Fußball

Bayerns Kimmich nach emotionaler Rückkehr zu den vielen Verletzungen: „Jetzt zeigt sich, ob wir ein Team sind“

Eberl zu Kimmich: „Stolz, dass ich so einen Spieler beim FC Bayern habe“ - Kovac: „Es ist spannend, aber es ist erst der achte Spieltag“ - Schlotterbeck zur Viererkette: „Niko hat sich etwas getraut, die Jungs haben sich etwas getraut“ - Matthäus zu Karl: „An einen Vereinswechsel denkt jetzt keiner“

Unterföhring, 31.10.2026

Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 8. Spieltags der Fußball-Bundesliga zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (2:2) bei Sky.

 

Aaron Danks (Co-Trainer FC Bayern München) ...

… zur Leistung der Bayern gegen Borussia Dortmund: „Die Leistung war sehr gut, speziell in der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel kontrolliert. Sie haben eine gute Defensive, aber wir haben viele Chancen kreiert. Wir sind enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben.“

… zur Viererkette des BVB: „Das hat uns nicht überrascht. Wir wussten, dass sie sich an uns anpassen können. Es ging nur darum, die richtigen Räume zu finden und die Lücken zu attackieren.“

… zur Leistung von Joshua Kimmich: „Es war ein sehr spezieller Tag für ihn, ein sehr schwieriger Zeitpunkt. Aber er hat gezeigt, wie professionell er ist. Er ist zurückgekehrt, hat mit dem Team gespielt und seine Energie gegeben. Er war auf dem Platz und war positiv.“

… zu den Verletzungen: „Wir sind nicht sicher. Saibari hat eine Knöchelverletzung, Gnabry eine Muskelverletzung. Bei Michael bin ich mir nicht sicher. Die Physiotherapeuten spielen eine wichtige Rolle, um den Spielern zu helfen.“

… zum Druck, den er verspürt (vor dem Spiel): „Ich verspüre nicht mehr Druck als sonst. Wir halten uns an unsere Abläufe – wir wissen, was wir tun. Die Vorbereitung auf das Spiel verlief reibungslos. Das Großartige an Fußball ist: Er gehört den Spielern. Für mich ist heute ein normaler Abend. Ich werde der Mannschaft so viel helfen, wie ich kann.“

… zu der Verfassung von Joshua Kimmich (vor dem Spiel): „Natürlich war das eine traurige Zeit für Jo und für uns alle. Aber er ist froh, wieder bei der Mannschaft zu sein. Er ist bereit, wieder auf den Platz zurückzukehren. Es ist großartig, dass Kimmich zurück ist. Er ist bereit zu spielen.“

 

Joshua Kimmich (Kapitän FC Bayern München) ...

… zu seiner Rückkehr nach dem Tod seines Vaters: „Es war eine sehr, sehr harte Woche. Ich bin froh, wieder auf dem Platz zu stehen. Es war nicht ganz so einfach, aber man vergisst es während des Spiels zumindest kurz. Wenn man heute wieder unsere Verletzungen sieht, merkt man, dass es am Ende am wichtigsten ist, gesund zu bleiben. Unabhängig vom Ergebnis muss man schon sagen, dass wir gerade durch schwierige Wochen gehen. Auch mit dem Trainer, jetzt wieder die Verletzungen, ich persönlich natürlich auch. Jetzt zeigt sich, ob wir ein Team sind. Da müssen wir zusammenstehen.“

… zur Unterstützung durch den Verein und den DFB: „Fußball tut in so einer Phase absolut gut. Auch die Anteilnahme, der Verein, der mir zur Seite stand, auch der DFB und wer alles auf der Beerdigung war, das war für mich persönlich und für meine Familie sehr, sehr besonders. Das zeigt mir, dass ich hier am absolut richtigen Ort bin.“

… zum Meisterschaftskampf: „Ich hoffe, dass die Gegner auch Meister werden wollen. Man merkt, dass es in diesem Jahr sehr, sehr eng ist. Das war jetzt unser drittes Unentschieden. Heute natürlich sehr unnötig. Gerade wenn man den Spielverlauf in der zweiten Halbzeit sieht, war das kein gerechtes Unentschieden. Trotzdem ist es manchmal so im Fußball. Der BVB hat nicht aufgegeben, war bis zum Ende da. Am Ende müssen wir den Punkt mitnehmen, auch wenn wir hätten gewinnen müssen.“

