DEB-Vorstand Künast erklärt Nico Sturms WM-Absage
Bonn, 16.05.2026
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihr Auftaktspiel bei der 89. Weltmeisterschaft in der Schweiz verloren. Gegen Finnland hält das DEB-Team die Partie lange offen, verliert aber trotzdem mit 1:3. Den Grund haben die Akteure schnell gefunden. „Entscheidend war das Über- und Unterzahlspiel. Die haben zwei Powerplay-Tore geschossen. Uns ist es nicht gelungen, im Powerplay eins zu machen“, betont der einzige deutsche Torschütze, Stefan Loibl. NHL-Star Moritz Seider pflichtet bei: „Im 5-gegen-5 haben wir super gespielt. Wir hatten ein Spiel, in dem wir Punkte hätten holen können. Das ist frustrierend!“ Bundestrainer Harold Kreis sieht trotzdem eine „insgesamt starke Mannschaftsleistung“. Auch die MagentaSport-Experten Rick Goldmann und Moritz Müller attestieren eine Leistung, das Hoffnung für den weiteren Turnierverlauf macht: „Das war insgesamt ein sehr guter Auftakt der deutschen Mannschaft und man war sehr dicht an einem Punkt“, resümiert Müller und kommt zur Erkenntnis: „Das war ein Spiel, das sehr viel Mut für die nächsten Spiele! Ich habe eine starke deutsche Mannschaft gesehen.“ Goldmann vergleicht die deutsche Leistung mit der Qualität des Gegners: „Bei Finnland sind 12 NHL-Spieler drin, das ist das 1. Spiel. Es dauert, bis man hundertprozentig drin ist. Aber es ist peu à peu besser geworden.“
Für Diskussionen sorgt der finnische Treffer zum 1:0 durch Anton Lundell und die Frage, ob Philipp Grubauer vorher behindert worden ist. Müller findet: „Man sieht, dass ‚Grubi‘ [Philipp Grubauer, Anm. d. Red.] das direkt moniert. Ich finde wichtig, dass man da direkt hinschaut.“ Christian Künast, Vorstand Sport des DEB, erklärt, warum der Treffer nicht gechallenged wurde: „Das kann man geben – das kann man natürlich auch challengen. Vielleicht haben wir dann das Quäntchen Glück. Wir waren uns sicher, dass es ein ‚Good Goal‘ ist. […] Wahrscheinlich challenged man, wenn es im letzten Drittel ist.“
Am Sonntag gegen Lettland – live ab 19.30 Uhr bei MagentaSport und MagentaTV – ist laut Künast der nachgereiste NHL-Profi Lukas Reichel höchstwahrscheinlich im Line-up. Anders sieht es bei Nico Sturm aus, der seine WM-Teilnahme endgültig abgesagt hat. Künast gibt Einblicke: „Ich habe gestern Abend länger mit ihm telefoniert. Es gibt zwei große Gründe. Nico hat 25 Prozent der Saison wegen einer Bandscheibenoperation verpasst. Der Verein hat ihm nahegelegt, dass er den Sommer nutzt, das komplett auszukurieren. […] Und der zweite Grund ist, dass er irgendwo leer im Kopf ist – für mich absolut nachvollziehbar.“
Nachfolgend die wichtigsten Stimmen vom WM-Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Finnland. Bei Verwendung bitte MagentaSport als Quelle angeben. Morgen Abend steht als nächstes Livespiel die Partie von WM-Gastgeber und Mitfavorit Schweiz gegen Lettland auf dem Programm – ab 20.00 Uhr bei MagentaSport und MagentaTV. Den „Eishockey-Show – WM-Spezial“-Podcast gibt‘s während der WM immer morgens nach den deutschen Spielen ab 07.00 Uhr und on-demand. Mit dabei sind wechselnde Duos aus der Besetzung Moritz Müller, Rick Goldmann, Basti Schwele und Sascha Bandermann. Die nächste Ausgabe steht morgen ab 07.00 Uhr auf dem Programm – mit der Analyse des deutschen WM-Auftakts gegen Finnland.
