & Stadion Hamburger SV) ...

... zum Prozess, das Stadion für das Spiel wiederfreizugeben: „Es ging sofort nach der Absage weiter. Wir haben direkt mit unserem Statiker telefoniert, der sich dankenswerterweise direkt ins Auto gesetzt hat am Mittwochmorgen und um 10 Uhr hier war. Dann haben wir die erste Lagebesprechung gemacht und entschieden, dass Höhenkletterer aufs Dach können und die wichtigen Arbeiten erledigen. Das ist, das Gewicht vom Dach runterzubekommen und dafür zu sorgen, dass die Beulenbildung reduziert wurde. Jetzt sehen wir den Zustand, der ist wieder in Ordnung.“

... zu den Problematiken: „Wir hatten diese Punktlasten, in der Spitze 350 Kilo pro Quadratmeter, was dazu geführt hat, dass die Membran nach unten gedrückt wurde und der Catwalk, der an dieser Dachkonstruktion hängt, wurde auch nach unten gedrückt und hat sich in eine Position geschoben, die sich zu einer Gefahr entwickelt hat.“

 

Lukas Kwasniok (Trainer 1. FC Köln) ...

... zur Hinrunde: „Zu Beginn der Saison haben wir ein paar Punkte mehr geholt, als wir eigentlich verdient hätten. Hintenraus war es genau umgekehrt. Aufgrund der gezeigten Leistungen hätten wir eher 18, 19, 20 Punkte verdient. Die müssen wir uns in der Rückrunde zurückholen. Die Performance war in Summe echt gut.“

... zur Kritik: „Siege machen das Leben immer angenehmer. Die Frage ist, ob du dich davon im Alltag leiten lässt – das tun wir nicht. Am heutigen Tage geht es nur um den Sieg, an den anderen Tagen geht es darum, ein Mensch zu sein. Das werden wir weiterhin beherzigen, einen guten Umgang miteinander pflegen. Ich habe im Leben schwierige Situationen gemeistert, als eine Acht-Spiele-Serie, die uns gerade in den Klamotten hängt.“

 

Kasper Hjulmand (Trainer Bayer 04 Leverkusen) zur Rückkehr von Maza: „So ein Turnier zu absolvieren – er war sehr müde. Er hatte fünf Tage Ruhe und dann zwei Tage Training. Daher finde ich etwas Pause richtig, dann kann er reinkommen.“

 

Frank Schmidt (Trainer 1. FC Heidenheim) zur Frage, wann die Neuzugänge einsatzfähig seien: „Bei Leo relativ schnell, der ist ja dabei. Aber anderthalb Trainingstage waren mir dann doch zu wenig. Henne wird nächste Woche voll ins Training einsteigen. Bei Chris werden wir noch eine Woche, vielleicht zwei warten müssen.“

 

Eric Smith (FC St. Pauli) zum Abstiegskampf: „Es ist eine harte Situation, aber dem sind wir uns alle bewusst. Wir finden uns in der Situation ein, müssen alle ehrlich sein, dass es keine einfache Situation ist, in die wir uns gebracht haben. Wir müssen jeden Tag daran arbeiten, dass wir da rauskommen.“

 

Stefan Bell (1. FSV Mainz 05) zum Abstiegskampf: „Wir haben in den letzten Wochen gute Ergebnisse geholt, haben einen guten und breiten Kader, dazu zwei weitere Offensivspieler bekommen. Hoffentlich kommen in den nächsten Wochen noch viele der kranken und verletzten Spieler zurück.“

 

Benedikt Gimber (1. FC Heidenheim) zum Abstiegskampf: „Wir nehmen uns viel vor, waren letztes Jahr in einer ähnlichen Situation. Da haben wir es am Ende geschafft. Klar ist aber auch, dass wir schnellstmöglich ein Erfolgserlebnis einfahren sollten, dass wir das Ziel weiter am Leben halten.“

 

Tim Lemperle (TSG 1899 Hoffenheim) ...

... zu Kramaric: „Andrej ist ein extrem disziplinierter Spieler. Natürlich hat er auch eine individuelle Klasse, das hat er gerade beim dritten Tor unter Beweis gestellt. Es macht total Spaß, nach dem Training mit ihm Abschlüsse zu trainieren und mir technische Sachen abzugucken.“

... zur Stärke der Mannschaft: „Ein extremer Hunger. Das zeigen wir in jedem Spiel, wie fleißig wir sind und wie viel wir laufen. Dass wir Spiel für Spiel an den Basics anknüpfen, macht uns so stark.“

 

Sky Experte Dietmar Hamann ...

... zu den Kommentaren von Eintracht-Sportchef Krösche: „Dann wird es für den Trainer sehr eng. Er hat schon nach dem Spiel gegen Stuttgart gesagt, dass sie sich wie eine C-Jugend verhalten haben. Schon zum Anfang der Saison hat er gesagt, dass sie relativ schnell erwachsen werden müssen. Natürlich ist es eine relativ junge Mannschaft, du willst als Sportvorstand aber Fortschritt sehen. Man tagt gerade mit dem Aufsichtsrat. Ich befürchte, dass es mit Dino Toppmöller heute zu Ende geht.“

… zu seinen Erwartungen an Mainz im Abstiegskampf: „13., 14. Platz. Ich glaube nicht, dass sie groß was damit zu tun haben werden. Sie haben international gespielt, das ist nach der Winterpause wahrscheinlich nicht mehr so lange der Fall. Unter Fischer haben sie sich stabilisiert.“

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