… zum verschossenen Elfmeter von Harry Kane: „Er hat eine unfassbare Quote. Irgendwann passiert es dann eben mal. Es kommen noch wichtigere Elfmeter, die er verwandeln wird.“

… zu den Verletzungen: „Es sah bei allen nicht so aus, als seien sie in zwei Tagen wieder da. Bei Ismail habe ich es nur ganz kurz gesehen. Die Bilder sahen nicht gut aus, wie er da weggeknickt ist. Ich bin kein Arzt, aber das sah nicht sehr gut aus.“

… zur Umarmung mit Niko Kovac: „Er hat mir auch unter der Woche geschrieben. Das fand ich sehr besonders, sehr speziell. Deswegen habe ich mich dafür bedankt.“

 

Konrad Laimer (Torschütze FC Bayern München) ...

… zum 2:2 gegen Borussia Dortmund: „Wir haben genug Chancen gehabt, mehr Tore zu machen. Dortmund hatte in der zweiten Halbzeit nicht mehr Chancen als die beiden Tore, die sie gemacht haben. Im Endeffekt waren wir in der zweiten Halbzeit besser als in der ersten. Wir haben besser gespielt, den Ball besser laufen lassen und uns viele Chancen herausgespielt. Am Ende kriegst du in der 90. Minute ein Tor, das wir nicht kriegen dürfen. Dann gehst du mit einem 2:2 raus. Das fühlt sich für Dortmund sicher besser an als für uns. Wir haben in drei Tagen das nächste Spiel. Jetzt geht es um die Regeneration.“

… zu den Verletzungen während des Spiels: „Es macht nie Spaß, wenn dir in einem Spiel einer wegbricht und dann der Nächste. Das hilft nie für den Rhythmus des Spiels. Ich hoffe, dass es bei den Jungs nicht so schlimm ist. Es hat nicht so gut ausgeschaut. Ich drücke die Daumen, dass sie so schnell wie möglich wieder fit sind. Wir haben schon oft betont, dass wir jeden Einzelnen brauchen. Es gibt so viele Spiele und wir wollen überall bis zum Schluss gehen. Dafür brauchst du jeden Einzelnen im Kader. Am liebsten wollen wir alle dabei haben. Wir halten zusammen und hoffen, dass wir die nächsten beiden Spiele gewinnen.“

… zu seinen vielen Torabschlüssen: „Das ist nicht normal, dass ich so oft aufs Tor schieße. Ich freue mich, dass ich mal ein Tor schießen konnte. Aber die drei Punkte wären mir lieber gewesen.“

… zu seinem Treffer gegen Borussia Dortmund: „Ich habe schon ein bisschen gespürt, dass der Ball kommt. Ich habe auch gespürt, dass er in die andere Ecke abtaucht. Dann treffe ich ihn nicht so ideal, darum kommt er wieder zurück. Das ist Glück des Tüchtigen. Es macht immer Spaß, ein Tor zu schießen. Da kommen schon die Emotionen hoch.“

… zur Rückkehr von Joshua Kimmich: „Ich freue mich riesig, dass er wieder da ist. Was er in der vergangenen Woche erlebt hat, ist extrem schwierig. Man kann nicht in einen Menschen hineinschauen. Es war schön, dass er heute auf dem Platz stand. Wir stehen als FC-Bayern-Familie zusammen. Wir helfen jedem Einzelnen, der Probleme hat oder etwas von uns braucht. Wir wollen gemeinsam wachsen und füreinander da sein. So versuchen wir das bei uns in der Kabine vorzuleben und denen zu helfen, die etwas brauchen.“

 

Jan-Christian Dreesen (Vorstandsvorsitzender FC Bayern München) ...