Finnland – Deutschland 3:1
Die Finnen gehen im 1. Powerplay direkt durch Anton Lundell in Führung. Während das DEB-Team im Überzahlspiel zu viel liegen lässt, schlägt Finnland auch im 2. Powerplay zu: Jesse Puljujärvi erzielt zu Beginn des Schlussdrittels das 2:0. Doch Deutschland verkürzt durch Stefan Loibl nach einem Doppelpass mit Leon Gawanke. 4:30 Minuten vor dem Ende sorgt dann aber Aatu Räty für die Entscheidung.
Harold Kreis, Bundestrainer: „Die Finnen haben einen Weg gefunden, in Überzahl die ersten zwei Tore zu erzielen. Wir hatten es schwer, unser Powerplay aufzuziehen. Somit war es für uns frustrierend, weil wir einige Gelegenheiten hatten. […] Insgesamt war es eine starke Mannschaftsleistung und auch von Philipp Grubauer, der sehr stark gehalten hat.“
Link zum Interview: www.clipro.tv/player?publishJobID=bkhUUXhZWE1aSXJOdHdreUxwZjc0ZXY4R1lEREFFM1hET2dBSWNxMCtCWT0=
Christian Künast, Vorstand Sport des DEB, über die Niederlage gegen Finnland: „Wir haben immer das Gefühl gehabt, dass da etwas drin ist. Wir haben auch nach dem 0:2 nie aufgesteckt.“
Der Gegentreffer zum 0:1 sorgt wegen einer möglichen Behinderung gegen Philipp Grubauer für Diskussionen. MagentaSport-Experte Moritz Müller dazu: „Ich finde, wichtig ist immer die Reaktion des Torwarts. Man sieht, dass ‚Grubi‘ [Philipp Grubauer, Anm.d.Red.] das direkt moniert. Ich finde wichtig, dass man da direkt hinschaut.“
Künast entgegnet: „Das haben wir gemacht. Dann hat es der Grubi aber selbst auf dem Würfel gesehen. Das kann man geben – das kann man natürlich auch challengen. Vielleicht haben wir dann das Quäntchen Glück. Wir waren uns sicher, dass es ein ‚Good Goal‘ ist. […] Wahrscheinlich challenged man, wenn es im letzten Drittel ist. Im 1. Drittel, wenn noch sehr viel Spielzeit da ist, war das nur eine Überlegung.“
Künast über NHL-Profi Lukas Reichel, der für das 1. WM-Spiel noch geschont wurde: „Wir gehen davon aus, dass er am Sonntag im Line-up ist. (…) Ich kann nur sagen, was der Luki zu mir am Telefon gesagt hat: ‚Ich brauche mindestens zwei Trainings.‘ Jetzt hat ein ganzes und ein kleines Pre-Game-Training gehabt. Morgen kriegt er sein ‚zweieinhalbtes‘ Training und dann ist er ready.“
Künast über NHL-Profi Nico Sturm, der seine WM-Teilnahme absagte: „Ich habe gestern Abend länger mit ihm telefoniert. Es gibt zwei große Gründe. Der Nico hat 25 Prozent der Saison wegen einer Bandscheibenoperation verpasst. Der Verein hat ihm nahegelegt, dass er den Sommer nutzt, das komplett auszukurieren. Er sagt, er wäre gut drauf gewesen, aber er hat nach jedem Spiel eine ellenlange Behandlung. Und der zweite Grund ist, dass er irgendwo leer im Kopf ist – für mich absolut nachvollziehbar. Er sagt: ‚Küni, es tut mir leid, aber ich sehe mich nicht in 24 Stunden in Zürich.‘ Da habe ich absolutes Verständnis.“
Link zum Interview: www.clipro.tv/player?publishJobID=aFNjamZ0UGgrQis2ZzhrcTZ6V0FnS3FBRTRWYklDYVRjWkpsZk5PZ1puTT0=
Goalie Philipp Grubauer: „Wir haben ein bisschen gebraucht, bis wir reingekommen sind. Das war das erste Mal, dass die Gruppe so zusammengespielt hat. Da standen wir ein bisschen hinten drin. Im letzten Drittel haben wir Gas gegeben, in der offensiven Zone gut gespielt, ein paar Chancen kreiert. Aber wenn man auf das Spiel schaut, haben die Special Teams den Unterschied gemacht.“