… zum Unentschieden: „Es war in der Tat ein wildes Spiel. Natürlich hätten wir uns einen Sieg gewünscht. Man muss fairerweise sagen, dass Dortmund in der ersten Halbzeit auch einige hervorragende Chancen hatte. Und wir sind mit unseren drei Ausfällen, bei denen ich noch nicht richtig sagen kann, wie schlimm sie sind, heute natürlich leidgeprüft.“

… zu möglichen Wintertransfers wegen der Verletzungen: „Nein, ich glaube nicht. Bei Luis Diaz haben wir von vier bis sechs Wochen gesprochen. Er ist auf einem guten Weg und wieder im Lauftraining. Jamal wird zurückkommen. Wir müssen auch erst einmal sehen, was Olise tatsächlich hat. Schwer zu sagen. Man sollte nicht zu früh über solche Themen sprechen.“

… zum möglichen Meisterschaftsrennen: „Jetzt kann sich zumindest keiner beklagen, dass die Liga nicht spannend wäre. Wir haben heute einen echten Fight bei einem Klassiker gesehen, wie wir ihn lange nicht gesehen haben. Jetzt stehen wir gemeinsam punktgleich an der Spitze. Also warum nicht ein spannendes Meisterschaftsrennen? Ich wünsche es mir zwar langweilig, aber das wird es wohl nicht sein.“

… zum Gesundheitszustand von Vincent Kompany: „Wir haben uns ganz bewusst mit der Prognose eines Comebacks zurückgehalten, weil die Gesundheit vorgeht. Er soll sich erholen und ausruhen. Wir haben Kontakt gehabt. Er ist sehr gut drauf und interessiert sich natürlich dafür, was passiert. Aber wir schauen nach vorne. Ihm geht es den Umständen entsprechend gut.“

… zum Ballon d'Or für Harry Kane und einer möglichen Vertragsverlängerung: „Wir haben uns natürlich riesig gefreut, schon am Montag in London. Jetzt nach 45 Jahren mal wieder einen Ballon-d'Or-Gewinner hier im Stadion präsentieren zu können, ist einfach fantastisch. Das ist für Harry super, für den FC Bayern grandios und auch für die Liga hervorragend. Was Harry und seinen Vertrag angeht: Wir sind tüchtig am Arbeiten. Allzu lange wird es nicht mehr dauern.“

 

Max Eberl (Sportvorstand FC Bayern München) ...

… zum verpassten Sieg: „Wenn man es relativ simpel herunterbricht, haben wir nach dem 2:1 einfach das dritte Tor nicht gemacht, was definitiv möglich gewesen wäre. Wir hatten sehr viele Chancen. Gerade nach dem Ausgleich, also mit Beginn der zweiten Halbzeit, haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir kriegen zwar den Ausgleich, machen aber relativ zügig das 2:1. Warum wir nicht gewonnen haben, da müssen wir uns ein bisschen an die eigene Nase packen, weil wir unsere Chancen nicht genutzt haben.“

… zur Rückkehr von Joshua Kimmich: „Einfach Stolz, dass ich so einen Spieler beim FC Bayern habe. Es ist bestimmt keine leichte Zeit. Man kann sich nur vorstellen, was in ihm in der letzten Woche vorgegangen ist. Er kommt ab Mitte der Woche zur Mannschaft zurück und spielt, wie er gespielt hat. Das Leben ist für ihn und seine Familie ein anderes geworden, wenn man ein geliebtes Familienmitglied verliert. Er stand heute auf dem Platz wie ein Leader und das hat mir sehr imponiert. Joshua Kimmich hat mir vorher schon sehr imponiert, aber heute noch einmal mehr.“

… zur Diskussion um Lennart Karl und Michael Ballack: „Ehrlicherweise finde ich es schwierig, wenn man über die Medien jetzt so eine Diskussion oder einen Disput führt. Wir haben Lennart Karl als ein großartiges Talent in der letzten Saison gesehen, der eine fantastische Entwicklung genommen hat. Er saß nicht umsonst in London bei der Ballon-d'Or-Verleihung unter den Newcomern des Jahres, was uns total gefreut hat. Dann kam die Verletzung vor der WM. Das war kompliziert für ihn. Wir, die im Sport tätig sind, wussten, dass so eine Entwicklung auch mal eine Delle haben kann. Sie geht nicht nur gerade nach oben. Nichts anderes haben wir gesagt. Die Leistungen, die er gegen Freiburg und gegen Magdeburg gezeigt hat, zeigen, dass es wieder nach oben geht. Er ist auf dem richtigen Weg. Es beeindruckt mich, wie dieser junge Mensch das jetzt auch zur Seite schiebt. Das ist das, was ich im Grunde als FC Bayern gesagt habe. Deswegen habe ich nicht ganz verstanden, was Michael Ballack als Berater oder als Moderator gesagt hat.“

… zur Stärke der Dortmunder (vor dem Spiel): „Die Dortmunder waren letztes Jahr schon nah dran. Bei der Meisterschaft letztes Jahr waren wir sehr gut. Aber Dortmund hat uns auch immer wieder zu Höchstleistungen getrieben und dieses Jahr sind sie wieder dran. Ein unbequemer Gegner.“

… zu Joshua Kimmich (vor dem Spiel): „Ich habe mit ihm gesprochen, er wollte zurück ins Training kommen. Er hat zwei Tage individuell trainiert und gestern dann zum ersten Mal mit der Mannschaft. In den Gesprächen mit dem Trainerstab hat er signalisiert, dass er sich bereit fühlt. Dementsprechend war es für Aaron und den Trainerstab keine Frage, dass wir den Kapitän auflaufen lassen.“

… zu Vincent Kompany (vor dem Spiel): „Er ruht sich aus, er ist mehr oder weniger abgeschottet. Ich habe gerade mit ihm telefoniert und wir haben uns gegenseitig viel Glück gewünscht. Er wird sich das Spiel anschauen, aber sein Einfluss auf die Mannschaft liegt bei null.“

 

Nathaniel Brown (FC Bayern München) zum Unentschieden: „Natürlich sehr bitter. Wir wollten hier gewinnen, vor allem zu Hause. Die erste Halbzeit war nicht leicht mit den Verletzungen, da wieder reinzukommen. Aber ich fand, in der zweiten Halbzeit haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht. So ist Fußball. Manchmal hat man Pech, manchmal hat man Glück. Trotzdem haben wir vor allem in der zweiten Halbzeit eine sehr gute Leistung gezeigt.“

 

Jonas Urbig (Torwart Bayern München) …

… zu den Unterschieden zwischen Aaron Danks und Vincent Kompany (vor dem Spiel): „Es sind einfach zwei unterschiedliche Typen, aber das bedeutet nicht, dass wir weniger vorbereitet sind. Jeder weiß, was zu tun ist und das Trainerteam macht das wirklich herausragend.“

… zum Umgang der Mannschaft mit Kimmich nach dessen Trauerfall in der Familie (vor dem Spiel): „Wir haben ihn als ganzen Verein aufgefangen. Da geht es nicht um jeden einzelnen persönlich, sondern wie wir ihn als Gruppe mit den Bossen und als Verein unterstützt haben. Das haben wir gut gemacht und wir freuen uns, dass er uns heute helfen kann.“

 

Niko Kovac (Trainer Borussia Dortmund) ...

… zum Unentschieden gegen Bayern München: „Wir haben heute ein wirklich gutes Spiel gesehen, einen schönen Klassiker mit Szenen hüben wie drüben. Wir haben es in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht. Wenn man in München gegen Bayern 50 Prozent Ballbesitz hat, dann hat man das richtig gut gemacht. Wir haben sehr wenig zugelassen. In der zweiten Halbzeit kamen wir etwas mehr unter Druck, aber trotzdem hat die Mannschaft nach dem Rückstand immer an sich geglaubt. Die Mannschaft hat an das geglaubt, was wir ihr mitgegeben haben. Wir haben mit einer Viererkette gespielt, versucht, höher zu attackieren und die Läufe mitzumachen. Zweimal hier in München zurückzukommen, ist nicht ganz einfach. Deswegen bin ich davon überzeugt, dass wir heute einen verdienten Punkt mitgenommen haben.“

… zum schwachen Abschlusstraining: „Wir haben gestern die Viererkette durchexerziert und gewisse Sachen durchgespielt, weil die sich hier in München immer wiederholen. Ich war nicht so ganz zufrieden. Wenn das letzte Training nicht so funktioniert, dann ist meistens das Spiel besser. Das war heute der Fall. Da bin ich froh drüber. Die Jungs spielen in den Nationalmannschaften Viererkette. Das ist nichts Neues. Es ging einfach darum, Gas zu geben. Das haben wir heute getan.“