Link zum Interview: www.clipro.tv/player?publishJobID=enArelJaUElvWTdlcjBPY1BZbzM4ZFREak5rbTNYYmJ0K0t4VkxGRDFhcz0=
Stefan Loibl, deutscher Torschütze: „Entscheidend war das Über- und Unterzahlspiel. Die haben zwei Powerplay-Tore geschossen. Uns ist es nicht gelungen, im Powerplay eins zu machen. Das werden wir anschauen und analysieren. Nichtsdestotrotz waren Sachen dabei, auf die wir aufbauen können.“
Loibl über seinen Treffer: „Es ist immer etwas Besonderes, der Mannschaft bei einer Weltmeisterschaft helfen zu können. Am Ende bringt’s natürlich gar nichts. Für mich fühlt es sich gut an, aber das ist leider nur ein Trostpreis.“
Link zum Interview: www.clipro.tv/player?publishJobID=bHdTVXZpdkJsNDdGdHEyeDh5TENRd0hQR1R3NTBJcno1eHVrUXdjMVFMdz0=
Moritz Seider resümiert: „Im 5-gegen-5 haben wir super gespielt. Wir hatten ein Spiel, in dem wir Punkte hätten holen können. Das ist frustrierend. Du bist eigentlich super reingekommen, aber hast das Special-Teams-Battle verloren. Und so kannst du nicht gewinnen.“
Link zum Interview: www.clipro.tv/player?publishJobID=VUd3MHlQUnVMVzUvMGlQODdNdUtIV0hoalhzKy9zU082bjc0RmdPN2JSdz0=
MagentaSport WM-Experte Moritz Müller mit seinem Resümee: „Das war insgesamt ein sehr guter Auftakt der deutschen Mannschaft und man war sehr dicht an einem Punkt. Man kann nicht erwarten, dass man eine Mannschaft wie Finnland komplett bespielt und dominiert. Das war ein Spiel, das sehr viel Mut für die nächsten Spiele. Ich habe eine starke deutsche Mannschaft gesehen!“
Link zum Clip: www.clipro.tv/player?publishJobID=MlhXc1ZITTh2YlVlUFlrM0R2NnFjVzVyQlhhcGZsT3Q4bllXU0RGOFI2WT0=
MagentaSport-Experte Rick Goldmann sieht es ähnlich wie Müller: „Deutschland hat es geschafft, das Spiel eng zu halten. Es ist schon blöd, dass man keine Punkte mitnimmt, weil in dieser Partie mehr drin gewesen wäre. Du musst dich erst einmal einfinden. Das ist von der Qualität ein Unterschied: Bei Finnland sind 12 NHL-Spieler drin, das ist das 1. Spiel. Es dauert, bis man hundertprozentig drin ist. Aber es ist peu à peu besser geworden.“
Link zum Clip: www.clipro.tv/player?publishJobID=aVF2L1FmNXFpaDJRZWQzdVNUNFgxSU1Hb0djM3RaRklNNjlOYlJXVU9TZz0=
Besser geht‘s nicht: die WM 2026 bei MagentaSport – Doku-Reihe, zusätzlicher Podcast
MagentaSport und MagentaTV übertragen von der Eishockey-WM vom 15. bis 31. Mai täglich alle Spiele mit deutscher Beteiligung sowie ausgewählte Gruppen- und K.o.-Runden-Spiele live aus Zürich und Fribourg – insgesamt 18 WM-Partien. Kompetent und emotional begleitet wird das WM-Geschehen vor Ort in der Schweiz vom 2025 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichneten On-Air-Team um die Experten Rick Goldmann sowie den neuen WM-Experten und langjährigen DEB-Kapitän Moritz Müller, Kommentator Basti Schwele und Moderator Sascha Bandermann sowie Experte Patrick Ehelechner, der auch als Host der Social-Media-Kanäle ganz nah dran am WM-Geschehen ist. MagentaSport bietet auf allen digitalen Kanälen die besten Hintergrund-Stories, Insights, Highlights und Analysen. Die Content-Reihe #Eishockey Deutschland begleitet die deutsche Mannschaft in den nächsten Episoden. Nach jedem deutschen Spiel wird ein „WM-Spezial“-Podcast aufgezeichnet. XXL-Berichterstattung aus dem großen WM-Studio vor Ort – jetzt auch mit Moritz Müller. Besser geht‘s nicht!
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