… zur Stärke der Dortmunder in der Schlussphase: „Die Jungs glauben erst einmal an sich, weil sie Qualität haben. Man muss auch laufen können. Viele denken, dass Laufen nur defensiv bedeutet. Laufen heißt aber auch offensiv, dass ich die Läufe machen und den Gegner damit stressen muss. Meine Jungs sind heute 127 Kilometer gelaufen, zwei Kilometer mehr als die Bayern. Das zeigt, wie viel Bayern laufen kann und wie viel wir laufen können. Das brauchst du auf diesem Niveau. Die letzten zehn, 15 Minuten entscheiden, ob du ein Spiel gewinnst oder verlierst. Meine Jungs sind topfit und deswegen schaffen wir es immer wieder.“

… zum möglichen Meisterschaftsrennen: „Es ist spannend, aber es ist erst der achte Spieltag. Wir wollen jetzt nicht zu viel erzählen, weil die anderen Mannschaften auch drücken. Wir wissen, dass es zu Verletzungen oder kleinen Problemen kommen kann. Wir sind gut dabei, haben heute ein tolles Gesicht gezeigt. Auch bis dato läuft die Saison gut. Jetzt haben wir noch zwei wichtige Spiele vor der nächsten Länderspielpause, die wir mit Sicherheit gewinnen wollen. Erst dann können wir ein kleines Zwischenfazit ziehen. Vorher macht das keinen Sinn.“

… zur Begegnung mit Joshua Kimmich: „Wir wissen alle, dass Joshuas Vater verstorben ist. Ich habe ihm natürlich gleich kondoliert und er hat sich bedankt. Aber das ist für mich total normal. Joshua ist ein toller Kerl und das ist das Mindeste, was man machen kann.“

 

Gregor Kobel (Torwart Borussia Dortmund) ...

… zum Punktgewinn gegen Bayern München: „Wir haben einen extrem positiven Auftritt hingelegt. Wir waren sehr mutig, haben viel versucht und uns am Ende mit dem Resultat belohnt. Natürlich hatte Bayern viele Chancen, aber wir haben uns diesen Punkt mit sehr viel Aufwand verdient.“

… zur Mentalität seiner Mannschaft und der taktischen Umstellung: „Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl bei der Mannschaft. Wir wussten, dass uns nicht viele etwas zutrauen. Aber wir haben an uns geglaubt und kennen unsere Qualitäten. Wir wollten mutig sein. Niko hatte mit der Viererkette einen geilen Schachzug. Wir wollten es den Bayern schwer machen. Das ist uns gelungen. Natürlich hatten sie ihre Chancen, aber wir waren da, haben gekämpft und nie aufgegeben.“

 

Nico Schlotterbeck (Kapitän Borussia Dortmund) ...

… zum späten Ausgleich gegen Bayern München: „Wir haben grundsätzlich ein sehr gutes Spiel gemacht. Es war das erste Mal mit Viererkette seit anderthalb Jahren. Niko hat sich etwas getraut, die Jungs haben sich etwas getraut. Wir haben in der ersten Halbzeit ein ordentliches Spiel gemacht, sind sehr gut ins Pressing gekommen und haben uns am Ende dafür belohnt.“

… zur Entwicklung der Dortmunder Mannschaft: „Wir sind gut und werden immer noch unterschätzt. Wir spielen nicht den besten Fußball, haben aber eine kompakte Defensive. Sechs Gegentore in acht Spielen sprechen für sich. Ob das reicht, um Meister zu werden, ist noch zu früh zu sagen. Aber wir hatten heute auswärts in München auch Ballbesitzphasen. Das war wichtig. Wenn wir so weiterspielen, bin ich guter Dinge, dass wir es lange offenhalten können.“

… zur taktischen Umstellung auf eine Viererkette: „Der Trainer hat mit mir und Waldi darüber gesprochen, wie wir es finden würden. Es geht nicht um die Formation, sondern um Intensität, Spielfreude und die Lust, Duelle zu gewinnen. Die Mannschaft hat sich darauf eingelassen. Das Abschlusstraining war nicht das beste, aber wir haben uns alle darauf verständigt, wie wir heute spielen wollen.“

 

Felix Nmecha (Borussia Dortmund) ...

… zum Unentschieden gegen Bayern München: „Das war ein gutes Spiel von beiden Mannschaften. Wir hatten Momente, in denen wir das Spiel hätten gewinnen können, die Bayern aber auch. Manchmal war es ein bisschen wild. Es war eigentlich alles dabei. Wir haben alles gegeben. Am Ende überwiegt bei uns das Gefühl, einen Punkt gewonnen zu haben, als zwei verloren zu haben.“

… zum späten Ausgleich: „Wir hatten vorher schon ein paar Chancen, die wir nicht gut genug genutzt haben. Dann kam dieser Moment und Fabio hat den Ball gut reingemacht.“

… zu seinem Fehlpass vor dem Gegentor: „Man will den Ball in diesem Moment nie verlieren. Wenn Daniel nicht ausrutscht oder ich ihn etwas härter spiele, bekommen sie den Ball nicht. Am Ende bin ich glücklich, dass wir noch das Spiel gedreht haben.“

… zum verursachten Handelfmeter: „Ich habe mich umgedreht und meine Hand war nicht so weit zur Seite ausgestreckt. Wenn der Ball mit 100 km/h ankommt, ist es nicht einfach, die Hand so schnell wegzuziehen. Aber ich war natürlich glücklich, dass der Ball nicht reingegangen ist.“

 

Waldemar Anton (Borussia Dortmund) zum Punktgewinn in München: „Wir haben über 90 Minuten daran geglaubt, dass wir noch etwas mitnehmen können. Nach dem 2:1 war es natürlich sehr schwierig, aber wir haben es heute im Großen und Ganzen sehr, sehr gut gemacht. Gut mit Ball gespielt, gut verteidigt. Dass man da ein paar Chancen gegen uns bekommt, ist normal in München. Am Ende macht Fabio in der 90. Minute den Ausgleich. Unglaublich. Da fällt einem schon etwas ab. Und in München unentschieden zu spielen, ist auch nicht so schlecht.“

 

Lars Ricken (Geschäftsführer Sport Borussia Dortmund) ...

… zur negativen öffentlichen Wahrnehmung (vor dem Spiel): „Natürlich werden wir auch kritisch gesehen. Wir gewinnen die ersten fünf Spiele, dann spielen wir gegen Bremen 85 Minuten gut und geben das Spiel dann noch aus der Hand. Dann ist Krise bei uns angesagt. Aber man kann es auch positiv sehen. Wir erzeugen viel Aufmerksamkeit und Emotionalität und Leidenschaft. Das wäre nicht, wenn wir den Leuten egal wären. Wichtig ist, dass Niko, Ole und ich sachlich und professionell bleiben.“

… zu den finanziellen Möglichkeiten des Gegners (vor dem Spiel): „Darauf reagiere ich erstmal nur mit einem Schulterzucken. Das größere Problem für uns sind Leute wie Max Eberl, die mit dem Geld auch was anfangen können. Es gibt andere Vereine, die in ähnlichen finanziellen Dimensionen sind, die das nicht gut hinkriegen. Unser Problem ist, dass die Bayern die richtigen Entscheidungen treffen.“

 

Markus Söder (Bayerischer Ministerpräsident) ...

… zum Unentschieden zwischen Bayern und Dortmund: „Eigentlich geht das Ergebnis nicht in Ordnung. Wenn man sich die Chancen ansieht: Latte, Latte, Latte. Die Bayern hatten viel mehr Chancen, Dortmund hatte zwei. Es war ein gutes Spiel, aber aus meiner Sicht war das Unentschieden unverdient. Dortmund hat sehr hart gespielt und Bayern hatte auch noch Verletzungspech. 2:2, aber mein Herz blutet heute schon.“

… zum möglichen Meisterschaftsrennen: „Niko Kovac hat seine Mannschaft sehr gut eingestellt. Zu früheren Zeiten hätte man gesagt, dass sie nur noch italienisch spielen. Nur hinten, sehr hart und laufen nur Konter. Aber dieses Ergebnis war wirklich nicht nötig. Bayern hatte heute nicht seinen besten Tag und hätte trotzdem gewinnen können. Dazu kamen die schweren Verletzungen. Ich hatte in der ersten Halbzeit schon Angst, dass die Mannschaft dadurch den Faden verliert. Insofern kann man am Ende sagen, dass es noch einigermaßen gut ausgegangen ist. Aber ich hätte Harry Kane gewünscht, dass er eine seiner Chancen noch verwandelt.“

… zum Ballon d'Or für Harry Kane: „Ein großartiger Sportsmann. Das hat er total verdient. Ich hätte ihm heute auch noch ein Elfmetertor gegönnt. Das wäre das i-Tüpfelchen für diese Woche gewesen. Trotzdem ist diese Auszeichnung eine große Ehre für den FC Bayern und etwas Tolles für die Bundesliga. Er hat es verdient.“

… zum Fehlen von Vincent Kompany: „Das hat uns alle sehr betroffen gemacht. Ich hatte ihm zwei Wochen zuvor noch den Bayerischen Sportpreis verliehen. Man merkt, dass er fehlt, gerade an einem solchen Tag. Spieler verletzen sich, die Mannschaft wird durcheinandergewirbelt. Da ist es noch einmal etwas anderes, wenn auch der Chef fehlt. Ich hoffe, dass er bald wieder fit ist. Hauptsache, er wird gesund.“

 

Sky Expertin Julia Simic ...

… zu den Verletzungsproblemen beim FC Bayern: „Das ist schon ein ganz schönes Brett. Das tut den Bayern vielleicht heute sogar noch mehr weh als die zwei verlorenen Punkte, weil es perspektivisch immer dünner wird. Es gibt gerade so viele Brandherde und Störfeuer. Irgendwann muss es wieder in eine positivere Richtung gehen. Im Moment sieht es nicht danach aus. Die Mannschaft muss das irgendwie überstehen. Der Kader wird dünner, aber auf der Bank sitzen schon noch zwei, drei richtig Gute. Deshalb kann man noch ein bisschen etwas kompensieren. Aber Atletico wird ein richtiges Battle. Wer Atletico kennt, weiß, dass das ein richtig physisches Spiel wird.“

… zum neuen Ballon d'Or-Sieger Harry Kane (vor dem Spiel): „In jeder Ecke der Stadt und der Region wird darüber gesprochen. Vor dieser Leistung zieht jeder den Hut, denn er hat es absolut verdient. Das Gesamtpaket kann nicht besser sein.“

 

Sky Experte Lothar Matthäus ...

… zum Meisterschaftsrennen zwischen Bayern und Dortmund: „Punktemäßig sieht es so aus, als wären beide Mannschaften gleichwertig. Trotzdem hat der FC Bayern heute mehr Spielanteile gehabt, mehr Torschüsse. Wir reden von drei Pfostentreffern insgesamt. Natürlich wäre es verdienter gewesen, wenn die Bayern die drei Punkte mitgenommen hätten. Aber sie haben zum Schluss nicht aufgepasst und ihre Chancen nicht reingemacht. Dortmund hat daran geglaubt. Deswegen muss man Dortmund zu dem Punkt gratulieren. Sie nehmen den glücklichen Punkt mit und bleiben an den Bayern dran. Für uns Fußballfans ist es schön, wenn wir bis zum letzten Spieltag einen Zweikampf zwischen Dortmund und Bayern haben. Die Dortmunder haben eine in der Breite gut aufgestellte Mannschaft und heute diszipliniert gegen den Ball gespielt.“

… zur Diskussion um Lennart Karl: „An einen Vereinswechsel denkt jetzt keiner, weder Michael Ballack noch der FC Bayern und auch nicht Lennart Karl. Er hat hier die Möglichkeit, sich durchzubeißen, und der FC Bayern hat bisher immer hinter ihm gestanden. Man sollte solche Dinge vorsichtig formulieren, weil wir wissen, was die Medien dann gerade beim FC Bayern daraus machen. Im Endeffekt kann für mich jeder anziehen, was er will, welche Farbe auch immer. Uli Hoeneß kann Rot anhaben, Lennart Karl kann Pink anhaben und ich darf Blau anhaben. Das ist jedem selbst überlassen. Wichtig ist, dass er abliefert.“

… zu einer möglichen Perspektive von Jonas Urbig als Nummer eins der Bayern (vor dem Spiel): „Wenn Neuer wieder fit ist und nicht nach einem Spiel wieder seine Belastung am Fuß spürt, sollte Manuel Neuer spielen. Dafür hat er seinen Vertrag verlängert und Urbig bekommt dann irgendwie seine Einsatzzeiten. Aber: Manuel Neuer muss fit sein und nicht ein Spiel spielen und dann aufgrund einer Verletzung das nächste Spiel wieder ausfallen.“

… zur Beliebtheit Harry Kanes in England (vor dem Spiel): „Ich bin mir sicher, dass Harry Kane als Kapitän der Nationalmannschaft, als weltweiter Botschafter seines Landes nach seiner Karriere zum Ritter geschlagen wird.“

 

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